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total frustriert nach Rheumatologenbesuch

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Calendula, 4. Oktober 2005.

  1. Calendula

    Calendula Die Ringelblume

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    Hallo zusammen,


    heute hatte ich also den 3. Besuch bei meinem Rheumatologen und ich bin total frustriert.

    Ich habe ihm gesagt, dass ich auf das Cortison depressiv reagiert habe und dass ich Magenprobleme vom Celebrex bekommen hätte. Ich habe ihm den Brief meines Hausarztes gegeben, in dem stand auch drin, dass ich Probleme mit der Blase/den Nieren hatte und nach wie vor eine Mikrohämaturie hätte. Darin stand auch, dass ich wegen meinem Auge beim Augenarzt war und dass ich mit entsprechenden Tropfen behandeln müsste.

    Ich hab ihm von meiner Ferse und der schmerzenden Archillissehne berichtet und ihm die zugeschwollenen Hände gezeigt und ihm berichtet, dass ich wieder vermehrt Schmerzen im Rücken hätte, dass das Cortison in der hohen Stoßdosis zwar bei den Schmerzen eine Besserung brachte, aber die Depression mich so umgehauen hätte, dass ich es wieder reduzieren musste.

    Er hat - wie erwartet - säuerlich reagiert und sagte, ich müsse das Cortison trotzdem nehmen, er würde es gerne mit einer Dosis versuchen, die niedriger liegen würde als die Stoßdosis. Ich habe im ersten Moment panisch reagiert, weil ich so Angst vor einer weiteren Depression hatte. Und da wurde er kurz richtig sauer und sagte, ich würde mit verkrüppelten Händen rumlaufen müssen, wenn ich das nicht nehmen würde. Außerdem seien meine Rückenschmerzen schlimmer geworden, dann käme das nicht vom Rheuma, sondern sei ein Haltungsfehler oder mangelnde Muskulatur, ich solle doch Sport machen. Hallo? Bis vor 3 Monaten habe ich mich aktiv bewegt, dann haute mich das alles komplett um und ich humple nur noch durch die Gegend, kann meine Hände nicht mehr richtig benutzen und mir geht es schlichtweg dreckig. Ich bin einmal sogar als Notfall vor Schmerzen heulend bei meinem Hausarzt gewesen, es war einfach fürchterlich.
    Ich habe zwei ausgewachsene Schäferhunde zuhause, mit den beiden ging es bis dato regelmäßig auf den Hundeplatz und ich habe mich immer bewegt. Ich bin mit dem Motorrad unterwegs gewesen und habe Touren gefahren und jetzt? Jetzt kann ich kein Auto fahren, komme keine 500m mehr auf meinen Füßen, kann nicht mehr einkaufen gehen und bin den ganzen Tag zuhause, weil ich auch sonst nirgendwohin kann oder irgendetwas tun kann.
    Meine Muskulatur im Rücken ist gut ausgeprägt und meine Schmerzen sind vor allem in den ISG und im untersten Wirbel der LWS. Dort kann kein Muskel derart stützen, dass es deswegen zu Schmerzen kommen würde.
    Dass mir das Brustbein und beide Hüften schmerzen hat er ignoriert oder nicht wahrgenommen (?) und bis zu den Fingerendgelenken bin ich gar nicht gekommen, ich hab mich nicht mehr getraut nach seiner Reaktion den Mund aufzumachen. Die Mittelfinger, auf beiden Seiten schmerzen an den Fingerendgelenken, sie sind auch beide geschwollen. Hat er nicht gesehen oder nicht sehen wollen.
    Er meinte noch, es gäbe außer Cortison und entweder Arcoxia bzw. Celebrex nichts, was ich nehmen könnte.
    Ich bin seronegativ, im Blut ist nichts zu finden, Röntgen und MRT der Wirbelsäule und der ISG hat nichts ergeben. Kontrastmittel wurden nicht eingesetzt. Man sieht sehr deutlich die geschwollenen Hände und Füße und damit bin ich mit dem Stempel "cP" aus der Praxis raus. Vor lauter Angst und Aufregung habe ich sogar vergessen den Termin in 6-8 Wochen zu vereinbaren. Ich wollte nur noch raus aus der Praxis.

