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Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von kathyB, 10. April 2009.

  1. kathyB

    kathyB Realistin

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    Dicker Bauch – kaputte Gelenke?

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    Kategorie: Arthrose, Rheumatoide Arthritis, Ernährung
    Ja klar – wir wissen doch alle, dass Übergewicht den Gelenken schadet. Also wozu diese Nachricht? - Es ist eben nicht nur das Übergewicht, sondern neue Studien zeigen, dass zusätzlich die Botenstoffe, die das Fettgewebe produziert, rheumatische Erkrankungen auslösen und insbesondere noch verschlimmern können.



    (Freitag, 10.04.2009, Dr. Barbara Missler-Karger
    ) Ein sicherer Zusammenhang zwischen Übergewicht und Kniegelenksarthrose wurde erstmals in der Framingham-Studie belegt. Bei Frauen war der Effekt des Körpergewichts stärker ausgeprägt als bei Männern.
    Sehr deutlich wird der Zusammenhang zwischen Übergewicht und Gelenkzerstörung bei den Gelenkersatzoperationen. Man schätzt, dass aktuell 69 Prozent aller künstlichen Knie- und 27 Prozent aller neuen Hüftgelenke auf Übergewicht oder Adipositas zurückzuführen sind.
    Da auffiel, dass Übergewichtige nicht – wie erwartet – z. B. eine Arthrose der tragenden Gelenke, z. B. der Kniegelenke bekamen, sondern auch kleinere Gelenke mitbetroffen sein konnten, machte man sich über mögliche weitere Ursachen Gedanken.
    Die Forschung konzentrierte sich auf die Fettzellen und deren Bedeutung bei rheumatischen Erkrankungen. So kam heraus, dass Fettzellen (Adipozyten) Botenstoffe freisetzen, so genannte Adipozytokine. Diese Botenstoffe steuern u. a. entzündliche rheumatische Vorgänge und sind an dem für rheumatische Erkrankungen typischen Abbau der Gelenkstrukturen beteiligt.
    Zu den Adipozytokinen gehört u. a. Leptin, ein Hormon, von dem zunächst bekannt war, dass es den Appetit und den Energieumsatz steuert. Das Hormon der Fettzellen spielt aber zusätzlich eine Rolle bei immunologischen und entzündlichen Vorgängen im Gelenk. So ließen sich im geschädigten Gelenk von Arthrosepatienten erhöhte Konzentrationen von Leptin nachweisen. Leptin scheint also für die entzündlichen und in der Folge zerstörerischen Vorgänge im Gelenk mit verantwortlich zu sein.
    Ein weiteres Hormon aus der Reihe der Adipozytokine ist das Resistin. Bei postmenopausalen Patientinnen mit rheumatoider Arthritis zeigte sich ein Zusammenhang zwischen hohen Resistinkonzentrationen im Blut und verstärkten Entzündungsreaktionen, verstärkter Gelenkzerstörung und verminderter Knochendichte. Resistin wird daher als bedeutender Botenstoff im entzündlichen Prozess der rheumatoiden Arthritis eingestuft.
    Epidemiologische Daten aus Großbritannien belegen ebenfalls diesen Zusammenhang zwischen Adipositas und rheumatoider Arthritis. Ein Body Mass Index (BMI) von > 30 kg/m² war hier mit einem erhöhten Risiko für eine rheumatoide Arthritis assoziiert.
    Und auch die „alten Bekannten der Entzündung“, die bei rheumatischen Erkrankungen beteiligt sind, wie das C-reaktive Protein und Interleukin-6, sind bei adipösen Menschen nachweisbar, auch wenn sonst keine entzündlichen Erkrankungen vorliegen.
    Für den Rheumatiker besonders erschwerend kommt hinzu, dass Patienten mit Adipositas eine Aktivierung des TNF-alpha-Systems zeigen. Umgekehrt konnte durch ein gezieltes Programm zur Gewichtsreduktion, das regelmäßige Bewegung beinhaltete, in einer klinischen Studie mit der Abnahme des Körpergewichts auch eine Abnahme der TNF-alpha-Plasmaspiegel nachgewiesen werden.
    Das Zytokin Tumornekrosefaktor-alpha ist - wie auch das Interleukin-6 - einer der „Hauptdarsteller“ bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen. Gelingt es, die Zytokine mit Hilfe der neuen Biologika in Schach zu halten, werden wesentliche Besserungen der Symptome und der Gelenkzerstörung bis hin zum Stillstand der Erkrankung verzeichnet.
    Die Fettzellen sind also nicht nur ein optischens, sondern auch ein "(gelenk)gesundheitliches" Ärgernis.
    Alles in Allem: Was wir auch schon immer wussten - Abnehmen heißt die Parole. Dabei gilt insbesondere im Hinblick auf die Gelenke: Reduktion des Fettgewebes und Stärkung Muskulatur zur Stabilisierung des Bewegungs......

