1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Thema der Woche: Erfolgreiche Behandlung

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Neli, 7. Januar 2010.

  1. Neli

    Neli Optimistin

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    11.725
    Zustimmungen:
    19
    Ort:
    Rheinland
    Mir fällt immer wieder auf, dass hier viele ihre verzweifelte Lage schildern, dass aber die,
    denen es dank einer erfolgreichen Rheuma-Behandlung wieder gut geht,
    sich zurückziehen und sich fast nie zu Worte melden.

    Das finde ich nicht richtig.

    Das Forum hat sicher auch dazu beigetragen, ihnen die Angst vor einer Basis-Therapie oder vor Biologicals zu nehmen.

    Wenn ich heute als neuer User in rheuma-online erscheinen würde,
    dann hätte ich nur noch Angst vor den vielen Nebenwirkungen der Rheuma-Medikamente.

    Ich habe meine Diagnose schon vor 19 Jahren bekommen, wurde zuerst noch mit Goldspritzen (Tauredon)
    behandelt und inzwischen
    mit 15 mg Mtx und 10 mg Arava zusätzlich 4 mg Cortison.
    Ich gehöre zu denen, die unter keinerlei Nebenwirkungen der Medikamente leiden.


    Dank dieser Behandlung geht es mir sehr gut und ich kann vieles wieder unternehmen, was ich zuerst nicht gedacht hätte.


    Also Leute, ich zähle auf Euch,
    schreibt mal, wenn es Euch auch besser oder gut geht und warum.

    Viele liebe Grüße
    Neli
     
  2. Nina

    Nina early bird

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    375
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    In Südhessens häßlichstem Ort
    Hallo Nelli!

    Super Idee!!!

    Ich gehöre auch zu den Usern die sehr froh sind, dass es wirksame Medikamente gibt. Seit neun Jahren bekomme ich Mtx und Biologika und da ich sehr schnell Antikörper bilde, bin ich jetzt bei Simponi angekommen.
    Damit geht es mir gut und habe keine Nebenwirkungen.:top:
    Klar sind das heftige Medikamente die auch mit Risiken behaftet sind. Aber was hätte ich sonst für Alternativen?
    Am Anfang war ich auch skeptisch und habe ein paar Wochen lang alle möglichen Naturheilmittel ausprobiert, die absolut nichts genützt haben.
    Rheumakranke sollten glücklich sein, dass die Arzneimittelforschung so große Fortschritte gemacht hat und wir in einer Zeit leben in der die Erkrankung früher diagnostiziert wird und gut behandelt werden kann.
    Vor zehn Jahren hat die Rheumawelt noch ganz anders ausgesehen und wenn uns unser Gesundheitsminister nicht allzu große Probleme bereitet, kann es nur noch besser werden. Sorgen macht mir, dass unser Gesunheitssystsem immer mehr den Bach runter geht.
    Es werden in naher Zukunft weitere Medikamente zugelassen werden, hoffentlich bekommen wir sie dann auch.:nervous:

    LG
    Nina
     
  3. Benjamin

    Benjamin Neues Mitglied

    Registriert seit:
    23. Dezember 2009
    Beiträge:
    24
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Cottbus
    Kaffeeklatsch - Einfach mal abschalten

    hallo neli und nina,
    ihr sprecht mir aus dem herzen.

    ich bin so ein neuer user und brauche wirklich mehr positive fitbaks.

    ich bin seit 10monaten in der basistherapie 20mg MTX und z.z. 4mg cortison wegen rheumathoider arthritis. zu 90% ist heute alles super, schübe lassen sich halt nicht ganz vermeiden aber ich habe gelernt (und bin noch dabei) mit ihnen umzugehen, nicht zuletzt weil ich an gute ärzte geraten bin (soweit ich das gefühl erstmal habe) und ihnen vertraue (HA, Rheumathologe,Neurologe und Psychologe)! ich glaube, dass ist ein ganz wichtiger aspekt, das vetrauensverhältnis zum doc. und den mut zu haben ihm gegenüber auch den mund auf zu machen!!!!

