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Weihnachtsgedichte

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Anna-Katharina, 16. Dezember 2005.

  1. Anna-Katharina

    Anna-Katharina Neues Mitglied

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    23. März 2004
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    Hallo Ihr Lieben,

    ich bin auf der Suche nach schönen Weihnachtsgedichten, -wünschen, oder -geschichten.

    Vielleicht könnt Ihr mir da weiterhelfen? Würde mich sehr freuen.

    Vielen Dank schon mal und ganz liebe Grüße :)

    Anna-Katharina
     
  2. cpschaf

    cpschaf Neues Mitglied

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    Der kleine Nimmersatt

    Ich wünsche mir ein Schaukelpferd,
    'ne Festung und Soldaten
    und eine Rüstung und ein Schwert,
    wie sie die Ritter hatten.

    Drei Märchenbücher wünsch' ich mir
    und Farbe auch zum Malen
    und Bilderbogen und Papier
    und Gold- und Silberschalen.

    Ein Domino, ein Lottospiel,
    ein Kasperletheater,
    auch einen neuen Pinselstiel
    vergiß nicht, lieber Vater!

    Ein Zelt und sechs Kanonen dann
    und einen neuen Wagen
    und ein Geschirr mit Schellen dran,
    beim Pferdespiel zu tragen.

    Ein Perspektiv, ein Zootrop,
    'ne magische Laterne,
    ein Brennglas, ein Kaleidoskop
    dies alles hätt ich gerne.

    Mir fehlt, ihr wisst es sicherlich,
    gar sehr ein neuer Schlitten,
    und auch um Schlittschuh' möchte ich
    noch ganz besonders bitten.

    Um weisse Tiere auch von Holz
    und farbige von Pappe,
    um einen Helm mit Federn stolz
    und eine Flechtemappe.

    Auch einen grossen Tannenbaum,
    dran hundert Lichter glänzen,
    mit Marzipan und Zuckerschaum
    und Schokoladenkränzen.

    Doch dünkt dies alles euch zu viel,
    und wollt ihr daraus wählen,
    so könnte wohl der Pinselstiel
    und auch die Mappe fehlen.

    Als Hänschen so gesprochen hat,
    sieht man die Eltern lachen:
    "Was willst du, kleiner Nimmersazz,
    mit all den vielen Sachen?

    Wer soviel wünscht" der Vater spricht's,
    "bekommt auch nicht ein Achtel,
    der kriegt ein ganz klein wenig Nichts
    in einer Dreierschachtel."

    Heinrich Seidel
     
  3. Manga

    Manga Neues Mitglied

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    “Herrliche” Weihnachtszeit



    Die Weihnachtszeit ist schon verrückt,
    das Warenhaus ist gut bestückt,
    Geräte, die man immer kaufen kann,
    sind nun als Weihnachtsgaben dran.
    Ob Staubsauger oder Waschmaschine,
    Schrankwand, Bohrer oder auch Gardine
    Computer, Teppich oder Küchenherd
    alles hat jetzt Weihnachtswert!
    Reklame läuft auf höchsten Touren,
    von Gemütlichkeit fehlen alle Spuren,
    die Menschen stöhnen im Gewühl,
    welch wunderbares Hochgefühl.
    Oh, wie anstrengend der Einkauf war
    mit all´der Hektik und Gefahr!
    In dieser Zeit wird auch am meisten gebacken,
    Märchen gelesen, auch Nüsse knacken,
    Gans gebraten, Ferse gelernt und Lieder gesungen -
    damit ist das Fest erst richtig gelungen.
    Dann denken die Menschen auch mal an den Frieden,
    ansonsten wird er tunlichst vermieden!
    Nun wollen wir schnell friedlich sein,
    nach außen hin und nur zum Schein.
    Einmal im Jahr nur in die Kirche - jetzt,
    schließlich ist heiliges Weihnachtsfest!

    Das ist doch nicht schön - nur diese Pflicht,
    ich mag das falsche Getue jedenfalls nicht!!

    Schöne Beschehrung!!!




    13.12.1989

     
  4. Neli

    Neli Optimistin

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    Leise rieselt der Schnee;
    still und starr ruht der See,
    weihnachtlich glänzet der Wald,
    freue dich, Christkind kommt bald!

    In den Herzen ist's warm,
    still schweigt Kummer und Harm,
    Sorge des Lebens verhallt:
    Freue dich, Christkind kommt bald!

    Bald ist heilige Nacht,
    Chor der Engel erwacht,
    hört nur, wie lieblich es schallt:
    Freue dich, Christkind kommt bald!

    T: Eduard Ebel (1839-1905)


    [​IMG]
     
  5. Neli

    Neli Optimistin

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    Ihr Hirten, erwacht!
    Seid munter und lacht!
    Die Engel sich schwingen
    Vom Himmel und singen:
    Die Freude ist nah!
    Der Heiland ist da!

