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Warum half Clindarsaar 600 bei ISG-Schmerzen

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Nelly/Moni, 15. Dezember 2004.

  1. Nelly/Moni

    Nelly/Moni Guest

    Ich habe dieses Jahr nach einem weiteren Blaseninfekt mit Clamydia Trach.

    (wahrscheinlich nie richtig auskuriert - bekannt seit wenigstens 1990 oder länger
    1. Kniegelenksentzündung war 1986/87)

    eine wirklich schlimme Zeit mit heftigsten Schmerzen im ISG und Gangataxien mit schlimmen Schmerzen in beiden Beinen und den Füßen erlebt(uneingeschränkt laufen kann ich schon seit fast 20 Jahren nicht mehr).
    Nicht einmal Morphium hat geholfen.
    Ich habe wohl mindestens 4 Wochen von dem viertel Jahr komplett "flach gelegen". (in Häschenstellung mit angezogenen Beinen auf dem Sofa - ins Bett war nicht möglich)
    Wenn ich nicht völlig zugedröhnt war von dem Morphium, dann wollte ich eigentlich nur noch Sterben. Ich war völlig dehydriert, hatte 7 Kg abgenommen und soviel Muskulatur abgebaut das , daß ich mich nach den 4 Wochen kaum auf den Beinen halten konnte.
    Wie ich die Schmerzen losgeworden bin?

    Ich bin zu meiner Zahnärztin gegangen und habe Sie um ein knochengängiges Antibiotikum gebeten.
    Ich hatte früher eimal davon gehört, das in der Zahnheilkunde solche knochengängige AB's verwendet werden und ich war inzwischen fest davon überzeugt, daß es sich um eine entzündung im ISG handeln mußte.
    (Der Rheumatologe mochte sich zu dieser Erkenntnis nicht durchringen und obwohl ich in den ersten Tagen als das ganze Geschehen seine Lauf nahm (Ab März), wegen der starken Schmerzen mehrmals von meinem Mann in die Praxis des Rheumatologen gefahren wurde, bekam ich nur Diclo und Cortison intramuskul.
    Was nicht half !)
    Am 8. Mai begann ich dann mit Durogesic 25 (das war am Geburstag meines Mannes) Diclo und cortison sowieso und am Ende bekam ich dann Tramal Diclo Cortison und Durogesic 100.

    Ich war so ohne Hoffnung.............und dann hatte ich die Idee mit der Zähnärztin.
    Sie hatte wirklich Mitleid mit mir. Ich war nicht in der Lage auf den behandlungsstuhl zu "steigen".

    Ihre Worte waren: "Sie haben nichts zu verlieren, ich verschreibe ihnen das ClindaSaar 600 - vielleicht hilft es......schließlich haben wir ja im heutigen Röntgenbild einen Zahn entdeckt der möglicherweise beherdet sein könntet......."

    Mein Mann fuhr mich nach Hause und ich begann Mittags mit der Einnahme des AB's...............
    am Abend war ich dann völlig überzeugt verrückt zu sein............
    die Schmerzen im ISG hatten sich um 50 % zurückgebildet.............
    Das war Mittwochs.
    Am Donnerstag rief ich bei meiner Zahnärztin an um sie davon zu unterrichten und um sie auch um ein weiteres Rezept zu bitten (sie hatte mir eine kleine Packung aufgeschrieben und ich wollte es unbedingt lange genug nehmen und auch die maximale Dosis anwenden.)
    Sie stimmte zu und faxte das Rezept sogar zur Apotheke für mich.

    Am Sonntag und Montag verschlechterte sich mein Schmerzzustand dann wieder auf etwa 70 % dessen, was ich vorher für Wochen ertragen hatte.

    Dann am Dienstag fiel der Schmerz so zu sagen in sich zusammen und ich lebte in der unendliche Angst, daß ich mir die Schmerzlinderung nur einbilden würde........

