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Was ist bloß los mit mir?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Tinalina, 11. Juli 2004.

  1. Tinalina

    Tinalina Guest

    Hallo!

    Ich habe lange mit mir gerungen, diesen Beitrag zu schreiben, weil ich hier ja noch nicht viel beitragen konnte, wahrscheinlich geht es mir auch noch weit besser, als den meisten anderen hier und deshalb habe ich ein schlechtes Gewissen. Aber jetzt ist raubt es mir langsam den letzten Nerv und ich weiß nicht, an wen ich mich wenden soll.

    Seit einigen Wochen, man kann schon fast Monaten sagen, bin ich 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche müde. Ich werde gar nicht mehr wach. Gestern z. B. war ich um 9 Uhr verabredet, bin vorher aufgestanden und als ich kurz nach 10 Uhr wieder zu Hause war habe ich mich fast direkt wieder schlafen gelegt, bis 16 Uhr. Da bin ich dann aufgestanden, weil ich eigentlich lernen müsste, schlußendlich saß ich dann aber doch nur vorm Fernseher, weil ich mich nicht konzentrieren konnte und immer wieder kurz vorm Einnicken war. Ich glaube, wenn ich könnte, würde ich im Moment ständig schlafen. Bis das so losging war es eher so, dass ich schlecht ein- und durchschlafen konnte, das ist nun kein Prolem mehr.

    Dementsprechend schlecht geht es meinem Kreislauf. Es war schon immer so, dass ich nicht lange stehen konnte, ohne mich zu bewegen und dass ich dann Schwindelanfälle hatte. Freitag war es jetzt so, dass ich Mittags nur noch schnell in die Runde hauchen konnte, dass ich mich schnell setzen müsste und dann schon fast Schwierigkeiten hatte, den Stuhl zu erreichen. Abends war 15 Minuten eine Freundin bei mir Zuhause, wir haben uns unterhalten, ich habe mich an meine Küchenzeile gelehnt. Dennoch wurde mir schwarz vor Augen, so dass ich meine Freundin ziemlich ruppig rausgeworfen habe. Selbst im Bett drehte sich noch alles. Wenn es mir früher so ging, reichte es, wenn ich ein paar Schritte gelaufen bin oder mich kurz gesetzt habe.

    Ich war mal ein wandelndes Gedächtnis, jetzt weiß ich teilweise kurz nach dem Auflegen nicht mehr, worüber wir gerade am Telefon geredet haben. Oder ich lese ein Buch und weiß am Ende des Kapitels nicht mehr, was auf der Seite davor stand, geschweige denn im ganzen Kapitel.

    Weiterhin habe ich keinen Appetit mehr, in der Mensa lachen mich schon alle aus, weil ich grundsätzlich das meiste auf dem Tablett lasse. Ich habe nichtmal mehr Lust, Essen zu kaufen, ich stehe im Laden davor, kann es aber nicht in den Wagen legen, weil mir fast schlecht wird, wenn ich auch nur daran denke, es zu essen.

    Insgesamt werde ich oft darauf angesprochen, was mit mir los sei, ich merke selbst, dass ich mich kaum noch an Gesprächen beteilige (früher konnte ich kaum 2 Minuten den Mund halten), ich muss wohl elend aussehen, werde ständig leichenblaß (habe ich selbst nur Freitag Abend, als mir so schwindelig wurde, gesehen, aber ich wurde schon von mehreren Seiten darauf angesprochen). Ausschlag an Händen und Beinen habe ich auch bekommen.

    Sonst geht es mir unverändert bzw. wenn dann eher besser. Meine Fuß- und Kniegelenke tuen weh, egal ob ich sie bewege oder stillhalte, aber man gewöhnt sich an alles (ist ja jetzt weit über ein Jahr). Die Handgelenke schmerzen nicht mehr so arg. Es ist auch seltener geworden, dass der ganze Körper weh tut, es kommt aber immernoch vor.

    Meinen nächsten Termin beim Rheumatologen habe ich am 26. Juli, ich dachte auch, ich würde es bis dahin aushalten, aber es geht nicht mehr. Ich streite mich mittlerweile fast jeden Tag mit meinem Freund, weil ich so schlechte Laune habe, eine Kleinigkeit und ich raste aus. Ich kann so nicht mehr.