    ..................................................................................................

    aber wie ist es in dem fall:

    das *rheuma* war vorher da? dann folgte das cortson.... und ca 50kg gewicht im laufe der jahre.
    und... wie soll man gewicht, das nicht durch essens-quantität entstanden ist... wieder abnehmen??#

    cortison weg, gewicht weg, aber tot?????

    zum glück gibt es ärzte, die nicht in diesen *schubladen* denken.
    die zb sagen, dass ein mediziner, der einen cortison-patienten wegen seinem gewicht *anmacht* seinen beruf verfehlt hat.


    kathy
     
  2. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Meine Gedanken

    Hi Kathy,

    zu dem Thema kann man wirklich diskutieren.

    Ich wurde krank mit cP und wog damals gesunde 67 kg bei 174 cm Größe. Dann kam Kortison, die Wechseljahre und ich stand dann bei 127 kg.

    Nun habe ich wegen der Diabetes 2 eine Ernährungsänderung und mittlerweile bin ich wieder unter 80 kg und habe NULL CRP Werte, meine sonst dicken Gelenke sind ALLE dünn und beweglich, aber schmerzfrei bin ich nicht !!!!!!!!!!

    Wenn man die millionen Dicke nimmt, die keinerlei rheumatische Erkrankungen haben und auch nie bekommen, tja............. wie du sagst, irgendeiner findet immer irgendeine Erklärung. Meine Oma wog nie mehr als 50kg und war schwerst Rheuma erkrankt. Meine Freundin ist so ein Spargel und hat Gelenkrheuma usw. usw. usw. usw.


    Ist wie mit der Diabetes. 40 kg weg und ??? HB Wert immer noch 8 - was soll's also ?????

    :D Pumpkin ( die grad 1 Tonne Schokoeier vernascht )
     
  3. arielle

    arielle Neues Mitglied

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    Reihe mich dann mal ein...auch bei mir waren die Schmerzen zuerst da...
     
  4. kathyB

    kathyB Realistin

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    @arielle

    und wir sind nicht die einzigen.
    allerdings können sich das viele leute nicht vorstellen...sogar der eine oder andere mediziner oder krankenschwester kann sich dämliche bemerkungen nicht verkneifen.
    dagegen stehen ärzte, die die situation korrekt einschätzen.
    es gibt sie........ich frage mich nur, weshalb es besonders vermeintliche fachleute aus dem rheumabereich dennoch einfach ignorieren.
    vielleicht weil es einfach spass macht, einen *dicken* menschen zusätzlich auch noch ein wenig zu diskriminieren?
    wenn ich zb in einer klinik meine *ernährungsgewohnheiten* angebe, ernte ich IMMER erst einmal unglauben.
    oder die menschen aus dem privatleben, die meinen dass meine *gicht* ja eindeutig von meinen essensgewohnheiten kämen. wohlgemerkt ohne, dass auch nur einer weiss, was und wieviel ich esse.

    wenn ich sowas lese oder höre, packt mich die alte wut....