    viele beiträge in diesem forum lassen mich aber lesen, dass die mehrheit schlechte erfahrungen macht mit den "weißkitteln".
    bitte, bitte seid so ausdauernd, wie es geht, und kämpft darum bestmöglichst versorgt zu werden. es geht um eure gesundheit, kämpft für euch und bleibt optimistisch. WIR LEBEN ALLE NUR EINMAL !!!
    ich wünsche allen "rheumis" (den ausdruck finde ich übrigens super= lässt mich sogar etwas schmunzeln wenn dieser benutzt wird) alles liebe und so viel schmezfreiheit wie möglich!!!
    ganz liebe grüße von katja :top::top::top:
     
    #3 7. Januar 2010
    Zuletzt bearbeitet: 7. Januar 2010
  4. Luxus68

    Luxus68 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. August 2009
    Beiträge:
    249
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Bayern
    Ich habe auch positives zu berichten:

    Bei mir wurde die PSA vor 2 Jahren diagnostiziert und dies ging auch recht schnell: Nach einem Reitunfall und VKB- und Innenmeniskus-OP wollte die Entzündung einfach nicht zurück gehen. Da hat mein Orthopäde relativ zügig seine Kollegin hinzugezogen, die sich mit Rheuma auskennt und nachdem rel. zeitgleich mit der OP eine leichte PSO anfing, wurde ich auch sehr flott zum internistischen Rheumatologen überwiesen.
    Nachdem die Entzündung sehr schlimm war und die Orthopädin dort anrief hatte ich auch innerhalb 14 Tagen +/- meinen ersten Termin :top:
    Der Rheumatologe stellte die PSA fest und ich bekam dann MTX, welches ich nicht vertrug (ok, das ist weniger positiv, muss aber wohl auch gesagt werden ;).
    Dann bekam ich auch gleich Biologicals und schon zwei Tage nach der ersten Infusion Remicade, ging's mir super. Die Schmerzen, die Schwellung und die Überwärmung ging zurück und ich konnte die Schmerzmittel weglassen.
    Nun bekomme ich Humira und das wirkt ähnlich gut. :top::a_smil08:

    Ach ja, Nebenwirkungen habe ich von beiden so gut wie keine! Außer, dass ich 2-3 Tage nach der Infusion/Spritze nicht ganz soooo sportlich Leistungsfähig bin - was aber ja wohl auch verständlich ist. Und jetzt bei Humira bin ich sehr Müde, wobei ich da momentan testen lasse, ob das überhaupt daher kommt.

    Alles in allem, würde ich immer wieder zu diesen Meds greifen, denn nur Versuch macht klug! Und wenn sie wirken, dann ist das echt ein riesiger Lebensqualität gewinn und die Langzeitfolgen der Krankheit werden so gut wie möglich hinausgezögert!

    Mein Fazit: Ich habe bisher nur gute Erfahrungen mit meinen Ärzten gemacht und auch mit den Medikamenten! (Fehlversuche dürfen bei Meds ja auch mal sein ;))
     
  5. Madita

    Madita Giraffenfan

    Registriert seit:
    1. Oktober 2005
    Beiträge:
    1.358
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Niedersachsen
    Hallo Ihr Lieben !

    Wie die meisten wissen, bin auch ich in der glücklichen Lage das MTX sehr gut zu vertragen. Als ich im August 2005 mich hier durch las, habe ich auch erst einen riesigen Schock bekommen. Nachdem ich mit wahnsinnigen Schmerzen und kaum noch laufen können vom Hausarzt kam. Dieser vermutete cP und die Rheumatologin war gerade in Urlaub. So bekam ich erstmal Schmerzmittel und im Oktober 2005 konnte ich schon zur Ärztin. Alles sprach dafür und die Schmerzen liessen ahnen, dass die Knochen schon angegriffen waren. Nach dem röntgen aber sahen sie nicht danach aus. Die Ärztin sass nun da und meinte, wenn wir nichts tun beissen wir uns nächste Woche in den Hintern. So bekam ich zu meinen Schmerztabletten noch MTX dazu. Mit dem Hinweis alles auf mich zu kommen zu lassen, denn jeder Mensch reagiert anders. Also nahm ich mir vor, den "Untermieter" anzunehmen und mit ihm leben zu lernen. Bei den heftigen Schmerzen von damals nicht leicht, aber es wurde immer besser auch dank MTX. Nach 4 Wochen merkte ich schon Veränderungen. Alles ging wieder besser zu handhaben. Von heftigen Nebenwirkungen keine Spur. Ausser das ich unendlich müde war, aber das ist mittlerweile auch verschwunden. Natürlich merke ich hier und da meinen "Untermieter", aber er ist lange nicht mehr so heftig wie in der Anfangszeit. Nun gut, der Schnee momentan ist wieder etwas was nicht so prickelnd ist. Geht aber wieder vorrüber und macht mich nicht panisch. Meine Ärzte arbeiten auch super miteinander.
    Darum kann ich auch nur raten die Medis zu versuchen und nicht gleich panisch zu reagieren.
    Mir geht es ansonsten sehr gut und ich kann wieder alles soweit erledigen. Wenn nicht gerade "Schneesturm" in Anmarsch ist.

