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"Wer an Fastnacht Bier trinkt, lebt länger"

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Melisandra, 17. Februar 2004.

  1. Melisandra

    Melisandra immer auf der Suche...

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    Aberglaube?

    Bier erfreut sich seit langem an Beliebtheit. Bereits vor 5000 Jahren tranken es unsere Urahnen auf der ganzen Erde, gebraut aus Gerste, Hirse, Reis oder auch Mais. In Europa verbreitete sich - nicht zuletzt durch die grandiose Braukunst der Mönche - der Gerstensaft.

    Bier galt als rechtes Volksgetränk, was auch sein Name besagt, der vermutlich vom vulgärlateinischen Wort "biber" abstammt, was Trank heißt. Aber seine Bedeutung ging über das reine Durstlöschen hinaus. So war es lange Zeit Brauch, einen Vertrag mit Bier zu bekräftigen. Bis heute gilt, den Schaum beim Trinken etwas wegzublasen, weil die Hexen und Gnome dort am liebsten ihre Nase hineinstecken und wir ihnen dann schutzlos ausgeliefert wären. Es sei denn, wir sind bereits betrunken, dann wirken deren Zaubereien nicht. Gar ein uneheliches Kind droht demjenigen Mädchen, das ein volles Glas umstößt.

    An bestimmten Tagen wirkt der Gerstensaft besonders stark: Wer zu Fastnacht Bier trinkt, lebt länger, sagte der Volksmund, und Biertrinken an Neujahr verjüngt. (SInd doch tolle Aussichten!!!) Aber auch die Geister sind ganz versessen aufs Bier und danken ein derartiges Opfer vor allem am Donnerstag. Wird dies vergessen, könnten sich ansonsten die armen Biester in Bierfässern, Kellern oder Vorratskammern auf der Suche nach einem begehrten Schluck lauthals jaulend herumtreiben.

    (Das ganze ist nachzulesen in einem lustigen Büchlein über Aberglaube)

    Also trinkt Bier an Fastnacht (auch wenn ich es nicht darf

    sagt

    Melisandra:rolleyes: :rolleyes:
     

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  2. Melisandra

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    Habe noch mehr Geschichten in Sachen "Aberglaube".

    Wer zu oft von seinem zukünftigen Glück spricht, bringt die bösen Geister in Fahrt. Wie wir wissen, liegen die nämlich den lieben langen Tag auf der Lauer, um einen Tipp aufzuschneppan über geplante freudige Ereignisse, gute Lauenen oder Geschäftsabschlüsse, um das dann gründlich zu vermiesen.

    Egal, was im Voraus gelobt wird, seien es die guten Eigenschaften eines Menschen, seine Gesundheit oder seine Erfolge und Leistungen - die dunklen Pläne der bösen Mächte kiooen noch vor Eintrffen alles ins GEgenteil um, wenn nicht die Formel "Beschrei es nicht!" schnell gesprochen wird.

    Auch "unberufen toi toi toi" oder auf Holz klopfen soll alles wieder ins Lot bringen. (Das sind ja auch Aussprüche, die jeder hier im Forum sicher schon getan hat)

    Für diejenigen, die nicht den rechten Spruch an der rechten Stelle parat hatten, gibt es ein Rezept: In ein Wasserglas neun Brotstückchen und neun Kohlesückchen geben, an vier Zimemrecken aus dem Glas trinken und den Rest auf die Türangeln gießen. (Ob das hilft?)

    Auch das Verschlucken von Kehricht soll helfen - spätere Übelkeit nicht ausgeschlossen. (Bähh igittigitt spuck) Wem das zu kompliziert ist, der greife auf das simple Daumendrücken zurück. (Das kennen wir alle - und das hilft!)
     

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  3. Melisandra

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    "Auf Holz geklopft hält's Unheil fern!"

    Manchmal sind Menschen wirklich unvorsichtig. Sie sprechen vom Geldsegen, der bald eintreffen wird, von einem guten Ereignis oder einer wichtigen Sache - und bedenken nicht, dass die bosen Geister zuhören und alles vereiteln können.

    Da hilft nur noch eines: dreimal auf Holz klopfen! Der Kärm vertreibt nämlich die unliebsamen Gesellen, die laute Geräusche nicht mögen.

    Zum Klopfen eignen sich besonders Tischplatten - wobei noch nicht klar ist, ob die Oberseite wirksamer ist als die Unterseite. Auch der Türrahmen, ein Schrank oder Stuhl sind denkbar, nur: aus Holz müssen sie sein (Manche nehmen auch den eigenen Kopf;) :p ). Dem wird nämlich eine ganz besondere Kraft zugesprochen, die daher kommt, dass die guten Geister in den Bäumen wohnen sollen. Folglich überträgt sich deren Magie aufs Holz. Schließlich werden den Holz-Reliquien auf der ganzen Welt besondere Kräfte zugeschrieben, seien dies nun Splitter von Särgen, heiligen Bäumen oder dem Kreuz Christi.

    Andererseits soll das Klopfen auf Holz auch eine Art Telefon einschalten, mit dem die guten Geister gerufen werden können.

    Also egal, wie es wirkt, Klopfen lohnt immer; Schließlich hassen die dunklen Mächte jeden Lärm - und so ist man die schon mal los
     

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  4. Melisandra

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    "Wirf eine Münze in den Brunnen und wünsch dir was!"

    Ein jeder Rom-Tourist schmeißt selbstverständlich seine Münze in die Fontana di Trevi.

    Aber auch hierzulande funkeln in unzähligen Brunnen Geldstücke, die mit einem geflüsterten Wunsch beschwert am Boden liegen. Dort sollen bekanntlich die Wassergeister oder Feen mit ihren magischen Kräften wohnen, die sich (manchmal) den Wünschen der Sterblichen annehmen.

    Ursprünglich erfüllten so manchen Wunsch eigentlich die Quellnymphen, die Besitzerinnen der Quellen, die gerne ein Opfer annehmen, Mit diesem wurden sie zuallererst milde gestimmt, um später die Bitte anzuhören. Mittel zum Zweck waren in früheren Zeiten "weiße" Lebensmittel wie Milch, Eier oder Brot. Aber mit dem Wohlsstand änderte sich bald der Brauch: Eine Münze in den Brunnen zu werfen "besticht" den Wassergeist oder die Nymphe heutzutage einfach angemessener.

    Immerhin sollen diese dafür sorgen, dass nicht nur Leiden abgewendet, sondern auch das eine oder andere Anliegen zur Erfüllung kommt. Und das kann kosten!
     

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