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Tatort im ARD vom 3.4.2011

Dieses Thema im Forum "Krankenkassen und Pflegeversicherung" wurde erstellt von bise, 4. April 2011.

  1. bise

    bise Neues Mitglied

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    ich hoffe, dass viele user und leser diesen film gesehen haben. er zeigte sehr nachdrücklich, zu was die pauschale budgetierung durch die GKV bei den ärzten führen kann.
    leid und elend und verzweifelung ohne ende bei den betroffenen (chronisch) kranken und deren angehörigen.

    hoffentlich haben dieses anliegen gesunde menschen verstanden (und auch die privatversicherten).

    natürlich ist totschlag NIE die lösung eines problems (damit hier keine missverständnisse aufkommen).
    gruss
     
  2. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    guten morgen.

    ach wie schade. den tatort hab ich nicht gesehen. ich kuck immer nur so bestimmte ermittler.

    das team gestern gehört irgendwie nicht zu meinen favoriten.

    aber wenn ich das so lese: bei dem thema hätte sich das kucken wohl doch gelohnt...
     
  3. poldi

    poldi Aktives Mitglied

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    [FONT=Arial Narrow, sans-serif]Liebe Bise[/FONT]
    [FONT=Arial Narrow, sans-serif]Der Film war so etwas von unrealistisch. Was denkst Du, wenn mein Arzt, von mir 8000 € für nichts verlangen würde, wie schnell ich auf der Matte stehen würde und jeder andere Privat-Patient auch. Was man braucht, den richtigen Arzt. Etu und ich gehen zum gleichen Arzt. Etu ist gesetzlich versichert und ich bin privat. Du kannst sie ja mal fragen, ob sie schlechter behandelt wird.[/FONT]
    [FONT=Arial Narrow, sans-serif]Schöne Grüße[/FONT]
    [FONT=Arial Narrow, sans-serif]Poldi[/FONT]
     
  4. waldzwerg

    waldzwerg Neues Mitglied

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    Der Tatort war sicherlich überzeichnet.
    Aber die 8000,- Euro muss er ja nicht von einem Privatpatienten abgerechnet haben, er kann es sich ja auch "zusammengesammelt" haben.
    Ich bin auch pv und bekomme Rechnunge, allerdings sind da so oft irgendwelche Kürzel, Fachausdrücke, Faktoren etc. - ich blicke da nicht wirklich durch.
    Und bei 1400,- Euro Rheumatologen-Gebühr würde ich 100 mehr oder weniger unter irgendeinem Posten sicher nicht merken.

    Naja, und hätten sie es nicht überspitzt, wären sämtliche Morde ja nun auch irgendwie nicht wirklich nachzuvollziehen gewesen.

    Ich fand ihn gut, vor allem, weil man mal nicht nach 3 Minuten wußte, wer es war und nicht wieder eine Komissarin alleine, nachts, in völliger Dunkelheit, mit Stöckelschuhen und im Regen in einen einsamen Schiffsrumpf klettert.... *gähn*


    bd
     
  5. bise

    bise Neues Mitglied

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    @ Poldi, der film war nicht so unrealistisch für gkv patienten.

    in einer fernsehzeitschrift las ich heute zufällig folgenden kommentar zu dem krimi:
    "edel sei der mensch und gesund". die kommissare werden mit den auswüchsen eines krankenden gesundheitssystems und einem fall voller widersprüchen konfrontiert. der pensionär war zwar unheilbar krank, sein plötzl. tod kam dennoch überraschend ....... gestorben ist er aber an einem medikationsfehler. wer hat diesen zu verantworten?"

