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Überzogener Fragebogen???

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Urmel, 29. Juli 2004.

  1. Urmel

    Urmel Mitglied

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    hallo zusammen,

    ich habe ja grad vor kurzem mit der homöapathie angefangen.
    als erstes gab es ein gespräch und einen fragebogen den ich mitbekommen habe.
    er besteht aus über 40 seiten.dort sind fragen drin da fragt man sich wozu sollen die gut sein.
    ich denke schon das einiges und vielleicht auch ein wenig mehr sehr wichtig ist.aber wenn es dann zu den fragen kommt wie z.b.: wie sieht ihr sexualleben aus...neigen sie zur masturbation.... und noch vieles mehr.ich finde das geht zur weit,oder!?
    kann mir einer vielleicht sagen wozu?
    oder hat einer auch so einen für meine begriffe überzogenen fragebogen bekommen?

    liebe grüße
     
  2. Elke

    Elke wünscht allen

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    hallo urmel,

    also ich bin auch mal auf die antworten gespannt die du bekommst.

    ich habe vor gut 2 jahren auch versucht per homöopathie meine ganzen erkrankungen etwas zu verbessern (leider half alles probierte nicht und selbst meine homöopathin meinte es bringt nichts, wohl gemerkt bei MIR), auch ich musste einen fragebogen ausfüllen, der allerdings nur 8 oder 10 seiten war (weis nicht mehr ganz genau) und dann noch ein paar spezielle fragen die die homöopathin selbst gestellt hat (die ergaben sich laut ihr aus meinen antworten im fragebogen), dort stand auch eine frage nach meinem sexleben aber mehr in die richtung ob ich einen festen partner oder häufig wechselnde partner habe (auch schon wegen krankheitsüberträger und keimen denen ich dadurch vermehrt ausgesetzt wäre), aber fragen nach masturbation oder sonstigen vorlieben beim sex standen dort nicht drinn.
    ich muss auch sagen das ich persönlich keinen sinn in solchen fragen sehe, ich wäre an deiner stelle auch verunsichert..................hm.......ich denke ich würde die fragen offen lassen und den homöopathen direkt darauf ansprechen und dann müsste er mir schon sehr plausibele gründe nennen um eine antwort (wenn überhaupt) zu bekommen..............aber ich glaube ähmm ich würde davon abstand nehmen, das ist mir doch zu intim und geht nur meinen partner und mich etwas an.

    es ist echt schwer, aber ich wünsche dir alles gute und das du den für dich richtigen weg findest und damit auch linderung erreichst
    liebe grüße und viel glück
    elke
     
  3. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Urmel,

    dass Du einen umfassenden Fragebogen ausfüllen sollst, spricht schon mal für die Ernsthaftigkeit des Homöopathen.

    Zu den einzelnen Fragen: Wenn ein Konstitutionsmittel gesucht wird, dann sind z.B. wirkliche Kleinigkeiten wichtig (z.B. Liegt nachts Deine Bettdecke über den Füßen oder nervt Dich das? Schläfst Du auf der linken oder auf der rechten Seite ein? Magst Du Sauerkraut? ... und etliches mehr).

    Ich z.B. bin ein Magnesium-muriaticum-Typ. Was diesen ausmacht, kann man in der einschlägigen Literatur ausführlichst nachlesen.

    Verständlich, dass Du angesichts dieser Fragen irritiert bist. Sie gehören aber zur Anamnese, und ohne eine solche ist keine wirksame Therapie möglich. Dein Homöopath wird die Befragungsergebnisse in den PC eingeben und schon mal eine Grundauswahl haben - oder schon eine klare Richtung, je nachdem.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  4. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hi Urmel,

    nochmals a bissal Senf von mir: Ich hoffe, Du willst per Homöopathie nicht Dein Rheuma kurieren. Homöopathie wirkt, das weiß ich aus eigener Erfahrung, aber bei chonisch-entzündlichem Rheuma ist sie Gift. Auch eine Erfahrung von mir.

    Liebe Grüße von
    Monsti (die sich niedrig potenziert bis heut und mit Erfolg selbst therapiert, wenn es um Kleinkram geht)
     
  5. dani

    dani ÖRL-Worker

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    Na, da muss ich auch mal MEINE Meinung dazugeben :) Monsti`s Ausführung Homöopathie und "Rheuma" muss ich mich einfach anschließen. Habe wirklich seit Jahren mit sehr vielen Patienten zu tun, aber in eine Remission ist dadurch noch niemand gekommen. Und die, die das behaupten, hatten entweder keine aggressiven entzündlichen Erkrankungen oder es war eine "zufällige" Fügung. Was aber bitte nicht heißen soll, dass Homöopathie nicht sehr viel bei manchen Krankheitsbildern bringen kann!!!

    Aber, unabhängig wie man zur Homöopathie und Rheuma steht, würden mich so extrem indiskrete Fragen schon sehr irritieren.......... :( Abgesehen davon, möchte ich nicht wissen, wie wahrheitsgemäß da geantwortet wird, was ja dann gegen den Sinn der Sache wäre. Aber bitte, wer erzählt schon (nicht mal einem "normalen" Arzt), welche sexuellen Vorlieben und Praktiken er anwendet??????????????