    Kennt Ihr solche Phasen auch? Wenn ja, sind es wirklich nur Phasen, oder hört es nicht mehr auf?

    Ich war bislang eigentlich ein sehr fröhlicher und positiver Mensch, habe eigentlich immer gerne und viel gelacht, habe in allem versucht, etwas postives zu sehen und habe dadurch einige Krisen überstanden, aber jetzt bekomme ich kaum noch ein Lächeln über die Lippen, nachdem mir gesagt wurde, dass man sieht, dass es eher gequält ist, habe ich mir sogar das abgewöhnt.

    Bitte sagt mir, dass das eine Phase ist und dass der Rheumatologe weiß was zu tun ist und dass ich dann wieder werde wie früher!

    Selbst wenn Ihr mir nicht helfen könnt, Danke fürs Zuhören.

    Tinalina

    P.S.: Eine Diagnose habe ich bislang noch nicht, "nur" Verdacht auf undifferenzierte Kollagenose.
     
  2. berlinchen

    berlinchen Aktives Mitglied

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    Hallo Tinalina,

    das was Du schreibst kommt mir sehr bekannt...
    Das alles hab ich mal mehr mal weniger....Ich versuche mir dann ganz viel Ruhe zu gönnen, ziehe mich dann ziemlich zurück und erhöhe mein Corti und freue mich auf die besseren Tage.

    Ich wünsche Dir gute Besserung und hoffe der Rheumatologe kann Dir helfen.

    liebe Grüße
    Sabine
     
  3. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    entenhausen
    liebe tinalina,

    fühl dich erstmal getröstet und verstanden! und ein schlechtes
    gewissen braucht hier niemand zu haben und ist auch gar nicht angebracht.

    deine geschilderten beschwerden kenne ich auch sehr gut, diese
    bleierne müdigkeit hat mich über viele monate vor ausbruch dieser
    bescheuerten krankheit begleitet. es gab momente, wo ich am liebsten
    bei jeder roten ampel eingeschlafen wär, mein einziger wunsch war
    nur zu schlafen. mit dieser lähmenden begleiterscheinung bist du also nicht
    allein. ich nehme an, dass du deinen kreislauf regelmäßig checkst
    und dein arzt weiss, dass er wohl zu niedrig ist. ansonsten müsstest
    du untersuchen lassen, weshalb dir schwindlig wird.

    auch die nachlassende konzentrationsfähigkeit kenne ich, und viele hier,
    sehr gut.

    ich kann nur hoffen, dass du einen guten doc hast, und möglichst rasch
    eine gute medikation bekommst, entsprechend deiner erkrankung.
    ich bin sicher, dann werden auch die von dir beschriebenen symptome sich bessern. zu dem ausschlag kann ich nichts sagen, du solltest aber
    deinen doc unbedingt darauf hinweisen, vielleicht ist es ein hinweis auf
    eine spezielle rheumaart.

    ich kann dir nur raten, sowenig wie möglich stress zuzulassen, und einen
    weg zu finden, wie du mit deinem freund klarkommst, bis sich dein
    zustand geändert/gebessert hat. ich denke, im moment hast du priorität,
    und wer dich mag, wird das akzeptieren. so sehe ich das jedenfalls.

    ich wünsche dir alles gute
    und schreib mal, wie es weitergeht
    marie :)
     
  4. bise

    bise Neues Mitglied

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    undiff. kollagenose

    hallo, oh wie ich diesen zustand kenne. es war lange bevor die krankheit ausbrach; müde, kaputt, lustlos und dauernd schlechte laune!!!!! wenn dann die medis wirksam werden, geht es langsam vorüber. doch bei einer kollagenose wirst du immer müde sein. ich habe mehrere jahre in dem zustand verbracht.
    pass auf, du musst etwas essen und auch trinken. gehe spazieren, gönne dir mal eine ganz besondere freude und lass dich verwöhnen oder verwöhne dich. nur sei bloss nicht mit dir unzufrieden, wenn du kaputt bist. das ist diese scheussliche krankheit, so äussert sie sich. irgendwie wirst du dich daran gewöhnen müssen. akzeptiere es - dann kommst du damit auch klar. nur lass dir bloss von niemandem ein schlechtes gewissen deswegen einreden.
    gruss
    bise
    p.s. in dem damaligen zustand habe ich etliche "freunde"
    verloren. sie konnten oder wollten mich nicht verstehen. auch diese erfahrung gehört leider dazu.
     
