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UMSTELLUNG von Enbrel auf Humira

Dieses Thema im Forum "Biologische Therapien (Biologika und niedermolekul" wurde erstellt von bise, 25. April 2012.

  1. bise

    bise Neues Mitglied

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    bei Frau Antje
    einige werden nicht mehr mit Enbrel nun mit Humira behandelt.
    wie waren/sind eure erfahrungen?

    1. problemlos machbar?
    2. welche pause lag zwischen enbrel und humira?
    3. wurde sofort ne kombi angesetzt? (mit arara,mtx...)
    oder wurde zunächst zugewartet
    4. wann die blutkontrollen?
    5. welche nebenwirkungen?
    6. ist die nadel genaus so stumpf wie bei enbrel?
    7. was ist besser verträglich - pen oder fertigspritze?

    und last not least:
    hat jem. erfahrungen mit der Abbott betreuung gemacht?
    können die angebotenen telef. nachfragen "lästig" werden?
    sind die schwestern von Abbott Service so hilfreich und empfehlenswert wie von Abbott Care vorgetragen wird?

    und

    was sollte eurer meinung nach unbedingt beachtet werden,
    bevor man "umsteigt"?

    und

    hat das umstellen euch überhaupt etwas gebracht?

    oder wäre es nicht besser, sofort auf eine andere neuere therapieform zu setzen?

    gruss
     
  2. bise

    bise Neues Mitglied

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    Ort:
    bei Frau Antje
    hallo, ich schieb meinen beitrag mal hoch:

    es schreiben immer wieder user, dass sie von enbrel auf humira umgestiegen sind, bitte, bitte antwortet mir. ich kann nämlich hier niemanden fragen; lebe quasi in einer diaspora für rheumis.

    gruss
    bise
     
  3. hippogreif

    hippogreif Registrierter Benutzer

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    Schon begonnen?

    Hallo Bise, da die Hautnebenwirkung unter Enbrerl jetzt ein Ausmaß angenommen hat über 30cm glühende Rötung und zunehmend Grippegefühl dabei, soll ich jetzt auch Humira bekommen und stehe vor den selben Fragen. Wer bekommt Humira und was habt Ihr für Erfahrungen damit? Hast Du schon begonnen? Bin selber gerade etwas deprimiert, immerhin waren unter Enberl die Schmerzen nahezu weg. Nun also das nächste Medikament- muss meinen Optimismus noch etwas aufpäppeln.
    herzliche Grüße Hipoogreif
     
  4. took1211

    took1211 Guest

    @ Hallo bise

    @ Hallo hippogreif

    seit 2009 spritze ich Humira in Monobehandlung,weil ich MTX nicht vertrage.
    Humira enthält keine Mausanteile.
    Ich setze 14tägig eine Spritze mit je 40mg.Die Nadeln sind fein .
    Nebenwirkungen habe ich kaum festgestellt.Sicherlich gibt es bei
    den Patienten auch Unterschiede.
    Manchmal bin ich etwas müde,aber Probleme mit der Haut, an der Einstichstelle
    u.a.sind bei mir nicht aufgetreten.
    Außerdem musste ich aufgrund von OPs eine Humirapause einlegen,danach
    wirkte das Meikament wieder.
    Laut Dr.Langer kann man von einem Biologica auf das andere wechseln.
    Humira ist nach 14Tagen wieder aus dem Körper raus.
    Es kann in unterschiedlichen Intervallen und Stärke gespritzt werden,was der Arzt
    dann entscheidet.
    Humira brennt nicht beim Spritzen,wenn man sich Zeit nimmt,die desinfizierte
    Stelle abtrocknen lässt und nach dem Spritzen nicht nochmal mit dem Tupfer
    darüber streicht.
    Seit der Humirabehandlung werde ich von "Abbott Care" betreut.Ich erhielt viel
    Material (Behandlungsheft,Kalender,Material über "Leben mit Rheuma",zum
    Arbeits-und Sozialrecht usw.)
    Das Servicecenter betreut mich telefonisch,anfangs in kurzen Zeitabständen bis hin
    zu 6monatigen.Unter der kostenlosen Hotline kann ich Probleme anbringen,die bisher
    gut geklärt wurden.Kühltasche und Abfallbehälter wurde mir zugesandt.
    Meine Spritzen hole ich mir aus der ortsansässigen Apotheke.
    Soviel ich weiß,gibt es auch einen Servicedienst von Abbott.
    Es gibt eine Internetseite,auf der ihr vieles erfahren könnt.
    www.abbott care.de
    Unter www.compendium.ch gibt es eine ausführliche Patienteninformation
    zu Humira.

