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War beim Rheumatologen-brauch nun euren Rat!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von ErinGoBragh, 19. September 2013.

  1. ErinGoBragh

    ErinGoBragh Neues Mitglied

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    Hallo!

    Ich schildere mal kurz nochmal mein Problem: seit 2 Jahren habe ich Schmerzen in den Fingergelenken, hatte nie eine Schwellung oder Rötung. Schmerzen hatte ich meistens morgens, mit einer Steifigkeit bis max. 10min, manchmal eher starke Kraflosigkeit. Seit Juni treten die Schmerzen auch tagsüber auf. Einfach so. Schmerzen im Mittelgelenk des Zeigefingers beim Papierzusammenknüllen z.B. Beschwerden dieser Art hatte ich insg. 4 mal. Immer mit schmerzfreien Phasen dazwischen. Phasenweise extremen Nachtschweiß. Beim Zwischenstop beim Internisten kamen im Juli die Werte raus (recht unauffällig)

    Ana IgGg IFT (HEp2) ( <72) ------- negativ
    BSGE/BKS 1. Stunde EDta Blut (bis 20mm) ------- 2
    CRP (bis 5) ------ 1.9 (eigentlich nicht aussagekräftige wegen über eine Woche Einnahme von Meloxicam 15mg?)
    CCP AK (<17) ------ <7

    So ich bin dann brav nach der Überweisung des Hausarztes zum Rheumatologen gegangen. Ich sagte ihm das mein Rheumfaktor negativ sei, ich aber laut Arzt trotzdem was rheumatisches haben könnte. Fehlende Reaktion seiner Seite. Familienvorbelastung nach der im Bogen gefragt wurde, wurde beiseite geschoben. Auch meine Erzählung über phasenweisen sehr starken Nachtschweiß, trotz optimaler Einstellung meiner Schilddrüse (Hashimoto) fand kein Gehör. Er war schon sehr nett und hörte zu, jedoch konnte ich in seinem Gesicht nichts lesen. Er hat mich körperlich kurz untersucht. Sagte das er jetzt an meinen Fingern nichts sehen, kann, es nach nichts rheumatischem Aussieht, auch nicht nach Arthrose, und er nicht weiß warum ich diese Problematik immer wieder phasenweise bekomme!
    Ich solle nochmal kommen wenn ich eine klare Schwellung habe. Und mind. eine Steifigkeit von einer Stunde... eben die typischen Symptome einer klaren Arthritis habe....

    Es wurde Blut abgenommen. UND: Ich höre NUR etwas von denen wenn etwas nicht stimmt. Den Bericht bekommt mein Arzt. Keine Rede das ich bei denen telefonisch anrufen und fragen kann... kein Verweis das ich doch beim HA einen Termin zum Besprechen ausmachen soll, rein GAR NICHTS.

    Ich fühl mich bisschen veräppelt. Für diesen Termin habe ich über ein halbes Jahr gewartet. Ich bin mit meinem Latein am Ende und gerade denke ich das ich das ganze nur ignorieren möchte, und nie mehr auf meine Schmerzen eingehen möchte... DENN ich habe ja sowieso nichts.

    :(

    Liebe Grüße
     
  2. gabi0

    gabi0 Neues Mitglied

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    hallo biene maja, das kann vieles sein .hab auch den beitrag mit deinen knien gelesen. gib nicht auf, geh immer wieder zum arzt.hast du dich mal auf borreliose oder fibromyalgie testen lassen. wenn keine schwellung da sind deutet das auf fibro hin, habe ich. lg gabi:)
     
  3. ErinGoBragh

    ErinGoBragh Neues Mitglied

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    Danke für deine Antwort. :) Fibro habe ich mich selbst auch schon gefragt, nur dass sich das am Knie wenig "musklär" anfühlt. Es klingt viellelicht doof, aber meine Knie fühlen sich in letzter Zeit nicht wirklich "rheumtisch" an so wie ich es von den Fingern kenne, sondern schlicht und einfach orthoädisch. Punktuell..beim Treppensteigen, auch in Ruhe. Ich habe ja dort Arthrose und hatte auch deswegen eine Bakerzyste. Wenn ich Fibro durchlese, finde ich mich nicht in vielen Punkten wieder um ehrlich zu sein. Ich glaub ich belass es wirklich dabei. Ich bin kein Fan der Arztrennerrei. Wenn ich irgendwann mal Rheuma kriegen sollte, dann wirds schon dicke kommen, so wie bei meiner Tante auch, denk ich mal.
     