    Alle guten Wünsche von
     
    #5 7. Januar 2010
    Zuletzt bearbeitet: 12. Januar 2010
  6. Larissa25

    Larissa25 Mitglied

    Registriert seit:
    12. Februar 2008
    Beiträge:
    44
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Bayern
    Hallo zusammen,
    ich finde das Thema echt super, denn es stimmt wir sollten auch darüber sprechen wenn es uns gut geht, denn das kommt ja auch bei jeden von uns "mal" vor :)
    Ich habe diese Woche meine erste MTX Tablette genommen und glaubt mir, ich hatte echt schiss wie die Nacht und der nächste Tag verlaufen wird. Aber ich hatte glück, ich war nur einwenig müde, aber nicht schlimm, dann hab ich verdammt viel getrunken, weil ich HIER gelesen habe das dass gut ist und schon war der Tag vorbei und er war nicht mal so schlimm.
    Jetzt muss ich nur noch auf die Blutergebnisse von nächster Woche warten und schon geht´s weiter.
    Ich möchte euch allen auch mal danken für die Tips die ihr einen unbewusst gebt!
    Eine schmerzfrei Zeit und alles gute, wünsch ich euch!
     
  7. Nina

    Nina early bird

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    375
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    In Südhessens häßlichstem Ort
    ....meine beiden super verständnisvollen und kompetenden Rheumatologen habe ich ganz vergessen zu erwähnen:o.
    Außer einmal, ganz am Anfang meiner Rheumakarriere in einer Rheumaklinik, wurde ich immer von den Ärzten gut behandelt und ernst genommen.
    Allerdings hatte ich auch sehr schnell meine Diagnose und eine Ärzteodyssee blieb mir erspart.

    LG
    Nina
     
  8. Tanili

    Tanili Neues Mitglied

    Registriert seit:
    24. April 2007
    Beiträge:
    48
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hamburg
    Hallo,
    auch ich bin glücklich das ich die Medikamente so gut vertrage. Habe meine Diagnose - RA - jetzt seit ca. 3 Jahren und konnte letztes Jahr das Cortison absetzen.
    Nehme jetzt "nur" noch eine Kombi aus MTX (als Spritze) und Arava und es geht mir gut ! Diskutiere regelmäßig bei meinen Routine-Arztbesuchen mit meinem Doc ob ich nicht auch eins von den beiden Medikamenten absetzen kann .. :rolleyes:.
    Haben uns beim letzen mal zumindest geeinigt das ich das MTX reduzieren darf :a_smil08:.
    Sicherlich habe ich - insbesondere bei kalten/nasskaltem wetter - auch Schmerzen, aber die sind erträglich und meistens tue ich sie unter dem motto "jedem tut mal was weh .." ab.

    Lg
    Tanili
     
  9. Ruth

    Ruth Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    12. April 2004
    Beiträge:
    9.195
    Zustimmungen:
    87
    Ort:
    württemberg
    hallo zusammen!

    liebe neli, das ist eine gute idee mit diesem thread!
    bei mir wurde die diagnose churg-strauss-syndrom (CSS) im sommer 2002 gestellt. ich hatte von anfang an grosses glück mit den ärzten: mit meinem hausarzt, der mich schnell stationär ins richtige krankenhaus in die richtige abteilung einwies als notfall; dort im krankenhaus, dass die ärzte in nur ca. 14 tagen wussten (durch die richtigen untersuchungen), was ich habe; dass ich dort die richtige therapie erhielt, nämlich eine endoxan-chemotherapie plus hochdosiertem cortison; weiter habe ich bisher grosses glück mit meinem rheumatologen in der ambulanz derselben klinik. inzwischen nehme ich nur noch 5 mg cortison und 15 mg MTX (und einige andere sachen) und cortison-asthma-spray sowie KG.
    auch ich kann wieder viele dinge machen, die ich anfangs nicht für möglich gehalten hätte. die medikamente, die KG und die gute ärztliche überwachung ermöglichen mir bisher ein wirklich gutes leben! dafür bin ich sehr dankbar.
    mit lieben grüssen und alles gute,
    ruth
     
  10. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    8.381
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    entenhausen
    benjamin, es wird (logischerweise) eher und schneller über ärger geschrieben, als über positive erlebnisse.
    selber hatte ich auch eine ärgerliche "begebenheit", das positive überwiegt
    aber deutlich. ich hoffe, das bleibt auch so.

