Strecksehnenrekonstruktion

Dieses Thema im Forum "OP/Chirurgie, Synoviorthese, Gelenkpunktion usw." wurde erstellt von mimimai, 31. Januar 2017.

  1. mimimai

    mimimai Registrierter Benutzer

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    Hallo ihr Lieben,

    bei mir steht Ende März eine Strecksehnenrekonstruktion auf der Agenda. Bei mir sind mit der Zeit alle Strecksehnen der Rechten Hand gerissen. Nur der Zeigefinger streckt noch etwas:(

    Ich habe ziemlich Bammel vor der Zeit nach der OP (weniger vor der OP selbst) und trotzdem auch große Hoffnung, dass sich die Funktion danach wieder deutlich verbessert.

    Hatte jemand hier vielleicht schon diesen Eingriff und kann mir ein wenig berichten?

    Liebe Grüße,
    Mimimai
     
  2. Reisemaus

    Reisemaus Reisemaus

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    Hallo Mimimai,
    verursacht durch ein kaputtes Handgelenk, sind 2010 an meiner rechten Hand die Strecksehnen des kleinen und des Ringfingers gerissen. Das HG wurde nach Mannerfelt ( schau evtl Suchfunktion ) versteift und die beiden Sehnen mit dem Mittelfinger verbunden. Während der OP wurde festgestellt, dass die Strecksehne des re. Daumen auch kurz vor dem Reißen war und so wurde diese mit dem Zeigefinger verbunden. Nach der OP kam das HG zwecks Ruhigstellung auf eine Lagerungsschiene und nur die Ergotherapeutin durfte die Hand rausnehmen, um die Finger vorsichtig zu bewegen. Bei der Entlassung nach ca 10 Tagen bekam ich eine maßangefertigte Mannerfelt Schiene. Operiert wurde in Sendenhorst.

    Vor der OP sagte mir der Operateur, dass die Hand nicht mehr so sei, wie vorher, aber ich würde im Alltag damit zurecht kommen. Und so ist es.

    Wünsche Dir alles Gute und du darfst dich immer melden. :)
     
  3. atti

    atti a boarischer Schwob

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    Hallo Minimai,

    ich habe mir einmal eine Strecksehne konserpativ repariert (sobald sie gerissen ist gleich fest schienen und 6 Wochen keinen mm bewegen), einmal wurde mir eine am kl Finger operiert - während der OP mit einem Metallstift stabilisiert, der durch das Gelenk geschoben wurde und oben an der Fingerspitze 3 mm rausstand. Ist ein bisschen lästig, funktioniert aber gut, und der Nagel wird dann einfach rausgezogen. Leider ist die Sehne trotz großer Vorsicht gleich nach dem Ziehen wieder gerissen. Daraufhin wurde das Endgelenk inklusive Sehne versteift. Damit komme ich gut zurecht, man merkt es im Alltag kaum. Nur beim Haarewaschen oder wenn ich mich kratze :)

    Eine Sehnen-OP hatte ich am Daumen, wurde mit zwei Quernägeln durch das Gelenk stabilisiert und war auch viele Wochen drin. Das Schwierige danach ist, dass die beschädigten Gelenke dazu neigen ungünstig zu verwachsen, wenn sie so lange nicht bewegt werden, und die Ergo dauert sehr lang, weil man vorsichtig sein muss. Es ist aber ganz ordentlich geworden muss ich sagen. Und auch wenn man am Anfang das Gefühl hat, dass der Finger sich NIE wieder ordentlich bewegen können wird - es wird. :) Es dauert nur. Ich rate lieber länger vorsichtig zu sein und dafür länger üben zu müssen, als zu schnell zu sein - und dann reissen sie wieder. Das Gewebe ist einfach schlecht.

    viele Grüße
    atti
     
  4. mimimai

    mimimai Registrierter Benutzer

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    Liebe Reisemaus, liebe Atti,

    vielen Dank für eure Berichte! Sie zeigen mir doch, dass es irgendwie auch vorbei geht und gut werden kann.
    Heute war ich beim MRT wegen der Hand.:( Die Ärztin war sichtlich geschockt und ganz sprachlos irgendwie... Hatte den Eindruck, dass sie sich im Leben NIE vorstellen kann, dass man da noch was "retten" könnte.
    Mal wieder so eine Situation, bei dr man sich fühlt wie eine Sensation auf dem Jahrmakt. Wie ich es hasse!