    kathy
     
  5. kathyB

    kathyB Realistin

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    @uschi

    und WIE ist es mit deinem kortison *verbrauch??
    hast du trotz kortison abgenommen??

    kathy
     
  6. arielle

    arielle Neues Mitglied

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    Hallo Kathy,
    ja, da hast Du vollkommen Recht!
    Wenn mein Mann sich solche Patzer leisten würde, wie ein paar "Ärzte" bei mir, wäre er längst arbeitslos. Und wohlverstanden, er arbeitet am Pc, nicht am lebenden Menschen!
    Wenn Du Übergewichtig bist, denken die Leute, nicht nur Ärzte, sie könnten sich alles erlauben. Wahnsinn, was man sich da anhören muss!

    Wenn es im Gesundheitswesen auch so etwas wie den Finanzcrash geben
    würde, wäre es wohl nicht mehr so weit bis dahin!
     
  7. kathyB

    kathyB Realistin

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    deckel----

    ich bin dazu übergegangen, mich zb über die physiotherapeuten zu beschweren, die sich dummes benehmen und bemerkungen nicht verkneifen können.

    was ist zb von zweifelhaften *komplimenten* zu halten wie:
    sie haben aber gepflegte füsse, lackieren sie die zehen selbst`? und das trotz ihrer korpulenz.....grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr

    gegen das wort korpulenz bin ich ohnehin allergisch.
    ich bin rund, oder wenn es denn sein muss... dick.

    leider scheinen viele menschen, egal ob aus dem medizischen bereich, oder nicht, einen *dicken* menschen automatisch für ein *opfer* zu halten.
    ganz abgesehen davon, dass diese sowieso an allem, das ihnen zustösst selbst schuld sind.
    fällt ihnen ein dachziegel auf den kopf, dann deshalb, weil sie *dick* sind.
    wären sie *dünn* , wären sie flinker und einen halben meter weiter.... somit hätte sie der ziegel nicht getroffen.

    genauso empfinde ich den bericht über die angeblichen zusammenhänge gewicht/rheuma.

    gruss

    kathy
     
  8. Meggie

    Meggie Neues Mitglied

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    Ich finde das genauso schlimm, wie wenn man die Schmerzen auf die Psyche schiebt.
    Beides ist diskriminierend und dem Kranken keineswegs hilfreich. im gegenteil.

    Ich habe beiderseits Kniearthrose und Hüfte beginnend. Rhizarthrose ist operiert. Am Daumen kann wohl kaum das GEwicht ne Rolle spielen? :rolleyes: Als ich das erstemal beim Orthopäden war deswegen und den Bfund bekam meinte er, sehen sie zu dass sie ihr GEwicht halten.
    Und nun, die Arthrose ist schlimmer geworden, mein Gewicht ziemlich gleichgeblieben. Hab immer so um die 60 kg +-1 bei 167 cm. Zusätzlich habe ich fibromyalgie und Osteoporose, wovon das alles?
     
  9. tevahe

    tevahe Neues Mitglied

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    Ich schliesse mich Meggie in vielerlei Hinsicht an.

    Körpergröße stimmt überein, Gewicht +- auch nur das Alter nicht. (denk ich)

    Es mag sein das das Gewicht sicherlich eine Rolle spielt, wenn Gelenke Jahrzehnte mit Übergewicht belastet wurden, doch was wenn man diese Probleme nicht erst mit 50 bekommt sondern mit 20 und ohne Übergewicht?!

    Die Wissenschaftler sollten vielleicht eher heraus finden ob es Genetisch ist, anstatt Sachen "herauszufinden" welche nicht mal zu 80% zu treffen.
    Klingt härter als es ist, doch wie schon fest gestellt wurde, stammt bei den meisten das Übergewicht von den Medis.
    Keine Krankheit, auch wenn es die gleiche ist, verläuft gleich, doch erwartet man bei der selben Krankheitsform doch im groben ähnliche Symptome. Dies trifft jedoch bei dieser Aussage meiner Meinung nach einfach nicht zu, sonst müssten 80% von uns, egal wie alt sie sind 1) Übergewichtig gewesen sein bevor sie Medikamente genommen haben und 2) genauso müssten 80% der Übergewichtigen sehr früh eine Kniegelenksarthrose bekommen.