    Es war keine Einbildung - die Schmerzen blieben weg - nach gesamt 13 Tagen Clindasaar 1800 mg (4X600mg tgl.) hatte ich das wohl einschneidenste Erlebniss in meiner langen Krankengeschichte durchlebt.

    Nicht einmal die 5 Monate Antibiose mit Rocphin wegen der Borreliose (im letzten Jahr Jan. bis Mai) haben sich so in mein Gedächnis eingebrannt.

    Aber was ich eigentlich nach wie vor nicht verstehe, ist die Tatsache, daß das Wirkspektrum von Clindasaar doch gar nicht die Clamydien beinhaltet...........
    Welcher Erreger hatte sich den dann im ISG eingenistet?

    Während der vielen Urintests wegen der ständigen Blasenprobleme habe ich immer unterschiedliche Erreger nachgewiesen bekommen. Von E.coli bis Strepptokocus aureus war immer im Wechsel alles dabei, nur die Clamydien liesen sich dann irgendwann nicht mehr nachweisen(zuletzt im März diesen Jahres - wie oben erwähnt).
    Aber danach haben die Ärzte auch nicht mehr gesucht - nicht der Rheumatologe, noch der Hausarzt , auch nicht der Urologe hat einen Test - welchen auch immer- angeregt. Wenn ich im März nicht wieder mal selber zu meiner Frauenärztin "getrabt" wäre, nachdem ich dem Rheumatologen vorher eine Antikörperbestimmung aus den Rippen geleiert hatte - die dann ja auch eine hohen IGA -Clamydia trach.zeigte.........
    .........aber da war es wohl schon zu spät- die Lawine rollte schon.

    Heute habe ich immer noch Blasenprobleme.
    Inzwischen meldet sich auch das ISG wieder. Habe vorletzte Woche die 4. Spritze Diclo/ Cortison bekommen.
    Dann gings ins Wochenende - nur mit Diclo und Magenpillen.............
    Ich fürchte mich wieder sehr........................
    Auch wenn mein Hausarzt mir nun die Gnade erwiesen hat und die Diagnose Morbus Reiter in seinen Unterlagen führt (ich glaube ich habe ihn von den Zusammenhängen überzeugt), so hat er mir doch auch gleich gesagt, daß dies eigentlich keinen Unterschied in der Behandlungsform ausmacht........
    Ob das so stimmt?

    Ich finde, in Anbetracht der Tatsache, das ich seit Jahren an Hashimoto Thyr. leide und die Diagnose Reaktive Arthritis schon vor Jahren durch ein Ganzkörpersztintigramm festgestellt wurde
    (ist ja inzwischen egal, ob durch Clamydien, Borrelien, Bartonnella, oder sonstwas ausgelöst),
    Wäre es da nicht doch mal angebracht über eine Basismedikation nachzudenken..............
    Ich tue dies inzwischen......
    und habe auch schon eine Versuch mit Quensil gestartet, der dann von Sendenhorst im der ambulanten Sprechstunde, als nicht zweckmäßig wieder abgesetzt wurde.
    Ah ha...........

    Na ja ich bin ja auch Laie - wie kann ich mir auch anmassen, einfach so, selbst eine Therapie zu versuchen
    (vielleicht aus der Not heraus???)

    Eigentlich habe ich meinem Hausarzt die Sache mit dem M. Reiter auch nur mal so erzählt in der Hoffnung, daß er den Mut fände die Geschehnisse mal beim Namen zu nennen.
    Er meinte, daß es sich erstrangig um eine funktionelle Wirbelsäulenerkrankung handele...........
    So so......
    und wie gehört dann das Knieproblem dazu?
    und die Schmerzen inm Großzehengrundgelenk links?
    und die abgelaufene Entzündung in der rechten Ferse?
    und die Sehnenansatzentzündung an der linken Schulter?
    und die wunden Stellen im Mund, die immer wieder mal da sind......
    Und die trockenen Stellen im Gesicht, die ich nun schon seit fast 3 Jahren habe................
    und "verklebte" Auge links (seit Jahren immer wieder mal)
    und ganz schlimm vor drei Jahren, ich konnte kaum "aus der Wäsche gucken"
    und die Schmerzen im rechten Hüftgelenk seit 20 Jahren (Off and on mit kontinuierlich ansteigender Verschlechterung)
    und dieses Humpeln rechts, wo doch keine Untersuchung je eine Veränderung im rechten Hüftgelenk gezeigt hat.
    (Ich bin fast 15 Jahr mit der Fehldiagnose Hüftdisplasie herumgehumpelt - bis ich ein anderen Orthopäden aufsuchte, der mich fragte, wer den nur
    ("...um himmels Willen") die Diagnose Hüftdisplasie erstellt hätte...............
    "............nichts zu sehn und da war auch nie eine Displasie - wenn sie nicht laufen können, dann muß das einen anderen Grund haben....")

