Welche Nebenwirkungen "muss" ich ertragen bei MTX?

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von Loreley, 20. April 2012.

  1. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Das klingt doch gut.
     
  2. Sarah-hh

    Sarah-hh Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,
    ich hatte weiter oben schon mal wegen depressiven Phasen ein paar Fragen gehabt.
    Nun meinte meine Rheumatologie ich soll mir doch einfach Antidepressiver verschreiben lassen. Ich sträube mich aber irgendwie dagegen, da ich der Meinung bin, dass es vom Kortison und/oder MTX kommt.
    Hat jemand Erfahrung damit?
    Lieben Gruß aus HH, Sarah
     
  3. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Ich hab solche Phasen auch. Ich bin auch leicht reizbar, fahre ruckzuck aus der Haut wie ein HB-Mänchen.
    Ich schiebs aufs Kortison, und ich nehme im Moment Pascoflair, also ein pflanzliches Runterkomm-Mittel.
    Keine Ahnung obs wirklich hilft oder obs Einbildung ist.
     
  4. Birte

    Birte Registrierter Benutzer

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    Das Problem ist, dass es gar nicht so viele Medikamente zur Auswahl gibt, wenn es um rheumatische Erkrankungen geht. Das führt dann dazu, das bis zu einem gewissen Grad Nebenwirkungen in Kauf genommen werden müssen, wenn denn die Wirkung da ist. Wo dieser Punkt ist, d. h. wann die Nebenwirkungen die Wirkung übersteigen, muss jeder für sich selbst entscheiden.
     
  5. Larron

    Larron Registrierter Benutzer

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    Hallo,
    depressive Phasen hatte ich bis zur Behandlung mit Sulfasalazin des öfteren.
    Sulfasalazin musste ich wg Nebenwirkung absetzen ( Soorösophagus), in Kombination mit MTX (auch abgesetzt wg Entzündung im Mund), jetzt Stelara. Seitdem (1 1/2 Jahre ) keine depressiven Phasen mehr. Ansonsten nehme ich nur Meloxicam gegen Schmerzen und Vitam D.
     
  6. Sarah-hh

    Sarah-hh Neues Mitglied

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    Vielen Dank für eure Beiträge.
    Keiner von euch hat oder sollte aber Antidepressiver einnehmen oder?
    Ich nehme zur Zeit auch homöopathische Globuli, die mir recht gut helfen, aber eben nicht immer und so richtig...
     
  7. Katjes

    Katjes Registrierter Benutzer

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    hallo sarah,
    doch ich.ich habe ganz zu anfang, als ich mit mtx und cortison eingestellt wurde(vor 20 jahren), auch ein antidepressiva bekommen.allerdings so niedrig dosiert,dass es "nur" die schmerzschwelle (so hatte ich es verstanden) positiv beeinflußt.
    allerdings habe ich es nach ca 2 jahren wieder abgesetzt ,weil ich große probleme mit nebenwirkungen hatte (morgendlicher überhang und sehr starke gewichtszunahme bei mangelnder wirkung).
    nach absetzen,und dann nur mit mtx und cortison, hatte/habe ich immer wieder probleme mit depressionen...........mittlerweile nehme ich cimzia.........und versuche nach mehreren gescheiterten versuchen mit antidepressiva, so zurecht zu kommen.
    das ist doch toll,wenn dir die globulis helfen..........verrätst du welche du nimmst ?
     
    #47 19. November 2017
    Zuletzt bearbeitet: 20. November 2017
  8. Catwoman55

    Catwoman55 Bekanntes Mitglied

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    Hallo,
    ich nehme auch ein AD (Antidepressivum). Allerdings im Moment eher wegen meiner Schlafstörungen und nur zweitrangig wegen meiner Depressionen, die ich recht gut im Griff habe (Mal mehr und mal weniger). War ein halbes Jahr ohne AD und habe aber wieder damit begonnen. Ich bilde mir ein, dass es mir besser geht als ohne. Sobald ich das Cortison ausschleiche werde ich auch wieder mit dem AD ausschleichen, da haben mir meine Ärzte viel Spielraum eingeräumt.
     
