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UPDATE: Probleme BWS - Arztkritik - Perspektiven/ Alternativen - und nun?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Dorolein85, 30. August 2011.

  1. Dorolein85

    Dorolein85 Neues Mitglied

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    Liebe leute,

    ich muss euch einfach mal ein update geben, es ist so absurd was in letzter zeit so war, das es fast lustig wäre, wenn mir nicht eher zum heulen zumute wäre.

    Ich hatte ja hier (http://www.rheuma-online.de/forum/threads/48313-N%E4chtlicher-Wirbelschmerz?p=493082#post493082) bereits berichtet, wie schlimm es nächtlich um mich steht. Nachdem der Nachtschmerz nun immer mehr und mehr zugenommen hatte während Juli+August und ich seit wochen nur noch im sitzen geschlafen habe, habe ich mir noch mal einen termin beim Orthopäden gemacht. Die schmerzen sind nun ganz eindeutig im BW-Bereich zu lokalisieren, strahlen nach hinten und nach links bis in die schulter aus. Ich habe dann innerhalb von 10 tagen einen termin bekommen – bewusst bei einem arzt, der meine vorgeschichte nicht kennt. Ich bin dann letzten Freitag in die praxis gegangen und ups, als meine beschwerden 2005 damals anfingen, hatte ich mich wohl dort schon mal vorgestellt – daran konnte ich mich gar nicht mehr erinnern. Nichts desto trotz hatte der arzt keinerlei kenntnis zu dem was bislang diagnostiziert wurde, so dass ich erstmal dennoch guter dinge war.

    Ich also ins sprechzimmer rein, habe ihm berichtet, das ich kaum noch was machen kann vor schmerzen und nachts kaum noch schlaf abbekomme und keine erholung bekomme und was mir nicht noch alles eingefallen ist. Ich musste dann die bekannte übung machen, bücken, gucken ob die fingerspitzen den boden berühren. Kennen wir ja alles schon. Dann hat er mich auf einen stuhl gesetzt, kopf nach links und nach rechts gedreht. Und sagt „ das geht doch alles noch. Sie haben verspannungen im nacken“. Und wollte schon wieder gehen. Mir ist beinahe die kinnlade runtergefallen. Man muss ja jetzt bedenken, meine schmerzen kommen aus der BW, klar und deutlich. Ich hab ihn dann noch mal zurückgepfiffen und drauf gepocht, dass er sich doch die stelle wenigstens mal „ansieht“. Er hat dann sogar gefühlt und ach siehe da, mein liebevoll getaufter „knubbel“ entpuppte sich anscheinend als spürbare schwellung der knorpel, wie er meinte. Es würde sich um eine entzündung handeln, ich soll doch mit voltaren oder so einschmieren. Leute, ich weiß nicht, ich hätte am liebsten losgeheult. Kein röntgen, keine skepsis, mit 26 jahren irgendwelche gelenke entzündet zu haben. Er hat sich dann doch noch entschlossen, mir eine kortison-spritze zu verpassen und meinte dann, ich solle das mal 3-4 wochen beobachten und sonst noch mal kommen. Vllt kann man dann ja die spritze wiederholen und ein bisschen krankengymnastik machen. Ansonsten wieder voltaren – und alles wird gut ;). Genau das und kein wort mehr hat er mir gegenüber erwähnt. Im anziehen habe ich dann mal gelauscht, was er so der arzthelferin diktiert hat und – oh was hab ich da gehört.. verdacht auf tietze-syndrom. Wenn ich es nicht zufällig gehört hätte, wäre mein name hase.