    ein alter kassenarzt hat immer wieder erhebliche schwierigkeiten mit der abrechnungsstelle der gkv. er überzieht andauernd das ihm zustehendes budget um viele tausend euro. das mag unrealistisch sein, doch ist es das wirklich?
    der arzt will seinen anteil an der praxis an eine jüngere kollegin verkaufen, die schon in der praxis mitarbeitet. - das kommt schon mal vor - wird jedoch zunehmend unrealistischer. denn jüngere ärzte wollen immer seltener in die praxen als hausärzte einsteigen. - in unserer region haben sich für 8 aufgegebenen florierenden hausarztpraxen keine nachfolger gefunden! - ärztemangel mancht sich breit -

    der alte arzt behandelt den pensionär erfolgreich schmerzlindernd mit teuren spritzen, die die gkv wohl im budget nicht vorsieht, er dokumentiert sie deshalb in den krankenakten nicht; als der alte patient die junge ärztin konsultiert erhält er das an sich für diese fälle vorgesehen medi - medikamenteninteraktionen mit leider tödl. ausgang.

    die alte patientin, die um verordnung des ihr immer geholfen habenden (teuren) medis bat und ausdrücklich erklärte das letzte medi der jungen kollegin habe ihr nicht geholfen, wurde vertröstet und gebeten, sich wg. überziehung des budgets bis zum neuen quartal zu gedulden. die verzweifelung der alten dame war gut gespielt.

    die junge mutter, deren tochter an der tückischen atemerkrankung litt, war die tragische person im krimi. der alte hausdoc hat der kranken tochter das - teure - atemspray immer gegeben und die junge kollegin (wohlwissend um das optimale medi) nun das - preiswerte - antibiotika. schockzustand der tochter.
    es kam zum konflikt zwischen mutter und der jungen ärztin. die mutter fühlte sich von der ärztin verraten und hintergangen. das ende war tödlich.

    wie oft lese ich hier über die magen medis, welche einigen helfen, welche bei einigen usern völlig nutzlos sind. viel ist bereits hier über den preis geschrieben.....
    oder die augentropfen, die selten ein doc verschreibt....
    oder die heilmittel......
    überall schwebt das damoklesschwert des budgets.....

    der film ist sicherlich überzogen, doch er zeigte die auswirkungen des budgets.......

    dass einem privatpatienten kaum eine überhöhte rechnung für ärztliche leistung angedreht werden kann, ergibt sich schon aus der überprüfung der privatversicherungen. sobald diese den betrag nicht vollständig erstattet, steht der privatpatient beim doc auf der matte.
    ansonsten für leistungen zu kassieren, die nicht erbracht wurden, ist eine strafbare handlung, nämlich betrug.

    dass privatpatienten höhere sätze bezahlen als der pauschalbetrag der gkv vorsieht, ist allgemein bekannt. durch diesen umstand ergibt sich, dass privatpatienten manchmal die ärztl. leistungen bei gkv patienten "quersubventionieren". welche auswirkungen das im einzelnen hat, ist von praxis zu praxis recht unterschiedlich.

    gruss
     
  6. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    und was sagt dat saurilein dazu:

    "leute das ist ein film!!!" frei erfunden, an der realität vorbei!
    die leute sollen unterhalten werden, deswegen gibt es überspitzungen die dann ausarten...jedenfalls nicht so im wirklichen leben.

    jeder doc weiss, das es krankheiten gibt, wo er medis aufschreiben darf, die a-ausserhalb des budget laufen -wie schmerzmedis, rheumamedis... oder aber b- unter aut idem an gekreuzt verordnet werden dürfen!

    die verordnung von hilfsmitteln, belasten keinen arzt!!!!! das tragen die pflegekassen, dazu zahlen wir beiträge!

    das ein film befindlichkeiten zeigt, klar, warum auch nicht! das menschen nur menschen sind und austicken könnten-ja! auch das.

    seht diese filme bitte nicht so eng!
    ich kann den unmut verstehn, wo es bei den einen oder anderen klemmt, bei irgend was medizinisches-aber -das sind doch nicht alle!!!!

    kein patient schlägt im wirklichen leben nach 2 min, die augen auf beim herzstillstand und lächelt und sagt:
    "danke herr doktor"...filmfreiheit nennt man das.

    bevor ich nun gehaun werde, ich gehöre zu denen, die gut versorgt werden, die ihre medis bekommen, die normal warten, die keine sonderbehandlung haben ...denn auch ich bin nur ein stinknormaler gkv patient!

    und die ärzte machen nicht die gesetze!
    bestes beispiel:seit 1.4.11 gibt es neue überweisungsscheine und was passiert???

