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termin beim psychodoc - entzug beginnt

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Christi, 7. September 2007.

  1. Christi

    Christi Mitglied

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    hallo ihr lieben,

    war gestern bei meinem psychodoc, erstens weil ich mein "suchtmedi" alprazolam absetzen möchte und durch ein antidepressiva ersetzen, d.h. dadurch auch die auftretenden entzugserscheinungen zu mindern. auch soll ja antidepressiva auch bei chronischen schmerzen eingesetzt werden. habe vor, damit praktisch 2 fliegen mit einer klappe zu schlagen.

    allerdings bin ich hier im forum und auch anderweitig aus meinen online-recherchen davor gewarnt worden, das alprazolam, daß zur gruppe der benzodiazipinen gehört, zu hause abzusetzen. ich solle das in einer klinik

    machen.mein doc allerdings meint, da würden sie mich auslachen, wenn ich mich deshalb in einer klinik anmelden würde. fange heute an, das medi von 1mg auf o,75 mg zu reduzieren und bekomme als antidepri "cymbalta". kennt das vielleicht jemand? erst eine woche 30 mg, dann 60 mg. täglich.

    die leichtigkeit, mit der mein psychodoc über das alprazolam spricht, hat mich schon etwas aufgeregt, zumal seine vorgängerin, bei der ich jahrelang vor ihm in behandlung war und mit der ich einige zeit später (sie ist im ruhestand) mal telefoniert habe, hat mich damals schon vor dem alprazolam gewarnt, schon gewarnt, ich soll ja davon weg.

    bin jetzt mal wirklich auf meinen "entzug" gespannt. ich wollte mir zeit lassen bis weihnachten. er meint, so lange brauchen wir nicht, wir machen das jeweils 14-tägig um o,25 mg.

    liebe grüße
    christi
     
  2. Lilly

    Lilly offline

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    hallo christi,

    ich drücke dir ganz fest die daumen, dass alles so verläuft, wie du es dir vorstellst!

    dein doc hat leicht reden, er macht den entzug ja nicht.....
    falls es dir sehr schlecht geht, würde ich mit meinem doc vereinbaren, in noch kleineren dosen auszuschleichen (z.b. einen tag 0,75 mg, den nächsten tag wieder 1 mg im wechsel, für ca. 1 woche, dann die nächste ganze woche 7,5 mg, dann weiter reduzieren usw.) ich denke mal, die geschwindigkeit der reduktion solltest du bestimmen dürfen....

    das antidepressivum ist aus der gruppe der neuen generation der selektiven serotonin- und noradrenalin-wiederaufnahmehemmern- dieses ist nebenwirkungsärmer wie die aus der älteren generation....

    aber auch hier gilt: kein abruptes absetzten,- sondern ausschleichen!

    hier kannst du darüber nachlesen:

    SSRI Discontinuation Syndrome (SSRI Absetzsyndrom)

    Cymbalta® zur Behandlung der Depression

    ich wünsche dir viel kraft und durchhaltevermögen!!! :)
     
  3. Christi

    Christi Mitglied

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    hallo lilly,

    danke für die infos. sicher hat mir mein doc schon etwas spielraum gelassen. er hat auch gesagt, daß ich ihn jederzeit anrufen kann.
    habe heut gleich mal nach der ersten cymbalta-tablette durchfall bekommen. hoffe mal, daß das nicht so weitergeht und vielleicht nur am stress lag, den ich heute hatte. werde morgen jedenfalls vorher mein omeprazol nehmen.

    wegen dem entzug werden wir ja sehen, ob mein doc recht hat, ist ja jetzt schon fast eine trotzreaktion von mir, um jetzt zu beweisen wer recht hat...hatte ja soviel infomaterial dabei, das alles für einen schweren entzugsverlauf spricht, hat er alles bagatellisiert..... nun grad erst recht ... werden ja mal sehen..... wäre ja auch gut, wenn er recht hätte und ich keine probleme bekäme.......
    warten wirs ab.

    liebe grüße
    christi
     
    #3 7. September 2007
    Zuletzt bearbeitet: 7. September 2007
  4. Elke

    Elke wünscht allen

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    hallo christi,

    ich wünsche dir viel erfolg bei dm entzug!!!
    aber paß gut auf dich auf, und nimm lieber einmal mehr hilfe von
    einem doc an als einemal zu wenig!

