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was wird während einer Schmerztherapie gemacht?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von hgabriele, 13. Mai 2011.

  1. hgabriele

    hgabriele Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,
    ich gehe nächste Woche an zwei Tage in eine ambulante Schmerzklinik und werde da von vier verschiedenen Therapeuten/Ärzten untersucht.
    Danach wird entschieden ob eine Schmerztherapie sinnvoll ist.
    Ich mußte im Vorfeld einen Fragebogen ausfüllen. Hauptpunt darin Schmerzen wann, wie schlimm, wie oft. Es gab auch ein paar Antworten zum ankreuzen was ich mir von der Schmerztherapie erhoffe. Unter anderem die Antwort: ich möchte eine Diagnose...

    Da wir (die Ärzte und ich) immer noch im drüben fischen, hab ich mir das wirklich erhofft. Am liebsten wäre mir, man könnte Rheuma und FIbro ausschliessen :(
    Wünschen kann man/Frau ja................................

    Naja, ich habe dann letzte Woche einen langes Telefongespräch mit einer der Therapeutinen dort geführt. Und sie gab mir die Auskunft: Diagnose machen sie keine. Nur reine Schmerztherapie??????
    Hat einer von euch schon eine Schmerztherapie hinter sich?? Ich bekam die Auskunft die ersten zwei Wochen 3 mal in der Woche Therapie, die nächsten vier Wochen dann wöchtentlich 5 x.
    Ich bin wieder mal krank geschrieben. Hat mich einen langen Kampf gekostet bis ich bereit war zu zugeben ich kann einfach nicht mehr. Meine HA hat mich zuhause angerufen um mir ein Blutergebnis mitzuteilen und wieder mal zu fragen wie lange ich mich noch quälen will. Hab dann endlich nach gegeben und wurde sofort 4 Wochen krank geschrieben. Begründung: chronischer Schmerz, schwere Depressionen und verdacht auf Fibro.
    Ich werde mich in den nächsten Wochen sehr intensiv mit Ärzten beschäftigen müssen/dürfen.
    Aber erstmal was pasiert während einer Schmerztherapie?????????????????
    Kann mir einer dazu Auskunft geben??

    Danke und ein schönes Wochende
    HG
     
  2. DarkMoon

    DarkMoon Neues Mitglied

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    Hallo Gabriele,
    ich kann dir nur erzählen , wie es bei mir war.

    Als ich mit meinen Doc drüber gesprochen hatte eine Schmerztherapie zu machen, bin ich in das Krankenhaus stationär aufgenommen wurden, wo die Ärzte auch in der Praxis arbeiten, da die dort Belegbetten haben und der mich 2006 auch operiert hatte.

    Ich bin morgens hin, erstmal die ganzen Standartuntersuchungen machen, wie Blutdruckmessen, Blutabnahme und Temperatur etc.

    Dann kam der Schmerztherapeut von meiner ersten Schmerztherapie der sich sehr viel Zeit genommen hat sich alles angehört was die Grunderkrankung ist, bei mir ebend die Spondyloarthritis. Dann welche Medikamente momentan nimmt und welche man schonmal genommen hat und ob Kortison sinnvoll ist.
    Ich habe Tramal und hochdosiertes Kortison bekommen, da ich mitten in einem Schub war und schon an Stützen ging.

    Dazu kommt erstmal ein Einzelgespräch beim Psychologen und je nachdem wie die psychische Verfassung ist Einzel- oder Gruppentherapie. Ich war fit und musste nur zur Gruppentherapie die genutzt wurde um zu verstehen wie der Schmerz entsteht und wofür er eigentlich gedacht ist und für Entspannungstherapie und dann zum Abschluss eine CD zum weiterführen für zuhause.

    Und tägliche Krankengymnastik, Fango und Massage.

    In Kurzfassung:
    Aufnahmegespräch
    Psychologisches Gespräch
    Physiotherapie

    Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen, bei Fragen frag einfach.

    Ganz liebe Grüße
    Chrissie.
     