    Inzwischen war ich nun am Montag wieder bei meinem Hausarzt.
    Der Gesprächsverlauf war etwa so:
    Ich begann:
    "Das ISG gibt keine Ruhe. Ich glaube, mit einer symptomatischen Behandlung mit Diclo und Cortison kommen wir nicht weiter......"
    Er:"Wir sollten dann wohl noch mal mit den Spritzen weitermachen......oder noch besser wir steigen um auf Piroxicam........haben sie das schon 'mal bekommen?..........."
    "Ich bin nicht davon überzeugt, daß dies hilfreich ist..." sagte ich wieder."Ja Piroxicam habe ich schon einmal vor Jahren in Tablettenform bekommen.........
    Ich möchte lieber noch einen Versuch mit Clindasaar machen."
    Worauf er mir die Liste der Antibiotika verlaß, welche ich in letzter Zeit schon eingenommen hatte und ich bei jedem der Präperate einen Komentar einschob:
    "................"
    "Nicht Knochengängig.".sagte ich..........
    "Tetraciclin"
    "Nicht Knochengängig."...........
    "Docyciclin"
    "Nicht Knochengängig."...........
    "Roxitromicin"
    "Nicht Knochengängig."..........."soweit ich weiß....."
    nach dem vierten gab er nach und verschrieb noch einmal Clindasaar 300.

    Und ich versicherte ihm, das ich ihn gewiss davon unterichten würde, wie es diesmal funktionieren wird und das ich ihm gewiss auch mitteilen würde, wenn es diesmal wieder Erwarten nicht "greifen" würde.
    LEIDER:
    Es "funktioniert" wieder. I'am so sorry....

    Warum ist das so?

    Ich habe mir aber auch eine Überweisung zu einem Rheumatologen geben lassen.
    (Von der Idee war auch mein Hausarzt angetan:"...Ja, wir sollten uns noch einen Fachmann ins Boot holen.")

    Und ausserdem habe ich nun doch wieder mit der Quensil -Behandlung begonnen.(Ich hatte noch welche) Ich pfeife auf Sendenhorst - die müßen ja nicht mit meinen Schmerzen leben und ständig humpeln und "meine" Hashimoto mit allen dazugehörigen Symptomen haben die Herren Doktoren auch nicht.
    (Ich traue mir zu, ganz selbständig in regelmäßigen Abständen zum Augenarzt zu gehen und auch Blutbildkontrollen machen zu lassen.)
    Schließlich war ich so lange ohne fachärztliche Begleitung, dann kann ich das jetzt auch.

    Ich bin schon am ersten Morgen unter Clindasaar nicht mehr so steif gewesen und ich konnte schon in der zweiten Nacht wieder auf der Seite, mit einem überstrecktem Bein, liegen.

    Das kann doch nicht alles Placeboeffekt sein?

    Selbst als ich mir im Oktober drei wurzelbehandelte Zähne habe "ziehen" lassen .......
    (nur so für alle Fälle...vielleicht gibt es da ja wirklich einen Zusammenhang....)

    und ich von Zahnarzt zur OP-Begleitung für eine Woche Clindasaar verordnet bekam, hatte ich einen "ruhigeren" Rücken und auch das Knie und der Großzeh war ruhiger als sonst....
    Bilde ich mir das alles nur ein????