  5. Tinalina

    Tinalina Guest

    Danke

    für Eure schnellen und lieben Antworten.

    Niedrigen Blutdruck habe ich eigentlich nicht, wenn er gemessen wurde, war er in der Tendenz eher zu hoch, wahrscheinlich, weil ich "aufgeregt" war. In 8 Tagen muss ich eh zu meinem Hausarzt, ich wollte eine Blutsenkung machen, ehe ich den Termin bei meinem (neuen) Rheumatologen habe, da lasse ich dann gleich mal meinen Blutdruck checken lassen.

    Andererseits esse ich ja im Moment nicht die Masse, wäre auch eine Möglichkeit für das Schwindelgefühl. Wiederrum andererseits war es mehrmals relativ kurz nach dem Essen...

    Mir ist übrigens eben erst wieder eingefallen (naja, sagen wir, aufgefallen), dass ich in der letzten Zeit relativ häufig grundlos Nasenbluten hatte. Sonst hatte ich das nur, wenn ich stark erkältet war und mir ständig die Nase putzen musste. Das kann ja auch mit dem Blutdruck zu tun haben, oder? Aber dann wäre er doch eher zu hoch?

    Mit meinem Freund komme ich (wenn wir nicht gerade streiten) ganz gut klar, er hat ein riesen Verständnis. Ich mache mir nur selber Vorwürfe, dass ich ihn so grundlos anmotze, aus heiterem Himmel. Und es ist auch ganz schön belastend, jeden Tag zu streiten. Wenn ich ihn nicht hätte, wüsste ich gar nicht, was ich machen sollte und wie danke ich es ihm? Es ist zum verzweifeln...

    Bislang hatte ich das alles ausgehalten, weil ich dachte, ich wäre um diese Zeit mit dem Studium fertig. Jetzt bin ich aber haushoch durchs Examen gerasselt, muss nochmal alle Klausuren und die Hausarbeit schreiben, wieder der Druck. Aber ich möchte und muss das jetzt so schnell wie möglich (sprich Oktober) machen, ich habe Angst, dass ich immer schlechtere Chancen habe, je länger ich warte. Aber ich weiß auch nicht, ob es überhaupt Sinn macht. Wenn ich mich mit der Müdigkeit abfinden muss, kann es sein, dass ich als Juristin untragbar bin. Ich muss mir dann ja, egal in welcher Position, Details und Fakten merken können. Wenn es nicht auch ein Stück weit um meinen Stolz ginge, das Examen zu bestehen, hätte ich wahrscheinlich schon geschmissen.

    Zum Glück sind die meisten meiner Freunde im Moment im Examen, da ist es üblich, schlechte Laune zu haben und / oder sich zurückzuziehen, insofern steht die "Bewährungsprobe" für unsere Freundschaften noch aus, wenn es bei den anderen besser wird und bei mir nicht. Aber, wer trotz des Wissens, wie es mir geht, das nicht akzeptieren kann, der ist eh kein Freund. Ich weiß, dass es mir dennoch weh tun wird, aber schlußendlich ist es besser, wenn man weiß, dass man zwar wenige, aber dafür echte Freunde hat...

    Nocheinmal Danke, es tut gut, hoffen zu können, dass es wirklich besser wird, wenn man von Menschen liest, denen es ähnlich geht. In meinem Umfeld sagen zwar auch immer alle, dass es bestimmt wieder besser wird, aber die schlimmste Krankheit, die die meisten kennen, ist Heuschnupfen. Das ist nicht böse gemeint, sie wollen mir ja helfen, aber Floskeln helfen nunmal nicht. Leider.

    Liebe Grüße

    Tinalina
     
  6. gisipb

    gisipb Neues Mitglied

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    Hallo

    Hallo Tinalina,
    schön das du Dir so viel Zeit genommen hast und alles von der Leber geschrieben hast.
    Also es kommt mir sehr bekannt vor was Du da schreibst.
    Ich möcht Dich wirklich bitten den Termin beim Rheumatoglogen einzuhalten oder suche Dir einen Dok. der dich versteht und bei dem Du mal richtig Luft ablassen kannst.
    Den das ist kein Zustand wie es Dir geht.
    Wenn ich mal eine Vermutung aus sprechen darf hast Du einen Lupus.
    Wielange steht es den im Raum das man Dir keine genau Diagnose geben kann.

