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Therapie bei einem Tennisarm?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von engel912, 8. Mai 2013.

  1. engel912

    engel912 Neues Mitglied

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    Hallo ihr Lieben!

    Meine Frage wäre, welche Therapie-Möglichkeiten es bei einem Tennisarm gibt.
    Zwei Spritzen mit Cortison habe ich schon bekommen, mit mäßigem Erfolg. Bei der 1. hat es 2 Wochen gehalten, die 2. hat 3 Monate geholfen, doch seitdem ist es voll wieder da. Epicondilits-Spange und Bandage helfen garnicht, sondern tun mehr weh :(
    KG habe ich immer gehabt, aber auch damit kein dauerhafter Erfolg...
    Ich habe eine PSA, therapiert mit 20 mg MTX wöchentlich.
    Hat hier jemand auch dieses Problem und hilft irgendwas dauerhaft?

    Vielen Dank für eure Antworten.

    LG Sandra
     
  2. manu82

    manu82 Neues Mitglied

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    hallo Sandra,

    kenn dein Problem nur zu gut.
    Was du noch versuchen kannst ist Ergotherapie. Bei mir wurde erst Wärme durch eine heisse Rolle appliziert, dann Querfriktion und getriggert und zum Abschluss Elektrosonophorese. das ganze 2x die Woche und übers Wochenende mit Kinesiotaping unterstützt. das Tapen hat super geholfen aber aus beruflichen gründen ging des eben nur am Wochenende.

    Das problem mit den Spangen hatte ich auch und hab dann Epidrainbandagen bekommen. Des war viel besser und die 50€ für beide hab ich gern dazubezahlt( die günstigeren sind vom tragekomfort net so der bringer).

    Hab das Problem auf beiden Seiten so dass sich das ganze immer wieder hochpusht.

    als Ultima ratio bleibt dir die Op zb nach Wilhelm und Homann.
    Hab mich schlußendlich auf drängen des Arztes dafür entschieden ud hab am 16. 4. die erste Seite machen lassen. Ich muss sagen ich hätte es früher machen lassen sollen. Der Epicondylitisschmerz ist seit der OP fast ganz verschwunden und es wird täglich besser. Allerdings ist die Heilungsphase doch etwas länger und schmerzhafter als ich dachte.
    Man sollte aber vor einer Op mind. 6 Monate eine Konservative Therapie durchführen und nur bei einer Therapieresistenz operieren.

    Da du geschrieben hast dass dir die Cortisoninjektion beim 2. Mal 3 Monate geholfen hat würd ich auf dieser Schiene ersmals weitermachen und statt der Spangen die Bandagen mal versuchen. Die bringen echt erleichterung bei der Arbeit.
    Kinesiotaping tut au net weh und hilft, und ein versuch ist´s auf jeden Fall wert.

    Hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen und solltest du noch Fragen haben kannst dich gerne melden.

    Wünsch dir auf jedenfall ne gute Besserung und viel Erfolg dass es net bis zur OP kommt.

    Sonnige Grüße Manuela[​IMG]
     
  3. Mitchel

    Mitchel Neues Mitglied

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    Hallo,ich leide selbst immer wieder mal an Tennisarm.
    Spangen und Cortisonspritzen helfen mir auch nur bedingt.

    Was mir immer hilft auch wenn es nicht angenhem ist...
    Dehnen heißt das Zauberwort.
    Hier mal ein Link zu den Übungen:
    http://tennisarm.ch/
    Morgens schon bevor ich aufstehe verschränke ich die Hände ineinander und strecke die Arme komplett durch mit nach oben gedrehten Handinnenflächen.

    Zweimal im Monat gehe ich zur Physio und lasse die Muskel-und Sehenansätze mobilisieren.
    Seit jetzt fast einem Jahr hab ich Ruhe.
    Operation kommt für mich nicht in Frage.
    Nur wenn es sich nicht mehr anders lösen läßt.
     
  4. engel912

    engel912 Neues Mitglied

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    Hallo manu,

    danke für deine Antwort. So ähnlich macht mein physio das. Nur bei mir mit Kälte, da ich da besser drauf reagiere, leider... (Wärme wäre schöner )
    Die Bandage habe ich auch, jedoch hilft die nicht...
    Tapes sind immer gut, jedoch habe ich auch da nur Effekt solange sie drauf sind
    Hmm, bei den Cortison Spritzen bleiben? Das finden die sehnenansätze nicht so toll. Da rät meine HÄ dringend von ab.

    Schön das dir die OP geholfen hat, vielleicht ist es eine Option?! Mache schon seit über 1 Jahr damit rum...

    LG Sandra
     
  5. engel912

    engel912 Neues Mitglied

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    Hallo Mitchell,

    das ist ein guter tip, das werde ich mal versuchen. Danke.

    OP wollte ich auch die ganze Zeit nicht, aber so langsam habe ich die Nase voll. Also ist es für mich vielleicht doch eine Möglichkeit.

    LG Sandra
     
  6. Küstennebel

    Küstennebel Mitglied

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    Hallo Sandra,

    den Tipp von Mitchell kann ich nur bestätigen. Mein Orthopäde zeigte mir genau diese Dehnübungen. Spritzen halfen mir nicht. Die Dehnübungen brauchen ihre Zeit, aber sie haben mir letztendlich auch geholfen.

