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wechselnde schmerzen

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von arielle-1966, 26. Juli 2004.

  1. arielle-1966

    arielle-1966 Registrierter Benutzer

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    hallo :confused:
    ich habe seit einigen jahren schon diese gelenkschmerzen, doch seit einiger zeit werden sie immer schlimmer, und das neueste ist -- sie wechseln täglich. tut mir heute das knie weh, so daß ich kaum auftreten kann, sind die höllischen schmerzen die meist am abend auftreten am nächsten morgen fast verschwunden, und gegen abend fangen neue an anderer stelle an. oder ich habe an verschiedenen stellen gleichzeitig schmerzen, schulter, knie und finger - ich kann den arm oder die finger dann fast überhaupt nicht mehr bewegen - nachts weiß ich manchmal ´nicht wie ich liegen soll, und weder salbe noch tabletten helfen.
    ich war vor kurzem beim arzt, der hat ein blutbild gemacht, ( rheuma, zeckenbiss) aber es war nichts zu sehen, er sagt ich soll mal abwarten und wenn es nicht besser wird überweist er mich zu einem rheumtologen, allerdings gibt es hunderte verschiedener tests, und eine wartezeit von 3 monaten auf einen termin. noch dazu muß ich sagen, das ich ärzten gegenüber unglaublich ängstlich bin * er könnte ja eine schlimme krankheit bei mir feststellen* hört sich dumm an, ist es auch ich weiß, aber so ist es nunmal - außerdem hab ich ja zumindest schon ein blutbild machen lassen.
    ich habe im internet nun schon viel nachgelesen über rheuma und artrithis und vieles kommt mir so bekannt vor, hat jemand ähnliche erfahrungen mit diesen wechselnden schmerzen? ich bin nun 37 und denke immer - mein gott was wird in 10 jahren sein.
    freu mich auf eure antworten.
    liebe grüße
     
  2. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hi arielle,

    sei erst mal herzlich willkommen hier!

    Bei mir ging es vor ca. 16 oder 17 Jahren genauso los wie bei Dir. Meine Blutbefunde waren stets unauffällig, so dass ich es nach einem harschen Kommentar eines früheren Hausarztes "Sie haben keinen Rheumafaktor, also haben Sie auch kein Rheuma." fast 10 Jahre lang mit allen möglichen alternativen Heilmethoden versucht hatte. Während dieser Zeit besserte sich aber nix, im Gegenteil. Es war mir schon fast peinlich, die Praxis meines Docs anzurufen und auf die entsprechende Frage z.B. zu antworten, das mir beide Knie so unerträglich weh tun, dass ich kaum gehen kann. War ich dann in der Praxis, waren meine Knie wieder funktionstüchtig, dafür aber waren die Handgelenke schmerzhaft angeschwollen. All die verrückten Erlebnisse der nächsten Zeit verschweige ich Dir besser.

    Nach über 10-jähriger Odysse wurde ich endlich mal (neuer Hausarzt) zum internistischen Rheumatologen überwiesen und habe jetzt schon seit einigen Jahren die Diagnose "cP-artige Psoriasisarthritis", also eine chron. Polyarthritis aufgrund meiner Schuppenflechte, an der ich schon seit meiner Kindheit leide.

    Längst werde ich mit Cortison und Basismedikamenten behandelt, wobei bezüglich letzteren eine längere, früher oder später gescheiterte Versuchsphase mit Quensyl, Mtx und Goldspritzen erforderlich war. Seit Februar nehme ich Arava, was bei mir bisher am besten und ausgesprochen nebenwirkungsarm wirkt. Aber das ist ganz unterschiedlich. Es gibt nicht wenige, die Arava wegen schwerwiegender Nebenwirkungen wieder absetzen mussten, um dafür z.B. mit Mtx sehr viel besser klar zu kommen.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  3. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    Hallo arielle-1966,

