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Warum ist ein Schmerzprotokoll notwendig?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von grummelzack, 24. März 2007.

  1. grummelzack

    grummelzack Barbara

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    Warum ist eine Schmerzdokumentation notwendig?

    Die Diagnose erfordert eine zeitaufwendige Schmerzanalyse. Eine unverzichtbare Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schmerztherapie bei chronischen Schmerzen ist die richtige Diagnose. Das ist ohne eine umfassende und sehr zeitaufwendige Anamnese, oder genauer gesagt, Schmerzanalyse, nicht möglich. Zwar existiert eine standardisierte Fragebogen-Anamnese des SCHMERZtherapeutischen Kolloquiums, sie ist aber oft nur ein, wenn auch unverzichtbarer Teil der Schmerzanalyse. Sie muß erweitert und ergänzt werden durch eine gründliche körperliche Untersuchung und ein ausführliches Gespräch. Außerdem müssen alle vorherigen Befunde mit in die Beurteilung eingehen.


    Dokumentation des Behandlungsverlaufs ist unerläßlich. Wird dann nach der Schmerzanalyse eine Behandlung festgelegt, so ist eine genaue Dokumentation der Schmerzintensität und des Schmerzverlaufs erforderlich, um die Therapie immer wieder an die individuellen Bedürfnisse des Betroffenen anzupassen.
    Das Schmerztagebuch ist ein wichtiger und unerlässlicher Therapiebegleiter für jeden Betroffenen und eine große Hilfe für den Arzt. Mit dem führen eines Schmerztagebuches lernt der Betroffene seinen Schmerz kennen. Er kann sich verschiedene Faktoren, die auf sein Schmerzerleben einwirken, bewußt machen. So kann nicht nur die Medikation angepaßt werden, auch die begleitende Therapie und die Aktivitäten des Betroffenen werden immer wieder aktualisiert. Nicht mehr der Schmerz beherrscht den Tagesablauf. Der Betroffene gewinnt die Initiative zurück, die ihn aktiv am Leben teilnehmen läßt.Was gehört ins Schmerztagebuch?

    Schmerzstärke anhand einer Skala einschätzen. Was kann nun in einem Schmerztagebuch konkret dokumentiert werden? Als ein wichtiger Punkt lernt der Betroffene, seine Schmerzen auf einer Skala von 0 bis 10 einzuschätzen. Dabei bedeutet "0" kein Schmerz und "10" unerträglicher Schmerz. Meistens wird dieser Wert mehrmals am Tag festgehalten. Über einen längeren Zeitraum aufgezeichnet können mit Hilfe der entstehenden Übersicht die Medikamente individuell angepaßt werden. Manchen Menschen fällt es schwer, eine Skala zu benutzen. Für diese Betroffenen sollte eine Textbeschreibung vorformuliert werden, die sie dann nur noch anzukreuzen brauchen.


    Die Medikamenteneinnahme auch muß genau dokumentiert werden. Wichtig ist auch, daß Sie genau aufschreiben, welche Medikamente Sie in welcher Dosierung und wann eingenommen haben. Auch wenn Sie noch andere Medikamente oder Schmerzmittel zusätzlich eingenommen haben, gehört das in Ihr Schmerztagebuch. Nur, wenn Sie ganz genau aufschreiben, was und wieviel Sie genommen haben, kann der Arzt beurteilen, wie er Ihre Therapie am besten anpassen kann. Er ist dabei ausschließlich auf Ihre Mithilfe angewiesen.


    Auch alle anderen Beschwerden sind wichtig. Sie sollten auch nicht vergessen aufzuschreiben, ob Sie außer Schmerzen noch andere Beschwerden haben, z. B. Übelkeit, Verstopfung, Depressionen, Schlafstörungen, Magenschmerzen, Muskelverspannungen usw.


    Schreiben Sie Ihre Gefühle und Gedanken auf. Ein ganz wichtiger Aspekt ist auch, wie Sie sich gerade fühlen, und was Sie gerade tun. Schreiben sie auf, was Sie denken und wie Ihre Stimmung ist. So können Sie herausfinden, was Ihre Schmerzen verstärkt oder was den Schmerz reduziert. Sie lernen ungünstige Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen erkennen. Das ist ein wichtiger Schritt, um aktiv Einfluß nehmen zu können. Wenn sie wissen, was geschieht, können Sie auch "Stopp" sagen. Dieses positive Signal an sich selbst nennen die Mediziner auch "Coping-Signal". Damit ist nichts anderes gemeint als ein gesundheitsfördernder Gedanke, der den Teufelskreis negativer Gedanken und Schmerzen durchbricht.
    Schmerzdiagramm abspeichern und ausdrucken
    http://www.quadramet.com/html/pdf/Schmerztagebuch.pdf
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    Quelle:
    http://www.medizinfo.de/schmerz/tipp/dokumentation.htm