    Und jetzt? Jetzt bin ich wieder da, wo ich schon so oft war. Ich habe Schmerzen, Angst und ich fühle mich fürchterlich, überfahren. Ich kann mich nicht wirklich wehren. Wenn man Menschen unter Druck in "Flight" und "Fight" prozentual einstuft, dann falle ich in fast 100% in "Flight". Ich kann es irgendwie nicht, egal wie sehr ich es mir vornehme. Einige Leute haben schon vorab versucht mich aufzubauen und haben mir gesagt, ich muss darum kämpfen, aber wenn jemand irgendwie massiv wird, dann kann ich nicht mehr kämpfen, dann geht es nicht, ich schaffe es nicht über diesen Schatten zu springen und dieser Schatten kostet mich eines Tages noch meine Gesundheit und mehr.

    Übermorgen habe ich einen Termin bei meinem Hausarzt bekommen können, bei dem er etwas mehr Zeit haben wird. Ich vertraue den Ärzten dort in der Praxis sehr, aber dort weiss ich oft halt auch nicht, wie ich mich für mich einsetzen kann. Ich könnt mich so in den Allerwertesten beissen...

    Ach au Backe! Warum bin ich auch nur so ein hasenfußiges Weichei ohne Durchsetzungsvermögen?

    Calendula
     
  2. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Calendula,

    nach diesem Erlebnis kann ich Dir nur allerwärmstens empfehlen, sofort den Rheumatologen zu wechseln. Ein Rheumatologe, der behauptet, ohne Cortison würden sich Deine Hände verkrüppeln (sinngemäß), hat einfach keine Ahnung. Cortison hält die destruktiven Prozesse in den Gelenken nämlich nicht auf. Auch mittels Arcoxia, Celebrex & Co. wird diesbezüglich nichts verhindert.

    Auch bei mir gab es lange keine gesicherte Diagnose. Klar war vor ca. 6 Jahren nur, dass ich an einer chronisch-entzündlichen rheumatischen Erkrankung leide. Also bekam ich mein erstes Basismedikament. Eine definitive, d.h. gesicherte Diagnose habe ich erst seit September vorigen Jahres. Trotzdem bin ich schon seit langem basistherapeutisch so gut eingestellt, dass die von Dir beschriebenen Beschwerden längst der Vergangenheit angehören. Ein Glück!!!

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  3. rephi38

    rephi38 Neues Mitglied

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    Hallo, hallö, hallöle,

    ich kann dich so gut verstehen. Seit 2 Wochen habe ich ein mächtiges Tief und ich wußte nicht wie ich damit umgehen soll. Ich habe innerliche Aggressionen und weiß nicht weiter. Sobald ich darüber schreibe kommen mir die Tränen. Vor 3 Wochen war ich ständig im Chat habe erzählt und auch der Workshop war super interessant. dann hatte ich einen Termin bei meinem Rheumatologen und bin in ein tiefes Loch gefallen.

    Diagnose-PSA vor einpaar Wochen. Deutliche Zeichen in den Röntgenbildern von Fingern und Zehen, erkennbar an den Gelenken. Die Zyntegraphie zeigte ebenfalls Entzündungen, das MRT war nun unauffällig. Keine Anzeichen im Blut. Mein Rheumadoc meinte nun es ist kein Rheuma ich sollte zum Orthopäden gehen.
    Ständig Schmerzen in allen Gelenken, besonders die Finger werden täglich schlimmer. Habe 3 Bandscheibenvorfälle und nehme regelmäßig Valoron, oft komme ich aber nur noch mit Oxyigesic aus.
    Ich weiß nicht weiter.
    Sorry....wollte es nur mal los werden.
    lieben Gruß
    rephi
     
  4. Mni

    Mni Aktives Mitglied

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    Hallo Calendula und Rephi,

    leider kann ich gut mit Euch fühlen, bin in ähnlicher Situation, zudem noch alleine und arbeitslos , seit über vier Jahren mit massiven Beschwerden, aber ohne Diagnose- war bei mehreren Rheumatologen!!!!!-aber ich habe NIX-Cortison hilft mir klasse.
    Z.Zt.sind die Hände wieder schlimm- wie es mir wirklich geht, schreibe ich lieber mal nicht ausführlicher.


    Gruß von Mni
     
  5. KayC

    KayC Stehauffrauchen

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    Hallo Calendula,

    fühl Dich erstmal getröstet, ich kann Deinen Frust gut verstehen. Ich habe am Anfang auch so ein menschliches Wunder an Rheumatologen gehabt. Nur war meiner wenigstens einigermassen gut informiert. Die drei oder vier Male die ich bei ihm war, bin ich heulend aus der Praxis raus, dann hatte er mich in eine fiese Rheumaklinik überwiesen und damit war bei mir vorbei und ich habe den Rheumatologen gewechselt.