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  9. Larron

    Larron Registrierter Benutzer

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    Hi,
    nein ich habe nie AD genommen.
    Mein Hausarzt hatte mir AD verschrieben.
    Der Rheumatologe hat das bisher nicht in Betracht gezogen.
    Bei Gespräch mit Uniklinik Enterologe wg FMS wurde mir das Antidepressivum „Agomelatin (Valdixan)“, das gut verträglich wäre, nicht dick macht und den Schlaf verbessert, es funktioniert über Melatoninstoffwechsel, anders wie die bisherigen.
    Vielleicht hilft dir das weiter.
    LG
     
  10. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Entscheidend ist doch, wie stark die Depressionen ausgeprägt sind. Ab einem gewissen Punkt machen pflanzliche Mittel oder kleine Dosen keinen Sinn mehr.
    Wenn man das Gefühl hat, dass Einen die Depression im Griff hat, sollte man auf jeden Fall eine Therapie beginnen, und zwar eine medikamentöse als auch eine Gesprächs- oder Verhaltenstherapie.

    Falls der Eindruck besteht, dass Medikamente für die Depression verantwortlich sind , würde ich die persönlich absetzen, um zu sehen, ob es ohne besser wird.

    Ich nehme seit ein paar Jahren ein Antidepressivum, allerdings zur Schmerztherapie. Für die Behandlung einer Depression ist die Dosis viel zu niedrig.
     
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  11. Sarah-hh

    Sarah-hh Neues Mitglied

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    Vielen Dank für eure Beiträge.
    Ich nehme zur Zeit Pulsatilla-Globuli, die helfen mir einigermaßen. Allerdings habe ich schon immer noch so Depri-Phasen, wo alles doof ist, ich mich alleine fühle und ich keinen Ausweg weiß.
    Ich überlege mal weiter...
     
  12. Katjes

    Katjes Registrierter Benutzer

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    sarah,ich weiß nicht wie alt du bist..........aber,das kann ich schon gut nachvollziehen...........ich weiß nicht,korigiert mich,aber ist das nicht auch eine seite des chronisch krank seins.........allein fühlen,keinen ausweg,zukunftsängste.........das hatte ich auch häufig in den ersten jahren meiner erkrankung (habe seid anfang 20 meine diagnose, bin jetzt anfang 50)........da konnte kaum einer meiner freunde,arbeitskollegen verstehen wie es mir geht bzw. wollte ich mir auch nie eine schwäche anmerken lassen..........bis es nicht mehr ging,ich wurde mit 30 berentet.
    mir hat damals eine psychotherapie gut geholfen,besser mit krankheit und schmerzen klar zu kommen..........vielleicht wäre das auch eine idee für dich ?
     
  13. Sarah-hh

    Sarah-hh Neues Mitglied

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    @ Katjes: ja sicher, ganz bestimmt. Ich bin 31 und habe seit März eine Augenmuskelentzündung. Ist sehr selten und so wirklich kennt sich keiner damit aus. Dies macht es natürlich nicht besser...
     
  14. ThomasM68

    ThomasM68 Registrierter Benutzer

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    Hallo zusammen,

    ich nehme jetzt seit 4 Wochen 15mg MTX als Tablette. Cortison bin ich am ausschleichen, aktuell noch 3mg. Einige der genannten Nebenwirkungen habe ich auch. Bei mir sieht es bisher so aus:

    MI Abend MTX
    Do Übelkeit mit Durchfall, fühle mich etwas schlapp und habe leichte Kopfschmerzen, aber nahezu schmerzfreie und bewegliche Finger und Knie
    Fr Übelkeit ist weg, leichte Kopfschmerzen, richtig schlapp, Gelenke fühlen sich fas wie bei einer Grippe an, sind aber immer noch beweglich. Mundschleimhäute gereizt, fast wie zu heiß gegessen und dabei verbrannt.
    Sa Mal schauen wie es morgen wird. Bisher wie Freitag, aber die Mundschleimhäute werden besser.
    So Bisher topfit und fast vollständig frei beweglich, Nebenwirkungen merke ich keine mehr, Kopfschmerzen sind weg.
    Mo bis Mi die Beweglichkeit verschlechtert sich wieder von Tag zu Tag bleibt aber besser als in den letzten Monaten

    Feststellbar ist bisher noch eine Zunahme feinster roter Hautflecken. Nach meinem Arzt noch unbedenklich. Blutwerte OK, CRP das 1. Mal seit 11 Monaten wieder gerade so im oberen Normbereich bei >= 0,5. So gut wie an den letzten Sonntagen ging es mir schon lange nicht mehr. Ich hoffe, dass sich der Zustand vom So bei regelmässiger Einnahme auf die ganze Woche ausdehnt. Wäre schön, wenn die Nebenwirkungen nach einiger Zeit nicht mehr auftreten, wenn die Gelenkschmerzen mit MTX aber wegbleiben, kann ich auch mit den Kopfschmerzen und der Übelkeit zurechtkommen.