  4. dasblaulicht

    dasblaulicht Mitglied

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    Hallo Biene,

    also, so negativ wie Du würde ich Deinen Besuch beim Rheumatologen nicht sehen. Natürlich ist es für den Betroffenen nicht sehr befriedigend, wenn er ein halbes Jahr auf nen Termin wartet und dann ohne Diagnose nach Hause geschickt wird.

    Aber: Immerhin hat Dir Dein Rheumatologe zugehört. Er hat auch nicht gesagt, dass Dir nichts fehlt (wie Du in Deinem letzten Satz andeutest). Er hat nur gesagt, dass er im Moment keine äußeren Zeichen erkennen kann. Er hat Dir Blut abgenommen und schickt das Ergebnis dem Hausarzt. Da würde es sich meiner Meinung nach von selbst verstehen, dass ich einen Termin bei meinem Hausarzt vereinbare und mit ihm den Bericht und das Blutergebnis bespreche.

    Natürlich ist es etwas utopisch, dass Du wiederkommen sollst, wenn Deine Gelenke geschwollen sind etc. Das schafft vermutlich wohl niemand, wenn man ein halbes Jahr auf einen Termin warten soll, dass ausgerechnet dann die Anzeichen sichtbar sind. Andererseits, wenn im Moment des Besuchs keine sichtbaren Anzeichen da sind, kann der Arzt halt auch nichts erkennen.

    Ich an Deiner Stelle würde erst mal abwarten, was der Bericht und die Blutergebnisse aussagen und dies mit Deinem Hausarzt ausführlich besprechen. Denn es ist nicht so, wie Du in Deinem letzten Satz argwöhnst. Niemand hat gesagt, dass Du „nichts“ hast. Es ist halt schwer, selbst für Fachärzte, die vielfältigen Formen der rheumatischen Erkrankungen auf Anhieb richtig, vollständig und umfassend zu diagnostizieren.

    Nichtsdestotrotz wünsche ich Dir eine baldige Besserung.
     
  5. ErinGoBragh

    ErinGoBragh Neues Mitglied

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    Danke für deine Antwort blaulicht. Ich habe bereits vor ca. einer Stunde einen Termin beim Hausarzt gerade deswegen vereinbart. Ich finde Blutwerte sollte man schon besprechen, (bei meiner Schilddrüse ist das nicht unbedingt nötig wenns mir gut geht), so ohne irgendwelche Informationen dazustehen fand ich komisch. Vor allem das Warten: Meldet sich irgendjemand von denen oder nicht..Tag für Tag. Ich war halt nur verunsichert weil ich hier von einigen las das sie überhaupt keine Schwellungen haben/hatten. Und gerade er will mich ja nur damit wieder in seiner Praxis sehn. Erst wäre es quasi in seinen Augen Rheuma. So kam das im Gespräch rüber. Er hätte natürlich auch sagen können dass gerade am Anfang eine Rheumadiagnose schwer ist.

    Ich habe in 3 Wochen dann den Termin beim Hausarzt. Sollte alles unauffällig sein, werde ich wirklich erstmal Gras über die Sache wachsen lassen und meine Symptome etwas zurückstellen. Ich würde jetzt ungern deswegen nochmal einen anderen Rheumatologen konfrontieren.
     
  6. PiRi

    PiRi IG-Mitglied

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    BieneMaja,

    bei meinem Rheumadok ist das so: Termine dauern auch immer lange, aber, bei akuten Schmerzen gibt es die Möglichkeit, ohne Termin, morgens in die Schmerzsprechstunde zu kommen. Kann natürlich mit etwas Wartezeit verbunden sein.. frag doch mal nach.
     
  7. Sindi

    Sindi Neues Mitglied

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    Blutwerte

    Von meiner Rheumatologin weiß ich, dass die Blutwerte immer wieder schwanken. Sie können selbst von Labor zu Labor verschiedenen sein.

    Bei mir waren z.B. die Entzündungswerte absolut unauffällig, bis vor ein paar Monaten.
    Die Schmerzen hab ich aber schon sein mehreren Jahren.

    Mach auf jeden Fall wieder einen Termin, wenn deine Beschwerden schlimmer werden, und du noch andere Auffälligkeiten entdeckst, seien sie auch noch so klein.
    Warst du bei einem Internistischen oder einem Orthopädischen Rheumatologen?

    Gute Besserung
    Cindarella
     
  8. ErinGoBragh

    ErinGoBragh Neues Mitglied

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    Ja Cindarella, solche Verläufe wie von dir habe ich schon öfters gelesen. Ich hoffe nur das sie auch den Rheumatologen bekannt sind. Ich war bei einem internistischen Rheumatologen.
     
  9. Sindi

    Sindi Neues Mitglied

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    Hallo Biene Maja,
    Dieser Arzt scheint wohl noch nicht viel Erfahrung zu haben.
    Hör dich mal um, vielleicht kann dich ein Anderer besser beraten !