    Ich will mich in das Gebiet der Rheumatologie nicht einmischen, andere müssen dafür lange studieren. Aber ich finde das hört sich nicht nach einer cP bei Dir an. Archillessehnenansatz, ISG und WS (war bei mir erst Jahre später was im Röntgenbild zu erkennen), die Fingerendgelenke (die bei cP nur selten betroffen sind), der negative Rheumafaktor geht doch irgendwie in den Bereich der seronegativen Spondarthriden. Vielleicht sogar PSA.

    Ok. Such Dir einen Neuen. Natürlich internistisch veranlagt. ;) Das mit dem Wehren und Durchsetzen bei sehr dominanten Menschen ist nicht jedermanns Sache und meine (auch wenn ich immer so forsch erscheine) auch nicht. Kann ich nicht. Sprich mit dem Hausarzt drüber, ob es in der Nähe noch einen int. Rheumatologen gibt, eine Rheumaambulanz oder ähnliches. Weil in Behandlung mußt Du. Und Du mußt auch informiert sein. Aber das machst Du schon.

    Wie hoch war denn die Stoßdosis und wie hoch das was Du jetzt an Cortison nehmen sollst?

    Lieben Gruß
    Katharina
     
  6. Pimboli

    Pimboli Neues Mitglied

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    Kunde "Patient"

    Was viele Ärzte immer noch nicht begriffen haben ist, daß wir Patienten Kunden sind. Und wenn ich krank bin gehe ich zum Arzt, damit er mir helfen soll und nicht um mich von einem Arzt fertig machen zu lassen.


    Ich war auch immer ruhig, habe stundenlang in der Praxis gewartet, war immer schön höflich und brav, bis mir mal der Kragen geplatzt ist. Ich habe beruflich viel mit Ärzten zu tun und festgestellt, alles soll möglichst schnell (wegen der Kosten), möglichst preisgünstig und möglich zu einem von ihnen gewünschten Termin, dann aber pünktlich von statten gehen.

    Allerdings ist meine Zeit für mich auch kostbar und ich sehe nicht ein, daß ich als Schmerzpatient mit einem Termin mich noch 2 Stunden ins Wartezimmer zu setzen um mich nachher vom Arzt auch noch dumm anmachen zu lassen.

    Nachdem ich es endlich mal geschafft hatte und meine Klappe aufbekam um Dampf abzulassen, wurde ich plötzlich als Kunde, als sehr guter Kunde behandelt. Schließlich muß ich in jedem Quartal antreten (wegen Diabetes, Bluthochdruck, Rheuma usw.).

    Jetzt werde ich mit Handschlag begrüßt und der Doc hat auch mal Zeit um zuzuhören.
     
  7. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Hallöchen,

    also grad mal so eingeworfen: ich nehme seit 11 Jahren Cortison wegen cP, ich habe keine Depressionen wegen Cortison, sondern weil ich mit der Krankheit nicht zurecht gekommen bin !! Das ist einfach Fakt - Cortison kann depressive Stimmungen untermauern, aber keine Depressionen alleine produzieren.

    Dein Rheuma-Doc ist wirklich ein Nichtskönner; wobei ich für mich sagen kann, meine Knochen sind ok, mir geht es gut und ich würde um nichts auf der Welt auf Cortison verzichten !!

    Dir wünsche ich einen besseren Facharzt, alles Gute.