    Die 80% habe ich aus keinem Text genommen das war nur so eine geschätzte Angabe.

    Übrigens, nicht jeder Übergewichtige ist ein Opfer und durch solche Aussagen sollte man sie auch nicht zu solchen machen, finde ich.
    Ein Opfer ist nur, wer an solch einer oder anderen Krankheit leidet, durch Medikamente rapide zunimmt, sprich sein Körpergewicht fast verdoppelt und DANN gesagt bekommt er solle doch abnehmen weil er ja selber schuld sei...
    Wo wir wieder bei Psychoschiene wären....:mad:
     
  10. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    trotz Cortison

    Hi Kathy,

    ja - trotz und mit Cortison habe ich abgenommen. Ich nehme tagtäglich 8 mg Cortison, 2,5 mg ACE-Hemmer, 40 mg Beta-Blocker und wenn es brennt, eine Voltaren................ die Tendenz meines Gewichtes ist nach wie vor "runter".

    Bei einem Blutzucker von schwankend 8 halte ich mich an gute, gesunde, bunte und schmeckende Ernährung, trinke meinen Prosecco, nasche mein Eis mit Sahne, das Stück Kuchen und die bunten Ostereier.

    FROHES OSTERTAGE

    Pumpkin
     
  11. Karlotta

    Karlotta Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    natürlich ärgert ihr euch zu Recht darüber, wenn jemand hohes Gewicht für eure Krankheit verantwortlich macht. Was Ursache und was Wirkung ist, kann man als Außenstehender wohl kaum beurteilen. Und nicht nur Cortisoneinnahme, sondern auch weniger Bewegung aufgrund von Schmerzen und "Fressattacken" wegen der Schmerzen führen zu einem höheren Gewicht.

    Nichtsdestotrotz solltet ihr euch durch das Zitieren der Studie nicht auf die Füße getreten fühlen, finde ich. Es wird doch nur gesagt, dass Menschen mit einem BMI > 30 mit größerer Wahrscheinlichkeit rheumatisch erkranken als Menschen mit niedrigerem BMI. Das ist ja nur eine Erhöhung der Wahrscheinlichkeit, keine Zwangsläufigkeit. Also: Nicht alle Menschen mit BMI > 30 erkranken an Rheuma, umgekehrt haben nicht alle Rheumakranken einen solchen BMI.

    Und wenn man als Folge der rheumatischen Erkrankung dann zunimmt, braucht man sich über Wahrscheinlichkeiten keine Gedanken mehr zu machen: Dann hat man ja Rheuma und das ist sicher, also 100%. ;) Nur leider steigt mit höherem Gewicht dann wieder das Risiko für andere Beschwerden.... Insofern ein Grund, darauf zu achten, dass man die Gewichtszunahme im Rahmen hält, die man selbst steuern kann.

    Also ärgert euch nicht über die Studie, sondern "nur" über die Mitmenschen, die davon ausgehen, dass ihr selbst Schuld an eurer Krankheit seid. :D Mir hat mal - als ich etwa 62kg bei einer Körpergröße von 171cm wog - ein Orthopäde gesagt, es sei ja kein Wunder, wenn ich Hüftbeschwerden hätte - bei den Oberschenkeln. Die hat er dann noch unfreundlich getätschelt, während ich in Unterhose und BH vor ihm stand. :mad: Ich wünschte, ich hätte ihm damals eine passende Antwort gegeben.