    Ich also nach hause gefahren, fühlte mich Freitag auch noch „ganz gut“. Samstag kamen die schmerzen langsam wieder. Seit gestern abend sind sie wieder stärker denn ja da. Das flachste atmen schmerzt, ich kann meine hände kaum bewegen. Allein auf der arbeit die bewegung zum telefon, der blanke horror. Anziehen, gähnen, tief luft holen – nahezu unmöglich. Meine tasche, die wirklich nahezu nichts wiegt, fühlt sich auf den schultern wie eine ganze tonne last an. Jetzt grade ist es so schlimm, dass es mir regelrecht die tränen in die augen schießt. Ich rief dann heute morgen noch mal bei diesem arzt an und habe dann der arzthelferin von meinen furchtbar starken schmerzen erzählt, dass ich es kaum ertrage in der hoffnung, ich könnte da heute noch mal hin. Und vielleicht würde der arzt dann auch mal röntgen oder so (anscheinend wundert er sich nicht, dass ich immer noch die selben beschwerden habe wie schon 2005). Ja Pustekuchen. Sie meinte direkt die Spritze könne erst nach 10 Tagen wiederholt werden und das man da nichts machen könne. Ich hab ja erst nicht locker gelassen, sie meinte dann wieder ob ich schon schmerztabletten genommen hätte. Habe ich aktuell nicht aber als die schmerzen noch harmloser waren, hatte ich es ein paar mal mit diclo probiert. Hat mir leider genau gar nichts geholfen. Ich habe ihr dann also gesagt, dass ich diclos genommen hätte, aber keine wirkung eingetroffen sei. Sie wieder ja welche denn, ich überlegt, ja 75er, sie wieder „wie lange haben sie die denn genommen“. Ich sage bei bedarf. Und sie wieder ja also so kann das ja gar nicht funktionieren, der körper muss sich auf medikamente einstellen u.s.w. aber in einem ton, jenseits von gut und böse. Ich habe dann wieder gesagt, dass das ja so gar nicht sei, dass ich die diclos ja eigentlich für etwas anderes einnehme und da sehr wohl auch nach nur einer tablette eine linderung verspüre. Offensichtlich hatte sie das bedürfnis, mich aber noch mal mit o.g. „Infos“ niederzumachen. Mittlerweile langte es mir auch fast, hatte der arzt doch mit keinem wort irgendwelche tabletten erwähnt. Ich habe sie dann auch mal ganz frech unterbrochen und sie gefragt, wo denn nun das problem sei. Das ich die Tabletten von mir aus genommen habe und die auch von einem anderen Arzt verschrieben worden waren und quasi „ihr Arzt“ ja gar nichts weiter damit zu tun hat. Daraufhin meinte Sie dann ganz patzig dann müsste sie mir wohl einen Termin geben. Aber erst in über einer Woche.

    Also Leute ich finde das so Unmöglich. Da hat jemand starke Schmerzen und man muss anscheinend damit Leben und sich dann auch noch so blöd abfertigen lassen. Und dann pocht die Dame auch noch auf diese Schmerztabletten, die mir doch von diesem arzt niemals verschrieben wurden. Und dann sagt sie auch noch ich müsste es über Tage 2-3 mal einnehmen am Tag. Also ehrlich, das habe ich ja noch nie gehört. Dann würden ja keine Schmerztabletten „mal eben“ wirken und ich weiß sehr wohl, wie meine Diclos bei mir wirken! Davon mal abgesehen finde ich es nicht gut, immer nur tabletten zu schlucken so ganz ohne ursachenforschung.

    Also sitze ich nun hier und könnte heulen vor schmerzen und weiß nicht mehr weiter. Kann mich kaum bewegen und alles ist echt so frustrierend. Ich habe auch das gefühl, das die schwellung um einiges größer geworden ist. Was mir außerdem noch aufgefallen ist: seitdem ich so probleme im BW-bereich habe, habe ich es auch mit der luft. Ich weiß nicht ob das zwangsweise zusammenhängt, aber ich habe das gefühl, dass mir die verspannungen einen knoten um den hals schnüren. Ich würde ja mittlerweile schon echt gern auf die alternativmedizin ausweichen, hatte ich ja auch schon mal geschrieben. Aber erstmal hätte ich gerne schulmedizinisch alles abgeklärt. Aber da tut sich ja irgendwie nichts. Meint ihr es wäre ratsam sich mal in eine rheuma-klinik einweisen zu lassen und mal durchchecken zu lassen? Bisher hat sich ja noch niemand nichtmal die mühe gemacht zu röntgen oder mal in die röhre zu schieben. So kann es einfach nicht mehr weitergehen, ich weiß gar nicht wie ich es in den letzten monaten geschafft habe, nicht umzufallen und noch halbwegs meinem alltag nachzugehen. Es geht noch alles irgendwie aber die mühe die ich dafür aufbringen muss, ist kaum noch erträglich. Meine Lebensqualität (mit 26) ist schon arg klein. Und auch psychisch gehts nicht mehr so ohne weiteres an mir vorbei.