    Pumpkin
     
  8. JMCL

    JMCL Neues Mitglied

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    Hallo Calendula,
    auch ich kann Uschi nur aus eigener Erfahrung zustimmen, nicht das Cortison hat meine depressive Verstimmung ausgelöst, die war schon da und wurde durch den Schock der Erkrankung massiver.
    Zum anderen möchte ich Dir auch Mut machen, den Arzt zu wechseln. Es bringt wirklich nichts, wenn Du schon angespannt dort hin gehst, wie soll da ein vertrauensvolles Verhältnis aufkommen? Mir ist es gerade mit meinem Hausarzt passiert, und ich hab meinen ganzen Mut zusammennehmen müssen, um nocheinmal zu ihm zu gehen und mit ihm darüber zu reden. Und ich dachte, o verdammter Mist, woher soll man eigentlich immer die Kraft nehmen, auch noch mit den Ärzten zu diskutieren, wenn eine Behandlung einem merkwürdig erscheint und man - wie in meinem Fall - eigentlich den Sinn nicht so recht versteht.
    Das ist - finde ich - immer wieder die Crux, Energie und Kraft aufwenden zu müssen für solche Fälle, dabei brauchen wir doch die Energie und die Kraft und den Mut für uns selbst so sehr.
    In diesem Sinne wünsche ich Dir, dass es Dir innerlich und äußerlich bald wieder ein wenig besser geht,
    JMCL
    PS. Übrigens, das Gespräch mit meinem Hausarzt ist äußerst positiv verlaufen, ich erfuhr, dass er mitdenkende PatientenInnnen schätzt und wir haben uns gemeinsam auf einen anderen Weg der Behandlung geeinigt.
     
  9. akinom 64

    akinom 64 Neues Mitglied

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    Hi Calendula

    habe mir deinen ausführlichen Bericht sehr genau durchgelesen, auch der antwortenden Leute. Man... da bekommt man ja richtig furcht, wenn man so etwas liest, denn ich war bisher noch bei keinem Rheumatologen. Hoffentlich geht es mir danach nicht so wie dir und einigen anderen hier.

    Ich glaube also auch, dass du dringenst einen neuen Rheumatologen aufsuchen solltest. Das brauch sich niemand gefallen zu lassen, dass so mit Menschen umgegangen wird. Wir alle kennen es Schmerzen zu haben und verhoffen uns von den Ärzten Hilfe und da brauch es und nicht noch mieser gemacht werden, als es uns ohnehin schon geht.

    Ich wünsche dir alles Gute. Auch wenn du denkst es geht nicht mehr, da kommt von irgendwo ein Lichtlein her.
     
  10. Calendula

    Calendula Die Ringelblume

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    Hallo und guten Morgen!

    Danke euch für die lieben Worte. Ich glaube ihr habt Recht, dass die Depression nicht allein vom Cortison gekommen ist. Ich bin schon etwas niedergeschlagen, aber so richtig umgehauen hat mich diese Stoßdosis.

    Die Schmerzen, die Einschränkungen, die Ungewissheit und die jahrelange Erfahrung, dass ich Simulantin sei (ich weiss doch zum Kuckuck, was mir weh tut!) erzeugte nicht gerade eine positive Haltung gegenüber Ärzten.

    Ich habe seit 20 Jahren immer wiederkehrende Schmerzen. Begonnen hat es im Rücken (ISG) und der Hüfte, zwischenzeitlich sind meine Hände und Füße auch in reichlich Mitleidenschaft gezogen worden.

    Ich habe schon Leistungssport betrieben, ich habe hier (in Kartons versteckt) sogar Pokale und Medaillen rumfliegen. Es kann nicht sein, dass meine Muskulatur unterentwickelt ist. Das ist eine billige Erklärung für etwas, das man sich nicht so einfach erklären kann. Ich bin bis zu Beginn dieses Schubes aktiv gewesen. Ich war ständig mit den Hunden draußen, bin schwimmen gegangen, mit dem Motorrad Touren veranstaltet und wollte jetzt sogar mit dem Gleitschirmfliegen anfangen (hoffentlich klappt's irgendwann - im Augenblick ist es definitiv nicht drin).

    Mein Brustbein kann nicht von unterentwickelter Muskulatur schmerzen, genausowenig die Hüfte. Ich fühle mich wie auf dem Fliessband abgefertigt und nach Katalog abgehakt.

    Morgen ist der Termin bei meinem Hausarzt. Ich werde jetzt Infos zu PSA zusammensuchen (das meiner Meinung nach zu 100% passt, ich hatte sogar schon diese Schuppeflechte im Bauchnabel! Das ist aber jetzt ca. 1/2 Jahr her) und ihn darauf stoßen und mit ihm reden, was man denn machen könne. Dann werde ich klären, wie ich diese Depression in den Griff kriege, ich will und kann mich davon nicht unterkriegen lassen, ich will doch leben und nicht vegetieren.

    In 6 Wochen schreibe ich in meinem Zweitstudium meine Zwischenprüfungsklausur (4 Stunden schreiben :eek: ) eigentlich sollte es bis dahin OK sein. Ich werde aber sicherheitshalber an der Hochschule klären, ob ich alternativ die Prüfung mündlich ablegen kann.