    Also schau doch mal in: www.lpus-live.de vorbei

    Meine Hp ist auch noch da: www.lupus-rheuma.de
    mit Gästebuch

    Es wäre nett wenn Du mir bitte zurück schreibst: nightsprint@aol.com

    Alles alles GUTE es grüßt Dich Gisi mit Jane
    Auf dem Foto ist Jane zu sehen sie hat 18 jahre Lupus.

    [​IMG]
     
  7. Deleyne

    Deleyne Neues Mitglied

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    Hi Tinalina
    Dein Brief könte ich glatt vor 12 Jahren gechrieben haben, es kommt mir alles so bekannnt vor.
    Das Studium würde ich aber unter allen Umständen versuchen abzuschliessen, auch wenn du es ein paar mal versuchen musst. Du hast dann wenigstens etwas Abgeschlossenes in der Hand auch wenn du später vielleicht nicht immer auf diesem Gebiet arbeitest. Wenn du es dir leisten kannst lass dir die notwendige Zeit, setze dich nicht unter Druck.
    Vielleicht bricht die Krankheit ja nicht allzu arg aus und oder du hast immer wieder ein paar Jahre eine Remission wie ich das habe. Ich wünsch dir von Herzen alles Gute.
    Deleyne
     
  8. Tinalina

    Tinalina Guest

    Hallo!

    Ich war gerade bei Lupus-online, das wird dort als Symptome angegeben, ich habe mal rot markiert, was davon auf mich zutrifft:

    Müdigkeit, Leistungsminderung, Schwäche, Konzentrationsstörungen, Lustlosigkeit, Stimmungsschwankungen, Frösteln, erhöhte Temperatur (aber nur zeitweilig), Kopf- und Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, Haarausfall, Hautveränderungen, Sonnenempfindlichkeit, Neigung zu Allergien, Muskelbeschwerden, Gelenkschmerzen, Neigung zu Entzündungen oder Geschwüren im Mundbereich, Depression, Wortfindungsstörungen (ganz schön peinlich, wenn man zu allem "Dings" sagt), Zyklusunregelmässigkeiten, trockene Schleimhäute, diffuse Schmerzen usw.
    Es gibt keine eindeutigen Lupus-Symptome und ausser den genannten Allgemein-Symptomen, können auch noch andere, ggf. organspezifische Zeichen für eine Erkrankung vorliegen.
    Neben den geschilderten Allgemeinsymptomen klagen Lupus-Patienten am häufigsten über Gelenkbeschwerden, Hauterscheinungen, Lymphknoten-Schwellungen, Rippenfellentzündungen und Blutarmut.
    Weitere, nicht so häufige Symptome sind: Nieren- oder Lungenprobleme, Herzbeutelentzündung, Nervenbeteiligung, Leberprobleme, Augenentzündung, Milzvergrösserung, Herzmuskelentzündung.


    Das meiste davon hatte ich meinem alten Rheumatologen gesagt bzw. er hat es selbst festgestellt. Allerdings kam z. B. bei der Rippenfellentzündung die (leider sehr häufige Aussage) "Warum erzählen Sie mir das?". Deshalb habe ich mich auch entschlossen, den Rheumatologen zu wechseln, wie gesagt, in zwei Wochen habe ich ja den Termin und ich hoffe, dass er mir weiterhelfen kann. Wenn wir nicht mit meinem Hausarzt befreundet wären und er mir nicht den Bericht des (alten) Rheumatologen mitgegeben hätte, wüsste ich nichtmal, dass bei mir der "Verdacht auf undiff. Kollagenose" besteht. Auch in der Anamnese hat er einige Dinge, die ich ihm gesagt habe, die ich hier als u. U. relevant herausgefunden habe, nichtmal aufgeschrieben. Mir ist klar, dass ich nicht nur relevante Dinge sage, ich bin Laie, aber dann jedesmal den Satz "Warum erzählen Sie mir das?" zu hören... Naja, das hat sich ja jetzt erledigt (hoffe ich).