    2004 war ich sogar in einer längeren remission, nun hoffe ich unter enbrel wieder darauf. bis dahin sag ich mir, es wird immer mal wieder dicke hände, knie, oder füsse geben, aber: es wird alles wieder!

    in diesem sinne alles gute, und schönen dank, liebe neli,
    für das thema! marie



    alle themen der woche
    .
     
  11. Neli

    Neli Optimistin

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    11.725
    Zustimmungen:
    19
    Ort:
    Rheinland
    Da muss ich aber mal so richtig staunen,
    gähnende Leere hier!

    Geht es wirklich allen so furchtbar schlecht,
    dass sie durch ihre Behandlung kein bißchen Besserung
    verspüren?

    Es wäre schön, wenn man auch mal über Erfolge
    lesen könnte, wenn es einem besser geht.

    Denn wie schlimm es fast allen am Anfang ihrer Rheumakarriere geht, das kann man ja hier jeden Tag mit Erschrecken lesen.

    Also berichtet mal über eine erfolgreiche Behandlung,
    damit neue User ein bißchen Hoffnung schöpfen können.

    Viele liebe Grüße
    Neli
     
  12. katrinchen

    katrinchen Neues Mitglied

    Registriert seit:
    27. Dezember 2003
    Beiträge:
    135
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    berlin
    hallo,

    natürlich gibt es auch erfolge:top::D
    mir ging es 2004 zur diagnosestellung sehr, sehr schlecht. nachmdem ich behandelt wurde haben ganz sicher auch viele medis geholfen:)
    ich denke das problem ist (zumindest bei mir) das ich seit jahren immer wieder neue erkrankungen dazubekommen habe.
    so erinnere ich mich zwar an eine besserung im meinem persönlichen shitjahr 2004 aber wie gesagt, es kommt immer wieder was neues, nerviges, schmerzhaftes usw. dazu.
    spätestens dann lasse ich mich hier im forum blicken;)

    ich finde im übrigen, natürlich bekommt man auch einen schreck bei den vielen einträgen hier aber es gibt doch auch genug einträge in dem sich positives ausgetauscht wird.

    kann also nur sagen, die wahrheit tut manchmal weh und trotzdem gehts mir mit der wahrheit besser;)
    was nützt es mir von anderen erfolgen zu lesen, wenn ich gerade aktuell erfolge vermisse:rolleyes:
    mir hat hier gerade oft geholfen das ich mit meinen mißständen nicht allein bin, das stärkt mich ungemein.

    jeder sieht das vielleicht etwas anders, jeder geht damit anders um, ist doch auch nicht schlimm;)

    liebe grüße katrinchen
     
  13. flower

    flower Die Ungeduldige

    Registriert seit:
    19. Juni 2003
    Beiträge:
    270
    Zustimmungen:
    0
    Hallo!

    Ich finde es gut, die Erfolgsgeschichten hier einmal gebündelt gesammelt werden :top:

    Ich muss sagen, ich finde meine Behandlung sehr erfolgreich, obwohl es nach Außen nicht für alle so aussieht.

    Meine Psoriasisarthritis wurde 2003 nach dem ersten heftigen Schub (Gelenkbeschwerden hatte ich vorher auch immer wieder) sehr schnell diagnostiziert.
    Sulfasalazin hat anfangs gut geholfen, leider nach einigen Jahren seine Wirkung verloren.
    MTX brachte besserung und Remicade auch, musste aber MTX vor einem Jahr wegen Unverträglichkeit absetzen und Remicade wegen Allergie.

    Ich wurde dann auf Humira umgestellt, und das war das Beste, was mir passiert ist. Ich habe so gut wie keine Nebenwirkungen (nur Reaktion an der Einstichstelle) und die Wirkung trat jeweils innerhalb weniger Stunden nach der ersten Spritze ein.
    Ich fühlte mich wie ein neuer Mensch. Ich hatte keine Gelenkschmerzen mehr bzw. das was war, war aushaltbar.
    Viele Dinge, die ich vorher nicht mehr konnte, gingen auf einmal wieder (z.B. Schreiben mit der Hand, Selters Flaschen öffnen, Handarbeiten etc).