    ich habe erst einen entzug hinter mir, allerdings mit einem ganz anderen hintergrund ich hatte hier darüber etwas berichtet.

    du fragst unter anderem nach Cymbalta, das nehm ich auch und hier im erfahrungsaustausch hat Waldmensch dannach gefragt, hier der link:

    http://www.rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=29173

    dort kannst du unter anderem auch meine erfahrungen mit cymbalta nachlesen.

    also toi toi toi
    alles gute lieben gruß
    elke
     
  5. Kristina cux.

    Kristina cux. Küstenkind

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    Hi Christi,

    ich wünsche dir auch alles gute und das der Entzug gut klappt. Mein Bruder hat dieses Jahr auch einen Entzug vom Benzodiazepin gehabt, allerdings musste es Stationär erfolgen, da er eine höhere Dosis hatte und die Entzugserscheinungen bei ihm nicht ohne waren. Ich drück dir ganz fest die Daumen und denke an Dich.

    Liebe Grüße

    Kristina
     
  6. Christi

    Christi Mitglied

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    hallo elke, hallo kristina,

    danke für eure guten wünsche. ich denke, wenn man etwas wirklich will, dann schafft man es auch und ich hab es mir wirklich fest vorgenommen, von dem zeug wegzukommen.

    @elke : habe die beiträge über cymbalta gelesen. die meisten sind ja positiv. zum beipackzettel: der ist ja harmlos im vergleich zu dem von alprazolam, also der macht mir bestimmt keine angst. sicher erwarte ich in erster linie davon einen stimmungsaufhellenden effekt und erst in zweiter eine schmerzlinderung.


    liebe grüße
    christi
     
  7. lilliputsilke

    lilliputsilke Kräuterhexe

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    Hallo Christi

    Hallo Christi,
    ich habe auch ein halbes Jahr Cymbalta genommen wegen meiner Fibro, hatte nicht so viel Glück am Anfang war ich nur Müde und dann immer ein total Trockener Mund das hat echt genervt. Aber meine Schmerzen sind nicht besser geworden, darum habe ich es dann Abgesetzt.
    Ich drücke dir auf alle fälle die Daumen wenn auch sehr vorsichtig und hoffe das es dir gut geht und du keine Probleme hast.
    Ganz liebe Grüße und alles Gute wünscht dir
     
  8. Mücke

    Mücke Guest

    hallo christi..

    ich bekomme seit über einem jahr cymbalta 60mg.

    den benzoentzug habe ich mich noch nciht getraut, zwar selber zu reduzieren, aber bin immer nur bis max 2-3 mg gekommen, danach war sense..nicht von dem medi was du nimmst aber ein anderes benzo
    gibt es dass was du hast, denn in 0,25mg dosierung???
    ich habe mich im internet mal schlau gemacht wie man am besten einen entzug schaffen kann ( weiss leider die seite nciht mehr..die hatten mir das alles genau ausgerechnet..aber als ich sah, dass das ganze mind ein jahr sein sollte hat mich der mut verlassen)
    die sagen es wäre gut, auf diazepam in tropfenform umzustellen, da man die besser dosieren und eben auch in kleineren schritten runterdosieren kann..weiss nciht ob dies eine überlegung wäre oder ob du dich so, wie es jetzt geplant ist, schon damit abgefunden hast

    die letzten 2mg sollen die schwersten sein...
    und dort wo ich war(wird unter anderem auch sucht behandelt) wurde mir auch gesagt, dass ein benzoentzug härter wäre als ein heroinentzug...ich weiss es nicht...ich weiss auch nicht, ob du bisher immer nur 1mg hattest und wie lange und oft du es genommen hast...
    ich denke wenn es dir schlecht damit geht, kannst du immer noch akut in eine klinik aufgenommen werden

    pass auf dich auf
     
  9. Christi

    Christi Mitglied

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    hallo mücke, hallo silke,

    danke für die guten wünsche

    @mücke: nehme das alprazolam schon über 4 jahre, die 1mg war die erhaltensdosis, unter die ich bisher nicht gekommen bin. habe praktisch schon reduziert, ist aber schon ne ganze weile her. habe auch schon davon gehört, daß beim alprazolam der schwerste schritt von 0,25mg auf null sein soll. habe heute zum ersten mal die 0,25 mg. tabletten aus der apotheke bekommen. nehme jetzt morgens noch 1/2 von meinen 1 mg. tabletten und mittags dann 0,25 mg + 30 mg. cymbalta (soll ja erst in der 2. woche auf 60 mg.).