    Den Freitag wo es mir richtig übel geht, fange ich mittlerweile durch den Abbau von Gleitzeit ab und mache mal den Rest des Jahres eine 4 Tage Woche.
     
  15. Tinchen1978

    Tinchen1978 Registrierter Benutzer

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    Da könntest du ja mal überlegen bzw. probieren, ob die Spritze oder der Pen besser verträglich sind. Und viel trinken über diese Tage, Ananassaft kann wegen der Mundschleimhaut helfen.

    LG Tina
     
  16. Tusch

    Tusch Registrierter Benutzer

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    Moin Sarah
    Ich nehme Antidepressiva (citalopram 20) morgens, wegen einer mittelschweren Depression. Die Depression kommt bei mir eher von der chronischen Erkrankung und den damit verbundenen Schmerzen, Ängsten usw., als von den Medikamenten.
    Als Schmerz-und schlaftherapie bei FMS nehme ich abends Amitriptyln 10. das wirkt nicht wie ein Schmerzmittel (z.b. IBU). Habe aber herausgefunden, dass ich ohne viel schlechter dran bin.

    Ich bin auch manchmal verunsichert, ob ich die verschiedenen Medikamente nehmen soll oder lieber nicht.
    Jedoch komme ich im Moment gut klar damit.
    Und wie mein schmerzarzt so schön sagt, man muss die vor und Nachteile abwägen.

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende
    Tusch
     
  17. Katjes

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    @ThomasM68
    hallo,
    wie tinchen schon schrieb,du könntest annanas für deine mundschleimhaut versuchen (als saft,frisch oder getrocknet) und auch ingwer aufgekocht, im wasser ziehen lassen und das dann gegen die übelkeit probieren oder nux vomica...........vor und nach dem mtx viel trinken,mindestens 2 l (mtx vor dem zu bett gehen einnehmen).
    wurde dir auch folsäure verschrieben ? wenn du auf spritzen umsteigst,schonst du schon mal den magen-darm trakt,könnte sich also auch positiv auswirken.
    liebe grüße
    katjes
     
  18. ThomasM68

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    Danke euch, aber noch sehe ich kein Problem. Ist zwar 2-3 Tage etwas doof, dafür kann ich meine Finger, Knie und Handgelenke jetzt schon 3-4 Tage problemlos verwenden. Wenn das mal die ganze Woche anhält bin ich happy. Mit meinem Rheumatologen habe ich schon gesprochen, er möchte erst mal bei den Tabletten bleiben. Den Ananassaft werde ich mal testen und die Kopfschmerzen sind problemlos auch ohne Schmerzmittel zu ertragen.
     
  19. ThomasM68

    ThomasM68 Registrierter Benutzer

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    wollte nur mal kurz berichten. Zwischenzeitlich nehme ich ja MTX in der 8. Woche. parallel dazu begann ich mit dem Ausschleichen von Prednisolon. aktuell noch 1mg, ab Sa ganz weg. Ibuprofen ist auch schon einige Wochen abgesetzt.

    Die anfänglichen Nebenwirkungen sind zwischenzeitlich fast ganz weg. Übelkeit am Tag nach der Einnahme habe ich keine mehr, nehme es jetzt aber erst kurz vorm Schlafengehen ein. Es wirkt zwar noch nicht die vollen 7 Tage, aber eine Besserung ist schon deutlich erkennbar, vor allem an den Fingern. Handgelenke sind noch nicht ganz so gut, aber auch dort bemerke ich schon eine deutliche Besserung. Leichte Kopfschmerzen am Tag nach der Folsäuregabe sind noch da, aber nur noch ganz leicht. Am 2. Tag noch etwas komisch im Mund, aber auch hier eine deutliche Besserung. Und das tollste, mein CRP ist seit kurzem wieder im Normbereich. Zwar nur gerade so aber ich finds trotzdem toll, da war er schon seit über einem Jahr nicht mehr.

    Am besten gefällt mir, dass ich nicht mehr 4 Sulfasalzin, 2 Ibuprofen, 1 Predni M und 1 Pantoprazol täglich (56 Tabletten je Woche) schlucken muss sondern nur noch 2 in der Woche.
     
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  20. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Guest

    Thomas,

    danke Dir!
    Ich finde es prima, dass Du den aus Deiner Sicht direkten und nicht unerheblichen Nutzen der recht einfachen und "eleganten" Therapie für die User mal sehr konkret und deutlich beschreibst.
    Vielleicht kann es die Eine oder den Anderen motivieren und so manche Widerstände gegen eine häufig klar angezeigte und in ihrer Effektivität gut belegte Behandlung relativieren :)
     
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