  3. hgabriele

    hgabriele Neues Mitglied

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    hallo Chrissie

    vielen Dank für die Antwort. So ungefähr habe ich es mir vorgestellt.
    Ich werde jetzt einfach mal sehen, wie es läuft und ob es hilft.
    LG
    Gaby
     
  4. DarkMoon

    DarkMoon Neues Mitglied

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    Wenn du es hinter dich gebracht hast, kannst du ja mal berichten.

    GlG Chrissie.
     
  5. Mummi

    Mummi Neues Mitglied

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    Hallo Gaby,

    war im März zur Schmerztherapie in einer Klinik und es war echt super.
    Ausführlihe Vorbesprechung, ein paar Wochen später stat. Aufnahme und wieder Gespräch. Jede Menge Anwendungen: Wassergymnastik, Krankengymnastik, Bäder, Fango, Akkupunktur, TENS, Massage, Rückenschule.
    Bei einem Schmerzpsychologen Stressbewältigung, Schmerzbewältigung und Entspannungstherapien, jeweils in der Gruppe.
    Einstellen auf langwirksame Schmerzmedikamente, wobei eine geringe Anfangsdosis gewählt wurde und die Dosis des Medikamentes solange gesteigert wurde bis es ausreichte, mit schnellwirkenden Schmerzmedis für zwischenzeitliche Schmerzspitzen.
    Ich kann dir sagen, es geht tatsächlich fast ohne Schmerzen und die Lebensqualität ist signifikant gestiegen. Die Ärzte waren einfach nur super!!! Natürlich auch die Physiotherapeuten und der Psychologe!!!

    Konnte ich dir helfen?

    Liebe Grüße

    Mummi
     
  6. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    @hallo hgabirele,

    erstmal brauchst du davor keine angst zu haben!

    es ist sicherlich schwer zuzugeben, dass man eine solche erkrankung hat.
    das ist ein verdammt schwieriger schritt, weil man denkt gar nicht, das es eine ernstzunehmende krankheit ist. man geht zum arzt sagt man hat schmerzen, bekommt entzündungshemmer oder schmerztabletten. dann nimmt das elend sein lauf, weil nach kurzer zeit bildet sich das schmerzgedächtnis aus und dann muss man damit leben und klarkommen.

    ich gehe seit 2006 in eine ambulante therapie. ein fragenprogramm über ca.2 stunden kostete mich zwar keine nerven, fand ich aber nicht so gut-weil das erfolgte über ein i-pod.
    wenn du ein problem hast-willst du das lieber mit einem doc bereden. dann gab es ein arztgespräch und die ersten medis-ein cocktail aus irgendwas...dann nach einer woche wieder dahin. wieder arztgespräch. vorher zettel ausfüllen-wie der schmerz ist, nach den tabletten, dann später im abstand von 3 monaten musste ich hin. trotzdem nie schmerzfrei meist im oberen level angesiedelt zwischen 6- max 10. leider eine uniklinik und die ärzte wechselten. mal nett-mal weniger nett. tabletten rauf und runter.

    dann: gehn se zum psychologen-die psychologin unterhielt sich mit mir-ne sie haben kein psych.problem-kommen sie wieder wenn sie mich brauchen. ok.

    die beh.ärztin regte sich dann auf warum die psychologin das so entschieden hat. das war nicht wirklich das was ich wollte. ständiges ändern der medis-brachte linderung-dann wieder nicht. zwei jahre hatte ich eine ganz tolle ärztin, die konnte super gut damit um gehn, sie ging und dann wurde wieder nur versucht.

    mein eindruck: hier wurde versucht mit minimalster dosis die schmerzen in schach zu halten. das konnte nicht gut gehn, weil bei mir die schmerzen einfach schon viel zu lang da waren. dieses auf- und ab war mit letztes jahr zu viel.

    habe mir einen ambulanten schmerzarzt gesucht und bin auf ein schmerzzentrum gestossen, die sehr innovativ auf den patiet bezogen arbeiten.

    kein ständiges generve mit fragebögen, nicht der zwang etwas zu tun, was ich nicht will. wenn ich was hab melde ich mich bei meinem doc, spreche das mit ihm ab-dann entscheiden wir was wir tun. medikamente kann ich per mail anfordern und muss kein langen weg in kauf nehmen. der doc scheckt das und gibt sein ok. vor allem ist er jederzeit per mail erreichbar und auch per handy, damit ich auch bei großen problemen kontakt halten kann.