    LG Karlotta
     
  12. Debby

    Debby Neues Mitglied

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    Bei war es auch so, das RA und Lupus erst kamen und dann das Uebergewicht( ca. 15 Kilo). Es kam zuerst vom Cortison und dann von Unbeweglichkeit, wenn man ueberhaupt keinen Sport treiben kann, setzt halt alles was man isst an.
    Ich muss noch etwas sagen, ich bin schockiert was viele von Euch sich von ihren Aerzten gefallen lassen muessen, so etwas ist mir in 30 Jahren hier in den USA noch nicht einmal passiert. Die Aerzte hier fuehlen sich auch nicht wie Halbgoetter.

    Debby
     
  13. kathyB

    kathyB Realistin

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    kilos.....

    @uschi
    die thematik bei schmerzen, die natüüüüüüüüüüürlich psychisch zu sein haben, weil man die ursache nicht findet kenne ich auch...
    ich wurde zb gefragt, ob ich ein *neues* medikament testen wolle, das schon vielen menschen bei extremen schmerzen geholfen hätte.

    die wirkung sollte angeblich nach 2,3 tagen eintreten.

    tat sie.......ich schlief ca 20 stunden am tag und quälte mich nicht mehr so mit den schmerzen.
    aber es war kein schmerzmittel.
    es war ein psychopharmaka.
    als ich nach der wirkung gefragt wurde, sagte ich den docs meine vermutung auf den kopf zu.
    sie gestanden mir, dass es ein *test* war, ob die schmerzen durch psychopharmaka beinflussbar wären.
    waren sie nicht.....ich wurde nur müde, wie noch nie zuvor und natürlich habe ich das medi keinen tag weiter genommen.

    ergänzung: gefunden hat man die ursache später in der poli-uniklinik.


    zu deinen daumenschmerzen: mein bruder meinte mal... ich müsse *mehr laufen*, damit sich mehr *gelenkschmiere* bildet und ich abnehme... dann wären auch meine schmerzen auch weniger. (weniger gewicht, weniger aua)
    auf meine frage, ob ich dann lernen müsse ... im handstand zu laufen...denn besonders schultern und hände taten schrecklich weh....wurde er nur wütend *g*


    @tevahe
    du bringst es wunderbar auf einen nenner......
    niemand streitet ab, dass jedes kilo weniger explizit für RA geschädigte gelenke eine *erleichterung* im wahrsten sinne des wortes ist.....
    aber wieder mal werden ursache und wirkung verwechselt.
    ich fühle mich an henne und ei erinnert..

    opfer.....nun dann wäre ich das *opfer schlechthin*
    denn ich habe erst nach ein paar jahren rheuma und cortison zugenommen.
    DANN allerdings war das gewicht nicht mehr zu stoppen.
    wenn ich das mal wieder einem *neuen* doc versuche klarzumachen, ernte ich häufig unglauben und häme.
    mich tröstet allerdings, dass echte spezialisten.... wie uniklinikdocs und die meisten docs des rheumazentrums oberammergau zu dem thema eine realistische sicht haben.

    im täglichen leben kontere ich dumme sprüche inzwischen--wenn möglich--- noch rüder, als man sie mir präsentiert hat.
    häufig zur grossen verblüffung der menschen, die meinten, eine *dicke* hätte sich jeden schuh anzuziehen, in eine burka gewandet, schuldbewusst mit gesenkten augen durch die gegend zu schleichen und natürlich nicht wagt, die stimme zu erheben.
    zum glück haben sich kilos nicht auf selbstbewusstsein und mundwerk ausgewirkt :)

    @ uschi
    dann hast du das glück, dass deine pfünder durch essensumstellung in den griff zu kriegen sind, was den schluss nahelegt, dass sie durch falsche ernährung entstanden sind.
    wäre es bei mir auch so, hätte ich ein problem weniger.
    aber ich muss auch deutlich höher dosiertes cortison nehmen.... zur zeit 20mg.
    ausgehend von 120mg vor ca 1,5 jahren.
    ich erzähl dir eine kleine geschichte:
    ich nahm zu.... damals, als ich noch sporteln konnte....ass immer *bewusster* und nahm zu...
    also versuchte ich in meiner verzweiflung einen stopp zu bewirken.
    ich fuhr an einem tag 2,5 stunden rad im gebirge...... ritt zwei pferde, insgesamt 4 stunden, mistete die boxen aus, ging 2 stunden schwimmen, ass nur 5 äpfel an dem tag, trank ca 3 liter wasser... und:
    wog am nächsten tag ein kilo mehr.....
    nein, soviele *schwere* muskeln bilden sich nicht innerhalb eines tages.
    aber wenigstens habe ich prima geschlafen, weil ich am ende meiner kräfte war... :)

    auch dir frohe ostern.....