    Und wenn nicht, wie kann ich dieses Wissen für mich nutzen?

    Wie lange könnte ich das Clindassar denn wohl einnehmen?
    (solange ich es nehme ist mein Gangbild auch besser und auch die Schmerzen an der Außenseite des rechten Beines - ein etwa 5 cm breiter Streifen von der Hüfte herunter bis zum Fußgelenk ist "leiser"
    - warum ist das so?)

    Gibt es vielleicht schon eine erprobte Behandlungstherapie für solche Fälle wie meinen?

    Und gibt es eigentlich nur das Clindasaar, welches knochengängig ist, oder gibt es noch andere AB's die diese Eigenschaft haben?

    und wenn: Welches Erregerspektrum haben die Anderen?

    Oh, ich würd was 'drum geben, wenn ich wieder richtig laufen könnte und ich nicht immer diese Hüfte und dieses Bein so laut "hören" müßte.

    Wenn das auch ohne Clindasaar ginge - das wäre klasse.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn ich hier die eine oder andere meiner Frage beantwortet bekäme.

    Einen guten Rheumatologen muß ich auch noch finden.
    Weiß jemand eine gute Adresse?
    Ich wohne fast genau halbe Strecke zwischen Osnabrück und Bremen....da muß sich doch ein pfiffiger Doc finden lassen......
    Für einen guten Facharzt fahre ich auch eine längere Strecke.

    Ich bin so froh, daß ich mir das alles mal von der Seele schreiben konnte.
    Es grüßt
    Nelly/Moni
    und ich sage danke für's geduldige lesen!!


     
  2. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Behandlungsfenster

    Hi Nelly/Moni
    Ja einmal würde jetzt jeder Arzt meinen, daß "der Wille Berge versetzen kann", und es ist sicher so, daß Du Dich schon von der Ausgangssituation damit identifiziert hast "na das muß jetzt helfen".
    Andererseits wird Clindamycin auch bei folgenden bakteriellen Infektionen eingesetzt:
    Knochen und Gelenke, Zahn-Kiefer, Hals-Nase-Ohren, tiefe Atemwege, Becken und Bauchraum, Haut und Weichteile (Scharlach).
    Und !!!
    Es wirkt noch gegen viele Bakterien, die bereits gegen andere Antibiotika resistent sind.

    Beachten muß man: Kontrolle der Blut und Leberwerte, eventuelle Ohren und Magenprobleme ernst nehmen.

    ja denn weiterhin gute Erfahrungen "merre"
     
  3. Nelly/Moni

    Nelly/Moni Guest

    Beweise Beweise

    Tja,
    also ich denke auch, daß ich nicht in der Beweispflicht bin, wenn es darum geht, zu belegen, daß eine Therapie wirkt.
    Gerade jetzt, wo es wieder darum geht, ob ich nur symptomatisch oder doch besser ursächlich behandelt werde.
    Und wieder geht es mir mit AB besser.........ist das den nicht Beweis genug?

    Wer heilt, hat recht..........

    Wobei es mir ganz sicher nicht darum geht, recht zu haben, sondern natürlich hauptsächlich darum geht, keine Schmerzen zu haben............

    Nelly/Moni
     
  4. Ulmka

    Ulmka Guest

    Hallo Nelly/Moni,

    ich habe auch keine Ahnung, warum dir Clindasaar so gut hilft - aber ich kann dir einen guten Rheumatologen emfehlen: In Bremen im Rotkreuzkrankenhaus gibt es eine ambulante Rheumasprechstunde und eine sehr gute Akut-Rheumastation. Ich kenne zwar nur den alten Chefarzt, Dr. Botzenhard, aber der Neue (Name habe ich leider vergessen), der aus der MHH kommt, hat hier im Forum schon sehr viele Vorschusslorbeeren bekommen, z. T. sind sogar Patienten aus Hannover zu ihm nach Bremen gefahren! Wenn der Hausarzt oder Orthopäde Druck macht, bekommt man dort auch relativ kurzfristig Termine, wenn man starke Schmerzen hat (1-2 Wochen).