    wie immer du deine schmerztherapie antreten wirst ob ambulant oder stationär, du musst dich darauf einlassen! versuche ganz objektiv deine schmerzen einzuschätzen, wann, wie lange, wie oft, wie stark und vor allem wie sie sind.
    versuche auch anzugeben wobei du die meisten schmerzen hast. in ruhe, bei der arbeit usw. du wirst sehen, alles was sie dir dann anbieten an therapien an medikamente wird auf dich ausgerichtet sein.

    ich wünsche dir viel erfolg und weniger schmerzen!

    sauri
     
  7. Candela

    Candela Mitglied

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    Hallo,

    also ich war auch schon teilstationär in einer Schmerzklinik. Hab gesehen, daß Du auch aus Bayen bist - darf ich fragen, wo Du hingehst?
    Bei mir war es ein 5-wöchiges Gruppenprogramm mit Ärzten, Physiotherapeuten, Psycholgen. Vorangegangen war auch ein Check von Arzt (sehr sehr ausführlich), Psychologe und Physiotherapeut - dann wurde entschieden, ob man für die Gruppentherapie "geeignet" ist.
    Alles in alles hat es mir sehr geholfen. Aber es war auch sehr sehr hart. Ganz klare Ansage von Anfang an war, daß sie einem die Schmerzen nicht komplett nehmen können, aber man soll einfach lernen, besser damit klarzukommen. D.h. natürlich, daß man sich auf das Ganze einlassen muß, was für manch einen sicher nicht einfach ist. Ich hatte vorher noch keinerlei Erfahrungen mit Psycholgen gemacht und daher war es für mich sehr schwer, mich auf das Ganze einzulassen und letztenendes zu begreifen und kapieren, daß die Schmerzen mich mein Leben lang begleiten werden.
    Super toll fand ich die Kommunikation des Teams untereinander. Da wußten ständig alle Ärzte, Psychologen und Therapeuten über Dich Bescheid. Auch wenns einem mal nicht gut ging - zack, saß man gleich beim Arzt drin. Die gesamte Betreuung war super gut und jetzt nachdem es bei mir 1 1/2 Jahre her ist, kann ich sagen - mir hats geholfen! Aber nur, wenn man weiter an sich arbeitet ;)

    Ich wünsch Dir viel Erfolg damit

    VG Candela
     
  8. hgabriele

    hgabriele Neues Mitglied

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    Danke für die ausführlichen Antworten

    Hallo Ihr Lieben,
    vielen, vielen Dank für die ausführlichen Antworten.
    Zuerst: ich habe nicht wirklich Angst davor, ich mag es nur einfach nicht ins ungewisse zu tappen :rolleyes:
    Den Fragebogen musste ich schon im Vorfeld ausfüllen. War sehr intensiv und aufwendig. Aber was tut man nicht alles.
    @ Candela: ich gehe nach Fürth. Ist eine ambulante SChmerzklinik und ich habe wirklich das Gefühl, die kümmern sich. Zum einen der sehr ausführliche Fragebogen im Vorfeld, dann ein sehr langen informatives Gespräch mit einer der Therapeutinen.
    Und ab morgen muß ich zwei Tage dahin und werde von vier verschiedenen Fachbereichen "getestet". Danach dann die Entscheidung ob und was

    Was für mich jetzt erstmal wirklich "schokierend" war ist, das nachdem ich den Fragebogen abgeschickt habe und mich von meiner HA endlich habe krank schreiben lassen, die Schmerzen plötzlich auf einem aushaltbaren Level waren. :eek: Nicht das ich die Schmerzen liebe, aber .................. könnt ihr euch das vorstellen, das erstemal seit nunmehr 7 Jahren waren die Schmerzen plötzlich "gut"
    Da ich gleichzeitig noch in Psychatrischer Behandlung bin habe ich gestern erst mit meiner Therapeutin gesprochen und ihr erzählt das ich mir vorkomme wie ein Hypochonder.
    Zum einen der "geringen" Schmerzen wegen und zum anderen: warum bin ich dann daheim???
    Sie hat mir dann erst mal meine "dummen" Gedanken ausgeredet und erklärt das der Körper sich eben irgendwann wehrt und es für den Körper verschiedene Wege gibt die Schmerzen auszudrücken.
    Stimmt, den die letzten zwei Tage war es mir ständig kotzübel, warum auch immer.
    Und *Ironie ein* Hurra, die Schmerzen sind seit heute wieder aktiv *Ironie aus*