    Meine Bekannte hat gerade wegen Tennisarm bei ihrem Physio mit einer Ultraschallbehandlung begonnen. Ob dieses hilft, wird sich dann zeigen. Vielleicht wäre auch das noch eine Möglichkeit?

    LG
    Küstennebel
     
  7. manu82

    manu82 Neues Mitglied

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    Hallo Sandra,

    tja des mit den Tapes ist halt so dass sie nur mit Bewegung solange sie drauf sind wirken. Wobei sie extrem linderung bringen wenn man ne zeitlang mit ihnen durchhält. Dehnen ist das A und O und zwar immer und überall. habe jede freie sekunde dazu genutzt. hat leider nix gebracht, liegt aber halt au an der polymyositis.
    Lass dir das kortison doch mal unterhalb des sehnenansatzes spritzen. hatten vor ca.4 Jahren nen Israelischen Chirurgen bei uns im OP der mir mit Tendospasmin (Langzeitcortison mit Lokalanästesie) unterhalb also quasi genau an den Übergang Sehne/Muskel des M. Brachialis gespritzt. Des tat zwar echt weh aber ich hatte 2 Jahre Ruhe. Leider hilft jetzt dank der Poly des nicht mehr. Aber ein Versuch wär´s wert und schont die Sehnenansätze
    @Mitchell
    stimmt op nur wenns gar nemme anders geht. Wobei der Arzt der diese Op bei uns durchführt extrem gut erfahrungen damit gemacht hat. Schon allein die denervierung bringt nen super erfolg. Durch meine PM lässt sich die ursache nicht ganz beseitigen aber es tut halt nemme weh und das ist schon mal viel wert.

    Abschliesend muss man leider sagen dass es 100 Möglichkeiten der Behandlung gibt und jeder für sich das Richtige herausfinden muss. Jeder Arzt hat da auch noch so seine Erfahrungen und bringt diese ein. Was ich jedoch interessant finde ist das die Methode wait and see ( auf Deutsch abwarten und Tee trinken) nach einem Jahr genau die gleiche Besserungsrate von 85% hat wie Cortisoninjektionen und Physio/Ergotherapie.

    @Sandra überleg dir des mit der OP aber echt gut, die Zeit dannach ist kein Spaß. Komm grad von der Physio und war nach den 20 minuten nassgeschwitzt und verheult. Mir hat´s nach 5 minuten schon gereicht.
    Des mit dem Kühlen wär mir lieber weil im Sommer oder au Frühling bei 25° und dann auch noch Wärmetherapie ist echt hart. und mir ist eh schon immer zu warm. wollen wir tauschen ;-) ?

    Schönen Nachmittag Manuela[​IMG]
     
  8. engel912

    engel912 Neues Mitglied

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    @manu
    Tauschen? Gerne
    Ansonsten werde ich jetzt fleißig dehnen!
    OP steht noch nicht im Raum, aber wenn es noch 6 Monate so weiter geht, werde ich wohl doch drüber nachdenken.
    Ich werde auch mal hören was die Rheuma-Ambulanz dazu sagt, Termin ist aber erst am 11.06.

    @küstennebel
    Ultraschall Therapie..., ok... Mein Chirug will mir stosswellen Therapie verkaufen. Ich sage bewusst verkaufen, weil er bei jedem Termin mit irgendeiner Igel-Leistung ankommt :(
    Aber schreibe doch bitte mal ob es ihr hilft.

    Insgesamt habe ich halt auf Grund der PSA viele sehnenansätze entzündet. Beim Arm und bei den Achillessehnen hilft halt bis jetzt nix :(

    Vielen lieben Dank für eure Tips!!!

    LG Sandra
     
  9. Küstennebel

    Küstennebel Mitglied

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    Hallo Sandra,

    gerne berichte ich, ob die Ultraschallbehandlung meiner Bekannten geholfen hat oder nicht. Da sie aber erst eine Behandlung hatte, kann sie noch keine Aussage treffen. Sowie ich was Neues weiß, werde ich aber gerne berichten.

    Oh ja, das ist ärgerlich, die Ärzte und ihre Igel-Leistungen. Da kann ich mich auch immer drüber aufregen:mad:

    LG
    Küstennebel
     
  10. engel912

    engel912 Neues Mitglied

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    Super, das ist lieb von dir!

    Das Problem mit den Igel Leistungen habe ich zum Glück nur bei diesem. Sonst würde ich....

