Hallo,
ich bin neu hier und bräuchte euren Rat: ich bin 30 Jahre alt, weiblich und hatte noch nie etwas mit Rheuma zu tun. Auch in meiner Familie ist keiner daran erkrankt.
Bei mir hat alles Ende März mit einem steifen Hals begonnen. Nach ein paar Wochen kamen Beschwerden im rechten Knie hinzu. Zunächst wurde auf Meniskusriss getippt. Als ich mein linkes Knie auch nicht mehr richtig beugen konnte, hat meine Hausärztin zunächst ein kleines Blutbild gemacht. Der CRP-Wert war leicht erhöht. Nach und nach sind meine Sprunggelenke dick geworden, sowie ein Zeh und mein rechter Daumen. Zeitweise hatte ich ziemliche Schmerzen, konnte aber meinen Alltag noch recht gut meistern.
Meine Hausärztin hat dann auf eine reaktive Arthritis getippt, weil ich im vergangenen Winter sehr häufig krank war. Ich habe die Krankheit drei Monate lang beobachtet und die Symptome sind ganz langsam weniger geworden. Anfang August wollte meine Hausärztin dann doch, dass ich es in der Früharthritis-Sprechstunde der Charite abkläre.
Die Röntgenbilder der Hände und Füße waren recht unauffällig (gelenknahe Osteporose in den Händen, keine Destruktionen)
Bei der Arthrosonographie war ein minimaler Erguss im rechten Kniegelenk ersichtlich.
Mir wurde gesagt, dass ich erstmal mit Diclofenac (50 oder 100 mg, je nach Bedarf) weitermachen soll. Ich habe mich total gefreut, weil ich dachte, dass alles ok ist. Vor ein paar Wochen habe ich dann auch aufgehört, Diclofenac zu nehmen.
Jetzt habe ich aber endlich den Befund zugeschickt bekommen (Blutwerte vom 8. August) und mir wird doch eine Basistherapie angeraten. Allerdings bin ich inzwischen so gut wie schmerzfrei. Einzig wenn ich ganz in die Hocke gehen möchte, tun mir meine Knie noch weh. Angeschwollen ist nichts mehr.
Leicht erhöht ist mein BSG-Wert (46mm/h), der CRP-Wert ist fast normal (0,53/H)
Festgestellt wurde außerdem eine "unspezifische" Erhöhung des ANA-Titers (1:160) und eine "positiv moderate" APCA-Erhöhung (40,6): wie gesagt, Blut vom 8. August.
Therapiert werden soll ich mit 15 mg Methotrexat wöchentlich und 20 mg Prednisolon täglich
Mir kommt das ein bisschen übertrieben vor, weil ich wirklich keine Morgensteifigkeit mehr habe und mich wieder total gesund fühle. Natürlich will ich aber auch nichts verschleppen. Ist die Dosierung moderat oder hoch? Ist es grob fahrlässig, jetzt erstmal noch abzuwarten? Und kann es sich denn immer noch um eine reaktive Arthritis handeln, die von selbst wieder ausheilt? Ich bin, wie gesagt, noch sehr davon überzeugt, weil ja wirklich fast alle Symptome schon abgeklungen sind...
Vielen Dank für alle Antworten!
PS.: Ich mache momentan zweimal die Woche Krankengymnastik und die Physiotherapeuten nehmen es ziemlich locker und sagen, dass ich alles machen soll, solange es keine Schmerzen verursacht. Ich bin ein ziemlich aktiver Mensch und deshalb froh, wieder Sport machen zu können. Eine kleine Bergwanderung habe ich auch schon hinter mir und Rad fahren geht ohne Probleme. Ein bisschen vermute ich ja auch, dass meine Knie deshalb nicht mehr maximal gebeugt werden können, weil ich schon über fünf Monate lang eine Schonhaltung eingenommen habe.
PPS.: Das einzige, was ich derzeit neben Physio mache, ist eine Basenkur. Ich hatte sehr viel Stress im vergangenen Jahr und eine Bekannte, die eher auf alternative Weise an Krankheiten herangeht, meinte, dass so ein Rheumaschub durch Stress ausgelöst werden kann und Stress wiederum zu einer Übersäuerung des Körpers führt oder andersrum, jedenfalls tut mir die Basenkur gut!
ich bin neu hier und bräuchte euren Rat: ich bin 30 Jahre alt, weiblich und hatte noch nie etwas mit Rheuma zu tun. Auch in meiner Familie ist keiner daran erkrankt.