    Ganz ehrlich, ich habe gerade im Forum den Beitrag Wanderschmerzen gelesen. OH ja das kenne ich auch, und auch mein Partner guckt manchmal etwas komisch. Aber, er glaubt mir und hilft wo er kann. Deswegen fühle ich mich aber nicht unbedingt besser.
    Lange Rede kurzer Sinn: ich werde morgen dahin gehen, hoffen das mir geholfen werden kann auf die eine oder andere Weise........... und ich werde berichten. Den ich kann mir gut vorstellen das es für euch alle Interessant sein kann.
    Euch allen einen ruhigen Schmerzerträglichen Tag
    LG
    Gaby
     
  9. hgabriele

    hgabriele Neues Mitglied

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    Ich will endlich vom Aufnahmegespräch berichten

    Guten Morgen,
    zuerst: Ich darf an der Schmerztherapie teilnehmen. Darüber habe ich mich sehr gefreut.
    Die zwei Tage Aufnahmegespräch waren sehr hart und emotional.
    Jeder, wirklich jeder der vier Ärzte/Therapeuten hat mir das Gefühl gegeben: wir glauben Dir und wir wollen Dir helfen.
    Schon allein dieses Gefühl ist einfach umwerfend.
    Am Ende der 2 Tage haben sich meine vier Gesprächspartner zusammen gesetzt beraten und entschieden.
    Am 4.7. kann ich anfangen.
    Auch mir wurde klar gemacht die Schmerzen nehmen kann mir niemand. Aber besser damit umgehen das kann ich lernen.
    Ich "muß" bei allen Anwendungen mit machen. Um dann zu sehen was geht und was geht nicht.
    Es wird der ganze "Patient" gesehen und behandelt. Also Körper, Geist und Seele.
    Das ganze dauert 6 Wochen in ambulanter Behandlung.
    Ich werde berichten wie es ist.
    Euch allen ein schönes Pfingstwochenende
    LG
    Hgabriele
     
  10. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    @hallo gabriele

    das ist doch gut gelaufen! dann drück ich dir weiterhin die daumen, dass sie dir dort weiterhelfen können und du eine optimale einstellung erhälst. nutze alles was sich dir bietet! du wirst sehn, es geht vorwärts und es wird dir besser gehn, physisch wie psychich.

    die schmerztherapie ist ein seegen und ich bin froh sie genauso nutzen zu können!

    lg saurie:) der liebe dino
     
  11. hgabriele

    hgabriele Neues Mitglied

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    erster Bericht der Schmerztherapie

    Hallo Ihr Lieben,
    zuerst, es tut mir leid das ich mich jetzt erst melde. Aber wie Ihr euch denken könnt, die Therapie ist sehr sehr anstregend. Und außerdem bin ich neben bei noch am packen. Wir ziehen nämlich endlich um HURRA.
    Am 12.8. ist der letzte Tag der Therapie und am 15.8 startet der Umzug in unser Traumhaus.
    Aber jetzt kurz zur Therapie. Es stimmt, es ist sehr anstregend und es stimmt auch das man sich darauf einlassen muss. Und leider stimmt es auch das uns niemand die Schmerzen abnehmen kann. Es hat aber schon sehr gut getan sich einmal über einen so langen Zeitraum mit sich und seinem Körper zu beschäftigen. Seine Grenzen zu finden, und neues zu entdecken was wirklich gut tut.
    Ich für mich habe Feldenkrais entdeckt. Tut mir einfach nur Supergut.
    Wir sind eine sehr kleine Grußße von 8 Personen und die Therapeuten haben und nehmen sich sehr viel Zeit für uns.
    Und was für uns Patienten das beste ist, wir verstehen uns gut und haben unendlich viel Spass. Soviel gelacht wie in den letzten 5 Wochen habe ich seit Jahren nicht mehr. Und die Gruppe ist sich einig, selbst wenn die Therapie nichts bringen würde, wir haben uns unter einander schon sehr gut getan. :D