    Die Strecksehnen sind jedenfalls alle weg und die EINE (leider keine zwei) vom Zeigefinger nur noch hauchzart. Wird also höchste Zeit.

    Etwas traurige Grüße,
    Mimimai
     
  5. mymy

    mymy Mitglied

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    Hallo
    Ich wundere mich über so viele deformation hattest du keine Behandlung und wenn ja welche du sprichst erst von Humira in 2014
    Liebe grüsse
     
  6. Reisemaus

    Reisemaus Reisemaus

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    Diese Jahrmarktsituation habe ich vor der ersten OP ( Sprunggelenkversteifung ) auch so erlebt. Der zuständige O-Arzt schlug die Hände über den Kopf zusammen, als er meinen deformierten , abgeknickten Fuß sah und sagte zu seinen Kollegen "... Nein, was haben wir denn da für einen Fuß und was sollen wir denn da machen und wir müssen ja was machen." Ich habe nur meinen Mann ganz entsetzt angeschaut und gedacht, wie können die so vor den Patienten sprechen. Das war vor mehr als 11 Jahren und am Ende ist alles gut gegangen.

    Trotzdem ist es wie es ist und mit deiner Hand muss was geschehen. Ich wünsche dir alle Kraft dieser Erde und irgendwie geht es immer weiter. :)
     
  7. mimimai

    mimimai Registrierter Benutzer

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    so viel zu deiner frage, mimib:

    Ich war Anfang der 2000er Jahre eine der ersten, die ein Biologikum bekommen haben. Damals Remicade-Infusionen. Leider habe ich es nicht vertragen und 2x einen schweren allergischen Schock davon bekommen. Das war sehr, sehr traumatisierend und mit Anfang 20 habe ich mich deshalb von der Schulmedizin abgewendet. Ich wollte das alles versgessen, "normal" sein, ein wildes Studentenleben... Das hatte ich und es war eine schöne und wichtige Zeit für mich als junger Mensch, aber für das Voranschreiten des Rheumas einer meiner größten Fehler! Aber es hat sich damals richtig angefühlt. Außerdem hatte ich leider auch zwei Ärtze, die mich in einer Art Sicherheit gewogen haben, letztlich aber keine Ahnung von Rheuma hatten. Mein Vertrauen in die Schulmedizin war total zerstört und subjektiv ging es mir viele Jahre gut. In dieser Basistherapiefreien Zeit bestimmt einiges kaputt gegangen.
    Mit Mitte /Ende 20 hatte ich einen starken Kindrwunsch und habe deshalb auf "harte" Mdikamente verzichtet. Damals wurde einem dringend abgeraten Biologica in der Übungsphase weiter zu nehmen. Schwanger bin ich nie geworden...(wir haben aber ein Kind adoptieren können) das Rheuma konnte fröhlich weiter zerstören. Schleichend, denn auch in dieser Lebensphase ging es mir subjektiv recht gut.
    Vor ca 7 Jahren bin ich in einen schweren Schub gerutscht. Mit Cortison kam man nicht weit und erst da bin ich endlich wieder zu einem Rheumatologen gegangen. Seit 2010 bekomme ich auch wieder eine Basistherapie... erst Enbrel (hat leider nicht so gut gewirkt gegen den Lupus-Anteil), dann kurz Humira (leider auch allergisch dagegen) und seit ca 2014 RoActemra.
    Mittlerweile weiß ich, dass ich eine sehr aggresive Form habe mit starke Zerstörungkraft. Viele Gelenke sind bei mir zerstört durch diese langen Phasen ohne anständige Therapie.

    Liebe grüße von der Jahrmaktsensation
     
    #7 3. Februar 2017
    Zuletzt bearbeitet: 4. Februar 2017
  8. mymy

    mymy Mitglied

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    Hallo mimimai
    Vielen Dank für deine Antwort ich hoffe es geht dir jetzt besser
    Liebe grüsse
     
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