    LG sandra
     
  11. jd4401

    jd4401 Neues Mitglied

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    Hallo,

    auch ich habe PsA und ständig mit Sehnenansatzentzündungen zu tun. Ich hatte bereits an beiden Armen ( zum Glück nacheinander) einen Tennisarm. Angefangen mit dem rechten Arm. Hier habe ich sämtliche konservative Therapien durchgemacht und wirklich geholfen haben nur die Dehnungsübungen. Nach gut einem Jahr waren die Schmerzen dann endlich weg. Am linken Arm habe ich von Anfang an mit Dehnungsübungen angefangen und keine anderen Therapien gemacht, aber auch da dauerte es wiederum gut ein Jahr und die Schmerzen waren weg. Und das habe ich schon öfter auch von anderen Betroffenen gehört, das man hier eben Geduld braucht und es ohne OP genauso lange dauert wie mit. Ich würde hier nicht operieren lassen.

    liebe Grüße
    Dagmar
     
  12. engel912

    engel912 Neues Mitglied

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    Hallo Dagmar, danke für deine Antwort.
    Aufgrund eurer Empfehlungen habe ich gestern meinen physio um dehnübungen gebeten. Jedoch sagte er mir, das in meinem fall diese nix bringen würden... Ich bin gut gedehnt, überall (bis vor kurzem war ich Trainerin) er hat mir zwei Übungen gezeigt, das werde ich jetzt versuchen. Das Problem sind ja auch die Impigment auf beiden Seiten
    LG Sandra
     
  13. Mitchel

    Mitchel Neues Mitglied

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    AHllo Engel,

    das ist ja ne blöde Aussage von deinem Therapeuten,es würde nichts bringen.
    Ich bin auch bestens gedehnt,durch wöchentliche Therapie und trotzdem ziehen sich die Musklen zusammen(warum auch immer)
    Ich selbst hab ein operiertes Impingement rechts und links im Moment ein akutes.

    Der Muskel wird hart und dick wie ein Brett.
    Dieser wird mobilisiert von meiner Physio.
    Sie spürt ob es der Sehnenansatz ist oder der Muskel.
    Denn diese Sehne zieht sich auch sehr weit runter bis in den Ellbogenbereich.
    Tut zwar nicht gut,aber hilft.
    Wir fangen quasie auch jedesmal wieder bei null an weil es immer wieder ein anderer Muskel in den Armen ist der"spinnt".
    Manchmal krieg ich meinen Arm nicht gehoben.
    Ich bin voll im Berufsleben.Selbst und ständig.Muß sehen daß ich meine Arbeitskraft erhalte.

    Wie du siehst helfen diese Dehnübungen auch bei Impingement.
    Das habe ich nämlich auch nicht vor, nochmal so schnell operieren zu lassen solange ich die Schmerzen mit Dehnungen und Mobilisieren wieder in den Griff bekomme.
    Denn die Op hatte ich nicht so schnell verdaut.

    Mach diese Übungen doch für dich zuhause.Schaden kann es nicht.Im Link ist er ja bebildert.Ich mache meine Übungen auch zuhause.Mein Ellbogen gibt auf jeden Fall Ruhe.Mit dem bin ich seit vier Jahren in Behndlung gewesen.
     
  14. Mni

    Mni Aktives Mitglied

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    sorry, also da kann ich nur den kopf schütteln!!

    "gut gedehnt" ist man nur, wenn man es r e g e l m ä ß i g tut, und zwar täglich!!!!


    seit ich das mache, geht es mir deutlich besserund ist meiner Meinung nach DAS A und O für jeden mit Beschwerden (sagt auch meine Ergo)- damit kann man erwiesenermaßen OP´s vermeiden!

    wenn mein Physio sowas unqualifiziertes von sich gäbe, würde ich dem was erzählen!
     
  15. Mitchel

    Mitchel Neues Mitglied

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    Da stimme ich dir zu Mni :top:
     
  16. engel912

    engel912 Neues Mitglied

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    Naja, er ist schon kompetent, auch wenn ihr es jetzt bezweifelt. Er war derjenige der darauf gedrängt hat, das ich nochmals rheumatologisch untersucht werde.

    Aber ihr habt ja recht, ich werde die Dehnübungen jetzt regelmäßig machen, versprochen

    Jetzt geht es erstmal zur HÄ, Procain in die Schultern quaddeln...

    LG Sandra
     
  17. Mitchel

    Mitchel Neues Mitglied

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    Hallo engel,

    du hast ja nach Therapiemethoden gefragt.
    Mir hilft da halt das Dehnen.
    Quaddeln,Reizstrom,Iontophorese,Spritzen-und Salbentherapie nutzten bei mir nix weil es wirklich nur mit Dehnung in den Griff zu bekommen ist.
    Aber vielleicht meldet sich ja noch jemand der mit anderen Methoden dauerhaft Erfolg hatte.
    Wer einmal nen Tennisarm hatte, wird das immer wieder mal merken ...wenn er nicht genügend gedehnt ist.
    Das ist dann ein reißender Schmerz.Und in diesen Schmerz muß reingedehnt werden,dann läßt es nach 2 Tagen nach.
    Regelmäßigkeit ist da angesagt.

    Denn genügend gedehnt bist du da an der Stelle nicht,denn sonst würde es nicht am Muskel reißen.....Ich wollte keinesfalls die Kompetenz deines Therapeuten angreifen.
     
  18. Katjes

    Katjes Bekanntes Mitglied

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    hallo,
    mir hat nachhaltig der besuch bei meinem osteopathen geholfen und wie mitchel schon schrieb ,dehnen,dehnen,dehnen.
    liebe grüße
    katjes