    Das erste Mal war ich letztes Jahr im Herbst beim Rheumatologen, ich bin Ende Juni 2003 sprichwörtlich zusammengebrochen, d. h. mir sind die Beine weggesackt. Die darauf folgenden Schmerzen habe ich bis heute, allerdings dachte ich anfangs, es würde schon wieder weggehen. Dann musste ich aus anderen Gründen sowieso zum Orthopäden, der mich dann zum Rheumatologen geschickt hat (seit 1997 ist bekannt, dass ich einen positiven Rheumafaktor habe, deshalb kam er darauf). Allerdings hatte ich eine dicke Entzündung im Zahnfleisch und einen Abszeß in einer Mundhöhle und die mussten erstmal entfernt werden, deshalb zog es sich mit dem Rheumatologen bis Herbst. Der hat mich dann zum Kardiologen (Langzeit-EKG o. B.) und zum Röntgen der Leber (auch o. B.) geschickt. Ende Januar war ich das letzte Mal da und wir hatten ausgemacht, dass ich ab dann alle 6 Monate kommen soll. Er meinte, wenn es nicht mit dem Zusammenklappen angefangen hätte und ihm nicht das Risiko zu hoch wäre, dass das wieder passiert, würde er sogar eher sagen, dass ich erst wieder kommen soll, wenn es schlimmer geworden ist (sehr präzise, vor allem nachdem ich ihm gesagt habe, dass es mal wochenlang gut ist und dann wieder richtiggehend "ausbricht")...

    Naja, ich hoffe, dass ich bei meinem neuen Rheumatologen besser aufgehoben bin. Damit meine ich nicht, dass er nach 2 Minuten sagt "Sie haben das und das", sondern dass ich ihm Symptome schildern kann, die vielleicht wirklich nichts mit Rheuma zu tun haben, ohne den berühmten Satz zu hören. Das hilft nicht gerade, Vertrauen aufzubauen.

    Liebe Grüße und Danke für Eure Geduld

    Tinalina
     
  9. Deleyne

    Deleyne Neues Mitglied

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    Hallo
    Ich hatte auch all die von dir beschriebenen Anzeichen und habe aber trotzdem kein Lupus, meine Diagnose. Morbus Still. Es gibt sehr viele Krankheiten des Rheum Formenkreises, die vordergündig die gleichen Anzeichen haben. Du müsstest dich mal in einer Klinik genaustens untersuchen lassen.
    Lieber Gruss
    Deleyne
     
  10. Tinalina

    Tinalina Guest

    Hallo Deleyne!

    Da haben wir uns vorhin "überschnitten" ;-)

    Das mit der "Zeit" ist so eine Sache. Wenn ich jetzt nicht direkt wieder ins Examen gehe, komme ich wahrscheinlich zu sehr raus und muss dann wieder von vorne anfangen. Dazu kommt die schwuindende Motivation, ich will endlich fertig werden, endlich nach Hause.

    Tja, und wegen des genaustens untersuchen Lassens... ursprünglich war mal geplant, dass ich meinen Rheumatologen frage, ob es sinnvoll ist, wenn er mich nach Sendenhorst überweist, aber das kann ich mir jetzt nicht mehr erlauben, vorerst zumindest nicht, erst ab Mitte / Ende November wieder. Examen hat bei mir im Moment vorderste Priorität, auch deshalb, damit ich hinterher abschätzen kann, ob vielleicht einige Symptome doch vom Streß kommen. Ich weiß, dass an sich Gesundheit das höchste Gut bist, aber für mich ist es so wahrscheinlich die beste Lösung, denn zwischen den schriftlichen Arbeiten und der mündlichen Prüfung liegen mehrere Monate (3 mindestens) und in der Zeit könnte ich mich richtig durchchecken lassen, ohne die ganze Zeit das Examen im Nacken zu haben.

    Liebe Grüße

    Tinalina

    P.S.: Danke, dass mir so viele hier helfen!
     