    Im Übrigen hören sich deine Beschwerden sehr ähnlich an wie meine im Schub letztes Jahr:
    - starke ISG-Schmerzen
    - entzündeter Sehnenansatz an der Ferse
    - entzündete, geschwollene Knöchel und Knie
    - entzündetes Großzehengrundgelenk
    - Schmerzen am Brustbein und am Unterrand des Schulterblatts
    - schmerzhaft gerötete, lichtempfindliche Augen (-> Uveitis, Iritis)
    - Alle Schmerzen bei Ruhe schlimme als bei Bewegung

    .... und ich habe in Bremen die Diagnose Morbus Bechterew bekommen - und die Schmerzen waren nach 10 Tagen Krankenhausaufenthalt deutlich verringert!

    Liebe Grüße

    Ulmka
     
  5. cpeter

    cpeter Guest

    Hallo Nelly,

    toll, dass das Antibiotikum so viel bei Dir gebracht hat. Antibiotika wirken teilweise auch als Basismedikamente (z.B. Doxicyclin). Ob die Wirkung auf diesem Effekt oder auf der antibiotischen Wirkung beruht ist schwer zu sagen. Auf jeden Fall solltest Du eine wirksamere Basistherapie beginnen. Z.B. erstmal mit Sulfasalazin. Mir hilft übrigens Diclophenac auch nicht, aber Indometacin.

    Übrigens: Die intramuskuläre Injektion von Cortison und erst recht von Cortison + NSAR (bei Dir Diclophenac) grenzt an einen ärztlichen Kunstfehler. Zum Beispiel, die Injektion von Cortison + Phenylbutazon ist als "Ulmer Bombe" bekannt und hat zu vielen Todesfällen geführt.

    Alles Gute

    Peter
     
  6. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    @cpeter, hi,

    du schreibst,........grenzt an einen ärztlichen kunstfehler.
    jetzt nöchte ich doch noch mal nachhaken, ich habe u.a. eine spritze ins knie-
    gelenk mit cortison und vermutlich einem zusätzlichen anderen mittel bekommen. wäre das intramuskulär? dass das ein kunstfehler sein soll, habe ich noch nie gehört. (die spritze hat übrigens klasse geholfen) es wäre nett, wenn du mir
    hier auf die sprünge helfen könntest, ich habe eben doch nur ein laienhaftes
    verständnis.

    lg marie
     
  7. Nelly/Moni

    Nelly/Moni Guest

    Sapho - Syndrom ?

    Ich war inzwischen bei einem Rheumatologen. Der meinte, es könnte sich um das SAPHO -Syndrom handeln......................
    Weil ich früher mal für 10 Jahre Akne gehabt habe und es dann nach einem Jahr Minociklin verschwand.
    SAPHO hat doch etwas mit Knochenentzündung zu tun....ist das der Grund, warum Clindasaar hilft?

    Aber eine Basistherapie will er erst verordnen, wenn ich ein drittes Szintigramm habe machen lassen.
    Eines ohne irgend welche Medikamente für eine längeren Zeitraum:"......sie müßen dafür das Clindasaar vorher absetzen!"
    Spinnt der?
    Ich bin doch froh, das ES HILFT.
    Bin in Tränen ausgebrochen, als er das vorschlug und war noch am selben Abend bei meinem Hausarzt um ihm zu berichten - und erfuhr, das der Neue Rheumatologe schon mittags mit meinem Hausarzt telefoniert hatte.
    Irgendwie schien dieser nicht mehr so ANTI Clindassaar zu sein, denn er sagt: "Ich würde jetzt erst mal vorschlagen, Sie nehmen das Clindassar über die Feiertage und bis ins neue Jahr...irgend wann müssen wir ja so wie so damit aufhören...und dann gehen Sie zum Szintigramm. Ich verschreibe Ihnen noch eine Packung und damit kommen Sie dann bis ins Neue Jahr."