    erst einmal herzlich willkommen bei Rheuma - Online.
    Eine Diagnose für Deine Beschwerden wirst Du auch hier nicht bekommen, aber Deine Beschwerden hören sich schon nach etwas rheumatischem an. Da Du sie schon über Jahre hast, wird es allerhöchste Zeit, das Du einen guten Arzt findest, am besten einen internistischen Rheumatologen, der Dich Deiner annimmt. Besorge Dir so schnell wie möglich einen Termin. Es gibt viele Arten von Rheuma, bei denen man im Blut keinerlei Hinweise auf ablaufende Entzündungen findet. Also, auf was sollst Du nach Meinung Deines derzeit behandelnden Arztes warten? Von allein wird es kaum wieder weggehen ... leider, im Gegenteil, die Gefahr, das Du Schädigungen an Deinen Gelenken bekommst wird von Woche zu Woche, die Du abwartest größer.
    Du wirst Dich überwinden und zum Rheumatologen gehen müssen, denn sonst könnte die Antwort auf Deine Frage: " Was ist in 10 Jahren..." bezogen auf zum Beispiel Deine Bewegungsfähigkeit nicht so sehr günstig ausfallen.
    Ich wünsche Dir dafür Kraft und alles Gute. Hier findest Du jederzeit offene Ohren.
     
  4. Barbara

    Barbara Guest

    Hallo Arielle,

    bei mir ging es mit 39 Jahren genau so los: erst ein Handgelenk, dann das andere Hangelenk, Ellbogen, Schulter, und immer mit Pausen dazwischen. Blutbild war immer normal. Die Pausen wurden immer kürzer, ich wurde immer steifer, dann kam noch eine Augenentzündung dazu, aber Rheuma hatte ich immer noch keins :confused:
    Irgendwann vor 2, 3 Jahren zeigten sich dann auch Entzündungen im Blut, ich bekam Cortison und kurz darauf MTX. Cortison brauche ich mittlerweile nicht mehr, und dank der "schlimmen Diagnose" cP geht es mir heute (ich bin jetzt 53) viel besser als all die Jahre zuvor.
    Ich denke, du solltest so schnell wie möglich zu einem guten Rheumatologen gehen, denn ohne Diagnose kriegst du auch keine gute Behandlung und quälst dich unnötig rum.

    Viele Grüße, Barbara
     
  5. campinosallo

    campinosallo wissbegierig

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    ... so fing es bei mir auch an!

    Hallo Arielle,

    was du schilderst, kenne ich auch! Meine Beschwerden fingen vor gut zwei Jahren an, offenbar ausgelöst durch schwere körperliche Arbeit beim Umbau unseres Hauses (bin ansonsten eine Schreibtischtäterin ;) ).

    Ich wusste wirklich nicht, wie mir geschah, die Schmerzen sprangen von einer Körperpartie zur nächsten, selbst die eigentlich geläufigsten Bewegungen waren zeitweise nicht mehr möglich (z.B. Haarekämmen). Und am nächsten Tag: alles wieder schön - jedenfalls an der zuvor betroffenen Stelle. Dafür tat dann was anderes höllisch weh. Es war, als würde sich der Körper über Nacht überlegen, welche Stelle er mir am nächsten Morgen schmerzend präsentieren könnte. Oft genug habe ich aber auch vor Schmerzen heulend im Bett gesessen oder bin nachts herumgelaufen, weil es im Liegen besonders schlimm war.

    Ich bin dann erstmal zum Orthopäden gepilgert, der sofort auf Borrelliose getippt hat. Da das Blutbild nichts dergleichen hergab, hat er mal die Schultern gezuckt und mir viele viele Ibuprufen verschrieben. Die haben mal geholfen, mal nicht.

    So vor einem Jahr haben sich die Schmerzen dann hauptsächlich in Händen und Füßen festgesetzt und gingen dann auch mit starken Schwellungen einher. Genau wie du wollte ich lieber nicht zum Rheumadoc, aus Angst vor der gruseligen Diagnose und den Medi-Nebenwirkungen. Irgendwann habe ich die Schmerzen und vor allem die damit einhergehenden Lebenseinschränkungen aber nicht mehr ausgehalten und habe mir die Diagnose cP "abgeholt".