  11. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Lupus

    Hi Tinalina
    Ja das hört sich bei Dir schon nach SLE an. Auch die auftretenden Symptome würden da reinpassen.
    Wichtig ist vor allem die diagnostische Einordnung der Erkrankung, soll heißen der bisher bekannte und weitere mögliche Krankheitsverlauf.
    Maßgebend sind da die Beschwerdeschilderungen, neben den klinischen Untersuchungen um eine der Verlaufsform entsprechende Behandlung zu finden.
    Man geht aus von:
    -welchen Verlauf nimmt die Erkrankung und welche Behandlung wählt der Arzt
    -welchen Stellenwert haben Laborbefunde
    -welche ärtzlichen Ratschläge sollten gegeben werden (z.B. Sonne meiden)
    Also ist die Summe des klinischen Bildes wichtig.
    Beachtet werden sollte, daß SLE auch medikamentös ausgelöst werden kann. Dementsprechend sind die Medikamente zu wählen.
    Behandelt wird unter anderem mit niedrig konzentrierten Kortison , um die Lebensqualität zu verbessern. Antimalariamittel beeinflussen die Haut und Schleimhaut positiv. Bei Organbeteiligung werden immunsuppressive Supstanzen gegeben.
    Bei schweren Erkrankungen werden (bisher noch in klinischen Studien) Plasmapherese oder Stammzellentransplantation eingesetzt.
    Weiter gibt es sogenannte "unkonventionelle Therapieen". Gemeint sind damit verschiedene "Hausmittel", Diäten kurzum Methoden die sich von sogenannter Quacksalberei abtrennen. So wird zum Beispiel zur kurzzeitigen Schmerzbekämpfung die Neuraltherapie eingesetzt.
    Wichtig ist auch eine Art Krankheitsakzeptanz und der psychlogische Aspekt des Umgehens mit der Erkrankung.
    Ich selbst habe eine Bechterewsche Erkrankung und eine Psoriasis pustulosa arthropathika. Mitlerweile mit diversen Nebenwirkungen, auch medikamentös bedingt.
    Ich versuche das halbwegs in den Griff zu bekommen, und sehe als wichtig an:
    -einen guten Rheumatologen (internistisch) zu finden
    -auch der Hausarzt sollte aus einem Fachbereich kommen der sich in das Behandlungskonzept einfügt, meiner ist FA Inneres
    -für sich selber muß man versuchen akzeptable Alternativen zur medizinischen Frage zu finden.
    Wegen Aufgeregtheit, Nervosität und dieser "inneren Wut" kann man mit entspannter Musik gegenhalten und auf bestimmte Teesorten setzen - Johanneskrauttee z.B. Bei Unwohlsein und leichter Übelkeit hilft mir Cola /weil man nach Aufstoßen kann.
    Vergeßllichkeit...., ja mußte gerade lange überlegen wie der Tee hieß....da mach ich mir immer Zettel, die ich ständig suchen muß und so mein "Gedächtnis schule".
    Ja und Ehrgeiz ist doch auch wichtig.....man sollte ruhig sagen "was andere können.....kann ich auch !"
    Und letzendlich, der Austausch mit Betroffenen (wie hier) ist immer gut und ein "guter Partnern und richtige ! Freunde" sind auch sehr wichtig.
    Ich wünsch Dir gute Besserung "merre"
     
  12. Easy

    Easy Das Schaf

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    Hallo Tinalina,

    eine Diagnose aufgrund deiner Symptome kann einzig und allein ein guter Rheumatologe stellen.

    Bei mir steht auch immernoch die Diagnose undifferenzierte Kollagenose mit im Raum. Was den Lupus angeht, habe ich noch mehr "Übereinstimmungen" mit der von dir aufgeführten Liste, außerdem im Blut den Nachweis von einem erhöhten ANA-Titer gegen ds-dns, welche besonders bei Lupus erhöht sind. Aber trotzdem redet mein Arzt noch lange nicht von einer Lupuserkrankung.

    Die Diagnosefindung ist halt manchmal sehr langwierig und schwierig.

    Ich wünsche dir, das du die Geduld nicht verlierst, zur Ruhe kommst und mit deinen Beschwerden zurecht zu kommen lernst. Und natürlich alles Gute für's Examen.

    Gruß

    Easy
     
  13. Tinalina

    Tinalina Guest

    Was genau bedeutet das?


    Na, schöne Aussichten. Will vielleicht jemand beim JPA Hamm anrufen und sagen, dass ich zu den Prüfungen viele Zettel mitnehmen muss? Sofern ich sie nicht vergesse... ;)


    Es gibt zwar Tage, an denen ich das beinahe vergesse, aber wenn ich dann sehe, dass Menschen, die an sich schlechter in manchen Bereichen sind als ich, plötzlich besser werden, da ärgert mich das so sehr, dass ich es allen zeigen möchte! Ist nur frustrierend, wenn es dann nicht klappt. :(

    Danke für Deine Zeilen und Dir auch alles Liebe und Gute!