    die ärzte bekommen mitte märz!!!! 2000 stück alte scheine!!!
    leute das ist doch nicht normal!

    und nun geht mal mit so einem alten schein zum röntgen....grosses theater! aber dafür kann der doc nix!!!

    unsere politik sorgt dafür, das das system das verschlechtert! dort sollte man anfangen!

    in diesem sinne, guckt eure filme, manchmal machen sie spass und sind spannend, aber: nehmt sie nicht ernst!!!

    sauri
     
  7. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    *****

    Wie verbittert ist ein Mensch,der Tatort-Krimmi-Geschichte.
    Rheuma,Privatversicherte und Gesetzlichversicherte als real dastellt?
    Dann gibt es ja noch Dr.House und die Schwarzwaldklink.:rolleyes:
    Einfach nur ganz dicke?????????
    Gesunde gegen Kranke.Privatversichert gegen gesetzlich versichert.
    Es nervt wirklich,das ständige gemöggel gegen Privatversicherte.
     
  8. Neli

    Neli Optimistin

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  9. Talea

    Talea Mitglied

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    Hallo zusammen,

    es kam schon vor,dass hier Praxen zum Ende des Quartals einfach ihre Tore schlossen,weil sich weitere Behandlungen von Patienten nicht mehr lohnten durch die Budgetierung, des weiteren ist es sehr wohl so,dass man nicht zu jedem Zeitpunkt des Quartals alle nötigen Verordnungen aufgeschrieben bekommt,weil der Arzt am Limit seines Budgets ist. Insofern fand ich den Film nicht komplett fern der Realität, so zumindest meine Erfahrung. Ich habe den Film auch eher als Kritik gegenüber des Systems als Ganzes denn als Kritik an Privatversicherte empfunden. Und dass im System der Wurm ist,kann glaube ich jeder feststellen,der selbst schon mal krank war oder sich als Angehöriger mit gestressten Ärzten und Pflegepersonal auseinandersetzen musste. Es ist weder genug Geld für alle oft notwendigen Leistungen noch für ausreichend Zeit für den Patienten im System vorhanden.


    Grüße von Talea
     
  10. luiselotte

    luiselotte Registrierte Benutzerin

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    Also, meines Erachtens ging es in dem Krimi nicht um Privatversicherte, sondern um die Probleme, die die Budgetierung für die Ärzte nach sich zieht. Es ist einfach so, daß vor allem gegen Ende des Quartals der Arzt oft keinen Spielraum mehr hat, um Patienten etwas auf Kassenrezept zu verordnen.

    Und wenn er im übrigen das aut idem-Kreuz auf dem Rezept macht, muß er die Differenz selber zahlen, auch nicht in Ordnung. Von Verordnungsfreiheit ist jedenfalls nichts mehr zu spüren.

    Und ohne Privatversicherten auf die Füsse treten zu wollen (die zahlen außerdem meist mehr Beitrag als gesetzlich Versicherte!): Es ist einfach so, daß z. B. ein Mittel gegen Demenz, daß noch sehr teuer ist, fast nur Privatversicherte bekommen - als gesetzlich Versicherter hat man da schlechte Karten, weil nach einem Kassenrezept sofort das Budget des Arztes mindestens für's ganze Jahr erschöpft wäre. Also wohl dem Kassenpatienten, der es sich privat leisten kann!...
     
  11. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    auch wenn wir wie immer ( :rolleyes: ) vom thema driften...

    -aut idem- darf der arzt und er bezahlt es nicht, wenn er der kk begründet warum, z.bsp. wegen unverträglichkeit....

    sicher nicht alle patienten, aber geht vielen so, z.bsp. diabetiker, hetzpatienten.

    aber da sist so ein weitreichendes thema, amn önnte glatt schon wieder ein neues thema aufmachen!!

    also: lasst tatort tatort sein, oder sonst was fürn krimi..es ist und bleibt künstlerische freiheit um die wir uns hier keine sorge machen müssen!

    sauri
     
  12. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo!
    Das bekomme ich gerade am eigenen Leib zu spüren, ich habe bis jetzt regelmäßig KG-Rezept erhalten außerhalb des Regelfalles.
    Nun gibt es Schwierigkeiten, mehrere große KK haben der Hausarztpraxis die "Pistole auf die Brust gesetzt" , weil die Verordnungen für KG und Ergotherapie wohl erheblich über dem Budget liegen, mit dem Ergebnis, daß auch sehr wohl viele chron. Kranke kein Rezept mehr erhalten werden.
    Soweit entfernt von der Realität ist der Tatort m.M nach nicht gewesen.