    Na, ich weiß nicht, ob das für mich was wäre... :rolleyes:

    Tja, fürchte, diese Entsheidung bleibt an Dir selber hängen..

    liebe Grüße aus Österreich
     
  6. Urmel

    Urmel Mitglied

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    hallo ihr lieben


    vielen dank für eure meinungen.
    also ich habe mal die frau angerufen und gefragt ob es sein muß und warum.
    sie sagt es sei für sie wichtig um das genaue mittel für mich zu finden.
    hää??? was hat mein sexualleben mit dem rheuma zu tun.
    ich verstehe schon das ein umfangreicher fragebogen wichtig ist aber so genau!?
    und ich will sicherlich nicht mein rheuma damit wegbekommen aber zur unterstützung dachte ich das es nicht falsch sei.
    komisch ist auch das sie sehr doll wert drauf legt mit mir alleine zu sprechen.
    ich war das erste mal mit meinen freund dort.aber sie sagte das es sehr wichtig sei das ich die nächsten male alleine komme.

    liebe grüße
     
  7. Sterni7

    Sterni7 Neues Mitglied

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    Hi Urmel,

    die auf Deine Nachfrage bezogene Antwort ist arg schwammig und sagt alles und nix. Ich an Deiner Stelle, wollte ganz genau wissen, wieso solche Angaben therapeutischen Nutzen, bzw. Medikamentenstellung-Bedingung seien. Das ist doch erklärungsbedürftig. So sagt es gar gar nix.
    Die Story an sich hat schon etwas sehr Skuriles: Erst detaillierten Seelenstrip hinsichtlich des Sexualverhaltens, und dann noch bitte die nächsten Male allein kommen....? Hast Du einen neuen Fan?
    Nein ernsthaft: Da Vertrauen in die Therapie m. Meinung nach eh das a und o ist, würde ich noch 1 x gezielt nachbohren um diese seltsamen Unsicherheiten auszuräumen.
    Nichts desto trotz, hoffe ich für Dich, daß Dir ein dickes Erfolgserlebnis, soll heißen, große Portion Linderung beschert wird.

    Liebe Grüße aus dem sonnig-schwülheißen NRW
    Sterni
     
  8. Glitzerchen

    Glitzerchen Guest

    doch es ist wichtig

    Hallo Urmel,
    sie hat sich was dabei gedacht. In anwesendheit des Partners, sagt man nicht unbedingt immer das, was einem quer liegt. Auf jedenfall bin ich auch davon überzeugt, das wenn die Seele, nicht ganz ok ist, leidet auch der Körper und umgedreht ebenso. Also mal ehrlich, wenn mir ein Mann solche Fragen stellen würde, dann wären meine Nackenhaare augfestellt. Ein Psychtherapeut hatte mir mal solche Fragen gestellt, das war mir dann irgendwie sehr unangenehm, was ich ihm auch gesagt habe. Wir waren nicht lange Behandler und Patientin.
    Gibt der Frau eine Chance, sie scheint sehr gründlich zu sein.

    Liebe Grüße
    Glitzerchen
     
  9. Urmel

    Urmel Mitglied

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    hallöchen,

    ja richtig ist das schon.das ist ja auch immer wieder mein reden.aber ich glaube nicht das sie mich besser behandeln kann wenn sie weiß ob und wie oft ich mit meinen partner oder alleine....

    liebe grüße
     
  10. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Homöopathie

    Hi...ja man sagt zur Homöopathie, daß sie die Selbstheilungskräfte des Körpers "ankurbelt".
    Zu Beginn der "Behandlung" wird eine Anamnese (Krankengeschichte) als Grundlage erstellt. Dazu werden 1 bis 2 Stunden veranschlagt. Womit man von einer umfangreichen Sache ausgehen kann. Allerdings wird hier auf eine Art Gespräch durch den Homöopathen verwiesen, auch mit den "angezweifelten" Fragen durchsetzt.
    Vorstellen sollte man sich das ungefähr so:
    In der Homöopathie gibt es nicht „die Krankheit", sondern immer nur den „kranken Menschen". Daher ist es grundlegend, ein Gesamtbild des kranken Menschen zu erhalten, hier in einer Art Gespräch, um sich in den Patienten "hineinzuversetzen".
    Auf diese Art und Weise gewinnt der homöopathische Therapeut das Bild eines individuellen Patienten; der Schulmediziner ist hingegen in erster Linie am Bild der Erkrankung interessiert.(sagt man)
    Sprich wir haben jeder eine Art Erkrankung die der Mediziner als "Rheuma" bezeichnen, die Homöopathen aber als individuelle (ich sag jetzt mal) Entgleisung des Einzelnen in spezifischer, von seinem "normalen Gesundheitszustand" abweichender Form.
    Man verwendet auch Begriffe wie "Heilung durch Selbstheilung" oder "Ähnlichkeitsregel der Heilmittel".
    Kann man informativ unter "http://www.homoeopathie.de/" nachlesen.

    Also eine Sache in dem man ganz umfangreich auf den Einzelnen eingeht und versucht einen Ansatz zu finden , warum wir/er krank sind/ist - und nicht warum wir eine oder diese Krankheit haben.
    Ich denke eine schwer zu verstehende Thematik. Deswegen auch umstritten und mit unterschiedlichen Erfahrungswerten.
    Ich würde sagen auf keinen Fall zutreffend bei Epedemien, wenn ich alles richtig zu diesem Thema verstanden habe.
    Aber viele Ansatzpunkte, die man nicht von der Hand weisen kann ?.
    Wären wir krank in schulmedizinischem Verständnis, müßten dann nicht auch die Medikamente bei allen gleich wirken? - Also doch diese Individualität der homöopatischen Sicht?
    Schwierig ...also länger drüber nachdenken ? Weis nicht ? Auf jeden Fall drüber reden, selbst wenn man das alles nur auf "sich nicht mit der Krankheit abfinden" reduziert.....
    Schönen abend noch "merre"