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Streiche in der Kindheit

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Wilson, 7. Juli 2008.

  1. Wilson

    Wilson Mitglied

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    Hallo,
    mich haben die beiden Threads über unsere ach so schöne Kindheit (ich meine es ehrlich) erinnern lassen, dass es ja auch richtig "tolle" Streiche gab, die wir so machten. Ich würde es toll finden, wenn Ihr Euch mit Euren Kindheitsstreichen outet!
    Ich mache mal den Anfang, denn ich war auch kein Kind von Traurigkeit.

    Ich wuchs behütet und frei auf einem kleinen Kuhdorf mit ca. 300 Einwohnern auf. Natürlich habe ich viel Zeit auf den vielen Bauernhöfen verbracht. Habe verbotenerweise im Heu getobt, habe Rinder getrieben und mit den Kätzchen gespielt.
    Meine damalige Freundin, mit damals 5 Jahren drei Jahre jünger als ich, lebte auf einem Bauernhof. An einem Spätnachmittag hatten wir Langeweile und beobachteten, wie ihr Vater die Kühe nach Hause in den Stall trieb. Die ließen natürlich hier und da etwas fallen - wir hatten nichts Besseres zu tun, als in der Sch.... zu rühren. Mit kleinen Stöckchen. Wir weiteten das Ganze noch aus und füllten kleine Pappschachteln, die wir im Müll fanden damit. Diese "Tretminen" setzten wir den Jugendlichen vor, die nicht reagierten. In der Nachbarschaft gab es einen Tante-Emma-Laden mit Kneipe. Da ließen wir uns so richtig aus...
    Kuhsch..... vor den Eingangstüren, im Zigarettenautomaten, im Kaugummiautomaten. Natürlich wurden wir dabei beobachtet. Mein Vater nahm mich abends mit einer unserer Tretminen in der Hand in Empfang. Da waren natürlich alle Ausreden vergebens. Ich musste mich mit meiner Freundin zusammentun und mit Wassereimer und Wischlappen zum Wirt gegen und um Entschuldigung bitten. Es ist uns sehr schwer gefallen. Besonders hat uns geschockt, dass der Wirt uns mit einer Anzeige drohte, falls so etwas noch einmal vorkommen sollte. Wir hatten noch Glück, unsere Schweinerei hat jemand anders weggeputzt.

    Ich bin gespannt auf Eure Schandtaten.
    Gruß,
    M.
     
  2. Katjes

    Katjes Bekanntes Mitglied

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    unsere wohnung wurde frisch tapeziert,alles weiß.
    meine tante hat mir neue buntstifte mitgebracht............danach war der flur nicht mehr schön weiß.zur strafe kam ich in den keller.........was ziemlich langweilig war..........dann fand ich die lageräpfel und einen topf
    mit silberfarbe..........später waren alle äpfel silbern,fand ich schöner......
    .........alle anderen waren sehr hilflos,was aus diesem kind mal wird!
    nur meine mutter,hat immer behauptet,das kind hat talent:D.
     
  3. Schäfchen

    Schäfchen Guest

    Ich hab mit meiner Freundin bei der Nachbarin die Erdbeeren geklaut, die in unserem Garten waren alle nummeriert und abgezählt;):D. Als sie uns ziemlich entrüstet zur Rede gestellt hat, habe ich ihr geantwortet: "Frau Johannes, wir haben doch nur die Großen gegessen, die Kleinen haben wir drangelassen." :laugh:
     
  4. Tina_38

    Tina_38 Ich liebe Orcas

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    Wir haben früher Hunde-a-a in altes Zeitungspapier gelegt und es vor Haustüren angezündet und Klingelmännchen gemacht . Die Leute , die die Türen öffneten , versuchten das Feuer auszutreten und merkten teilweise gar nicht was drinn war . Einmal wurden wir von meiner Oma dabei gesehen und ich musste den rest des Tages im Schweinestall verbringen .
    Aber auch das hat mich von diesem Scherz nie abgehalten . Wir machten es noch mit 14 , allerdings nicht mehr in der nähe vom Haus meiner Oma .
     
