undiff. Kollagenose seit 20 Jahren zum ersten Mal ds DNA Antikörper?

rheuma26

Neues Mitglied
Hallo Forum,
ssDNA Antikörper hat ich schon immer, sind ja unspezifisch, letztendlich habe ich bisher eine undiff. Kollagenose, die auch mediakmentös mit Immunsporin und Cortison behandelt wird.
Kann es sein, das nach 20 Jahren plötzlich ds-DNA Antikörper auftreten? Ich dache eigentlich, dass ich nun zu alt wäre (44 Jahre jung) für SLE oder ähnlichen Autoimmunerkrankungen.:confused:

Grüße Conny
 
dsDNS

neeee, Conny, Du bist im besten Alter für'n SLE, sorry.

Ja klar können nach ssDNS- dann auch 20 Jahre später dsDNS-AK kommen. Habe irgendwo auch einen Fach-Artikel, in dem genau das postuliert wird, nämlich, dass ssDNS die "Vorläufer" von dsDNS-AK sein können. Ich muss mal suchen, dann schicke ich Dir den.

Bin auch stolze Trägerin von ssDNS.... aber seit neuestem nicht mal mehr mit Kollagenose-Verdacht....

Hat man sie nun bei Dir nachgewiesen, die dsDNS, ja? Herzlichen Glückwunsch!

Gruß
Erato
 
Hallo Erato,

falls Du den Artikel findest,wäre schön...

also glücklich bin ich nicht gerade.
Falls alles beim Alten mit meinen Wehwechen bleibt,kann ich ja froh sein, da hat "das Kind "nur endlich einen Namen.
Conny
 
ich wühle

Hi Conny, bin am wühlen und tauche gerade wieder in die Tiefen von gopubmed ab - tausende interessante Artikel *grr*:)

Wenn ich fündig werde, melde ich mich, ich meine, den Artikel da gefunden zu haben.
Kannst ja, wenn des englischen genug mächtig, auch mal schauen:

www.gopubmed.org

Gruß
Erato
 
Da issa ja

:)

Wer suchet, der findet. Echt nicht leicht, da überall kostenpflichtig. Aber das Abstract hab ich.

http://www.clinappliedimmun.com/article/PIIS1529104901000423/abstract

Abstract
The recent guidelines for the clinical use of antinuclear antibody tests issued by a Committee of the College of American Pathologists (CAP), suggest widespread misunderstanding of the clinical value of testing for the level of anti-ssDNA (single-stranded DNA or total DNA) IgG antibodies. This misunderstanding may stem from misconceptions about the manner in which clinicians use, in clinical context, immunoassays that have results expressed on a wide numerical scale. When the anti-ssDNA antibody (Ab) test is used for the differential diagnosis of new patients suspected of an inflammatory rheumatic disease the clinical sensitivity for systemic lupus erythematosus (SLE) is close to 100%, and the specificity about 85%. Since anti-dsDNA (double stranded DNA) is present in only about 65% of new SLE patients, an abnormal anti-ssDNA Ab test in the remaining 35% provides the clinician with a valuable clue to search for other criteria for SLE. Contrary to a widely held belief that anti-ss-DNA Ab occurs frequently in patients with rheumatoid arthritis (RA), anti-ssDNA is present only in 10–15% of this patient population and then at relatively low levels. There is evidence that anti-ssDNA, like anti-dsDNA, is involved in the pathogenesis of lupus nephritis. Moreover, the increase in anti-ssDNA Ab level appeared to be the best predictor of forthcoming increase in anti-dsDNA and SLE flare. In a context of symptoms different from those of rheumatic diseases, anti-ssDNA antibodies may be elevated in a relatively high proportion of patients with any of several diseases; leukemia, preeclampsia, chronic hepatitis, renal complications of diabetes, and some inflammatory neurological diseases. In conclusion, anti-ssDNA helps to rule out SLE, helps in the diagnosis of SLE when anti-dsDNA is not present and is useful in follow-up of SLE patients. Like most other quantifiable laboratory indicators of abnormality, anti-ssDNA Ab test is also useful in clinical context for the diagnosis and prognosis of several other condition.

Ist allerdings schon ein bisschen älter (2002)
Aber da hattest Du ja schon Deine ssDNS :D

und es stellt sich die Frage, ob das so gemeint, ist, dass "increase" und "predictor" sich nur auf bereits vorhandene dsDNS AK-Titer beziehen. Naja, ich habs so interpretiert, dass damit schon gemeint ist, dass erhöhte ssDNS-AK sozusagen die dsDNS-AK-Erhöhung, bzw. deren Erscheinen anzeigen können.
Dass das 20 Jahre dauert, hmmm. Hat man denn IMMER bei Dir nach beiden AK geschaut? Bei mir leider nicht.



Liebe Grüße
Erato *brustschwell, dass ich das Ding noch gefunden habe*
 
Hallo Erato,

danke für die promte Info, die ss-DNA hießen früher schwach avide AK,
die ds DNA hochavide AK, hängt wohl von der Sensitiv nach bestimmten Beasrbeitungsmethoden des Labors ab. Es gibt den Elisa und den RIA Test. Inzwischen habe ich einiges vergessen, Rheumtologie war ne' zeitlang mein Steckenpferd.

Am Anfang meiner undiff. Kollagenose -hat nur ein halbes Jahr bis zum Rheumatologen gedauert- bin Krankenschwester-habe ich mir selbst den Verdachtsdiagnose auf rheumatische Erkrankung gestellt, nachdem ich fast einen Rollstuhl gebraucht hätte. Zu diesem Zeitpunkt hat noch keiner an eine Kollagenose gedacht sondern eher an r.A., obwohl ich an den Händen keine Arthritis hatte, ansonsten überall.
Im Jahr 1990 in der Reha- viel zu spät, inzwischen therapierte man mich mit Adzulfidine RA - was für eine Kollagenose nicht gerade von Vorteil ist stellte man dann die ANA's fest- alles andere anti - SM, anti -SSB etc. waren negativ, soweit ich weiß.
Zwischendurch bin ich manchmal bei einem Schub immer wieder mal zur BB Kontrolle gegangen , da waren dann die ss-DNA da, mal höher mal niedriger im Schub korellierten die hohen ANA's immer mit den ss-DNA. Die ds DNA AK waren im Normbereich oder graue Zone ? 3-4 Normal bis 7. Seit ca. 3 Jahren bin ich in Dauerbehandlung, früher hab ich meine Arthritiden einfach weggesteckt, inzwischen geht das nicht mehr so einfach.
Grüße Conny
 
Zurück
Oben