    Es hat dann noch ca. drei Monate gedauert, bis ich mich getraut habe, endlich mal diese Medis (Cortison und MTX) einzunehmen. Dusselig, wie ich jetzt sagen muss, denn: Welche unglaubliche Erleichterung, als sie anfingen zu wirken! Die Bewegungsfähigkeit! Die gute Laune! Glücklicherweise habe ich anscheinend nur geringe Nebenwirkungen, und je mehr ich über die Krankheit erfahre (besonders hier bei RO), desto besser kann ich damit umgehen.

    Mein Tipp: Trau dich! Und sag dem Rheumadoc ruhig, dass er sensibel mit dir umgehen soll, das hab ich auch gemacht.

    Ich wünsch dir alles Gute!

    c.
     
  6. Kaktus

    Kaktus Guest

    hallo zusammen

    ich weiss nicht so genau wo ich anfange sollte... in den letzten jahren (insbesondere die letzten 4, nach dem pfeifferschen drüsenfieber) bekam ich probleme münzen in den automat zu werfen, oder ein simples gurkenglas zu öffnen. seit ein paar jahren habe ich nun ständig ein ziehen in den händen, schmerzhafte finger-, zehen-, sprung- und kniegelenke, hin und wieder auch schultern und ellenbogen. aber die meiste zeit sind es die hand- und fingergelenke. ich war heute auf anraten meiner mutter bei meiner hausärztin. sie fand meine fingergelenke nicht sonderlich speziell schön, auch beim ellenbogen hat sie eine erhöhte wärme festgestellt. im blut wurde bislang noch nichts entzündliches festgestellt, auch betreffend harn/urin (oder ist das das zeugs mit der entzündung? hab da keine ahnung :) ) im blut war alles ok. die abklärung bezüglich rheuma steht noch aus.
    ich ging mit der hoffnung aus der praxis, dass man nichts finden sollte, dass ich nix habe, gesund bin. wurde aber hier ziemlich desillusioniert, als ich gelesen habe, dass es rheumaerkrankungen gibt, die in den gängigsten tests nicht ersichtlich sind. ich weiss jetzt nicht mehr so genau, was ich möchte, dass rauskommt...

    ich kann dich gut verstehen arielle, ich gehe auch nicht gerne zum arzt bzw. habe angst davor zu gehen. aber besser du gehst früh genug zum arzt und lässt dich testen, vielleicht gibt es ja eine therapie oder so, die dir jetzt noch helfen würde. ich glaube wichtig ist, dass du dem arzt klar machst, was du möchtest. ich stelle vielmals bei mir fest, dass ich zu wenig hartnäckig bin. und falls dir dein arzt nicht die behandlung gibt, die du für dich brauchst, suchst du dir am besten einen andern. mit ärzten ist es nämlich so eine glücksache... ich habe glück, ich habe eine super hausärztin.

    grüsse and no pains
     
  7. Tigerente151

    Tigerente151 Guest

    Hallo Arielle,


    herzlich willkommen!!!

    Deine Angst vor dem Arzt kann ich gut nachvollziehen! Allerdings, je eher du gehst, desto besser kann dir geholfen werden! Wenn du deine Situation schilderst, dann bekommst du bestimmt auch schon früher einen Termin beim Rheumatologen. Ansonsten soll sich dein Hausarzt darum kümmern!

    Wünsche dir gute Besserung und alles Gute!

    Tigerente
     
  8. sissy

    sissy Guest

    bei mir fings genauso an

    Hallo liebe Arielle,

    Herzlich willkommen hier. Bei mir fings vor 7 Jahren genauso an. Die gleichen Beschwerden und auch nichts nachweisbares im Blut. Hab viel "rumgedoktort" mit wenig Erfolg, hätte ich mal früher ins RO geschaut! Seit 2 Jahren weiß ich sicher, dass ich cp hab weil sich inzwischen auch der Rheumafaktor im Blut zeigte. Ich kann Dir nur wie alle anderen raten einen Rheumaarzt aufzusuchen und weiter hier reinzuschauen um von den Erfahrungen der anderen zu erfahren und wenn nötig wird man hier immer getröstet und wieder aufgebaut!!