  5. lexxus

    lexxus Neues Mitglied

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    in der schule haben wir im werkunterricht holz bearbeitet, welches zwischendurch immer wieder kurz in wasser getaucht werden musste, bevor es erneut geschliffen wurde. das wasser im eimer sah dadurch schnell ziemlich nach brühe aus. an einem tag war unsere lehrerin krank und es gab keine vertretung. da wir wussten, was mir zu tun hatten, sollte nur der hausmeister gelegentlich reinschauen und gucken ob alles ok ist. wir haben dann sämtliche schulbrote gesammelt und kleingebröselt in den eimer geworfen. danach haben wir einer klassenkameradin kreide ins gesicht geschmiert, so dass sie ziemlich blass aussah. als der hausmeister das nächste mal kam haben wir ihm erklärt, dass die blasse mitschülerin erbrochen hätte. er hat es geglaubt und sie nach hause geschickt. dass es praktisch unmöglich ist, dass ein kind eine menge von etwa 5 litern erbricht, hat er irgendwie gar nicht bedacht :p.

    bei uns in der nähe gab es eine hochhaussiedlung. bei den beiden höchsten häusern gab es keine klingelanlage mit klingel und namen daneben, sondern ein riesengroßes klingelbrett mit nummern und einem register zu den nummern daneben. dadurch waren hunderte klingeln auf kleinem raum untergebracht. was wir damit anstellten kann man sich denken :p, irgendwie bekam man vor diesem beeindruckenden ding immer schwächeanfälle und musste sich mal eben dagegen lehnen :D.

    das einzige mal, wo ich einer bösen strafe nur knapp entging, kam so:
    als kind wollte ich immer klavier spielen lernen. mangels eines klaviers schaute meine mutter, was in unserer kirchengemeinde so im angebot war und deshalb durfte ich zum trompetenunterricht antreten. die ersten stunden fanden in einer kleinen gruppe im gemeindehaus statt, aber, wie sollte es anders sein, schrumpfte die gruppe sehr schnell und neben mir kam nur noch ein anderer junge zum unterricht. wegen der geringen teilnehmerzahl verlegte unser kantor den unterricht in die kirche, weil dies für ihn praktischer war. eines tages ließ der kantor lange auf sich warten. wir zwei schüler langweilten uns bald und schauten, wie man das warten interessanter gestalten könne. neben der kirche standen die kirchenglocken in einem massiven holzgestell. an jeder der drei glocken war nur ein ganz kurzes seil, vermutlich um genau das zu verhindern, was uns dann einfiel :p.
    stehend kamen wir nicht an das seil heran, aber wir konnten beide recht gut hüpfen und nach einigen versuchen schafften wir es die glocken zum läuten zu bringen :cool:. was für uns ein harmloser schabernack war fand unser kantor überhaupt nicht lustig. zornesrot kam er angerannt und ließ eine erboste strafpredigt vom stapel. 50 mark sollten wir löhnen, weil die glocken eben nur zu ganz bestimmten anlässen geläutet werden dürfen :eek:. 50 ostmark waren ein ganzer haufen geld und wir haben einen mächtigen schreck bekommen. "unwissenheit schützt vor strafe nicht", tobte er. offenbar hat er unsere verzweiflung gesehen und ihm war dadurch vielleicht klar, das wir sowas nie wieder tun würden, also haben sich aller gemüter wieder beruhigt, wir mussten keine 50 mark zahlen und auch an unsere eltern hat er uns nicht verpetzt. glück gehabt :p.

     
  6. Erato

    Erato Guest

    soso

    Ist ja interessant, was man so als Kind treibt, vor allem die Fäkalvorlieben sind mir neu :) - wie alt ist man denn da so?

    An eine echte Schandtat kann ich mich nur einmal erinnern. Da sind wir (Kumpels und ich) in einer selbst ernannten "Freistunde" pubertierend von der Schule zur nahe gelegenen Geschäftsstraße gepilgert, wo sich der Rohbau eines Hochhauses befand. Dort haben wir nicht nur unsere Fußabdrücke im frischen Beton hinterlassen, sondern auch abgewickelte Feuerwehrschläuche.
    Da es Winter war und auf dem Dach so schön viel Weiß gab, haben wir das zu einem gigantischen Schneeglobus aufgerollt und dann "in den Vorgarten" fallen lassen. Hörte sich an, wie eine Minibombe. Der "Vorgarten" bestand lediglich aus dem um die Baustelle aufgestellten Absperrzaun - das hätte schief gehen können. Ist aber Gott sei Dank nicht.

    Erato
     
  7. Wilson

    Wilson Mitglied

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    Ist ja interessant, was man so als Kind treibt, vor allem die Fäkalvorlieben sind mir neu :) - wie alt ist man denn da so?


    Ich war damals 8 Jahre alt. Zur Strafe durfte ich mich einige Tage nicht vom Hof bewegen - und das bei schönstem Sommerwetter. Das war schon sehr hart für mich. Schlimm war diese Schandtat für meine Mutter, sie lag in der Zeit frisch operiert im Krankenhaus.

    M.
     
  8. Madita

    Madita Giraffenfan

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    Meine Mutter erzählte, dass ich noch ganz klein mich für alles offen stehende interessiert habe. Jeder in dem Alter. Da meine Mutter wieder arbeiten ging, versorgte mich Oma (ihre Mutter). Im Sessel sass Uropa (Omas Vater) und freute sich. Oma schaute nach und sah mit erschrecken mich mit Penaten das ganze Sofa einschmieren. Oma schimpfte und Uropa sagte:"Lass sie doch ihre Arbeit machen !"
     
  9. Gucki

    Gucki Guest

    3 Nachbarskinder und ich, damals etwa 13 Jahre...klauten mal von einer Fensterbank,frisch gebackene Reibekuchen.Wir sind dabei nicht erwischt worden...hörten gedoch das kreischen als Fr.XXX bemerkte Ihr großer Teller (mit den vielen Reibekuchen) war weg.Den leerenTeller stellten wir später in dem Hausflur mit einem Zettel..waren echt lecker.
     
    #9 8. Juli 2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 8. Juli 2008
  10. Madita

    Madita Giraffenfan

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    Nochmal ich, aber diesmal was von meiner Ma:

    Meine Ma ist Jahr 1931. Keine Ahnung wie alt die "Mädchenbande" damals war, jedenfalls haben sie viele Streiche getrieben. Wenn man bei uns die Strasse hoch geht (auch noch heute) so kommt man zum Bundeswehrgelände. Dort sind sie durch die Gitterstäbe aufs Gelände zu den Soldaten. Meine Ma sagte:"Wenn das meine Mutter erfahren hätte, dann hätt ich meinen Hintern nicht wieder erkannt!"
     
  11. Mupfeline

    Mupfeline Neues Mitglied

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    LOL - da fällt mir doch gleich mein "bester" ein :)

    Freundin zu Besuch - Gastkind von der benachbarten Kirchgemeinde. Im weißen Kleidchen und gleich war mir das Mädchen unsympathisch. Sie war mir viel zu brav. Sie wollte nicht mit im Bach spielen und passte immer auf sich nicht schmutzig zu machen.

    Also habe ich sie mit in unseren großen Garten genommen und sie überredet auf den Kirschbaum zu klettern mit der Ankündigung dass es dort "etwas schönes" zu sehen gäbe.

    Nachdem sie oben saß bin ich gegangen ... das Mädel hat sich die Seele aus dem Hals gebrüllt. Nachdem meine Eltern angerannt kamen und sie runtergelockt hatten fuhr sie sofort heim und ich bekam die Dresche. Kein Gastkind kam mehr zu uns und meine Eltern schämten sich in Grund und Boden.

    Streich Nummer 2:

    Kirchbesuch der Eltern und meiner Wenigkeit im Sonntagsstaat.
    Alles war ins Gebet versunken da schlich ich mich hinter meine Eltern und vertauschte die Hüte. Die Kirche bog sich vor Lachen und ich bekam Ärger :))

    Streich Nummer 3:

    Hund bekam Welpen - Foxterrier: Ich die Welpen geschnappt, in Klamotten meiner Puppen gezwäöngt, in den Kinderwagen gezwängt und spazieren gefahren. Ich mich an die Ecke gesetzt die Hand aufgehalten und um Pfennige Gebettelt - Begründung: Hundewelpen waren erkältet deshalb hätten sie Klamotten an und würden frieren.
    Das wurde noch in derselben Viertelstunde meinen Eltern zugetragen - "Eure Kleine sitzt an der Ecke und bettelt" ... oh Mann ..., und die doofen Viecher hatten nichts weiter zu tun als aus dem Wagen rauszuspringen und in Puppenklamotten durch die Stadt zu rennen. Ehe wir die eingefangen hatten ...

    LG Mupfeline
     
  12. suse19782002

    suse19782002 ich liebe gummibärchen

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    Ja, ein Kind von Traurigkeit war ich auch nicht.:cool::D
    Klingelstreiche haben wir auch zugenüge gemacht. Zu Kindergeburtstagen war dies schon fast Pflicht, immer kurz bevor es nach Hause wieder ging.

    Dann gab es mal einen griesgrimmigen Opi, und wie es der Zufall will, wohnte der auch noch Paterre, so dass wir auf Zehenspitzen immer durchs Fenster luken konnten. Natürlich haben wir freundlicher Weise immer an seinem Wohnzimmerfenster geklopft, und ebenso freundlich gewunken. Das ging einige Zeit gut, was wir aber nicht wussten, dass er einen Hund besass. So kam er irgendwann wutentbrannt rausgetobt, und scheuchte uns seinen Kleffer hinterher. Wir sind vielleicht geflitzt.:eek::D An Klingeln machte sich auch gut diese stark klebenden Paket-Kleberollen, zu den Türklinken passte Zahnpasta auch sehr wunderbar.:top:

    Im Sommer, zur Erntezeit gab es in den Gärten (wir hatten zwei Anlagen) viele leckere Sachen (Kirschen, Erdbeeren, Pfirsiche...), von denen wir natürlich auch alles kosten mussten, und auch für gut befunden haben. So wurde weiter gegessen. Hätten die eh nicht alles geschafft.:p Und ein Handvoll brachte ich natürlich auch immer noch mit nach Hause.:D

    Später, als ich älter war, so 13 viell. 14 Jahre sperrte ich eine Leherin samt Klasse im Unterrichtsraum ein, indem ich einen Stuhl unter der Klinke lehnte. Hui, dat gab Ärger.:rolleyes:

    Etwa zur gleichen Zeit meinte ich versuchen zu müssen, wie das mit dem Rauchen so ist. Wo raucht man heimlich in der Schule? Natürlich aufm Klo, in einer "selbsternannten Freistunde", wie hier so schön beschrieben wird.:D:cool: So sassen wir auf der Heizung unterm Fenster, und pafften unseren ersten Ziggis. Tja, wie sagt man so schön: Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort. So löste sich das Kippfenster, und knallte mir genau aufm Kopf. Spätschäden sind ja auch heute noch zu merken. :roflmao:
    Auch das gab Ärger: Schwänzen, Rauchen und ein kaputtes Fenster. Ach, und eine Platzwunde. Meine Stirn ziert heute eine etwas unschöne Narbe.:cool: Naja, dämlicher gings eigentlich auch nicht mehr.:uhoh:

    Und unsere Lütte meinte mal im Alter von 1,5 Jahren, sich mit dem "Windelinhalt" einreiben zu müssen.:eek: Ich musste zweimal schauen, bis ich überhaupt kapiert habe, warum mein Kind so urplötzlich so braun war.:rofl:

    Liebe Grüsse

    suse