    @karlotta

    die dummsprüche *aussenstehender* habe ich weitgehend im griff, grössere probleme habe ich mit den schmähungen angeblicher *fachleute* aus der medizin.
    sie sollten es besser wissen.
    und... sie sollten die menschen unterscheiden können, die in der tat *fressen und saufen* und die.... die es nicht tun.
    ein faktor ist in der tat die immer grössere immobilität. da beisst sich die katz in den schwanz.
    schmerzen>>weniger bewegung>>mehr gewicht>>belastung für schmerzende gelenke, weniger bewegung....
    fressattacken bleiben mir erspart, ich gehöre zu den *essensverweigerern* wenn es mir so richtig schlecht geht.

    welch eine ungeheuerlichkeit....... 62kg bei deiner grösse ist idealgewicht.
    längst hat sich das *modelgewicht*(gewicht minus 100, minus 10%) als nicht *normalgewichtig* erwiesen.
    du dürftest über 7o kg wiegen und das das wäre immer noch ideal.
    solche ärzte sollte man verklagen....

    @debby
    du bestätigst meine erfahrungen auch....... henne und ei.

    erst rheuma und als folge... gewichtszunahme.
    vielleicht liegt das an unserem gesundheitssystem.
    noch immer gelten ärzte als *götter* die unfehlbar sind......und manche dieser ärzte sonnen sich in diesem veralteten bild.#
    aber es wird an ihren thrönen gesägt....

    ............................................................................................

    danke für eure diskussionsteilnahme.... und schöne feiertage :)
     

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  14. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    @kathy
    Dein Beitrag hat mich sehr amüsiert, auch wenn ich diese Erlebnisse bestimmt nicht haben möchte. Doch der Ton in diesem Beitrag schlug bei mir genau in die richtige Kerbe. Wenn solche Sachen passieren, möchte man vielleicht gern die passenden Worte parat haben, oft verschlägt es einem einfach die Sprache.
     
  15. kathyB

    kathyB Realistin

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    Noch::::::

    hab ich ihn nicht verloren, meinen galgenhumor, den göttern sei dank :)
    denn wenn ich den verliere haben sie leichtes spiel, die, die mein leben zusätzlich erschweren wollen, durch ihre bösartige gedankenlosigkeit.
    oder sollte es doch dummheit sein?? :))


    lieben gruss

    kathy
     
  16. Karlotta

    Karlotta Neues Mitglied

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    Hallo Kathy,

    naja, das Gewicht habe ich heute, bald 20 Jahre später, nicht mehr. Aber es ist mit knapp 10kg mehr immer noch im Rahmen.

    Und was ich in diesem Zusammenhang auch mal anmerken möchte: Ich bin weitaus weniger infektanfällig, seit ich mehr wiege und habe plötzlich einen regelmäßigen Zyklus. Überhaupt wurde ich erst schwanger, als mein Gewicht nach oben ging. Inzwischen habe ich zwei gesunde Töchter.

    Also mir hat die Gewichtszunahme sogar gut getan. Es ist schon was dran, dass man "nichts zuzusetzen hat", wenn man gerade an der untersten Grenze des Normalgewichtsbereich kratzt. Die ästhetische Seite ist eine andere, aber das ist ja zum Glück ganz subjektiv.