    Ich hoffe,dass der Erfolg mit Humira bei mir so bleibt un d ich nicht wechseln muss.
    lgtook


     
  5. Jandhi

    Jandhi Neues Mitglied

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    3. Juli 2009
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    Hallo Bise,

    ich habe fast 2 Jahre lang Enbrel genommen und nun gerade den Wechsek zu Humira hinter mir.
    Grund für den Wechsel war, dass ich immernoch phasenweise starke Schmerzen hatte und zudem generell 2-3 Tage lang nach jeder Spritze Magen-Darm-Probleme auftraten. Nachdem alle anderen Ursachen durch Magen- und Darmspiegelungen, Allergien, Unverträglichkeiten etc. ausgeschlossen werden konnten, versuche ich nun mein Glück mit Humira.
    Wir haben das Enbrel einfach abgesetzt und wenige Tage später mit dem Humira begonnen. Viel kann ich noch nicht dazu sagen, außer dass ich einen sehr trockenen Mund, Rachen und Hals habe. Aber ich habe mir offenbar einen Virus eingefangen (meinem Mann sei "Dank") und liege momentan eh halbwegs flach - es kann also auch damit zusammenhängen. Das Ansteckungsrisiko, bedingt durch die Immunsuppression, ist eh bei beiden Medikamenten gegeben.
    Allerdings musste ich bei den vielen doch gravierenden Nebenwirkungen doch erstmal schlucken und tief durchatmen. Enbrel hat ja auch schon einiges dazu angegeben, aber ich empfand es eim Humira noch etwas gravierender - wobei es allerdings auch schon eine Weile her ist und ich nicht beide nebeneinander vergleichen konnte. Es mag also ein rein subjektiver Eindruck gewesen sein.

    Angenehm finde ich, dass ich jetzt nur noch alle 14 Tage spritzen muss, dass macht einen doch etwas flexibel und man hat bei einigen Reisen, zumindest bei denen unter 2 Wochen, die Chance, sich den Aufwand mit dem gekühlten Transport mit den Spritzen ersparen zu können.
    Mir steht jetzt eine Reise bevor, bei der ich 13 h unterwegs bin, abgesehen von einem 4-stündigen Flug nur in öffentlichen Verkehrsmitteln. Da frage ich mich schon, wie ich das hinkriege. Aber irgendwie wirds schon klappen. :)

    Zurück zum Thema. Rein von den Spritzen her sehe ich keinen großen Unterschied. Beide haben kleine, feine Nadeln und wenn man etwas Übung hat, ist das alles halb so wild. Vieles ist "Kopfkino". Ich habe noch nie einen Pen probiert, das liegt daran, dass ich gern selber die Kontrolle habe und somit normale Spritzen bevorzuge.Stumpfe Spritzen, wie meinst du das? Das hatte ich noch nicht. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass man schon etwas auf den Einstichwinkel achten muss, dann gehts leichter. ;-)

    Humira brannte zumindest bei der ersten Spritze etwas weniger als Enbrel, fand ich. Aber auch Enbrel ließ sich ertragen. Ich werde den Tip von Igtook mal befolgen und die Desinfektion komplett trocken lassen, daran hatte ich noch gar nicht gedacht. Danke für den Hinweis!

    Dem Ratschlag meines Rheumatologen folgend, spritze ich abends kurz vorm Schlafengehen,um eventuell auftretende Übelkeit in den ersten Stunden zu verschlafen.Davon habe ich bei beiden Medikamenten bisher wenig gemerkt.

    Eine Kombi mit anderen Medikamenten habe ich nicht. MTX vertrage ich überhaupt nicht, da behalte ich kein Essen bei mir. Sulfasalazin hat nicht gewirkt

    Übrige Nebenwirkungen wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, unerholter Schalf, Kopfschmerzen, Druckempfindlichkeit etc. sind vorhanden, aber aus meiner Sicht nicht eindeutig auf das Humira bzw. früher Enbrel zurückzuführen, da ich auch eine Hashimoto Thyreoiditis (Schilddrüsenunterfunktion) habe.

    Zu Blutkontrollen ging ich anfangs alle 14 Tage, dann später einmal im Monat, zuletzt waren es so alle 2 Monate. Beim Humira anfangs erstmal wieder häufiger, bis sich auch da eine gwisse Routine eingestellt haben wird und sofern alles unauffällig ist.

    Ich habe heute erstmals mit Abbott Care telefoniert und fand die Betreuung sehr gut, zuvorkommend und nett. Bin noch nicht für das Patientenprogramm angemeldet, das kommt aber noch.

    Ich hoffe,meine Antwort hilft dir etwas weiter.