    Leider gehe ich immernoch an Gehstützen, und weiß nicht ob und wie sich das verändern wird.

    Mir ging es inzwischen sogar so gut, dass wir endlich unseren lang gehegten Kinderwunsch "angehen" konnten. Mittlerweile bin ich im 4.Monat schwanger, überglücklich. Selbstverständlich jetzt ohne Humira, aber der Gedanke, dass ich es wieder ansetzen kann, wenn es nach der Geburt zum Schub kommt, hilft mir schon, mit viel Vertrauen in die Zukunft zu blicken und mich auf die kommenden Jahre zu freuen.

    Ich weiß nicht, ob meine Geschichte Neulingen Hoffnung macht oder nicht. Denn eine erfolgreiche Rheumatherapie heißt in den meisten Fällen keine Heilung, sondern eine deutliche Verbesserung der Lebenssituation. Dazu muss man sich trotzdem mit einer lebenslangen Krankheit und durchaus auch Einschränkungen im Leben auseinander setzen, und das allein zu akzeptieren ist für viele Neulinge schwer und macht Angst (ging mir genau so).
    Trotzdem kann ich nur jedem Neuling, der diesen thread liest, raten die Hoffnung nicht zu verlieren.
    Das Leben ändert sich drastisch mit der Diagnose Rheuma, und einfacher wird es auch nicht.... aber es ist in keinem Fall zu Ende und es gibt vielverprechende Behandlungsmöglichkeiten. Also nicht verzweifeln und nicht aufgeben :top:

    Liebe Grüße,

    flower :)

    P.S. ZUm Thema "Weißkittel". Ja, ich habe einige Ärzte erlebt, die mir nicht helfen konnten oder die sich nicht korrekt verhalten haben.
    AAAABER: Ich schätze mich sehr glücklich, in meinem Behandlungsteam insgesamt 5 Ärzte und Ärtzinnen zu haben, die mich in jeder Hinsicht unterstützen, sich für mich einsetzen und ohne die ich jetzt nicht das Leben leben könnte, das ich dank ihnen führen kann! Und auch sonst bin ich in letzter Zeit bei Überweisungen und KRankenhausbesuchen auf deutlich mehr kompetente und einsatzbereite Ärzte und Ärztinnen gestoßen als auf Exemplare, die ihrem Berufsstand keine Ehre machen.
     
    #13 12. Januar 2010
    Zuletzt bearbeitet: 13. Januar 2010
  14. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    1.519
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Schleswig-Holstein
    Die Erfolge hängen häufig aber auch von der Rheuma-Grundaktivität ab. Wer ewig mit einer low-level-Aktivität zu kämpfen hat, wird hier kaum jemals etwas vermelden können. Da sind die Schub-Rheumatiker schon besser dran, insbesondere wenn sie frühzeitig nach Auftreten der ersten Symptome richtig behandelt wurden. Also gibt es viel wenn, hätte, usw.

    Bei mir selbst wurde frühzeitig richtig behandelt. Daher kann ich häufiger mit Remissionen rechnen. Die erste Remissionsphase hat volle 3 Jahre angehalten, nachdem 1 Jahr lang MTX verordnet wurde. Inzwischen bin ich schon wieder in Remission, diesmal seit Herbst 2008 ohne Medikamente (vorher 1 3/4 Jahre Arava). Es sind noch nicht mal gelegentlich Schmerzmittel nötig. Von mir aus kann das gerne so weiter gehen.

    Gerade in solchen rheuma-freien Zeiten sollte man aber tunlichst nicht vergessen, daß diese chronische Erkrankung noch da ist. Bei ungünstigen Umständen (z.B. Stress, körperliche Überanstrengung usw.) können wieder Beschwerden auftreten, die sich bis zum Schub auswachsen können.
     
  15. Heidesand

    Heidesand Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2008
    Beiträge:
    1.709
    Zustimmungen:
    31
    Ort:
    Gelsenkirchen
    Hallo Neli,

    Du hast ja sooo Recht, meisstens schreibt man ja, wenn man Rat braucht.
    Das liegt wohl in der Natur des Menschen........

