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Tendovaginitis, mittlerweile beidseits, kein Rheumafaktor!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von gretchenross80, 1. März 2011.

  1. gretchenross80

    gretchenross80 Registrierter Benutzer

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    Hallo ihr Lieben!
    Ich versuch mal so kurz wie möglich meinen Fall zu schildern:
    Ich bin von Beruf Physiotherapeutin, im Juni 2009 hatte ich zum ersten mal eine Tendovaginitis M. extensor carpi ulnaris (Handgelenk). Der Orthopäde spritzte Cortison, nach drei Tagen ging ich wieder arbeiten. Im November ging der Spass dann von vorne los, aus Angst meinen Job zu verlieren arbeitete ich weiter.
    Bis es im Januar nicht mehr zu ertragen war. Seit Februar 10`bin ich krankgeschrieben. Meine Sehne hat sich seitdem total verändert, ist 4fach verdickt, vernarbt, verkalkt. Zudem hab ich ständig Gelenkergüsse und mit Ödemen zu kämpfen.
    Obwohl ich nicht arbeite hab ich dasselbe Problem jetzt auch links! Ich kann dabei zusehen wie sich die Sehne verändert und die Schmerzen werden immer schlimmer. Zudem ist mein Kleinfingergrundgelenk links jetzt entzündet. Ich habe brennende Schmerzen. Und die Sprunggelenke schmerzen ebenso.
    Beide Sprunggelenke, sowie Kleinfingergrundgelenk waren im Knochenszinti deutlich sichtbar.
    Die Orthopäden wissen nicht mehr weiter,sie meinten, an einer chronischen Tendovaginitis kann man nichts mehr machen, also war ich beim Rheumatologen. Er sagte, (ohne mich zu untersuchen!), das wäre kein Rheuma. Das wäre ein Fall für die Orthopäden... Werde jetzt hin und hergeschoben.... Die Chirurgen können die Vernarbte Sehnenscheide auch nicht operieren... Was soll ich jetzt noch machen? Wisst ihr noch Rat?
    Danke im Voraus !
     
  2. BienchenSumm

    BienchenSumm summt herum

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    Hmm Gretchen,
    ist beim entzündeten Kleinfingergrundgelenk denn auf dem Röntgenbild eine Veränderung zu sehen?
    Wenn sich ein Gelenk aus heiterem Himmel entzündet, ohne dass es einen Grund dafür gibt (Verletzung, sichtbarer Verschleiß...), dann sollte man eine rheumatische Erkrankung in Betracht ziehen.
    Bei mir fing es auch mit einem einzelnen Fingergelenk an.
    Da hat auch niemand an Rheuma geglaubt.
    Bei einzelnen Gelenken sind die Entzündungswerte kaum erhöht
    und wenn dann der Rheumafaktor fehlt, zucken die Ärzte mit den Schultern und verschreiben allenfalls entzündungshemmende Schmerzmittel.
    Erst als bei mir immer mehr Gelenke dazu kamen, ohne dass eine Ursache zu erkennen war, ist man misstrauisch geworden.
    Irgendwann waren dann auch die Entzündungen im Blut deutlich sichtbar.
    Ich denke, die Vorsicht der Ärzte hat auch mit den Nebenwirkungen der Rheumamedikamente zu tun, es handelt sich ja teilweise um Medikamente aus der Krebstherapie.
    Ich würde mal sagen, hier treibt man den Teufel mit dem Beelzebub aus.
    Und so was will man nur verschreiben, wenn man absolut sicher ist.
    Mir ist bei MTX, Avara und Cortison auch nicht gerade leicht ums Herz.
    Andererseits muss das Leben lebenswert bleiben.
    Und dauernd starke Schmerzmittel nehmen ist ebenfalls ungesund und macht auf Dauer abhängig.
    Wenn sich noch mehr Gelenke entzünden und du dich insgesamt unwohl fühlst, solltest du dir einen Rheumatologen empfehlen lassen.
    Leider scheint es viele zu geben, die ihre Patienten nicht mit der gebührenden Aufmerksamkeit untersuchen, schade.
    Ich habe da wohl Glück gehabt.
    Ich wünsche dir alles Gute!
     
  3. gretchenross80

    gretchenross80 Registrierter Benutzer

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    Danke für deine Antwort, macht Mut zu hören daß es dir auch so ergangen ist und du trotzdem irgendwann wohl den richtigen Arzt hattest. Und was die Medis angeht befürchte ich, daß ich kaum etwas vertragen werde. Ich hab eine Unverträglichkeit gegen zig Medikamente. Ich wiege ohnehin nur noch 51 kg bei 172 cm. Da ich mit Nebenwirkungen von Schmerzmitteln zu kämpfen hatte. Mittlerweile verzichte ich auf Alles, weil ich sonst noch dünner werde.:uhoh:
    Asthma hab ich leider auch.

    Nun, ich denke, daß ich meine komplette Krankheitsgeschichte nochmal aufarbeiten muss, um die Ursache , die Wurzel allen Übels zu finden.
    Habe zB seit 16 Jahren einen erhöhten Streptokokkentiter und meine Lymphknoten sind seit Jahren(!) verdickt (vor allem Hals/Achselhöhle/Leiste). Die Fachärzte hören mir aber leider nicht zu....:confused:

    Ich bin kein Arzt , aber als Physiotherapeutin hab ich ja auch einiges gelernt. Und Streptokokken machen ja auch gerne Gelenkentzündungen und gehen auf die Herzklappen (Bindegewebe, wie Sehnenscheiden etc!).

    Nun, ich werde deinem Rat folgen und mir einen neuen Rheumatologen suchen. Was anderes bleibt mir wohl nicht übrig.

    Und was deine Medis angeht, da drück ich dir die Daumen daß du sie auch gut verträgst! Ich weiß wie übel das sein kann, alleine schon mit Schmerzmitteln. da will ich mir das mit Anti-Rheumatikas nicht vorstellen:(


    Wünsche dir gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz viel Power und Glück :)