    Ihr Hirten geschwind!
    Kommt, singet dem Kind!
    Blast in die Schalmeien,
    Sein Herz zu erfreuen.
    Auf, suchet im Feld
    Den Heiland der Welt.

    Sie hörten das Wort
    Und eilten schon fort;
    Sie kamen in Haufen,
    Im Eifer gelaufen
    Und fanden da all
    Den Heiland im Stall.

    Sie kannten geschwind
    Das himmlische Kind;
    Sie fielen darnieder
    Und sangen ihm Lieder
    Und bliesen dabei
    Die Pfeif' und Schalmei.


    [​IMG]


    Dichter unbekannt
     
  6. Djanella

    Djanella Mitglied

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    Bäume leuchtend, Bäume blendend,
    überall das Süße spendend,
    in dem Glanze sich bewegend,
    alt und junges Herz erregend-
    solch ein Fest ist uns bescheret.




    Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
    Ein milder Stern herniederlacht;
    Es brennt der Baum, ein süß´Gedüfte
    Durchschwimmet träumerisch die Lüfte.




    Alles sieht so festlich aus.
    An den Fenstern haben frau
    Buntes Spielzeug fromm geschmückt.
    Tausen Kinder steh´n und schauen,
    Sind so wunderstill beglückt.


    vielleicht ist hier was dabei
    lg Djanella
     
  7. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    Am Christbaum fehlt ein Sternchen dort

    Am Christbaum fehlt ein Sternchen dort,
    aus feinster Schokolade,
    und auch ein Zuckerring ist fort,
    das ist doch wirklich schade!

    Mein Püppchen hat sich nicht gerührt,
    sitzt still an seinem Platze.
    Auch `s Hündchen hat sich gut geführt,
    war`s gar am End`die Katze ?

    Den Papa , draußen vor der Tür,
    hör ich so lustig lachen.
    Ob er es war, der hier genascht ?
    Es war`n so schöne Sachen.

    Jetzt fällt`s mir ein, ich wollt` es nur ansehen,
    nur mal wiegen , nur mal messen,
    Und ehe ich mich versah,
    hab ich es selber gegessen

    Ich wünsche eine schöne Rest-Vorweihnachtszeit.
    Liebe Grüße
    Gitta
     
  8. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    Bärlin :-)
    Winterweihnacht

    Winterweihnacht

    Der Winter ist gekommen
    Und hat hinweg genommen
    Der Erde grünes Kleid;
    Schnee liegt auf Blütenkeimen,
    Kein Blatt ist auf den Bäumen,
    Erstarrt die Flüsse weit und breit.

    Da schallen plötzlich Klänge
    Und frohe Festgesänge
    Hell durch die Winternacht;
    In Hütten und Palästen
    Ist rings in grünen Ästen
    Ein bunter Frühling aufgemacht.
    Wie gern doch seh' ich glänzen
    Mit all den reichen Kränzen
    Den grünen Weihnachtsbaum;
    Dazu der Kindlein Mienen,
    Von Licht und Lust beschienen;
    Wohl schönre Freude gibt es kaum.
     
  9. Fee

    Fee in memoriam 9.10.2010 †

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    "Vom Christkind"
    Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
    Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,

    mit rotgefrorenem Näschen.
    Die kleinen Hände taten ihm weh,

    denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
    schleppte und polterte hinter ihm her.

    Was drin war, möchtet ihr wissen?
    Ihre Naseweise, ihr Schelmenpack -

    denkt ihr, er wäre offen der Sack?
    Zugebunden bis oben hin!

    Doch war gewiss etwas Schönes drin!
    Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!



    Knecht Ruprecht

    Von drauß vom Walde komm' ich her;
    Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
    Überall auf den Tannenspitzen
    Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
    Und droben aus dem Himmelstor
    Sah mit großen Augen das Christkind hervor,
    Und wie ich so strolcht' durch den finstern Tann,
    Da rief's mich mit heller Stimme an:
    "Knecht Ruprecht", rief es, "alter Gesell,
    Hebe die Beine und spute dich schnell!
    Die Kerzen fangen zu brennen an,
    Das Himmelstor ist aufgetan,
    Alt' und Junge sollen nun
    Von der Jagd des Lebens ruhn;
    Und morgen flieg' ich hinab zur Erden,
    Denn es soll wieder Weihnachten werden!"
    Ich sprach: "O lieber Herre Christ,
    Meine Reise fast zu Ende ist;
    Ich soll nur noch in diese Stadt,
    Wo's eitel gute Kinder hat." -
    "Hast denn das Säcklein auch bei dir?"
    Ich sprach: "Das Säcklein, das ist hier;
    Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
    Essen fromme Kinder gern." -
    "Hast denn die Rute auch bei dir?"
    Ich sprach: "Die Rute, die ist hier;
    Doch für die Kinder nur, die schlechten,
    Die trifft sie auf den Teil, den rechten."
    Christkindlein sprach: "So ist es recht;
    So geh mit Gott, mein treuer Knecht!"
    Von drauß vom Walde komm' ich her;
    Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
    Nun sprecht, wie ich's hierinnen find'!
    Sind's gute Kind, sind's böse Kind?
     