    Gruß
    Cindarella
     
  10. Mni

    Mni Aktives Mitglied

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    will Dir Mut machen:

    ich habe so ähnliche Arztbesuche wie Du schilderst x-mal durch bei verschiedensten Rheumatoogen in über 10 Jahren, wo ich fast verzweifet bin.

    Jetzt endlich habe ich endlich nach der langen Odyssee einen gefunden, der mich ernst nimmt und wohl ne Basis verordnen wird obwohl ich keine Laborbefunde und sichtbare Entzündungszeichen habe (nur HLAB27 und im MRT Sehnenentzündung)

    Hab Geduld und gib nicht auf!! vlg mni
     
  11. lumpi64

    lumpi64 Mitglied

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    Das ist in der Tat sehr unbefriedigend. Für meinen Rheumatologen war die Sache ziemlich klar (PsA), auch wenn ich grad keine Schwellungen vorzuweisen habe. Als ich mal welche hatte, hab ich mit meinem Handy Bilder gemacht (er konnte die Schwellungen trotz nicht so toller Fotoqualität erkennen). Meine Blutwerte sind weitestgehend prima, er sagt....das ist nicht ungewöhnlich und kommt durchaus vor. Ich bekomme zur Zeit keine Basistherapie, weil er auch meint, dass man noch abwarten könne. Ich habe Arcoxia 90 verschrieben bekommen und komme soweit damit ganz gut zurecht (von nervenden Wassereinlagerungen mal abgesehen). Er ist aber der Meinung, dass ich früher oder später nicht um Cortison u. MTX drum rum komme. Noch einmal so eine Schwellung, egal wo, und ich muss stante pede auf der Matte stehen in der Akutsprechstunde. Er hat mir auch gesagt, dass man meinen Fingern schon ansieht, dass etwas passiert (röntgenologisch nur sehr sehr dezente Veränderungen). So werde ich nun engmaschig betreut, damit ein notwendiger Therapiebeginn nicht verpasst wird. Ich freue mich aber wirklich, dass ich derzeit keine Cortison und MTX nehmen muss....und hoffe, das bleibt noch lange so.

    Ich kenne aber auch die andere Seite....wenn man nicht ernst genommen und nicht gründlich untersucht wird. Ich bin 15 Jahre lang mit den fiesesten Rückenschmerzen rumgelaufen....ständig war mein Gewicht (1,65 m u. 64 kg) und mein Hohlkreuz schuld. Es wurde mal geröntgt, sehen konnte man nichts. Und so verging Jahr um Jahr. Selbst als dann das Bein taub wurde....der Orthopäde sah sich zu keiner weiteren Diagnostik veranlasst. Bis es eben ganz dramatisch eskalierte.....Lähmung und Blasenatonie....Not-OP mit anschl. 4-wöchiger Reha. Es ist bis auf eine kleine Restlähmung und Fußsenkerschwäche sowie Sensibilitätsstörungen nichts zurück geblieben. Aber so hätte das nicht ausgehen müssen. Ich glaube aber, bei vielen Ärzten stellt sich eine gewisse Betriebsblindheit ein, weil sich die Beschwerden so häufen bei den Patienten und dann kann das schlimm oder weniger schlimm sein. Außerdem jammert der eine mehr, der andere weniger. Und die, die viel Schmerz aushalten, fallen oft hinten runter, meine Meinung.

    Also BieneMaja....wie meine Vorschreiber schon sagten....bleib dran, ggf. 2. Meinung von einem anderen Rheumatologen einholen. Ich drück die Daumen.:)
     
  12. iburger

    iburger Neues Mitglied

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    Hallo Biene, das kenne ich auch.........

    wie so viele andere hier auch. Ich hatte meine erste richtig dicke Schwellung im Knie, sah aus wie ein Fußball, der Notarzt meinte "Meniskus" . War 2 Tage später beim Orthopäden, konnte trotz Röntgen nichts sehen. Ich sollte wieder kommen bei der nächsten Schwellung. Hab ich gemacht und irgendwie war ihm dann klar, dass es trotz Rheumafaktor neg. was "rheumatisches" sein musste. Und so ging dann meine "Karriere" weiter, von 1988 bis jetzt, ab 1995 mit Kortison.

    Lass Dich nicht entmutigen! Ich lebe im Großraum Hannover und habe im Lauf der Zeit einige sehr gute Rheumatologen kennen gelernt, aber das scheint ja nicht überall der Fall zu sein. Schlimm genug !!!

    Liebe Grüße und trotz allem einen entspannten Sonntag:)
    Ina