    So jetzt habe ich euch neugierig gemacht, gelle. Einen ausführlichen Bericht werde ich nach dem Umzug also Ende August hier rein stellen.
    Bis dahin wünsche ich euch allen viele schmerzfreie Momente
    LG
    HG
     
  12. Sprotte79

    Sprotte79 Sprotte79

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    Hallo Hgabriele (und alle anderen),

    schön, dass dir deine Schmerztherapie so gut hilft. Ich freu mich für dich!

    Ich habe eine ambulante Schmerztherapeutin und die hat es mit mir gemeinsam geschafft, dass ich meine reaktive Depression bewältigen und mit meinen Schmerzen zu leben lernte. Ich habe schon vorher ambulant eine Verhaltenstherapie gemacht, die hat mir auch was gebracht, aber der Durchbruch gelang erst durch die Schmerztherapie. Ich wurde sogar komplett schmerzfrei und das hätte vorher niemand gedacht. Und erwartet hat es auch niemand. Es ist uns also gelungen, mein Schmerzgedächtnis zu löschen.

    Das einzig Negative an diesem Thema fand ich nur, dass die Initiative zur Schmerztherapie von mir ausgehen musste. Sowohl mein Rheumatologe als auch mein Hausarzt, die ich beide für sehr einfühlsame und sehr fähige Ärzte halte, sind nicht auf diese Idee gekommen. Leider. Denn wenn ich von ihnen früher den Impuls dazu bekommen hätte, hätte es mir auch vorher besser gehen können. Ich mache aber beiden keinen Vorwurf. Sie fanden es super, dass ich diese Idee hatte und haben mich dann auch darin bestärkt.

    Ich kann jedem, der von seinen Schmerzen überwältigt ist, nur zu einer Schmerztherapie raten. Auch jetzt, wo mein neuer Schub nach der Geburt meiner Tochter und einer schmerzfreien Schwangerschaft über mich "hereingebrochen" ist, führt mein erster Weg wieder zu meiner Schmerztherapeutin.

    In diesem Sinne, euch allen ein schmerzarmes Wochenende und liebe Grüße,
    Sprotte 79
     
  13. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Ich habe auch schon seit einigen Jahren einen Schmerztherapeuten. Hier gab es auf und auch ab. Er hat dann eine Abteilung im Krankenhaus zu einer Schmerzstation aufgebaut. Dort behandelt er Patienten denen ambulant nicht nachzukommen ist. So war ich voriges Jahr dort und bekam Physiotherapie(Fango, Bewegungsbad, Reizstrom usw.), Medizin(Infusionen und anpassen der bestehenden Medikation) und einen gute Pflege(Mensclichkeit, Essen). Schade nur das es nicht so lange nachgewirkt hat wie erhofft. Ich denke das ich erneut dieses Jahr hier mal einrücken werde. Alternative, eigentlich keine Kassenleistungen, Methoden wie Laser oder Mikrostrombehandlung werden auch dem normalen Kassenpatienten gegönnt. Einzig nervend ist die totale Abgeschiedenheit ohne Handy und Internet. Aber was solls ... Hauptsache die Behandlung stimmt!

