1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Was tun gegen die Schmerzen?

Dieses Thema im Forum "Kinder- und Jugendrheuma" wurde erstellt von Bassabisu, 13. März 2010.

  1. Bassabisu

    Bassabisu Neues Mitglied

    Registriert seit:
    6. November 2009
    Beiträge:
    73
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Großraum Hamburg
    Als ich im November das erste Mal hier im Forum geschrieben habe habe ich von euch sehr viele aufmunternde Worte und gute Ratschläge bekommen. Mein Sohn hatte damals seinen ersten Schub, seitdem nimmt er MTX. Er kommt damit gut zurecht, allerdings hat es lange gedauert, bis er wieder richtig gut drauf war und auch in der Schule wieder richtig gut mitmachen konnte. Die Sehnenansätze an den Füßen machen ihm nach wie vor zu schaffen, diese scheinen vom MTX unbeeindruckt.

    Leider hat er seit Mittwoch wieder ein entzündetes, geschwollenes und sehr schmerzhaftes linkes Handgelenk (genau wie beim ersten Schub) Ich habe ihm gleich einen Voltarenverband gemacht und Donnerstag beim Rheumatologen angerufen, dort wurde mir gesagt, wir sollen kühlen und Paracetamol geben gegen den Schmerz. Im Laufe des Donnerstag wurde es schlimmer, habe ihm auch Quarkumschläge gemacht, gekühlt mit Kühlpack und Paracetamol gegeben. Freitag war er nicht in der Schule. Das Paracetamol dämpft den Schmerz von 10 auf 8, mehr nicht. Noch einmal beim Rheumatologen angerufen - normales Procedere sei es, 3 Tage Paracetamol zu geben und dann zu gucken - also bis Montag durchhalten.

    Ich kann es schwer ertragen, zu sehen, dass mein Sohn ununterbrochen Schmerzen auf hohem Niveau hat. Mir scheint Paracetamol nicht stark genug und ich frage mich, warum er so lange so starke Schmerzen erleiden muss - hofft man, dass der Schub von alleine zuende geht? Tut er das vielleicht sogar?

    Oder helfen Schmerzmittel wie Paracetamol (er nimmt 4x500mg/Tag im Moment), Iboprufen (vorm letzten Schub hat er 2200mg/Tag genommen und es hat wenig geholfen) oder Naproxen in hohen Dosierungen euren Kindern und nur mein Sohn ist dagegen "resistent"?

    Wenn ihr schon Erfahrungen habt, was hilft oder was eure Rheumatologen in so einem Fall verschreiben wäre ich dankbar für jeden Tip.

    Ich will nicht jammern - ich mag gar nicht an die armen Kinder denken, die mehr als ein Gelenk entzündet haben - aber wenn es irgendwie möglich ist, ihm die Schmerzen weitestgehend zu nehmen, wüßte ich das gerne. Und wenn wir uns damit abfinden müssen würde ich das auch gerne wissen. Vom Rheumatologen sind diese Infos schwer zu bekommen...und doch kreisen meine Gedanken die ganze Zeit um dieses Thema, ich fühle mich so hilf-und machtlos.
    Ganz liebe Grüße, Anke
     
  2. wautzi008

    wautzi008 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    11. Juli 2009
    Beiträge:
    179
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Rheinland-Pfalz
    Hallo Bassabisu,

    ich kann dich gut verstehen, ich habe 3 schon erwachsene kinder.
    ich an deiner stelle würde sehen, dass ich mit meinem kind in eine rheumaklinik gehe, denn ich kann mir nicht vorstellen,
    dass das paracetamol so gesund sein soll für mein kind.
    auch würde ich eine schmerztherapie anstreben, das bringt deinem kind auf langzeit mehr.

    behalte die nerven, dein sohn braucht eine intackte mutti!!!

    lg. elke
     
  3. Bassabisu

    Bassabisu Neues Mitglied

    Registriert seit:
    6. November 2009
    Beiträge:
    73
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Großraum Hamburg
    Liebe Elke,
    danke für deinen lieben Worte. Meinem Sohn gegenüber bin ich ganz cool, wir machen das beste aus der Situation und sind unterwegs, so viel wie er mag und kann. Aber ich merke eben, dass mich das Wissen um seine Schmerzen belastet.

    Wie genau funktioniert das eigentlich mit der Rheumaklinik - muss man dorthin nicht überwiesen werden? Ich habe schon in anderen Beiträgen gelesen, dass es eine oder zwei sehr gute Kliniken geben soll, hatte aber bis jetzt immer gedacht, dort werden nur schwerere Fälle als mein Sohn es ist behandelt. Ich frage mich, welchen Nutzen er von einer stationären Behandlung haben würde? Bis jetzt war das bei unserem Rheumatologen jedenfalls noch nie Thema.

    Meine Hausärztin ist auch Schmerztherapeutin und sie hat mir schon vor Längerem mal empfohlen, für solche akuten Fälle Notfallmedizin bereit zu haben. Ich habe das bis jetzt nicht gemacht, weil er ja vom Rheumatologen das MTX und Meloxicam bekommt und eigentlich gar keinen Schub mehr haben sollte...und dann müsste das ja auch alles abgestimmt sein zwischen den Ärzten.
    LG Anke
     
  4. wautzi008

    wautzi008 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    11. Juli 2009
    Beiträge:
    179
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Rheinland-Pfalz
    wie ich das kenne, gibt es rheumakliniken in die du deinen sohn bringen kannst, wenn du der meinung bist, niemand hielft ihm für diesen moment.
    in einer rheumaklinik wird dein sohn auf seine bedürfnisse auf medica eingestellt (auch schmerzmedica), könnte doch auch sein MTX wirkt nicht oder nicht mehr bei deinem sohn, dann bräuchte er eine andere basismedica und die klinik macht das.
    im notfall kannst du dort immer hin, ohne überweisung.
    solltest du eine brauchen, kann immer eine nachgereicht werden.

    kopf hoch, es werden dir noch eine menge alter hasen von diesem forum, antworten geben.

    lg. elke