    Ich bin eigentlich gut eingestellt, ich bin der "Schubtyp", der dann eben mehr Medis braucht. Mein Doc möchte die Therapie gern ändern, weil ich immer wieder mal neue Entzündungen entwickel, doch ich verweigere mich noch ;). Dafür habe ich noch zu viel Stress, das ist nicht gerade hilfreich.

    Dennoch ist das Quartett (meine 4 Ärzte) sehr bemüht und vor allem, sie nehmen mich ernst. Das ist ja viel wert, wenn ich so andere Berichte lese:eek:...

    Ich habe mich mit den "Unbefindlichkeiten" arrangiert, meistens jedenfalls.
    Wenn ich mal flippe, holt mich mein Neurologe/Psychologe wieder auf den Teppich zurück.

    Zum Glück bin ich ein positiver Mensch (überwiegend) und ich habe schon viel Schlimmeres durchgemacht. Ich glaube, mich wirft so schnell nichts mehr um. ;) hoffe ich jedenfalls.

    Hier bei Euch und RO habe ich viele nützliche Erfahrungen und Informationen gesammelt. Ich denke, nur wenn man weiss, was da in einem passiert, kann man auch damit besser umgehen.

    Zu Anfang hat mein Rheumatologe gesagt: Sie müssen sich damit anfreunden, dann können Sie damit auch umgehen.
    Der ist doof, dachte ich, aber er hatte Recht, mit einer Freundin kann man ja auch mal zanken.:D und das kann ich gut.

    LG Heidesand
     
  16. Helga1805

    Helga1805 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    3. Dezember 2009
    Beiträge:
    9
    Zustimmungen:
    0
    Erfolgreiche Behandlung

    Hallo Neli,

    nicht verzweifeln. Bei meiner Bekannten hilft das Jodbad vom Alpamare in Bad Tölz. Sie besucht es regelmäßig und ist damit fast beschwerdefrei. auch mir tut es sehr gut.

    Alles Gute und herzliche Grüße
    Helga
     
  17. suse19782002

    suse19782002 ich liebe gummibärchen

    Registriert seit:
    16. September 2005
    Beiträge:
    1.541
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Fürstenwalde/Spree
    Guten Morgen!


    Bei mir wurde 2005 die Diagnose chronische Polyarthritis gestellt. Beschwerden waren aber schon viel länger vorhanden, aber wie das so ist, geht man ja nicht immer gleich zum Arzt. Ich hatte auch sehr viel Glück mit den Docs, was wohl auch mit an meiner "schlechten" Familienanamnese lag.
    Innerhalb drei Monate hatte ich meine Diagnose. Es folgten Szinti, Kh, Medi-Einstellung (MTX, Prednis., Tilidin), ne Menge Gelenkspritzen, Cortistösse. Die Erfolge waren leider immer nur mässig, so dass ich schon zweimal meinen Job verlor. :uhoh: Dazu kamen noch ein Bsv, und starke Arthrose, Meniskusschaden + Gelenkinnenhautentzündungen im linken Knie (OP letztes Jahr, danach Punktion und Corti gespritzt).
    Vor fast einem JAhr war mein letzter Kh-Aufenthalt. Wieder die gleiche Prozedur s.o. Und es wurde umgestellt auf Rituximab(MabThera) + MTX, Corti und weiterhin Tilidin. Seitdem geht es mir seit Jahren endlich wieder besser.
    Demnächst wird evtl. das MTX als Spritze umgestellt, damit wir auch die letzten Mucken in den Griff bekommen.
    Ich bin mit meinen Docs recht zufrieden. Meine Hausärztin sorgt für die Blutuntersuchungen etc. und auch für die Medis. Bei meiner Rheumadocin bin ich ca. alle 4 Monate.
    Ich bin nicht komplett schmerzfrei, aber es geht mir gut. Hab keine starken Schmerzen mehr, und auch kaum noch eine Morgensteifigkeit. :top:
    Und ab Februar werde ich einen neuen Job beginnen.

    Liebe Grüße

    suse
     
  18. stoppelhopser

    stoppelhopser Neues Mitglied

    Registriert seit:
    3. Dezember 2004
    Beiträge:
    883
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hünsborn (Wenden) im Südsauerland
    Liebe Neli und natürlich auch ein Hallo an alle anderen,

    ich finde es klasse, hier in einem Thread gebündelt positives zu finden. Ich habe den Beitrag aber erst heute entdeckt und möchte natürlich gern auch wieder was beisteuern.