    Mir ist die Kinnlade heruntergeklappt.................

    Das war ja mal was ganz neues, daß ich nicht ums Clindasaar betteln muß......
    Ob das allerdings mit dem Telefonat der beiden Ärzt zu tun hat, konnte ich nicht so recht herrausfinden.
    Also wieder 14 Tage ohne Schmerzen - na dann..........
    Frohe Festtage
    "Und was kommt dannach?" habe ich ihn gefragt.
    "Na ja, jetzt warten wir es erst mal ab...."
    Na ja, im warten bin ich ja inzwischen echt Klasse - so 24 Jahre mit Schmerzen- die üben einen ganz gut in Gedult.

    Aber ich will nicht undankbar sein.
    Schließlich habe ich jetzt erst mal wieder ne Packung Clindasaar.

    Ach überigens:
    Heute habe ich beim Hersteller des Medikaments angerufen und mit der dortigen Biologin gesprochen. (Echt nett)
    Die war auch meiner Meinung, daß es sich um irgend einen Erreger handen muß, denn schließlich sei Clindasaar ja kein Schmerzmittel. Sie vermutete auch eher eine chronischen Knocheninfekt. Eine andere Erklärung fiel ihr nicht ein und sie sagte mir auch, das Clindasaar durchaus bei solchen Erkrankungen (CRMO) als Dauerantibiose eingesetzt würde.
    Sie wüste von einem Fall, bei dem das AB für 1,5 Jahre benötigt wurde bis es besser war.
    Ich bekomme von ihr Unterlagen zugeschickt.
    ".....ich schicke ihnen die Unterlagen ohne viel Brimborium - einfach ohne Brief - in den Umschlag, dann geht es schneller."
    Tja........echt nett !!!

    Bin ich froh, daß ich bei Euch einfach schreiben kann wie mir der Schnabel gewachsen ist!!!!
    Danke dafür!!!

    Moni
     
  8. devlin

    devlin Neues Mitglied

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    um dir die angst zu nehmen:

    nein, hier wurde wohl eher cortison in den gelenkspalt gespritzt, um lokal, also örtlich die entzündung zu nehmen. dort ist kein muskel.

    meist sind die zusatzmittel die beigemischt sind, anästhetika, also örtliche betäubungsmittel wie mexicain etc, damit der schmerz genommen wird.

    dadurch entsteht der eindruck, dass die spritze sofort hilft ( tut sie ja genaugenommen auch ).

    wichtig:

    bekommst du so eine spritze nochmals, besser 48 stunden nicht zuviel bewegen, damit das cortison möglichst lange im gelenk verbleibt.
     
  9. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    @devlin

    daaaaaaaaaankesschön! :) :D
    marie
     
  10. cpeter

    cpeter Guest

    Hi Marie2,

    Cortison-Spritzen in ein Gelenk (intraartikuläre Gabe) oder Cortison-Kurzinfusionen in eine Vene (intravenöse Gabe) sind OK. Allerdings wird man auch hier nicht Cortison+NSAR spritzen. Intramuskuläre Cortison-Spritzen (z.B. in den Oberschenkel, in das Gesäß etc.) sollten jedoch unterbleiben. Dies kann zu vielfältigen Problemen führen.

    Peter
     
  11. Sabrina12682

    Sabrina12682 Ich sage was ich denke.

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    hallo zusammen,


    habe mal ganz zu anfang meiner karriere (cp-karriere) eine corti spritze ins handgelenk bekommen, die hat wunder gewirkt!!!

    habe in der zwischen zeit meinen rheumatologen gewechselt und sagt mir beim abtasten des handgelenkes, das es durch die spritze sehr in mitleideschaft gezogen wurde. das corti habe angeblich die konchen so angegriffen, das man davon ausgehen kann, dass es bei den anderen gelenken (beide kniegelenke) auch so aussehen wird.
    habe für mich entschlossen keine spritzen mehr in die gelenke!!!

    habt ich da umsonst resignietr oder kann das wirklich so sein?
    lg bine