    Ich finde es schlimm, dass es einige gibt, die ähnliche Arzterfahrungen hinter sich gebracht haben, wie ich.

    Ist es denn wirklich so, dass mit den beiden COX2-Hemmern und Cortison alles getan ist, was man machen könne? Alle anderen Medikamente, die er mir geben könnte, wären für meine Verdauung nicht vertretbar, behauptet er. Ich reagiere auf Celebrex, als hätte ich ein Glas Reisszwecken geschluckt und von Arcoxia habe ich Bauchschmerzen und mir ist megaübel. Zwischenzeitlich habe ich Durchfall, wahrscheinlich von den Medikamenten.

    Liebe Grüße,
    Calendula (die hasenfüßige Tante)
     
  11. adina

    adina Mitglied

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    Hallo Calendula,

    deine Geschichte hätte glatt von mir sein können.Jahrelang habe
    auch ich nicht getraut etwas zu erwidern,sobald ich merkte,daß
    der Doc "säuerlich" reagierte.Vom Simulanten bis zum Therapieverweigerer war ich eigentlich alles,wenn es nicht nach
    dem Programm des Arztes ging. :(
    Zudem war auch ich seit meinem 7.Lebensjahr aktiv in einem
    Sportverein und mußte mir natürlich zu Anfang meiner Rheumakarriere
    sagen lassen,mit mehr Sport hätte ich sicher keine Probleme mit
    dem Rücken.Und was bekomme ich darauf als Antwort>>>"das war dann
    sicher der falsche Sport" :confused: .Nur noch zur Information-es bestehen
    3 Bandscheibenvorfälle(1 davon sehr groß),degen.Veränderungen auf
    fast allen Etagen und eine ausgeprägte Osteoporose mit einem
    T-Score von -3,7. Einbildung laß grüßen. :p ;)
    Jetzt habe ich einen sehr guten fähigen Rheumadoc.Der stellte
    relativ schnell fest,daß ich unter anderem auch eine
    seronegative rheumatoide Arthritis habe.
    So muß man sich nicht behandeln lassen.Suche dir einen anderen
    Rheumatologen,der dich nicht nur mit Cortison vollstopft,sondern
    auch eine anständige Basistherapie verordnet.Dein jetziger Doc
    scheint nicht zu wissen daß man nur so die drohenden Gelenkschäden vermeiden kann.Nur mit Corti und Schmerzmedis
    funktioniert das nicht.Ein guter Arzt vernachlässigt natürlich
    auch die Nebenwirkungen nicht und beachtet auch das Seelenleben.
    Ich weiß,wie frustrierend das ist,wenn man so viel leisten konnte, dann plöztlich geht nichts mehr und nun kommt noch ein
    ganz"schlauer"daher mit>>>sie hätten mehr...u.s.w. :mad:
    Laß den Kopf nicht hängen,schau dich mach einem anderen Arzt um
    und vor allem überhöre solche dummen Sprüche.Aber wenigstens
    scheinst du ja mit deinem HA gut zurechtzukommen.Vielleicht
    kann er dir witerhelfen.
    Da es dir aber so sehr schlecht geht,wäre nach meiner Meinung
    auch eine statinäre Behandlung angezeigt.

    Achso und laß dir unbedingt Magenschoner verordnen.Das ist bei
    den Medis sehr wichtig.


    Ich wünsch dir alles Gute und baldige Besserung
    adina :)
     
    #11 5. Oktober 2005
    Zuletzt bearbeitet: 5. Oktober 2005
  12. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    ein hallo an alle so rheumaärztlich schlecht versorgten ....

    habt ihr nicht in eurer nähe eine vernünftige rheumaklinik die wenns geht auch noch eine vernünftige rheumaambulanz integriert hat??? das wäre doch DIE lösung, oder? ...."träum".....

    so schlagt ihr zwei fliegen mit einer klappe
    1. ihr bekommt nen guten internistischen rheumadoc
    2. der informationsfluss zwischen ambulanz im hause und der klinik läuft meist unproblematisch

    ansonsten ein rat von mir, das ihr euch nicht unterbuttern lassen solltet! jeder rheumatiker braucht, gemäß der schulmedizin, eine basistherapie .... seine basistherapie ... also fordert sie ein! es sind eure knochen!

    kopf hoch
     
  13. Mni

    Mni Aktives Mitglied

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    hallo Calendula,

    Deine Beschwerden sind meinen wirklich sehr ähnlich- neben dem Brustbein hab ich's auch ganz dolle..
    Na dann schaun wir mal, wer von uns beiden als erste ne DIagnose bekommt- aber wetten- es ist die Gleiche????