    LG Karlotta
     
  17. kathyB

    kathyB Realistin

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    in der klinik bekam ich *hohkal*zu essen....auf meine irritierte nachfrage..... ich nahm zu schnell und unkontrollierbar ab.
    (!!) um missverständnissen vorzubeugen..... wenn man *dick* ist, ist jedes kilo weniger zu begrüssen.
    aber nicht, wenn man durch krankheit *schrumpft*.
    in dem fall war es richtig gut, dass ich genug hatte.
    leider blieb es nicht *unten*.

    der ästhetische aspekt.... nun das ist relativ.
    ich pflege auf bösartigkeiten zu meiner figur entsprechend zu kontern.

    lieben gruss

    kathy
     
  18. spiritrider

    spiritrider Neues Mitglied

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    Ich musste mir auch vor Jahren den blöden Kommentar eines Orthopäden anhören, bei dem ich wegen extremer Rückenschmerzen war: Nehmen sie erst mal ab, dann reden wir weiter! Gesagt, getan, ich nahm 12 kg ab und trotzdem waren die Rückenschmerzen noch da... Kein Wunder, ich habe 2 BSV, die sich erstaunlicherweise damals trotz Gewichtsabnahme nicht in Wohlgefallen aufgelöst haben.

    Es ist schon nett, wenn man vom Rheumatologen hört, man sei übergewichtig, aber gleichzeitig die Anweisung bekommt, wenn die Schmerzen mehr werden sollten bis zum nächsten Termin, solle man einfach das Corti erhöhen. Ich hatte ihn beim letzten Termin darauf angesprochen, dass ich langfristig vom Corti wegmöchte, eben wegen der Gewichtszunahme, aber natürlich bin ich selber schuld dran, wenn ich zusätzlich zum Cortison noch feste Nahrung zu mir nehme.

    Leider hab ich festgestellt, dass mir momentan die Kraft fehlt, "Diät" zu machen, sprich, mir dieses und jenes und anderes zu verkneifen. Die Schmerzen kosten einen soviel Energie, dass für andere Sachen, die für mich früher kein Problem waren, nix mehr übrig bleibt.

    Ich finde die Beiträge auf der Startseite immer hochinteressant, musste aber leider oft schon feststellen, dass die Realität ganz anders aussieht. Was helfen Zeitangaben über Behandlungsfenster, wenn sich kein Arzt daran hält? Was helfen Basismedis, wenn die Ärzte keine ordentliche Diagnose auf die Reihe kriegen und sie daher nicht verschreiben?? Klar, die Infos sind gut, manchmal hab ich das Gefühl, ich weiss mehr als mein Rheumadoc:rolleyes:
     
  19. Moehrle

    Moehrle Aktives Mitglied

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    Gruss aus Sitges

    Hallo Spiritrider,

    ich habe schon lange das Gefuehl, dass wir mehr wissen, als viele Aerzte. Auch dank RO sind wir bestens informiert, da wir ja sooo viele Berichte lesen und vergleichen koennen.

    Was auch sehr wichtig ist, wir koennen gezielte Fragen stellen,auf die die Aerzte oft ueberhaupt nicht eingehen und nicht kommentieren. Sie sagen einfach bla, bla und bla und Du gehst gefrustet nach Hause.

    In diesem Sinne Ein lieber Gruss.jpg

    Moehrle
     
  20. Meggie

    Meggie Neues Mitglied

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    stimmt! Ich bin jetzt über 50.

    als der Arzt mir das damals sagte war ich aber knapp 40. Da hatte ich schon die erste Arthroskopie.
    Ich habe auch schon von Ärzten gehört. sie haben Artrhose? in ihrem Alter? Dazu sind sie noch viel zu jung. Asl dürfte man das erst mit 80 kriegen.
    Allerdings, mein VAter ist jetzt 82, bei ihm wurde Hüftarthrose festgestellt und er kann ziemlich schlecht laufen - er ist nicht übergewichtig - aber er jammert eben , wenn ich ihn besuche. Ich habe nur gesagt, sei froh, dass du es erst jetzt hast, andere sind damit schon früher gestraft.

    Tevahe - du bist wirklich viel zu jung dafür.