1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Viele geschwollene Lymphknoten (bei Morbus Still)

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von hanne77, 29. August 2009.

  1. hanne77

    hanne77 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juni 2007
    Beiträge:
    65
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Berlin
    Hallo zusammen,

    ich habe seit einiger Zeit inzwischen mehrere geschwollene Lymphknoten. Dies hatte ich in einem starken Schub vor etwa drei Jahr vergleichbar stark, nur ist der Unterschied, dass ich nun schon länger erfolgreich mit Kineret behandelt werde und meine Blutwerte total gut sind/waren. Auch hatte ich sonst weiter keinerlei Beschwerden mehr, die eindeutig vom Still herrührten (ich habe eine sekundäre Fibromyalgie, durch die ich aber stets Schmerzen hatte).
    Nun ist es ganz plötzlich immer heftiger geworden und ich zähle derzeit 4,5 oder auch 6 Knoten am Hals und dazu habe ich in den Kniekehlen total schmerzen, sie scheinen auch etwas geschwollen zu sein. Ich habe ein paar mal nur leicht erhöhte Temperatur gehabt und auch sonst habe ich zumindest keine anderen Symptome, die wiederrum auf eine bösere Erkrankung hinweisen könnten (die meisten der Knoten tun auf Druck auch total weh). Eine Stelle ist nun so schon richtig geschwollen und schmerzt.
    Vor einiger Zeit hatte ich auch wieder unter dem Arm einen Knoten der schmerzte und nun aber wieder weg ist....
    Ich habe einen Termin beim Chirurgen und lasse mir diesesmal einen Knoten enfernen um ihn untersuchen zu lassen, da ich einfach auf nummer sicher gehen will... gerade weil es nicht das erste mal ist... auch wenn ich weiß, dass dies wohl mit dem rheuma zusammenhängt, es kann auch immer anders sein, was ich natürlich nicht hoffen will!

    Was mich nun aber total interessiert ist, ob jemand von euch unter genau den selben Bedingungen auch soetwas entwickelt hat, d.h. bei Einnahme eines Biologicals o.a. Basis, die ausreichend wirkung hat und die Blutwerte in den Normbereich bringt.
    Bei wem ist dennoch vielleicht mal zeitweise etwas unterschwellig aufgetreten, was man nicht im Blut oder Ultraschall/Röntgen feststellen konnte??

    Ich bin schon lange auf der Suche nach Antworten und meine Ärztin geht (leider) meistens einfach nachdem was sie sieht, im Blut z.b. und das ist eben ja nichts.
    So ist man mit so einer Sache und ebenso mit der Fibro (ja auch nicht nachweisbar im blut) oft etwas allein gelassen...
    Wenn ich nicht wirksame Schmerzmedikamente einnehmen würde, dann wäre ich sicherlich deshalb auch noch verzweifelter....

    nun ist es aber so plötzlich wieder akut und wenn ich wirklich z.b. eine Krebserkrankung ausschliessen kann, und auch anderweitig keine Infektion, dann muss ich wohl auf der Baustelle "Rheuma" weitersuchen und natürlich handeln!

    Bitte sehr um eine Antwort und eure Erfahrungen!!!!

    Gruß hanne
     
  2. bebsi70

    bebsi70 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. November 2007
    Beiträge:
    274
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Hanne,

    ich habe nicht genau die Probleme, die du hast, denn ich habe chronische Polyarthritis. Mir wurde am 18.08.09 ein Lymphknoten entfernt, da er auch unnatürlich groß war und nicht wieder verschwand. Ich sitze nun hier mit Schmerzen und Taubheitsgefühl im Arm und weiß nicht, ob das wieder besser wird. Wenn ich Pech habe, werde ich immer Probleme mit dem Arm haben. Ich muss einfach abwarten. Dieser Lymphknoten wurde auch zur Sicherheit entfernt. Bei der Stanzbiopsie der Brust sollte u.a. auch der Lymphknoten mitgestanzt werden, damit man ihn nicht entfernen muss. Leider lag er zwischen Lunge und Arterie - das Risiko, die Lunge oder Arterie dabei zu verletzen war zu groß.

    Wenn ich jetzt (mit meinen Beschwerden) nochmals die Wahl hätte, hätte ich mir noch eine zweite Meinung eingeholt. Vielleicht wäre es irgendwie anders ohne Operation gegangen. Doch man hat natürlich Angst, dass es Krebs sein könnte und denkt sich: Lieber raus damit.

    Ich hoffe, dass meine Beschwerden mit der Zeit abnehmen werden, habe aber gelesen, dass viele Beschwerden über Jahre oder für immer auch bleiben können.

    Frage doch mal deinen Arzt, ob es nicht möglich ist eine Stanzbiopsie durchführen zu lassen, ohne gleich den Lymphnkonten komplett entfernen zu müssen.

    Nach diesem kurzen Bericht tut mir mein Arm schon wieder weh... hoffe, es wird bald wieder. Meine Narbe unter den Arm geht durch die komplette Achsel. Kann zur Zeit nur noch Tops anziehen.

    Meine Ärztin meinte übrigens: Die Lymphdrüsenschwellung dürfte nicht vom Rheuma kommen. Aus Angst vor Schlimmeren wollte ich die Drüse so schnell wie möglich heraushaben. Im Nachhinein frage ich mich, ob ich mich nicht hätte besser informieren sollen. Es gibt viele, die nach einer OP Beschwerden haben, manche haben auch Glück und es geht ihnen wie vorher. Bei der OP werden viele Nerven durchtrennt - ich hatte mir alles einfacher vorgestellt.

    Drücke dir jedenfalls die Daumen und hoffe, dass es "nur" das Rheuma ist. Auf alle Fälle muss du es nachprüfen lassen. Aber frage doch einfach mal nach, ob man nicht nur das Lymphgewebe mit einer Biopsie nachtesten lassen kann.

    LG und gute Besserung

    Bebsi
     
  3. hanne77

    hanne77 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    2. Juni 2007
    Beiträge:
    65
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Berlin
    hi bebsi,

    ja, ich habe auch chronische polyarthritis (der Still ist ja auch eine rheumatoide arthritis)... demnach dann doch schon vergleichbar...
    Aber ich verstehe, was du sagen willst....
    Leider kann immer auch mal was schiefgehen bei OPs..
    Ich habe mir das schon gut überlegt und es wird ein sehr kurzer Eingriff mit einem sehr kleinen Schnitt. Ich lasse es am Hals machen und der Knoten ist sehr weit außen, demnach ist er wohl sehr leicht zu entfernen, denke ich...
    natürlich kann immer mal was schiefgehen, es ist nur etwas anderes, wenn man einen Schnitt unter der Achsel bekommt, und der Knoten ev. tiefer liegt, denke ich... da ist die Ausgangssituation eine andere.
    Dennoch, ich danke dir für deinen Erfahrungsbericht und hoffe so so sehr für dich, dass dein Arm vielleicht doch noch wieder besser wird!!!
    Ich finde soetwas ist wirklich schlimm, wenn man eh schon krank ist und dann passiert einem so etwas! schlimm!

    alles gute für dich....


    ich berichte gern wie es dann bei mir gelaufen ist...