    Gruß von Mni
    ..nicht unterkriegen lassen!!!!!
     
  14. rheumi67

    rheumi67 Meer u- Strandsüchtig

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    Hallo rephi38,

    ich habe auch PSA , seit 12/04 diagnostiziert und werde mit Basismedis MTX 1x 25 mg wöchtl. , u. Prednisolon ( Cortison)tägl. behandelt.
    Das dein Rheumadoc sagt, PSA wäre kein Rheuma,ist doch sehr verwunderlich,da er ja eigentlich vom Fach sein sollte...,
    PSA ist eine rheumatische Erkrankung und muss auch als solche entsprechend behandelt werden.
    Im Blut findet man hierbei keine Rheumafaktoren, ich bin seronegativ
    mit HLA B 27 pos.getestet worden.
    Du solltest doch vielleicht noch mal einen anderen Rheumatologen aufsuchen, am besten einen internistischen, nur Schmerzmittel auf Dauer, ohne dauerhafte Wirkung auf die eigentliche Entzündung, führen wohl eher zu Magenproblemen , als die Verformung der Gelenke zu stoppen.
    Ich habe auch einen sogenannte Wurstfinger, der sich wohl nicht mehr ganz zurückbilden wird, da die Gelenkkapsel kaputt ist, aber die Entzündung ist zu Zeit erst mal weitgehends gestoppt und darauf kommt es an.
    Auch mein Rücken ( Kreuzdarmbeingelenk) macht zur Zeit keine Mucken mehr, kann sogar wieder leichten Sport machen, dank der richtigen Medis.
    Daran war vor 1 Jahr nicht zu denken.
    Ich möchte dir Mut machen, es kann besser werden, mit dem richtigen Doc.
    Und sagt dem Arzt , wenn ihr Zweifel an der Therapie habt, ein guter Arzt sollte Verständnis für Patientenängste haben.
    LG
    rheumi67


     

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  15. bise

    bise Neues Mitglied

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    bei Frau Antje
    hallo calendula,
    gibt es in deinem ort keinen weiteren rheumatologen, zu dem du hingehen könntest?
    lass dich bloss nicht fertigmachen von dem typ. du wirst immer wieder auf ärzte treffen, die einfach nicht wahrhaben wollen, dass jem krank ist. sie sehen nur das, was sie sehen wollen. motto. wer nix (be)merkt, braucht auch nicht zu handeln. - sprich schont das budget -
    ich glaube, diese riege wird zahlenmässig immer grösser. das ist schlimm für die betroffenen. tipp, sollte der doc dich fertigmachen, schalte ab, ohren auf durchzug und dann fange wieder von vorne an. ich begrüsse meinen doc immer so: "bitte nicht sauer sein, ich brauche sie jetzt, ja ich weiss, dass ich ne schusselige alte heulsuse bin, doch ich habe schmerzen" oder so ähnlich .... jetzt lacht er schon, er lässt mich ausreden. denke immer daran, manche docs haben den allerwertesten beim patienten im sprechzimmer, derweil geht der kopf, d.h. das gehirn, im all spazieren, sie denken an die gögas, kinder, konto, urlaub dgl. damit sind sie beim nachdenken hinreichend ausgelastet. da stört der patient nur. that is life.
    nix für ungut,
    mit grinsenden grüssen
     
  16. Amulan

    Amulan Ich bin harmlos!