    Alles Gute!
    Waldi
     
  14. hgabriele

    hgabriele Neues Mitglied

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    endlich der versprochene Bericht

    Hallo Ihr Lieben,
    hat jetzt doch nochmal lange gedauert. Aber, wie ja schon geschrieben wir sind zwischenzeitlich umgezogen. Bis das Haus eingerichtet war, die alte Wohnung geputzt übergeben werden konnte, und dann war das Wetter gut genug um noch einiges am Garten zu erledigen.
    Ich war etliche Wochen ziemlich gut unterwegs. Die Schmerzen waren erträglich, und wenn es mal schlimmer gezippt hat, naja kein Wunder bei all der Arbeit.
    Derzeit stecke ich in einem unwahrscheinlich "hartem " Schub. Ich möchte einfach nur heulen vor Schmerzen und mein Gemüt macht das ganze nicht besser:(

    Aber jetzt erst nochmal ein kleiner Bericht der Schmerztherapie:

    Die 6 Wochen waren hart und anstrengend. Aber wir waren eine tolle Gruppe und hatten auch unendlich viel Spass. Jeder einzelne von uns hat sich aus dieser Zeit mitgenommen was für ihn jeweils passend war.
    Wir hatten sehr viele Gruppengespräche, sowie 2 - 3 Einzelgespräche pro Bereich: Physio, psychologisch, Ergo und Arztgespräche.
    Einen großen Teil der Zeit hat die psychologische Gruppentherapie, sowie Medikamenten"lehre" eingenommen. War vieles interessant, aber oft sehr sehr quälend da wir - mit kurzen Unterbrechungen - wirklich Stundenlang gesessen haben. Irgedwann ging die Konzentration flöten, weil einfach jedem, jeder Knochen weh tat.
    Wir hatten einige verschiedene Bewegungsstunden. Yoga, Feldenkrais, und ähnliches. Wir hatten täglich verschiedene Entspannungsübungen. Die relativ gut waren. Und wir hatten Wassergymnastik und "Geräte" und natürlich Nordic Walking.
    Was wir LEIDER nicht hatten: Fango, Massage, Lymphe etc das haben wir alle sehr bedauert.
    Bei der Abschlussbesprechung haben wir alle einhellig fest gestellt, es war für jeden was dabei, was wir in zukunft zuhause umsetzen werden. Aber, es hätte gerne einiges anders laufen können.

    Für mich selbst, erstmal war ich wirklich sehr optimistisch. Zumal ja gleich ein paar Tage später unser Wunschtraum nach eigenem Haus mit Garten endlich in Erfüllung ging. SOweit sogut.
    Was mich aber wirklich unendlich traurig macht, ist folgende Tatsache:
    Mit wurde im Vorfeld mit geteilt das innerhalb der Schmerztherapie keine Diagnosen gestellt werden. Das haben wir alle so akzeptiert, wenn wir es auch nicht verstanden haben.
    Einen Abschlussbericht könnten wir gerne haben, müssen wir uns aber in der Klinik persönlich abholen. Als ich darauf hin meinte, ich würde den von meiner Hausärztin bekommen, haben wir alle die Information bekommen: Unsere HA`s dürften diese Berichte nicht an uns raus geben, nur die Klinik selber dürfte......:conf:
    Ich habe nun, über sehr verschlungene Wege - fragt nicht :cool: den Abschlußbericht der Schmerztherapie doch bekommen. Und was soll ich sagen: Da stehen gleich zu Beginn des Berichtes sage und schreibe 7 Diagnosen.

    Ich bin schon seid Wochen total vor den Kopf gestossen. Schwanke zwischen Unglauben, Wut und Traurigkeit. Natürlich habe ich auch hier im Forum nach den einzelnen Diagnosen gesucht, manche sind mir klar, manche sind einfach nur eine Bestätigung und zwei machen mich einfach nur sprachlos.
    Vielleicht versteht ihr jetzt ein bisschen warum ich solange nichts zum Verlauf der Schmerztherapie geshrieben habe. Ich komme mir vor, wie ein Schulkind das heimlich im Klassenbuch gelesen hat.
    Was soll ich davon denken, da wird ein Bericht verfasst, wird an Ärzte und Krankenkasse geschickt und mich als Patient lässt man aussen vor.
    Ist das Normal? Habt auch Ihr Erfahrungen in dieser Richtung? Wie soll ich mich verhalten? Manchmal möchte ich einfach nur zornig um mich schlagen. Ist aber keine Lösung.

    Nachdem dauerhaft keine Besserung eingetreten ist, wurde mir jetzt von der KK ein Antrag zur Reha zu geschickt.