    Ich kann sehr wohl beide Seiten verstehen, Arzt und Pat und auch noch die KK.
    Ich habe bei der KK angerufen und die Auskunft erhalten, der Arzt kann alles aufschreiben, was er für medizinisch notwendig hält, sowohl Medis, als auch phys. Therapie oder Ergo.
    Der Arzt zaubert nur ein müdes Lächeln hervor und sagt dann nur, die KK machen es sich leicht, wenn er über der Budgetierung liegt, dann muß er u.U. nachzahlen und da geht es teilweise um viel Geld, nur weil er zuviel verordnet hat.
    Die Pat. sitzen jetzt in Panik in seiner Sprechstunde, viele chron Kranke, die sowohl auf Medis, als auch auf die Verordnung von KG angewiesen sind und er muß ihnen jetzt sagen, er kann nicht mehr aufschreiben.

    Der betroffene Patient kann aber auch nichts für seine Krankheit und ich glaube nicht, daß es sehr viel Menschen gibt, die mit einer KG-Verordnung aus der Praxis spazieren und sie nicht notwendig haben.

    Ich habe gestern beim Rheumatologen nach einem KG Rezept gefragt, er hat gesagt, er hat pro Pat. 15€ Budget für KG im Quartal, 1 Rezept pro Quartal kann ich von ihm haben.
    Fachärzt bekommen also auch nicht mehr Budget wie jeder andere Arzt!
     
  13. Cailean

    Cailean Neues Mitglied

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    @puffelhexe in der ard mediathek kann man den tatort ab 20uhr online anschauen. bis samstag.

    und der spruch privat versicherte werden nicht besser, sondern mehr behandelt muss ja irgend woher kommen ;)

    viele private versicherungen zahlen längst nicht mehr alles, was auf der rechnung steht.

    ich beziehe das nicht auf jede einzelne rechnung, sondern auf vereinzelte rechnungen auf denen das berechnete angezweifelt wird, weil zb medizinisch nicht als notwendig angesehen.

    das gibt es schon ewig und nicht erst seit der budgetierung der ärzte durch die politik. kommt aber seitdem doch öfter vor, als man denkt.
     
  14. Marietta_OWL

    Marietta_OWL Neues Mitglied

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    Wo die Weser einen großen Bogen macht
    Und manche Ärzte machen die Praxis einfach dicht, wenn das Buget am Quartalsende erschöpft ist. Da hängt dann plötzlich ein Schild an der Tür, ab 01.04. wieder erreichbar. ;)
     
  15. bise

    bise Neues Mitglied

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    Gitta,
    muss ich diesen kommentar verstehen? wie???

    niemand hat gegen privatversicherte gemöggelt (was immer du damit ausdrücken willst).
    in deutschland gibt es 2 systeme. gkv und privat. beide systeme haben vor - und nachteile, von denen die jeweils anders versicherten nicht so viel mitbekommen, weil es sie nicht betrifft. über 80 % aller versicherten sind gkv versichert (lt bundesstatistik).

    ein krimi muss nicht immer nur fiktion sein, kann durchaus auch realistische züge aufweisen.

    das gesundheitssystem ist derzeit für viele nur schwer zu durchschauen; solange man nicht selber davon betroffen ist, wird einem überhaupt nicht bewusst, was budget, pauschalhonorar, sparmassnahmen bedeuten können, welche auswirkungen sie im einzelfall haben können, welchen verwaltungsaufwand sie im einzelfall für den arzt bedeuten (der für den zeitaufwand nicht bezahlt wird).... etc.
    gruss