    Gruß
    Jandhi
     
  6. Kraeusli

    Kraeusli Neues Mitglied

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    Hallöchen :)
    Auf die Gefahr hin das ich eventuell einen Beitrag übersehen habe, frage ich euch, ob einer die Unterschiede zwischen Enbrel und Humira kennt. Ich habe schon wie wild im Internet gesurft, konnte aber konkreten Infos finden.Hintergrund ist der, das meine Tochter jetzt nach 4 Jahren Enbrel + MTX Behandlung auf Humira umgestellt worden ist, weil Enbrel leider nicht mehr angeschlagen hat und sie einen massiven Schub bekommen hat.
    Jetzt waren erstmal 3 Tage Medi mit 3x1000mg Cortisontherapie angesagt, weil nix mehr ging. Letzten Freitag gabs nun die erste Humiraspritze und wir müssen abwarten wie es weitergeht.
    Ich hoffe das ich mit meiner Frage hier richtig bin und danke euch schon mal für eventuelle Antworten :)
     
  7. Judy_Tiger

    Judy_Tiger Mitglied

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    ALso der molekulare Unterschied besteht darin, dass ENbrel ein TNF alpha rezeptor sit. Das heißt das Molekül, welches z.B. in der Gelenkinnenhaut das TNF alpha abfängt wurde nachgebaut und fängt (optimalerweise) das TNF alpha im Blut ab, besor es Entzzündungsreaktionen in Gang setzen kann. Das TNF-alpha, das jedoch bereits an Rezeptoren im Gewebe sitzt bleibt unangestastet

    Humira ist ein Antikörper, der das TNF alpha irreversibel bindet und damit ein für alle Mal unschädlich macht. Auch das gewebständige TNF alpha wird "kaputt" gemacht. Daher lehren manche (!!) Kliniker, die Immunsuppression sei unter Humira stärker. Aber ich glaube diese Aussage beruht momentan noch auf der theoretischen Wirweise und theoretischen Überlegungen dazu. Studien konnten das noch nicht eindeuig belegen.

    Ansonsten ist die Gefahr, gegen Humira Antikörper zu bilden wohl höer als bei Enbrel (--> siehe Startseite)

    Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Erfolg bei der Therapie, und falls noch Fragen bestehen, nur her damit.
     
  8. Jelka

    Jelka Mitglied

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    Hallo Judy!
    Habe Polyarthritis seropositiv und habe 11/2 Jahre enbrel bekommen als Mono.Irgendwann hoerte die Wirkung auf und ich wurde auf Humira umgestellt.Habe jtzt das dritte Mal gespritzt und keine Wirkung.Nehme noch jeden Tag Ibu und auch etwas Korti.Habe in meiner Rheumakariere noch nie solche Schmerzen gehabt.Meinst Du,dass das Humira noch wirkt?Liebe Gruesse von Jelka.
     
  9. Kraeusli

    Kraeusli Neues Mitglied

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    Hallöchen...zuerst mal vielen Dank für eure Antworten :) Meine Tochter hat jetzt die zweite Humira hinter sich ( in Verbindung mit MTX) und ich kann nur staunen. Es geht ihr super und sie kann sogar wieder mit dem Fussballtraining anfangen. Immer sachte, aber vor ein paar Wochen war daran ja gar nicht zu denken. Ich hoffe das es so weiter geht. Auch die Nebenwirkungen halten sich in Grenzen. Sie klagt nach dem spritzen über kurzzeitige Kopfschmerzen, die dann aber auch wieder verschwinden. Und natürlich das spritzen selber bedarf einiger Überredungskunst, weil es brennt wie Teufel, aber sie beisst die Zähne zusammen und ab damit in den Oberschenkel.
    Ich habe mich durch einige Beiträge durchgewurzelt und habe mich doch an manchen Stellen etwas gewundert. Bei manchen stand, das sie Humira als Einzelmedikament ohne MTX oder Lantarel bekommen. So weit ich weiss, wirkt das Medi doch aber besser in Verbindung mit dem einen oder anderen...hmmm...oder bin ich da auf dem Holzweg???
    Liebe Grüße und schönen 1.Mai
     
  10. Samjo

    Samjo Mitglied

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    Huhu,
    die Wirkung von Humira wird durch das MTX verstärkt, allerdings ist es keine Pflicht, die beiden Medikamente zu kombinieren. ich bin seit Februar in Monotherapie Humira und es hat bei reiner Rückenbeteiligung ausgereicht. Werde aber wegen neuer Entzündungsherde vermutlich beim neuen Rheumadoc Ende Mai auch auf Kombi mit MTX eingestellt, falls er dem Rat meiner alten Ärztin folgt.

    LG samjo