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Verärgerung Rheuma-Ambulanz

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Lecram, 12. Mai 2003.

  1. Lecram

    Lecram Neues Mitglied

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    Hallo ihr alle!

    Letzte Woche hat mich meine Rheumatologin mehr oder weniger aufgegeben. Nach einer erfolglosen Sulfasazalazin-Therapie gab sie mir eine Überweisung an eine Rheuma-Ambulanz, weil ich ein "besonderer Fall" wäre (Ursprung der angeblichen cP unbekannt; mit 17 noch relativ jung). Dann meinte sie noch, dass es auch reaktiv sein könnte. Doch das wurde schon x-mal untersucht und nachdem ich ihr das sagte, meinte sie dann nur "ach ja, stimmt, dann ist es wohl doch cP".

    Schlimm geung, dass ich jetzt wieder bei einem anderen Arzt von Vorne anfangen muss. Aber: Angeblich gibt es bei dieser Rheuma-Ambulanz nur vormittags Termine. Und ich kann es mir nicht leisten, während meines Abis alle 2 bis 3 Wochen einen Tag schlufrei zu nehmen. Und wenn ich dort einen Termin um 10 Uhr hab, dann ist es so (1 Stunde Hinfahrt+Wartezeit+Behandlungszeit+Rückfahrt).
    Deshalb meine Frage: Ist das bei allen Ambulanzen so üblich? Habt ihr generelle Erfahrungen mit Rheuma-Ambulanzen? Ich meine, was ist dort denn so anders, außer, dass all die Untersuchungen in einem Gebäude stattfinden können?
    Vielen Dank im Voraus!

    Viele Grüße + guten Start in die Woche,
    Marcel
     
  2. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    @Lecram

    Hi Marcel,

    ich war schon mehrfach in Rheuma-Ambulanzen und habe dort immer - trotz Termin! - 3 Stunden verbracht - ohne Fahrzeit etc.

    Die Zeiteinteilung in Rheuma-Ambulanzen ist mir häufig schleierhaft und nicht immer nachvollziehbar.

    In Bochum ist es z.B. so, daß die Ärzte erst ihre Visite auf der Station machen und dann die Ambulanz. Entsprechend kann es zu Verzögerungen kommen, wenn die Visite auf Station länger dauert.

    Grundsätzlich ist die Art der Untersuchung nicht anders als in einer Arzt-Praxis, es sind lediglich mehrere Ärzte anwesend. Bei Bedarf können dann noch Röntgenbilder gemacht werden. Die Blutwerte sollten bereits vom Hausarzt bestimmt worden sein, weil das bei der Untersuchung weiterhilft.

    Ich kann Dir leider keinen Tipp geben, wie Du diese Termine verkürzen kannst. Wenn Du jedoch medikamentös eingestellt bist, kannst Du ja auch zu einem niedergelassenen Rheumatologen gehen, der zwar auch Wartezeiten hat, aber dort bekommst Du auch nachmittags Termine.

    Viele Grüsse
    Sabinerin
     
  3. hannilein

    hannilein die Espressosüchtige

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    Hallo Marcel,

    Gott sei Dank sind nicht alle Ambulanzen so. In der MHH in Hannover kommt man immer zu der Zeit dran, wo man einen Termin hat. Einziger Wermutstropfen ist die Vorstellung beim Chef- oder Oberarzt. Dazu muß man in der Regel an dem Vormittag ein zweites Mal vorbeikommen, um dem Arzt vorgestellt zu werden. Der Vorteil allerdings ist auch nicht von der Hand zu weisen, Entscheidungen werden sofort getroffen. Auch Blutentnahmen werden dort gemacht, in der Regel deutlich mehr als beim Hausarzt. Auch kriege ich dort alle meine Rezepte, so brauch ich das Budget meines Hausarztes nicht zu belasten (obwohl ich dort ausser Enbrel auch alles kriegen würde).
    Kurz und gut: der Vorteil einer Rheumaambulanz ist die Erfahrung der Ärzte mit komplizierten Fällen, die Nähe zu verschiedensten Untersuchungsmöglichkeiten und ein deutlich höheres Budget. Wenn man Dir in dieser Ambulanz (es sind halt nicht alle Ambulanzen gleich) nur Vormittags Termine geben kann, solltest Du vielleicht mal nachfragen, ob es in Deiner Nähe nicht einen erfahrenen niedergelassenen internistischen Rheumatologen gibt. Ob es in "meiner" Rheumaambulanz nachmittags Termine gibt, weiß ich nicht, da ich immer vormittags einen haben will.

    Viel Erfolg
    Gruß Kathrin
     
  4. fellchen

    fellchen Guest

    Hi Marcel,
    zur Terminvergabe in den Rheuma-Ambulanzen kann ich Dir nix sagen. War bisher erst einmal dort, aber stationär im gleichen Haus.
    Sie haben allerdings oft viel mehr Erfahrung mit untypischen Verläufen, seltenen Erkrankungen usw. Haben auch das entsprechende Equipment...
    Und: Normalerweise musst Du nicht alle 2-3 Wochen dahin! Du kannst Dich beim Hausarzt weiterbehandeln lassen. Der/die sollte natürlich extrem fit sein und mit der Ambulanz kooperieren...
    Dann gehst Du alle 3 Mon. ca. dahin und es gibt einen Bericht für den Hausarzt. Meine Hausärztin hat einfach da angerufen, als es mir zwischendurch total schlecht ging und besprochen was zu tun ist.
    Ich wünsche Dir Glück und Erfolg fürs ABI!!!!!
    Fellchen:cool:
     