    Mir geht es super!

    Bei mir wurde im Januar 2005 - nunmehr vor 5 Jahren die Diagnose (Oligoarthritis) gestellt - endgültige Diagnose war PSA ohne PSO. Bekam dann erst Sulfasalazin - ohne Erfolg. Danach haben wir uns auf die OP der Kniegelenke geeinigt - es waren "nur" die Knie betroffen. Nach den OP's kam der linke Ringfinger dazu und MTX wurde angesetzt. Nach einem Jahr ohne Erfolg, aber mit heftigen Nebenwirkungen (allerg. Reaktion) sofort abgesetzt. Wegen zu hoher Leberwerte keine neue Therapie angefangen. Corti und Schmerzmittel halfen mir über diese Zeit.

    2008 änderte sich nach meinem Umzug ins Siegerland - jetzt Sauerland mein persönliches Umfeld und meine private Situation grundlegend. Heute im Januar 2010 nehme ich seit einem halben Jahr gar kein Corti mehr. Bei Bedarf habe ich noch Schmerzmittel zu Hause, aber auch die nehme ich fast nie.

    Heute nehme ich also keine Medis mehr, bin Vollzeit arbeiten, bin glücklichst verliebt und werde voraussichtlich im Juli 2010 heiraten. Somit muss ich mir auch keinen Kopf mehr um Kinder machen - bekomme zur Hochzeit gleich 3 "geschenkt" ;)

    Also an alle nur noch soviel: Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist. Es gibt immer ein morgen, manchmal besser oder auch weniger gut - egal, es kommt wie es kommt und wir schaffen das.

    Liebe Grüße
    stoppel

    PS: Ich gehöre nicht zu den Akut-Schub-Patienten sondern zu der Leicht-Variante mit Dauerschmerz :D
     
    #18 13. Januar 2010
    Zuletzt bearbeitet: 31. Mai 2010
  19. Louise1203

    Louise1203 Gesperrter Benutzer

    Registriert seit:
    27. April 2009
    Beiträge:
    1.889
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    bei mir wurde letztes Jahr im September dann endlich festgestellt, dass ich PsA habe. Ich werde mit MTX (15mg) und Cortison (10mg) behandelt.

    nach 6 Wochen MTX habe ich die erste Verbesserung gespürt. Habe zwar leichte Nebenwirkungen aber ist alles halb so wild.

    Schübe habe ich immer noch aber die lassen sich recht gut ertragen. Zumindest für mich..

    Engmaschige Kontrolle durch HA und Rheuma-Doc.

    Nur leider hat Rheuma-Doc bei der letzten Kontrolle gesagt, dass ich nie wieder arbeiten kann. Er kann die Krankheit zwar verlangsamen aber nicht aufhalten. Es hat leider insgesamt zu lange gedauert bis es erkannt worden ist, und dadurch ist schon sehr viel zerstört worden.

    Aber dank Medis geht es mir relativ gut und ich bin froh, dass ich wieder kleine Spaziergänge ( max 20 min) mit meinem Hund machen kann.

    Liebe Grüsse

    Louise
     
  20. knoeppie

    knoeppie Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    272
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    auch ich habe Positives zu berichten:

    Zu Beginn meiner PsA-Karriere (zumindest nachdem ich endlich eine Diagnose hatte) wurden zwar ein paar Medis (Sulfasalazin und Arava) durchprobiert, die nicht halfen, MTX zeigte dann aber über Jahre hinweg nach längerer Vorlaufzeit (mehr als zwei Monate) so gute Wirkung, dass ich darunter sogar zwei Marathons laufen konnte.
    Zwischen den Schwangerschaften habe ich kurzzeitig Enbrel bekommen, was auch super und vor allem schnell geholfen hat und ich freue mich schon richtig darauf, dass ich gleich nach der Entbindung in ein paar Wochen wieder eine Spritze setzen kann. Die Beweglichkeit ohne Medis lässt doch sehr zu wünschen übrig und die Schmerzen sind unter 10 mg Corti auch nicht so richtig schön.

    An alle Neulinge also "Kopf hoch"; wenn man das Rheuma akzeptiert und an die Medis möglichst unverkrampft rangeht, dann ist das schon mal der erste Schritt zur Besserung!

    Viele Grüße
    Knoeppie