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  10. Neli

    Neli Optimistin

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    Es ist für uns eine Zeit angekommen,
    die bringt uns eine große Freud.
    Unser Heiland Jesus Christ,
    der für uns Mensch geworden ist.

    Es sandte Gott seinen Engel vom Himmel
    zur Jungfrau hin nach Nazareth.
    "Sei gegrüßt, du Jungfrau rein,
    denn aus dir will der Herr geboren sein.!"

    Maria hörte des Höchsten Begehren,
    sich neigend sie zum Engel sprach:
    "Sieh, ich bin des Herren Magd,
    mir gescheh, wie du gesagt."

    Und es erging ein Gebot des Kaisers,
    daß alle Welt geschätzet wird.
    Josef und Maria voll Gnad
    zogen hin zur Davidstadt.

    Es war kein Raum in der Herberg zu finden,
    es war kein Platz für arme Leut.
    In dem Stall bei Esel und Rind
    kam zur Welt das heilge Kind.

    In der Krippe muß er liegen,
    Und wenn's der härteste Felsen wär'
    Zwischen Ochs' und Eselein
    Liegst du, armes Jesulein

    Es waren Hirten bei Nacht auf dem Felde,
    ein Engel dort erschienen ist:
    "Fürcht euch nicht, ihr Hirtenleut!
    Fried und Freud verkündt ich heut!

    Denn euch ist heute der Heiland geboren,
    der euer Herr und Retter ist.
    Dieses Zeichen merkt euch gut:
    Gottes Kind in der kalten Krippe ruht!"

    Sie liefen eilend und suchten und fanden,
    was auf dem Felde verkündet ward.
    Unsern Heiland Jesus Christ,
    der für uns Mensch geworden ist.

    Vom Morgenlande drei Könige kamen,
    ein Stern führt sie nach Bethlehem.
    Myrrhen, Weihrauch und auch Gold,
    brachten sie dem Kindlein hold.


    Weihnachtslied aus der Schweiz
     

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  11. Frieda

    Frieda Neues Mitglied

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    31. Juli 2005
    Beiträge:
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    Ein Wunsch
    (Verfasser unbekannt)[font=Times New Roman, Times, serif]
    [/font]

    Ich wünsche mir in diesem Jahr
    mal Weihnacht, wie sie früher war.
    Kein Rennen zur Bescherung hin.
    Kein Schenken ohne Sinn.

    Ich wünsch' mir keine teure Sache,
    aus der ich mir doch gar nichts mache.
    Ich möchte nur ein winzigkleines Stück
    vom verlor'nen Weihnachtszauber zurück.

    Dazu frostklirrend eine Heil'ge Nacht,
    die frischer Schnee winterlich gemacht.
    Und leuchtender als sonst die Sterne:
    So hätt' ich's zur Bescherung gerne.

    Wohl auch das Läuten ungezählter Glocken,
    die Mitternachts zur Mette locken.
    Voll Freude angefüllt die Herzen,
    Kinderglück im Schein der Kerzen.

    Könnt' diese Nacht geweiht doch sein!
    Nicht überladen mit Wohlstand - eher klein!
    Dann hörte man wohl unter allem Klingen
    vielleicht mal wieder Engel singen.

    Ach, ich wünsche mir in diesem Jahr
    Weihnacht, wie sie als Kind mir war.
    Es war einmal, so lang ist's gar nicht her,
    für uns so wenig so viel mehr...​
     
  12. Annemarie

    Annemarie Neues Mitglied

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    1. September 2004
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    Bornheim NRW
    Hallo
    Ich habe auch eins auf Kölsch.Ich hoffe ich bekomme das noch hin.

    De Engelcher singe
    se juchze un springe
    se putze de Stencher un schmücke mit Fähncher de Himmelspoz us.

    denn bal kütt noh Hus dat kind
    wat hät jeläje im Krippche,
    ohn Windel, ohn Käppche
    op Strüh eh so zart

    un wat hät et jebraht?
    De Fridde der Minsche.

    Dieses Gedicht mußte ich mal auf einer Schulweihnachtsfeier aufsagen.Damals war ich gerade in der 5. Klasse.
    Ich wünsche allen eine schöne und friedvolle Weihnachtszeit und einen guten und vor allem gesunden Rutsch ins neue Jahr.
    Annemarie
     
  13. Anna-Katharina

    Anna-Katharina Neues Mitglied

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    23. März 2004
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    61
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    Hallo Ihr Lieben,

    vielen Dank für Eure Texte und Gedichte!

    Nun kann Weihnachten beginnen. :) Ich wünsche allen frohe und besinnliche Zeit!

    Anna-Katharina