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Übergewicht - Probleme bei Diagnosestellung?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von christine631, 3. Juni 2009.

  1. christine631

    christine631 Neues Mitglied

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    Hallo!

    Habe mal eine Frage an alle, die doch mit etwas mehr Übergewicht zu kämpfen haben.

    Mir wurde bei einem Arzt mitgeteilt, dass eine Diagnosestellung nicht möglich sei. Bei diesem Übergewicht ist eine Untersuchung der Wirbelsäule nicht mehr möglich. Mein Hinweis, dass nicht alles dem Gewicht zuzuschreiben ist, sondern zum Teil auch massive Schwellungen beteiligt sind, wurde nicht akzeptiert.

    Ein MRT, das eine genauere Diagnose zulassen würde, ist nicht notwendig. Trotz andauernd starker Schmerzen!!! Und Entzündungszeichen sind zwar da, aber nicht sehr hoch.

    Meine Hoffnung, endlich zu einer Diagnose zu kommen, gibt es anscheinend nur wenn ich es endlich schaffen könnte abzunehmen. Nur, noch weniger essen als jetzt geht schon fast nicht mehr.

    Was nun???

    Christine
     
  2. Daria

    Daria Gesperrter Benutzer

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    erstmal: wie viel wiegst du denn? ich weiß, sowas fragt man eigentlich nicht. aber die aussage ist schon heftig, von daher müsste man erstmal wissen, über welche "dimensionen" man hier spricht.
    generell finde ich es eine frechheit zu behaupten, man könnte dich wegen des übergewichts nicht richtig untersuchen!
    sicherlich musst du nicht abnehmen um eine diagnose zu erhalten. eine gewichtsreduktion wäre aber sicher auf jeden fall sinnvoll. jedes kilo weniger entlastet die gelenke. aber sollte da was entzündliches sein, wird auch die gewichtsabnahme nicht großartig was bringen.
    du schreibst, dass du nicht viel isst!? dann stimmt da ja irgendwas nicht. wahrscheinlich isst du zwar wenig, aber dennoch das falsche. vielleicht wäre eine ernährungsberatung sinnvoll!? was meinst du?
    auf jeden fall würde ich den arzt wechseln. solche aussagen sind einfach untragbar!
     
  3. Kölner

    Kölner Mitglied

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    Arzt wechseln

    Hallo Christine,

    von solchen Ärzten gibt es leider viel zu viele. Wie ronja76 schon schreibt, ist Gewichtsreduktion immer sinnvoll.

    Bin zwar weder Rheumatologe noch Radiologe kann dir aber aus meiner langjährigen Erfahrung berichten:

    Falls deine Körpermaße es nicht zulassen, dass du in das MRT (Röhre) passt, solltest du wissen, dass es inzwischen offene MRT-Anlagen gibt bei denen das Gewicht keine Rolle mehr spielen dürfte (kommen aus Amerika und da gibt es sehr viele extrem Dicke).

    Habe mal nach "MRT offen" gegoogelt und zum Beispiel folgende Seite gefunden: http://www.mrt-koeln.de/systemvergleich.html

    Wirbelsäulenprobleme lassen sich auch mittels klassischem Röntgen diagnostizieren. PsA-Veränderungen sind dort mitunter sogar besser erkennbar. Extrem zu viel Fett, kann aber ein Röntgenergebnis unbrauchbar machen. Wassereinlagerungen dürften aber kein Problem sein.

    Also: Weiter nach Infos suchen, den Mut nicht verlieren und auf jeden Fall den Arzt wechseln.

    Viele Grüße
    Kölner
     
  4. christine631

    christine631 Neues Mitglied

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    Ich war warscheinlich das erste und auch das letzte Mal dort.

    Ich hatte schon immer Übergewicht, und mit viel Disziplin und Ehrgeiz es geschafft wenigstens meine 80 bis 85 kg zu halten.

    Nachdem immer mehr Medikamente ins Spiel kamen, Antidepressiva, Tilidin, Lyrica schaffe ich es jetzt wenigstens nicht immer weiter zuzunehmen.
    Denn 110 kg bei 172 ist ja schon sehr viel, wenn man aber bedenkt, dass ich immer noch Kleidergr. 50 ohne Pobleme tragen kann ...

    Mit Ernährung kenne ich mich eigentlich gut aus, habe Hauswirtschafterin gelernt, einen Sohn mit extremen Untergewicht!!! und Fruchtzuckerunverträglichkeit. Auch ich kann nur sehr wenig Obst und nur in geringen Mengen rohes Gemüse essen. Salat ist kein Problem. Süssigkeiten esse ist ganz selten, auch gibt es bei mir keine Kekse und keinen Kuchen. Aber ich esse vielleicht schon seit Jahren zu wenig, so dass mein Grundumsatz schon nicht mehr stimmt. Und aus dieser Spirale rauszukommen ist halt nicht so einfach.

    christine
     
  5. Daria

    Daria Gesperrter Benutzer

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    110 kg sind wirklich viel. aber trotzdem ist es möglich, eine diagnose zu stellen. klar, die körperliche untersuchung ist vielleicht nicht ganz so einfach zu beurteilen, aber ein arzt, der sein fach beherrscht, sollte das hinbekommen.
    deine suche nach einem geeigneten arzt wird wohl leider weitergehen. aber sei dir gewiss: auch für dich wird es den "richtigen" geben. auch ich habe (ohne übergewicht) lange gesucht.
    ich drücke dir die daumen.
    und unabhängig davon solltest du was an deinem gewicht ändern. aber das weißte selber :)

    alles gute!
     
  6. bise

    bise Neues Mitglied

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    allein von berufs wegen kennst du dich mit nahrungsmitteln bestens aus. da du das alles beachtest und beherzigst, nebenbei nicht naschst, muss dein vom kg her gesehen extremes übergewicht an anderen faktoren liegen. suche dir den arzt, der auf dich zugeschnitten ist. du musst dem doc sofort klar machen, dass du dich auskennst in ernährungsfragen. dann ist er rein fachlich gefragt. das gewicht muss einen grund haben.
    klar, übergewicht stapaziert die gelenke und damit auch die wirbelsäule.
    viel glück beim finden des kompetenten docs.
    ansonsten mal dich in eine klinik schicken lassen, die auf fettleibigkeit spezialisiert ist. aber vorsicht, die meisten derartigen kliniken interessieren sich nicht für den grund sondern geben ernährungsrichtlinien heraus, womit dir nun nicht geholfen wäre.
    frage doch mal in der klinik in überlingen an, die von dr. lützinger geleitet wurde. die hatten vor einigen jahren sehr kompetente ärzte.
    gruss