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    ...ach so, jetzt weiß ich endlich, warum mein Doc nie mitkriegt, was ich sage... :D :(
     
  17. bise

    bise Neues Mitglied

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    bei Frau Antje
    ja was glaubst du denn, docs sind auch nur menschen..... keine halbgötter in weiss...
    und menschlich ist, dass sie mit ihren gedanken auch überall sein können nur nicht bei der arbeit. dann kriegen sie auch nicht mit, was gerade so läuft. manchmal träumen sie sich den frust mit den immer noch kranken patienten einfach fort und patient "ist " dann gesund.
    was glaubst du, wieviele diagnosen ich schon gehört habe, nur weil der doc mich mal wieder bzw. meine akte verwechselt hat?
    gruss mit grinsen
     
  18. Curie

    Curie Neues Mitglied

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    Hallo Calendula,

    mir ging es vor Jahren ähnlich wie dir. Mein HA sagte zu mir:"Wenn sie das Cortison nicht nehmen, sind die Hände in zwei Jahren verkrüppelt. Auch die damalige Rheumatologin, war oft säuerlich, weil ich nicht alles mit mir machen ließ. Die Therapieempfehlungen waren zwar Alle nicht verkehrt, aber ich war damals einfach nicht in der Lage all diese Medikamente einzunehmen. Vor der Erkrankung war selbst schon eine Kopfschmerztaplette ein rotes Tuch für mich und jetzt sollte ich soche Hämmer nehmen. Für mich fast wie Vergewaltigung. Ich hatte mehr Angst vor einer Therapie als vor dem Rheuma selbst. Es dauert leider oft erst eine Zeit, bis man diese Krankheit annehmen kann.
    Wichtig ist es, dass du einen Artzt findest, der das versteht und damit umgehen kann. Rate dir such dir einen anderen Rheumatologen. Hab das damals auch getan und wirklich großes Glück mit meinem Neuen gehabt. Schon allein das Gefühl endlich angekommen zu sein, hat mein Rheuma positiv beeinflusst und die Depressionen waren auch wie weggeblasen. Mit der Zeit hab ich auch eingesehen, dass die Medis nicht so schlimm sind wie das Rheuma.
    Neben PSA, könnte es sich bei dir auch um MB handeln. MB ist bei Frauen im Bereich der Wirbelsäule oft nur sehr geringförmig ausgeprägt und beschränkt sich dann auf andere Gelenke. Auch der Marker HLA b 27 muss nicht zwingend vorhanden sein. Lass dich bitte auch auf alle möglichen Infektionsquellen untersuchen. Borellien, Yersinien , Helicobacter Polyri usw.
    LG Curie
     
  19. Calendula

    Calendula Die Ringelblume

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    Hallo Curie!

    Auf entsprechende Infekte wurde ich bereits getestet. Alles negativ.

    Wegen der Depression und meiner Reaktion: Ich glaube das liegt wirklich auch daran, dass es mich in den letzten 3 Monaten reichlich durchgebeutelt hat und auch teilweise Ärger mit der Krankenkasse etc. mir nicht gerade noch eine zusätzliche, angenehme "Gesundung" bescherte.

    Blödsinnigerweise klagt meine 15-jährige Tochter ebenfalls über Schmerzen in den Gelenken und im Rücken und seit diesem Sommer hat sie einen Ausschlag. Sie hat seit ein paar Tagen eine Überweisung zum Rheumatologen in der Tasche, den Termin habe ich für sie auch schon vereinbart.

    Zwischenzeitlich habe ich mich auch wieder beruhigt und werde mir das alles durch den Kopf gehen lassen.

    Mein Hausarzt meint, dass die Therapie jetzt erstmal so laufen muss, er kann leider nichts machen, da er sich mit rheumatischen Erkrankungen nicht genügend auskennen würde (nachvollziehbar). Er meinte aber, dass ich, sobald sich irgendwo ein schuppiger Ausschlag oder irgendeine andere Sache auf der Haut zeigen würde, sofort bei ihm anrücken soll. Klar, das mache ich doch glatt ;)

    Ich soll noch Krankengymnastik bekommen und in einer Woche, wenn meine Regel vorbei ist, soll ich wieder vorbeikommen auch schon um die Niere/Blase zu kontrollieren. Zum Augenarzt soll ich nochmal gehen, wegen dem Auge und zur Kontrolle, also werde ich das auch noch erledigen.

    Liebe Grüße,
    Calendula (wieder wesentlich besser "drauf", als vor 2 Tagen)
     
  20. Didi

    Didi Neues Mitglied

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    Hallo,
    habe Deinen Beitrag gelesen und möchte Dir das Rheinische Rheuma-Zentrum
    in Meerbusch-Lank empfehlen. Außer der Rheumatologie ist auch eine Abteilung für Orthopädie, die arbeiten natürlich zusammen. Habe schon zwei mal dort stationär gelegen und nur gute Erfahrungen gemacht.
    Gute Besserung wünscht Dir
    Didi