    Viel Glück und meld Dich wieder was rausgekommen ist.
    Alles Liebe
    Sissy
     
  9. arielle-1966

    arielle-1966 Registrierter Benutzer

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    Daaaanke

    hallo ich möchte mich erstmal bedanken, bei allen die mir bisher geschrieben haben, vielen vielen dank :D ich muß sagen das ich mich hier wirklich ernst genommen fühle - ist nicht so das meine familie oder im bekanntenkreis jemand wäre, der nicht mitfühlend wäre - aber ich glaube es kann im grunde keiner so richtig verstehen das diese schmerzen wirklich kaum erträglich sind, man manchmal sehr eingeschränkt ist, und gelegentlich einfach nur heulen könnte. natürlich schaut mein mann mich mitleidig an wenn ich mal wieder durch die wohnung humpel weil gerade das knie oder der knöchel oder die zehen schmerzen - oder ich alles mit der linken hand mache weil die rechte gerade außer betrieb ist - aber auch er weiß nicht wie sehr es schmerzt.
    natürlich werde ich euren rat befolgen und zum rheumadoc gehen, irgendwie hatte ich ja noch gehofft das es etwas anderes sein könnte, aber es haben so viele geschrieben ...... bei mir fing es genauso an, das ich an eine andere diagnose kaum glauben kann. aber ihr macht mir sehr viel mut, und ich habe mir den arzttermin ganz fest vorgenommen, sobald ich aus dem urlaub zurück bin. also ab dem 10.08 und ich hoffe bis dahin hat mich mein mut nicht verlassen.
    was mir allerdings aufgefallen ist, ich habe vor etlichen monaten mal eine ganze zeitlang an einem pulli gestrickt, und ich hatte nicht einmal schmerzen, doch kaum war er fertig, und ich hatte auch keine lust was neues anzufangen - waren die schmerzen wieder da - aber ich kann doch auch nicht durgehend stricken.
    so ihr lieben - nochmals vielen dank für euer "dasein"
    liebe grüße
     
  10. polcaro

    polcaro Guest

    ... auch bei mir fing das so an...

    hallo arielle!
    Auch ich hatte eines Tages, genau, vor 10 Jahren die gleichen anfänglichen Beschwerden wie du. Mal konnte ich den Arm beim Kämmen nicht bewegen, dann folgten die Finger, dann Zehen und schliesslich Hüfte. Mann war das ein Schmerz! Daran kann ich mich bis heute erinnern... Mit einer Basistherapie habe ich damals angefangen, aber bald abgebrochen, weil zu viele Nebenwirkungen. Mittlerweile (nach 2 Schwangerschaften!) geht es mir wieder so schlecht, dass ich mich mit den anderen Teilnehmern voll indentifizieren kann. Ich habe auch schon in letzter Zeit oft weinen müssen, weil ich die Treppe mit meinem Sohn nicht so schnell und flink runtergehen konnte, heute z. B. konnte ich den Knopf meiner Waschmaschine nicht öffnen, dafür musste ich ein Behälter benutzen, der grösser war als mein Daumen. Im Grunde bin ich völlig depressiv und schlecht gelaunt, weil die Schmerzen nicht weniger werden. Aber:
    ich freue mich auf den Arzttermin (auch 3 Monate gewartet!) nächsten Mittwoch! Ich will endlich wieder leben und aktiv sein! Ich habe mir gerade eben jede Menge Sachen von RO ausgedruckt, die ich meinem Rheumadoc zeigen will. Ich bin richtig positiv darauf eingestellt, dass irgenein Basismedikament mir mal hilft. Und das Beste ist, dass ich,wenn ich Zeit habe, in RO chatten gehe und Gleichgesinnte finde. Da geht es mir richtig gut. Ich bin froh, dass es Leute gibt, die meine Geschichte lesen und mir Mut zusprechen. Endlich bin ich nicht allein auf der Welt mit meinen Problemen. Mein Ratschlag ist: vielleicht siehst du den Arzttermin positiv entgege wie ich. Da kann uns ja geholfen werden!
    Und bei Gelegenheit trifft man (frau) sich wieder im Chat beim Erfahrungsaustausch. Das tut nämlich der Seele gut!
    Für dich alles, alles Gute und viele Grüsse
    polcaro