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Täglich Schmerzen - ist das normal?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Martha64, 22. August 2012.

  1. Martha64

    Martha64 Neues Mitglied

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    Hallo an erfahrene RAler,

    meine Diagnosen sind: RA,Psoriasis Arthritis sine, Arthrose in Wirbelsäule, Kniescheiben und.....
    Also gibt es keinen Tag ohne Schmerzen, Steifheit in den Gelenken, schwere Beine und schmerzhafte Füße.Ich kann mich deshalb schwer bewegen.
    Nehme MTX 15 mg, Katadolon S long, Omeprazol 2x40mg, Novamin Tropfen mind. 2-3x tgl, Folsäure, Vitamin D und habe gerade Prednisolon ausgeschlichen u Ibuprofen 600mg auch (Magenprobleme).
    Werde von einer Rheumaambulanz 1 xjährlich betreut (bei Verschlechterung kann ich mich melden) und mein Hausarzt ist Internist und prüft meine Blutwerte und verschreibt Rezepte.
    Ist das normal oder bin ich nicht richtig eingestellt? :confused:Ich habe zur Zeit keinen Schub.
    Muß ich mich damit abfinden, dass mein tgl Schmerzpegel zwischen 3 und 6 liegt?

    Ich versuche in Bewegung zu kommen und zu bleiben. 2x d Woche Muskelaufbautraining u 2 x d Woche Schwimmbad (Rückenschwimmen, Gymnastik, walken im Wasser). Achte auf meine Ernährung.
    Muß ich den Rest meines Lebens damit zurecht kommen? Oder muß ich andere Medis haben?

    Diese Frag liegt mir schon lange auf dem Herzen und ich glaube nicht, dass mein Arzt es gut fände, wenn ich damit zu ihm komme.

    Über Antworten zu diesem Thema würde ich mich riesig freuen!:talker:
    Martha64
     
  2. Kajaki

    Kajaki Neues Mitglied

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    hallo Martha,
    ich wünsche Dir heute einen Tag mit einer gefühlten "0". Das ist leider ein Wunsch, der jeden Morgen auch bei mir nicht in Erfüllung geht:o.
    Manchmal wecken mich die Schmerzen oder lassen mich gar nicht erst schlafen, aus verschiedensten Gründen; bohrende Kopfschmerzen die wahrscheinlich wegen der Bandscheibenvorfälle Halswirbelsäule im Schlaf entstehen, Schulterschmerzen durch die rheumatoide Arthritis so dass ich nicht mehr liegen kann, bohrende Schmerzen in den Handgelenken oder stechende Schmerzen in den Sprunggelenken oderoderoder... Kennst Du ja auch. Ich freue mich über jeden Tag an dem es gelingt, mich ins Bett zu kuscheln und über jeden Tag an dem ich erst wach werde wenn ich ausgeschlafen habe.
    Basismedi reicht manchmal nicht und ein Cortisonstoss wird nötig, das musste ich erst lernen zu akzeptieren. Mein Rheumadoc hat sich mal Zeit genommen, als ich nicht in der Lage war ihm die Hand zu geben, und hat Klartext geredet. Ich sollte doch die Schmerzen nicht versuchen auszuhalten nur um ja kein Cortison einzunehmen. Zur Erklärung: meine Mutter verstarb nach einer OP, weil sie durch jahrelange Einnahme (18) von Cortison viele verschiedene Nebenwirk-ungen hatte, aber es war eine andere Zeit, heute haben wir ja viel bessere Medis...
    Ich denke, wir müssen unser Leben darauf einstellen. Und wenn Du Zweifel hast, ob Deine Medis noch die richtigen sind..., sprich Deinen Arzt an, auch wenn es Dir schwerfällt.
    Ich bewundere Dich dafür, dass Du die Energie für Muskelaufbau und Wassergymnastik hast. Nach der Reha wurde mir Funktionstraining und Wassergymnastik verschrieben, konnte mich nicht aufraffen daran teilzunehmen, kann aber auch aus einem anderen Grund, vor allem wegen Zeitmangel nicht.
    Alles Gute wünscht Dir Kajaki
     
  3. walküre

    walküre Neues Mitglied

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    Schmerzbewältigung

    grüß dich martha,

    also, wenn du schon länger mit deinem freund dem rheuma zusammenlebst, dann weißt, das du nie ganz ohne schmerzen sein wirst. aber du kannst es zumindest auf ein erträgliches maß herunter schrauben.
    wichtig dafür is, dass du dir ebensoviel zeit zur entspannung nimmst wie für die täglich anfallenden arbreiten oder den sport. denn permanennter stress und/oder überforderung deines körpers, so nach dem motto....es is ja immer gegangen, dann muss es auch jetzt noch gehen.... das läuft nicht mehr.
    aus meiner erfahrung kann ich dir als zusätzliche hilfe zur schmerzbewältigung eine schmerzambulanz und/oder einen explizierten schmerztherapeuten empfehlen.
    in österreich ist es so, dass diese ärzte sich mit dem wesen deines schmerzes beschäftigen, abklären was du an vorerkrankungen hast, was du alles an medis nimmst, dich selber von kopf bis fuß anschaun und dann kriegst du wenn es not tut ein paar wunderbare schmerzmittel. aber das is es nicht allein, weiters wurde ich an die hauseigene schmerztherapeutin überwiesen die mir methoden der entspannung zeigt und mir beim bewältigen von schmerzattaken hilft.
    wenn du wie du sagst nur einmal im jahr zum rheumadoc fährst, dann würde ich außerdem ein schmerztagebuch sehr empfehlen. denn über das jahr gesehen kannst du dir deine beschwerden (wann sie wo und wie am schlimmsten sind oder eben auch mal besser) sicher nicht merken. das hilft dir beim gespräch mit dem doc, und der sieht auf einen blick ob er gegebenenfalls etwas an deiner medikation ändern muss.