    Liebe Grüße
    Doro
     
  2. Dorolein85

    Dorolein85 Neues Mitglied

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    einen Aufreger habe ich noch - zu der arzthelferin, weil ich da einfach nicht mehr drüber hinweg komme. sie meinte ja dann das die verdachtsdiagnose ja durchaus sehr starke schmerzen auslösen kann und das es grad bei dem krankheitsbild wichtig ist, sich mit schmerztabletten einzustellen. auf verschiedenen quellen liest man allerdings zum tietze-syndrom bzw. morbus tietze, dass oft NSAR oder allg. schmerztabletten gar nichts bringen. also ich weiß wirklich nicht mehr was ich von alle dem halten soll. ich möchte doch nur mal eine gescheite behandlung/ diagnose und nicht mehr so schmerzen haben =/
     
  3. kukana

    kukana Moderatorin

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    Hi,
    An deiner Stelle würde ich bei akuten Schmerzen mit Atemnot nicht zum Orthopäden gehen sondern zu einer Notfallambulanz eines Krankenhauses, idealerweise mit einer Rheumaabteilung. Dorthin kann dich auch der Hausarzt überweisen.

    Das angesprochene Tietze Syndrom wird meist tatsächlich mit NSAR behandelt. Es gibt da wohl kaum Studien zu den Therapien weil es eher selten vorkommt. Zur Abklärung ob es nicht etwas anders ist kannst du z.B. auch einen Kardiologen noch aufsuchen(wegen der Atemnot) und dazu einen internistischen Rheumatologen.

    Und was besonders wichtig ist: bei allen Therapien die längerfristig helfen sollen muss man auch sehr viel langfristige Geduld aufbringen. Von heute auf morgen wirkt nichts.

    Gruß Kuki
     
  4. Dorolein85

    Dorolein85 Neues Mitglied

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    Hallo Kuki,

    von heute auf morgen ist gut. ich renne schon seit bald 7 jahren von arzt zu arzt ;) kardiologische ursachen mah ich eigentlich auch fast "abtun", weil ich den schmerzherd richtig spüre und auch eine schwellung vorhanden ist. Ich habe mal irgendwann gelesen, dass dieses "Globusgefühl" von verspannungen her kommen kann. vielleicht ist es aber auch einfach nur meine psyche, die langsam durchdreht :( ich weiß mir gar nicht mehr zu helfen, ich wollte mich im nächsten quartal gerne in die ambulanz überweisen lassen aber bis dahin ist es noch so lange :( und die schmerzen werden immer schlimmer.
     
  5. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Dorolein!
    Jetzt muß ich schon mal " blöd" fragen, ist dieser Knubbel im Brustbeinbereich oder an der BWS.
    Das Tietze-Syndrom ist normalerweise im Bereich des Brustbeins, und zwar die knorpeligen Verbindungen zw Brustbein und Rippen.
    Das könnte man sehr gut mit Lokalanästhetikum behandeln, das man möglichst über ca 14 Tage tgl dorthin spritzt, wo es weh tut!
    Wenn es an der BWS ist könnte es auch eine Blockade der Wirbel sein?!
     
  6. Dorolein85

    Dorolein85 Neues Mitglied

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    hallo josie,

    das brustbein liegt doch auf einem teil der Brustwirbelsäule. Ich bezeichne es immer als BWS, wer sagt schon "mein brustbein tut weh" ;) was genau das tietze-syndrom ist, weiß ich sehr wohl, der arzt hat mir auch erzählt, dass es sich um eine entzündung der knorpel handelt. ob es das tatsächlich ist, mag ich mal dahingestellt sein lassen.mir wurde halt wie gesagt kortison gespritzt, was man ja nicht so oft wiederholen kann. es tut halt einfach nur weh =/ ich hab jetzt schon angst vor heute nacht :/ aber der anruf beim arzt heute morgen hat leider nix gebracht.
     
  7. anurju

    anurju anurju

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    Hallo,

    ich kenne selber ähnliche Probleme - insbesondere in der Akutphase meiner reaktiven Arthritis waren die Nächte extrem schlimm. Es waren vermutlich aufgrund rheumabedingter Entzündungsprozesse diverse Rippengelenke (die setzten ja auch an der Wirbelsäule und am Brustbein an) gereizt.