Bei mir hat alles Ende März mit einem steifen Hals begonnen. Nach ein paar Wochen kamen Beschwerden im rechten Knie hinzu. Zunächst wurde auf Meniskusriss getippt. Als ich mein linkes Knie auch nicht mehr richtig beugen konnte, hat meine Hausärztin zunächst ein kleines Blutbild gemacht. Der CRP-Wert war leicht erhöht. Nach und nach sind meine Sprunggelenke dick geworden, sowie ein Zeh und mein rechter Daumen. Zeitweise hatte ich ziemliche Schmerzen, konnte aber meinen Alltag noch recht gut meistern.
Meine Hausärztin hat dann auf eine reaktive Arthritis getippt, weil ich im vergangenen Winter sehr häufig krank war. Ich habe die Krankheit drei Monate lang beobachtet und die Symptome sind ganz langsam weniger geworden. Anfang August wollte meine Hausärztin dann doch, dass ich es in der Früharthritis-Sprechstunde der Charite abkläre.
Die Röntgenbilder der Hände und Füße waren recht unauffällig (gelenknahe Osteporose in den Händen, keine Destruktionen)
Bei der Arthrosonographie war ein minimaler Erguss im rechten Kniegelenk ersichtlich.
Mir wurde gesagt, dass ich erstmal mit Diclofenac (50 oder 100 mg, je nach Bedarf) weitermachen soll. Ich habe mich total gefreut, weil ich dachte, dass alles ok ist. Vor ein paar Wochen habe ich dann auch aufgehört, Diclofenac zu nehmen.
Jetzt habe ich aber endlich den Befund zugeschickt bekommen (Blutwerte vom 8. August) und mir wird doch eine Basistherapie angeraten. Allerdings bin ich inzwischen so gut wie schmerzfrei. Einzig wenn ich ganz in die Hocke gehen möchte, tun mir meine Knie noch weh. Angeschwollen ist nichts mehr.
Leicht erhöht ist mein BSG-Wert (46mm/h), der CRP-Wert ist fast normal (0,53/H)
Festgestellt wurde außerdem eine "unspezifische" Erhöhung des ANA-Titers (1:160) und eine "positiv moderate" APCA-Erhöhung (40,6): wie gesagt, Blut vom 8. August.
Therapiert werden soll ich mit 15 mg Methotrexat wöchentlich und 20 mg Prednisolon täglich
Mir kommt das ein bisschen übertrieben vor, weil ich wirklich keine Morgensteifigkeit mehr habe und mich wieder total gesund fühle. Natürlich will ich aber auch nichts verschleppen. Ist die Dosierung moderat oder hoch? Ist es grob fahrlässig, jetzt erstmal noch abzuwarten? Und kann es sich denn immer noch um eine reaktive Arthritis handeln, die von selbst wieder ausheilt? Ich bin, wie gesagt, noch sehr davon überzeugt, weil ja wirklich fast alle Symptome schon abgeklungen sind...
Vielen Dank für alle Antworten!
PS.: Ich mache momentan zweimal die Woche Krankengymnastik und die Physiotherapeuten nehmen es ziemlich locker und sagen, dass ich alles machen soll, solange es keine Schmerzen verursacht. Ich bin ein ziemlich aktiver Mensch und deshalb froh, wieder Sport machen zu können. Eine kleine Bergwanderung habe ich auch schon hinter mir und Rad fahren geht ohne Probleme. Ein bisschen vermute ich ja auch, dass meine Knie deshalb nicht mehr maximal gebeugt werden können, weil ich schon über fünf Monate lang eine Schonhaltung eingenommen habe.
PPS.: Das einzige, was ich derzeit neben Physio mache, ist eine Basenkur. Ich hatte sehr viel Stress im vergangenen Jahr und eine Bekannte, die eher auf alternative Weise an Krankheiten herangeht, meinte, dass so ein Rheumaschub durch Stress ausgelöst werden kann und Stress wiederum zu einer Übersäuerung des Körpers führt oder andersrum, jedenfalls tut mir die Basenkur gut!
Zuletzt bearbeitet: