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Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von moriko, 2. August 2010.

  1. moriko

    moriko Neues Mitglied

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    2. August 2010
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    Hallo @alle,

    ich schreibe hier wegen meines Freundes. Er hat seit etwa Weihnachten Gelenkschmerzen und wir sind auf der Suche nach dem Grund.

    Die Vorgeschichte: er ist 37, sportlich, bisher immer gesund gewesen, keine gesundheitlichen Vorbelastungen in der Familie. Er leidet seit September 2009 an Borreliose: 6 Wochen hohes Fieber mit Kopfschmerzen, danach langsame Erholung, Kribbeln im ganzen Körper und eben besagte Gelenkschmerzen. Dagegen hat er seit Weihnachten zuerst 200 mg Doxicyclin über 2x20 Tage genommen, später 6 Wochen Minocyclin. Beide Antibiotika haben deutlich angeschlagen, so dass das Kribbeln praktisch weg ist. Laut Ärzten ist die Borreliose ausgeheilt.

    Die Gelenkschmerzen sind allerdings noch da.

    • sie wechseln ständig von Gelenk zu Gelenk
    • es sind alle Finger- und Zehengelenke betroffen, Hand- und Sprunggelenk, Knie und Ellenbogen
    • nach Ruhe ist das Bewegen anfangs schmerzhafter
    • Belastung verstärkt Schmerzen für kurze Zeit
    • keine Druckempfindlichkeit, keine Rötung, keine Temperaturempfindlichkeit
    • Entzündungsparameter sind unauffällig.
    Entsprechend zucken alle Ärzte, bei denen wir bisher waren, mit den Schultern. Was haltet ihr davon? Kann das eine untypische Rheumaform sein? Oder gibt es Aspekte, weshalb man rheumatische Erkrankungen ausschließen könnte?
    Es wäre uns ja fast egal, was es ist, Hauptsache, wir wissen es endlich...

    LG moriko
     
  2. rheumine

    rheumine Neues Mitglied

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    Hallo,

    war dein Freund denn damit auch schon bei einem internistischen Rheumatologen ? Es gibt entzündliche Rheumaerkrankungen bei denen die "normalen" Entzündungsmarker wie Blutsenkung und CRP unauffällig und in der Norm sind, aber es gibt noch spezielle andere Blutwerte die auf eine Entzündung hinweisen.
     
  3. Gabi Kemnitz

    Gabi Kemnitz Neues Mitglied

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    Guten Morgen,

    Dein Freund müsste dringend zu einem internistischen Rheumatologen, denn eine infektreaktive Arthritis, wie sie bei Borreliose durchaus öfter mal als Begleiterscheinung auftreten kann, kann sehr langwierig sein, wenn sie nicht adäquat behandelt wird und vor allem kann sie chronifizieren. Und ja, wie schon vorher gesagt wurde, es gibt auch seronegative Formen von Rheuma, also ohne Rheumafaktor und manchmal sogar ohne Entzündungszeichen im Blut und die sind nicht harmloser als die mit Entzündungszeichen, deshalb ist ein schneller Termin, notfalls in der Rheumaambulanz eines Krankenhauses sehr sehr wichtig.
    LG Gabi
    (bibi, ro-lerin seit 06/2003)
     
  4. moriko

    moriko Neues Mitglied

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    Hallo und danke für eure Reaktionen!

    @Vorgeschichte: Wir waren bisher nur wegen Borreliose unterwegs - diverse Hausärzte, Borre-Spezialisten und gestern die Infektiologische Ambulanz der Uniklinik in unserer Nähe. Den Termin haben wir vor vier Monaten ausgemacht, als S.s Beschwerden relativ stark waren, momentan geht es ihm relativ gut. Deshalb hieß es gestern auch nur "kommen Sie wieder, wenns Ihnen schlecht geht, so könne nwir jetzt auch nichts machen". Okay, immerhin haben sie Blut abgenommen für einige Rheumafaktoren.
    Dann werden wir diese Ergebnisse mal abwarten und damit zum nächsten Arzt gehen, internistische Rheumatologen gibts hier einige bzw. auch an der Uniklinik.

    @Gabi: genau diese Spätschäden sinds eben, wovor ich Angst habe. Ich will nicht irgendwann hören "wären Sie gleich gekommen, hätten wir noch was machen können."

    Ich halte euch auf dem Laufenden.

    LG moriko