    Und ich bin einfach nur frustriert, sprachlos, habe Schmerzen ohne Ende und will eigentlich gar nicht mehr zu irgend einem Arzt gehen.

    Ich bin ratlos

    euch allen eine ruhige Nacht
    LG
    hg
     
  15. Sprotte79

    Sprotte79 Sprotte79

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    Hallo HGabriele,

    puh, das ist schon wirklich dumm gelaufen, dass die Schmerztherapieklinik euch den Abschlussbericht nicht zukommen lässt. Ich finde das unerhört, du als Patient hast ein RECHT auf Information.

    Bezüglich der Diagnosen empfehle ich dir, diese nicht persönlich zu nehmen, auch wenn das schwieirig sein sollte. Mir wurde mal ein sekundäres Fibromyalgiesyndrom bescheinigt, woraufhin mein Rheumatologe nur meinte, dass ich dafür erstens zu jung, zweitens zu wenig depressiv und drittens gar nicht alle Diagnosekriterien erfüllen würde. Ich hatte mich über diese Fibrodiagnose sehr aufgeregt, weil ich stattdessen eindeutig eine fiese Schleimbeutelentzündung an beiden Hüftgelenken bei primärer RA hatte, diese Diagnose wurde auch erst gestellt, als ich tagelang darauf gedrängt hatte, dass sich das ein Orthopäde mal anschaut. Die Fibro blieb trotzdem als Diagnose bestehen.
    Vielleicht kannst du ja nochmal mit einem Arzt deines Vetrauens (Hausarzt, Rheumatologe, ...) darüber sprechen.

    Wenn du magst, kannst du mir auch gerne eine PN schreiben, vielleicht hilft dir es ja, in einem intimeren Rahmen über diese Diagnosen zu schreiben.

    Ich freu mich für dich, dass du nun umgezogen bist und alles gut über die Bühne gegangen ist mit dem Umzug. Komm erstmal an und lass dich nicht unterkriegen.

    Ganz liebe Grüße,
    Sprotte79
     
  16. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Als seltsam ist die Auskunft schon. Ich habe bisher alle Zettel anstandslos erhalten. ZUdem ist es dein gutes Recht diese zu bekommen.
    Das mit den vielen Diagnosen solltest du nicht so eng sehen. Manchmal ist es wichtig das viele angegeben sind. Ansonsten könnte es Probleme mit deiner Kasse geben.
    Bei mir sind 11 Diagnosen angegeben. Also sieh es nicht als Schlimmes an. Viel wichtiger ist doch der Fakt, dass dir in irgendeiner Form etwas geholfen wurde. Immens viel hat mir dieser Aufenthalt auch nicht gebracht. Doch auch die Reha war nur ein Hauch. Da wurden die Patienten nach Schema F durchgeschleust. Am Ende wurde seitens der Ärzte von einer masiven Besserung geschrieben, denn negatives hat im Abschlussbericht nichts zu suchen. Sobald ich im Alltag gefangen war, kamen die Schmerzen genauso wieder. Daheim kann man sich eben nicht so schonen wie bei einem stationären Aufenthalt. Wobei schonen hier rlativ zu sehen ist. Der Sport in der reah und auch die Krankengymnastik haben schon angestrengt.
    Also Kopf hoch, es wird schon alles werden. Am Ende müssen wir es sowieso so nehmen, wie es das Leben bereithält.

    LG
    Waldi
     
  17. hgabriele

    hgabriele Neues Mitglied

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    danke

    hallo sprotte, hallo waldmensch,
    vielen dank für euere aufbauenden antworten. es ist ja nicht so das ich mit der diagnose(n) grundsätzlich ei problem habe. ich bin nur ein wenig enttäuscht wie das so gelaufen ist.
    das die baustelen jetzt einen namen haben ist ja schon mal nicht schlecht. aber das gefühl ein unmündiges kind zu sein, dass stört mich schon enorm.
    liebe sprotte ich werde mich in den nächsten tagen bei dir per pn melden. will noch ein bisschen über alles nachdenken. und nächste woche steht erstmal ein größerer allergietest beim hautarzt an.
    euch einen schönen sonntag
    lg
    aus franken