    Liebe Grüße

    Tinalina
     
  14. Tinalina

    Tinalina Guest

    Hallo Easy!

    Warum schreiben eigentlich immer alle, wenn ich selbst gerade am Tippseln bin? ;)

    Tja, mein erster war wohl eher ein Fehlgriff, kann mit dem nächsten nur besser werden. Und damit meine ich nicht, dass ich nicht schon eine Diagnose habe, sondern die Art, wie dieser Mensch mit mir umgegangen ist.

    Mir ist schon klar, dass hier alle nur tippen können, aber es ist schon hilfreich, wenn man weiß, worüber man sich am besten informiert, ist irgendwie besser, zu wissen, was auf einen zukommen kann, als einfach im freien zu schweben.

    Oh ja, habe ich hier schon mitbekommen. Nicht gerade aufbauend, aber beruhigend, dass man nicht die einzige ist, bei der es dauert.

    Danke, das ist lieb.

    Liebe Grüße

    Tinalina
     
  15. Bjelui

    Bjelui Guest

    Noch eine Chance

    Liebe Tinalina:

    Dein Problem ist mir auch bekannt, und hundert Diagnosen wurden mir erstellt von den verrücktesten Sachen bis hin zum hipchondriasmus. Ich hatte die Nase voll, bis eine Freundinn mir von der Clustermedizin erzählt hat. Also was schadet es? Ich bin hin, und siehe da, nach 3 Monaten Terapie habe ich keine Schmerzen mehr, bin fit und vital, wie 10 Jahre jünger. Es lohnt sich. Die heilen so ziemlich alles, unkompliziert und schnell. Rheuma, Borreliose, etc.

    Versuch es doch mal.

    Liebe Grüsse und viel Erfolg
     
  16. Fussel

    Fussel Neues Mitglied

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    hey, Tina, ich verstehe idhc vollkommen, ich bin 24, im 12ten Semester und habe einfach keinen Bock mehr.
    Naja, ganz so schlimm isses nciht, aber wenn dann soclhe Tage wie heut esind, wo dir schon nach ner halben STunde die Konzentration flöten geht und du nur noch schlafen möchstest...das schlaucht.
    Ich hab mir da ein Geheimrezept zurechtgelegt: 10 Minuten intensive Pause..mit ner Tasse Tee, ner schönen Zigarette, n bißchen Frischluft und 10 Minuten den Prof nen guten Mann sien lassen...wirkt bei mir Wunder.
    ABer es ist echt gut zu wissen, das das keine Faulheit ist, sondern Krankheitssymptom (achja...cP...wahrscheinlich)
     
  17. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    was soll das?......



    hallo bjelui,

    na wie schön, endlich mal wieder jemand, der uns erzählt, dass irgendwer
    rheuma, borreliose etc in null komma nix heilt.
    ich verkneif mir den bösen spruch, angebracht wäre er allerdings. :mad:

    marie
     
  18. Bjelui

    Bjelui Guest

    Liebe Marie

    Ich weiss nicht ob wenn man wirkliche Schmerzen hat, 3 Monate einem als ein null coma nix erscheinen.
    Auf jeden Fall habe ich nun keine mehr, und agressiv bin ich auch nicht! Mit Frustration kommst Du nirgens hin.

    Liebe Grüsse
     
  19. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    @Bjelui

    .....meine guteste,

    du bist seit ganz wenigen tagen hier- und weisst schon genau bescheid!
    bewundernswert!

    ich bin schon länger hier, weiss aber immer noch nicht, wie man rheuma
    heilt.

    marie
     
  20. Bjelui

    Bjelui Guest

    Marie, du sollst ja auch nicht wissen wie man Rheuma heilt musst Du ja auch nicht wissen. Das macht der Terapheut oder Arzt. Vor allem in einem Forum wird es nicht geheilt. Ich gab Euch einen Tipp der bei mir sehr erfolgreich war, der Euch eventuell auch helfen könnte, und den Du atackiert und verpönt hast. So hast du keine Chance.

    Also, packt den Stier bei den Hörnern und versucht es!!

    Alles liebe,

    Bjelui
    (p.s: ich bin erst seit heute da!!)