    Bei mir hat erst die Mischung aus verschiedenen Dingen Erleichterung gebracht.
    Im Rückblick hat bei mir z.B. die Osteopathie in der "Region" viel bewirkt.
    Gekoppelt mit Entzündungshemmern dauerte die osteopathische Behandlung allerdings einige Wochen bis sich Erfolge zeigten.
    Nun - nach einigen Wochen MTX - flackert das Problem nicht mehr so schnell auf.
    Wenn es bei dir nachts besonders schlimm ist, spricht es schon für eine Fehlbelastung der feingeweblichen Strukturen (die Osteopathen nennen diese Fascien). Evtl. würde einfach mal ein Beratungstermin beim Osteopathen Sinn machen.
    Auch Blockaden in der BWS können ganz fürchterliche Schmerzen und Probleme (Kreislauf...) machen. Und diese werden häufig weder durch bildgebende Verfahren (MRT, Röntgen) noch durch manuelle Untersuchungen von Ärzten entdeckt.
    Bei mir war es auch so, dass selbst das Atmen, Umdrehen im Bett - überhaupt das Liegen im Bett oder manchmal auch ganz kleine Bewegungen massive Schmerzen ausgelöst hat. Ist echt zum wahnsinnig werden und wenn man dann auch noch so schlimme Erfahrungen macht wie du (Nicht-ernst-genommen-werden...) ist es wirklich doppelt schlimm.

    Was mir in den Akutphasen oft geholfen hat, war Wärme von außen (Heizkissen) und innen (Tee) sowie Entspannungstechniken (CDs z.B. mit vorsichtigen Atemübungen).
    Manchmal ist nämlich zusätzlich die ganze Muskulatur und das Zwerchfell verspannt und das erschwert die Probleme noch mehr.

    Im Nachhinein würde ich sagen, dass aber erst die Osteopathie gekoppelt mit einer richtig guten neuen Matratze sowie natürlich auch die Medikamente (MTX und Meloxicam sowie auch das Cortison) eine Besserung gebracht haben. Nur liegt der Fall ja bei jedem Menschen anders... insofern ist ein guter Rat schwer.

    Ich wünsche dir sehr, dass es bald aufwärts geht...

    Liebe Grüße von anurju :)
     
    #7 31. August 2011
    Zuletzt bearbeitet: 31. August 2011
  8. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Dorolein!
    Das Brustbein ist vorne und teilt den Brustkorb in 2 Hälften, die BWS, sowie die komplette ist im Rücken!
    Wie Anurju geschrieben hat, könnte dir Wärme weiterhelfen, vielleicht auch ein Entspannungsbad, wenn Du nicht schlafen kannst.
     
  9. Dorolein85

    Dorolein85 Neues Mitglied

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    Hallo Zusammen,

    also der "Knubbel" ist vorne auf dem Brustbein, der Schmerz strahlt aber durchaus auch nach hinten in die BWS. Und zur linken Seite bis hoch zur Schulter. Mit Wärme habe ich es schon probiert. Es hat mir leider nichts gebracht und ich kann mich dabei auch leider nicht wirklich entspannen. im Kreuz (ich habe ja noch den MB) lindert aber kälte wenn auch nie all zu viel meine schmerzen. Im februar hatte ich eine ganz gute KG, die den punkt auf dem brustbein bewusstem druck ausgesetzt hat. es hat mir vor schmerzen regelrecht die luft genommen, aber irgendwie hat es im nachhinein immer eine linderung gebracht, auch wenn die stelle 2 tage lang heiß war. ich versuche diese übungen auch noch zu hause aber der eine oder andere kennt das ja vielleicht, es ist irgendwie nicht das selbe. gegen osteopathie ist sicherlich nichts einzuwenden, auch ich bin gerne offen dafür, solang es was gutes tut. aber man will natürlich vorher schon schulmedizinisch alles abklären, wobei man dann ja wieder beim Problem ist. ich werde seit über 6 jahren nun schon von arzt zu arzt geschickt und jeder schmeißt mir nen happen hin und schickt mich weiter. das ist so frustrierend. daher meine überlegung bezüglich einer einweisung. das man dann einfach mal alles beisammen hat. es ist einfach so traurig, wie wenig lebensqualität man hat. es gibt nächte wo ich nur 4 stunen schlaf bekomme und in diesen wenigen stunden werde ich zeitweise sogar 5-8 mal wach. besonders problematisch ist das drehen, hier macht mir ja zusätzlich auch noch der MB probleme. im liegen drehen kann ich ohnehin schon nicht mehr, mittlerweile muss ich mich einmal komplett grade aufrichten und dann drehen. ich bin wirklich sehr gespannt wie sich das alles noch entwickelt. in den letzten wochen ist die krankheit ein viel zu großes thema in meinem leben geworden durch die verschlimmerung.