    @silke: die schmerzlinderung erwarte ich mal höchstens als positive nebenwirkung des cymbaltas.

    gute nacht und
    liebe grüße
    christi
     
  10. Christi

    Christi Mitglied

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    hallo ihr lieben,

    nehme heute das vierte mal cymbalta und statt 1 mg nur 0,75 mg alprazolam. am 1. tage bekam ich durchfall, am zweiten und dritten kopfschmerzen und heute habe ich mit übelkeit und rückenschmerzen im oberen rechten bereich zu kämpfen. mir gehts also ziemlich :eek::eek:
    habe zwar auch schon zu dem thread über "probleme mit antidepressiva" geschrieben. hoffe dadaurch einen breiteren betroffenenkreis anzusprechen, ich habe nämlich ziemliche angst, auch wegen meiner rückenschmerzen. so ähnlich fing im jahr 2001 bei mir eine schwere lungenentzündung an. das wäre dann wohl auch das aus für humira.

    @ mücke. alprazolam gibt es in 0,25 mg, sogar noch teilbar, wenn ich zum schluß dann noch langsamer gehen will.


    liebe grüße
    christi
     
  11. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Hallo ihr Lieben,
    ich habe nun das von meinem Neurologen so "hoch gelobte" Cymbalta ausprobiert. Da ich schon einige Antidepressiva genommen habe, konnte ich auch gut vergleichen. Die Angabe von "besser verträglich" als die alten AD`s finde ich als lächerlich. Die NW gehen nur in eine andere Richtung, und sind auch nicht angenehmer als bei den "alten". Die anfängliche Übelkeit hat sich nach etwa anderthalb Woche gelegt. Doch ich war tagsüber ständig müde, und an eine normale Verdauung/Stuhlgang war nicht zu denken. Nachts konnte ich nicht richtig schlafen und auch meine Perönlichkeit hat sich in dieser kurzen Zeit verändert. Sicher ist das Gefühl von "alles ist schön" recht erträglich, aber meine Kollegen fanden es recht amüsant.
    Gegen die Schmerzen hat es entgegen der in Fachartikeln verbreiteten Darstellung(oft schon innerhalb einer Woche!?) nichts gebracht. Seltsam war nur das mein Verlangen nach Sex in die Höhe geschnellt ist, so als wenn ich in der Pupertät wäre. Leider war meine Männlichkeit auch so wie betäubt. Als sich dann noch Harnverhalt(ich konnte nur noch 1 mal am Tag pinkeln) einstellte, habe ich mich zum absetzen dieses Medis entschlossen. Ich wollte meinen schon angeschlagenen Nieren nicht noch weitere Dinge zumuten.
    Da ein guter Freund Apotheker ist, dachte ich mir da einmal ein paar Infos zum Medi einzuholen. Und siehe da, er erzählte mir das der Boom beim Cymbalta vorbei ist. Die Patienten hätten mehr NW`s als das es ihnen helfen würde. Die Verordnungen sind seit ca. 1 Jahr merklich zurückgegangen. Er selbst hat nur noch einen Patienten der es bekommt. Bei der Suche im Netz habe ich dann noch die Gefahren für Leber,Bauchspeicheldrüse und Nieren gefunden. Somit war ich bestärkt bei meiner Entscheidung, dass richtige getan zu haben.
    Wie ich weiter machen werde? Nun die besten Erfahrungen habe ich mit Doxepin,Mirtazapin sowie Trazodon gemacht. Und damit ich nicht weiter an Gewicht zulege eben durch diese Medis(Trazodon ausgenommen), werde ich sie immer mal nur für einige Wochen nehmen.
    Am Ende kann ich für mich sagen, einen Versuch war es wert. Und ich habe viel Hoffnung in dieses Medi gesetzt. Doch nicht alles Neues muss das Beste sein. Auch als Diabetiker habe ich diese Erfahrungen machen können, denn hier ist das gute alte Insulin immer noch die beste Therapieoption.
    Allen noch eine schöne Woche.
    Heiko