  5. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

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    Hallo Marcel,
    ich gehe in die Rheumaambulanz in Hamburg. Dort sind die Termine sehr gut eingeteilt, so dass man in der Regel nicht sehr lange warten muss. Allerdings auch nur vormittags. Eigentlich geht man nur alle 3 Monate dorthin, die andere Betreuung übernimmt der Hausarzt. Wenn sich der Zustand gravierend verschlechtert, muss man natürlich öfter dorthin, dann bist allerdings schon so krank, dass Du auch kaum zur Schule oder ins Büro gehen kannst. Mein Hausarzt konnte den Rheuma Prof. auch telefonisch im Notfall konsultieren.
    Beste Grüße von Susanne
     
  6. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    Hallo Marcel,

    ......"Letzte Woche hat mich meine Rheumatologin mehr oder weniger aufgegeben. Nach einer erfolglosen Sulfasazalazin-Therapie gab sie mir eine Überweisung an eine Rheuma-Ambulanz, weil ich ein "besonderer Fall" wäre (Ursprung der angeblichen cP unbekannt; mit 17 noch relativ jung). Dann meinte sie noch, dass es auch reaktiv sein könnte. Doch das wurde schon x-mal untersucht und nachdem ich ihr das sagte, meinte sie dann nur "ach ja, stimmt, dann ist es wohl doch cP". ....

    hört sich ja an wie Teletotto :mad:

    Aber es ist wirklich war, Du benötigst am besten einen vernünftigen Hausarzt, der auch gut fit ist und sich für Dich einsetzt, Kontakt mit der Rheumaambulanz aufnimmt, wenn etwas abzuklären ist und eben eine vernünftige Rheumaambulanz, in der Du Dich so ca. alle Vierteljahr einmal vorstellst.
    Wenn diese Mischung bei mir nicht mehr ausreicht, habe ich auch schon den Einweisungsschein in die Rheumaklinik in der Tasche .. .

    Ich bekomme in der R.ambulanz auch nachmittags Termine, habe nur das leidige Problem von ständigen Arztabwanderungen -wechseln :( ... mal schaun, wer im Juni wieder da ist und welche Meinung der oder die hat .... finde ich total blöd...

    Für Dein Abbi wünsch ich Dir alles Gute und drück die Daumen, die schriftlichen mußt Du doch jetzt fast überstanden haben? ... mein Sohn hat nur noch eine mündliche ... Quälerei gell??? ;)

    Was machst Du denn nach dem Abbi? ... Falls es zum Ortswechsel kommt, mußt Du Dich auch rechtzeitig am neuen Wohnort um einen guten Doc kümmern .....
     
  7. Sonja Labenski

    Sonja Labenski Neues Mitglied

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    Hallo Marcel!

    Ich weiß nicht, wo Du wohnst, aber ich habe im Juni einen Termin in der Rheumaambulanz in Berlin-Buch und zwar um 17 Uhr. Um den Termin habe ich mich im April gekümmert, also zwei Monate Wartezeit.

    Sind Deine mündlichen Abiprüfungen nicht Anfang Juni? Im Anschluß an das Abi haben doch die meisten Abiturienten bis August oder Oktober Leerlauf, bis Ausbildung oder Studium beginnen.

    Nutz doch die Zeitdann, um Dich richtig durchchecken zu lassen, eventuell auch stationär. Wenn dann eine richtige Diagnose gestellt ist, ist auch eine bessere Behandlumg möglich.

    Alles Gute

    Sonja
     
  8. Robert

    Robert R-O-süchtiger Freßbär ...

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    Hallo Marcel,

    ich bin regelmäßig alle zwei bis drei Monate in Bad Wurzach in der Rheumaklinik, dort gibt es zwar nur Donnerstags Termine, aber die auch nachmittags.

    Ich drück Dir die Daumen sowohl für die Gesundheit als auch für's Abi!

    Gruß Robert
     
  9. Lecram

    Lecram Neues Mitglied

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    Vielen Dank für eure Antworten!

    Zum Abi: Also in Berlin ist es so, dass die 12.Klasse auch ne Menge vom Abi ausmacht (etwa 1/3). Aber meine richtigen Prüfungen beginnen erst in einem halben Jahr.

    Bei mir war es bisher so, dass ich etwa alle 2 bis 4 Wochen zum Rheuma-Arzt musste (da sind Blutabnahmen und ggf. andere Ärzte noch nicht mitgerechnet). Diese etlichen Untersuchungen und zum Schluss dann die Basistherapie, die nicht anschlug, haben wahrscheinlich dazu geführt. Denn normal scheint das ja nicht zu sein.
    Und deshalb hab ich eben keine Lust, dass jetzt in so kurzen Abständen (bis die Ursache genau geklärt ist und die neue Therapie anschägt) die Vormittage dafür draufgehen. Bei meinem Glück ist das bestimmt so. Normalerweise könnte man sich ja auch freuen, wenn Schule so oft ausfällt, aber diese Meinung hat während der Abizeit garantiert keiner, weil es extrem schwierig ist, den verpassten Stoff nebenbei zu lernen. Davon abgesehen, dass einem als Rheumakranker eh alles viel schwerer fällt.

    Also ich werde jetzt diesen Termin abwarten und weitersehen, wann die nächsten Termine wären. Wenn ich dann sofort eingestellt werde, würde es ja vielleicht gehen. Und alle 3 Monate in diese Ambulanz hört sich ja ganz gut an.

    Also, danke nochmal für die Antworten!
    Viele Grüße,
    Marcel