    alles liebe

    deine walli:vb_redface:
     
  4. delphin

    delphin Aktives Mitglied

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    Guten morgen Martha

    Die gleiche Frage habe ich mir auch immer gestellt , so langsam habe ich mich mit dem Rheuma arrangiert. Einen Tag ohne Schmerzen ...ich wüsste nicht wenn ich den in den letzten Jahre hatte. Trotz Enbrel und Schmerzmittel , ein Restschmerz bleibt. Die Betreuung von Deiner Rheumaambulanz ist einmal im Jahr ist meiner Auffassung zu wenig. Vielleicht greift das MTX nicht richtig und ist nicht ausreichend. Kannst Du Dich denn nicht zwischen durch beim Rheumaarzt melden ? Ich kann meinen jeder Zeit anrufen , muss dann zwar in die Klinik , aber die Behandlungen haben immer zur Schmerzlinderung was gebracht.Ich hatte mit einer Schmerztherapie nicht so ein Erfolg , , aber an Deiner Stelle würde ich es versuchen, bei einigen hier hat es was gebracht.

    Ich wünsche Dir einen schönen sommertag und weniger Schmerzen.

    Lg. der delphin
     
    #4 22. August 2012
    Zuletzt bearbeitet: 22. August 2012
  5. Martha64

    Martha64 Neues Mitglied

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    Lieben Dank für Eure aufrichtigen Antworten. Es tut mir gut an diesem Morgen, wenn ich weiß, ich werde verstanden. Die Erfahrung im Umgang, auch wenn er schmerzlich :D ist, ist eine Lernaufgabe.
    Ich werde mit meinen Ärzten sprechen, mal sehen ob sie zuhören?
    Schmerztherapie hatte ich früher und keine gute Erfahrung gemacht. Aber, dass heißt
    natürlich nicht, dass ich es nicht woanders versuchen sollte.
    Meine Antistressarbeit ist sicherlich noch sehr im Argen.
    Ob die Sache mit meinen sportlichen Aktionen meine Beweglichkeit fördert, weiß ich nicht wirklich. Bin aber wild entschlossen, mich dahin zu schleppen.
    Heute hole ich mir einen Gehstock ab, damit ich etwas sicherer werde. Ich glaube meine Familie und meine Freunde haben da ein größeres Problem mit als ich. Ich bin schon so oft gefallen und das kann ich nicht mehr gebrauchen.

    Also jeder Tag birgt eine neue Chance und
    ich wünsche Euch allen, dass dies ein guter Tag wird
    Martha :)
     
  6. took1211

    took1211 Guest

    Liebe Martha,
    ich kann dir nur aus meiner eigenen Erfahrung berichten.Bin seit 1985 an Rheumatoider Arthritis erkrankt.In all den Jahren habe ich diverse Basismedikamente als auch Schmerzmedikamente verordnet bekommen.Ich habe mich immer mit starken Schmerzen herumgequält und bin auch in diesem Zustand immer arbeiten gegangen,weil ich nicht ausfallen wollte.Desweiteren habe ich viele Gelenkoperationen hinter mir.GdB 100%+G unbefristet.
    Erst ab August 2009 erhielt ich eine Humirabehandlung und bin seitdem glücklich.Bis heute ist es das richtige Medikament für mich.Sicherlich spannen mir morgens die Finger,was ich durch andere Möglichkeiten positiv beeinflusse.Auch pikt es mal im Rücken oder in den Knien/Füßen.Ich greife nicht zu Schmerzmitteln,sondern bevorzuge Entspannung,Bewegung,gesunde Ernährung.Eben das,was viele User bereits unternehmen.Ich lenke mich auch ab und denke nicht ständig nur an Rheuma.Selbst hier beim Schreiben vergesse ich meine Wehwechen.

    Ich bin der Meinung,dass ich momentan medikamentös richtig eingestellt bin.Deshalb würde ich mich,bei einer Verschlechterung meiner Rheumabeschwerden,
    umgehend an meinen Rheumatologen wenden und mit ihm eine andere Medikamenteneinnahme erörtern.Du hast richtig gelesen.Unter "erörtern"verstehe ich,dass ich nicht einfach ein Medikament so hinnehme,sondern wissen möchte,welches das wirkungsvollste für mich ist und warum,einschließlich der NW.

    Da ich Humira mono spritze,könnte es auch wöchentlich gespritzt werden,wenn ich auf dieses Medikament zwar anspreche(kaum NW),aber es noch nicht so den durchschlagenden Erfolg bringt.Außerdem gibt es gegenwärtig viele andere Medikamente,sollte die Wirkung nachlassen,meinte mein Rheumatologe.

    Liebe Martha,lass deine Medikamentensinstellung ruhig nochmal überprüfen,auch deine Vitamine,Hormone und Mineralien.
    Genaueres dazu sende ich dir heute noch einer PN.
    lg took