    @anurju: welche kosten sind denn bedingt durch die osteopathie ca. entstanden? Gehtst du da noch regelmäßig hin?
     
  10. Juliane

    Juliane Neues Mitglied

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    Hallo doro, mein Tip:
    bei der Krankenkasse anrufen,
    denen die Sache schildern (incl. Dok-Name)
    und die einen Akut- Termin bei einem Rh-Dok machen lassen!
    Einige KK bieten das schon als Service an.

    Oder nicht zögern und ins KH gehen.

    Ich drück die Daumen, halte durch,
    LG von Juliane.
     
  11. Dorolein85

    Dorolein85 Neues Mitglied

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    Hallo Juliane,

    das ist lieb. den gedanken hatte ich gestern sogar auch. man will ja nix unversucht lassen :) vielleicht bringt es was, ich werds euch wissen lassen.
     
  12. anurju

    anurju anurju

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    Hallo Dorolein,

    das klingt bei dir ja wirklich sehr schlimm - da würde ich mir auch eine Einweisung überlegen - nur wohin??
    Am besten ja in eine Klinik mit rheumatologischer Abteilung aber am besten auch mit alternativen Ansätzen...

    Ja - ich gehe noch regelmäßig zum Ostopathen - ca. alle 2-4 Wochen.
    Die Abrechnung ist so eine Sache. Dafür schreibe ich dir mal eine PN.

    Es ist ja oft so, dass den einen Wärme und anderen Patienten wiederum Kälte gut tut.
    Und Entspannung bei so einem hohen Schmerzgrad ist schwierig.
    Ich glaube, du solltest unbedingt den Rat eines guten Schmerztherapeuten einholen. Bei mir hat letztlich erst die Einstellung auf passende Medikamente den Teufelskreis der Schmerzen teilweise unterbrechen können.
    Wenn du bei Google Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie eingibst und dann Schmerzzentren (linke Seite) anklickst, kommst du zu einer Übersicht wirklich versierter Fachleute.
    Zu diesem Thema gibt es auch ein richtig gutes Buch:
    Schmerzen verstehen
    Butler, David, Moseley, Lorimer
    2. Aufl., 2009, ISBN: 978-3-642-01686-8 (36,95 Euro) -
    etwas teuer, aber vielleicht über Amazon-Markplatz
    auch gebraucht oder in einer Bücherei zu bekommen...

    Es hat mir erst klargemacht, wie schnell sich Schmerzen chronifizieren und was bei Schmerzen im Körper passiert.
    Von Außen betrachtet hat man nämlich schon den Eindruck, dass dies bei dir der Fall sein könnte.

    Als ich diese Zusammenhänge verstanden hatte, habe ich mir auch einen Schmerztherapeuten gesucht und seither sind diese ganz akuten Schmerzzustände erträglich. Ich habe von ihm eben auch wirklich passende Mittel bekommen - die gibt es nämlich, nur kennen sich viele Ärzte damit nicht so gut aus.

    Vermutlich könnte man stationär eine solche Einstellung auf Medikamente noch besser realisieren - insofern wäre eine Klinik mit einer schmerztherapeutischen Abteilung für dich natürlich wirklich gut.

    Jetzt habe ich viel geschrieben - das Wichtigste zum Schluss: versuch weiter zu kämpfen, du bist mit dem Problem nicht allein - auch wenn man sich oft allein fühlt - insbesondere dann, wenn die Schmerzen so überhand nehmen. Ich weiß noch genau wie das war, nicht mehr sitzen, liegen... können (mir wurde dann immer schlecht vor Schmerzen) und keiner hilft bzw. man muss auch noch die wenige Restkraft für Diagnostik und manchmal auch unerfreuliche Arztkontakte aufwenden.
    :mad:

    Ganz viel Kraft und viel Glück bei der richtigen Auswahl einer Klinik oder einer Therapie wünscht

    anurju
    :)