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Stoßtherapie mit Cortison, doch Rheuma?

Dieses Thema im Forum "Kinder- und Jugendrheuma" wurde erstellt von RegineS, 12. September 2004.

  1. RegineS

    RegineS Registrierter Benutzer

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    Leider hatten wir nicht so lange Zeit, nur 4 Wochen, und der nächste Schub kam. Diesmal waren die Entzündungsparameter (CRP, BKS GOT usw.) noch höher. Man begann also im AKH mit einer Prednisolud-Stoßtherapie, 3 x 25 mg
    intravenös. Beim nächsten Schub will man sie einstellen, aber erst abwarten, wie lang das anhält. Eine Woche später bekam sie Fersenschmerzen an beiden Füßen. Gibt es da einen Zusammenhang?
    Regine
     
  2. anko

    anko Neues Mitglied

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    Hallo RegineS,

    ich weiß ja nicht, was man zwischenzeitlich schon so rausgefunden hat. Haber gerade deinen etwas älteren Eintrag gelesen, danach weiß man ja wohl noch nicht, was deine Tochter hat.

    Du schreibst, dass deine Tochter 3 Tage hintereinander einen Cortisonstoß von 25 mg intravenös erhalten hat. Bist du dir mit der Menge sicher? Für einen intravenösen Kortisonstoß würde ich das sehr wenig halten, eher 250 mg. Denn bis zu 40 mg hat Jascha schon oral bekommen. Aber vielleicht liege ich da auch völlig falsch.

    Du fragst, ob es da einen Zusammenhang gibt. Meinst du zwischen dem Cortison und den Fersenschmerzen oder zwischen Rheuma und den Fersenschmerzen?

    Also, zwischen dem Cortison und den Fersenschmerzen gibt es sicherlich keinen Zusammenhang. Habe ich zumindes noch nie von gehört.
    Zwischen Rheuma und Fersenschmerzen kann es sehr gut einen Zusammenhang geben. Für einige Rheumaarten, wie z.B. Psoriasis-arthritis und auch die seroneg.Spondarthriden, sind die Fersenschmerzen ganz typisch.

    Ich hoffe ich konnte dir eine wenig weiterhelfen.

    Seit ihr denn jetzt in einer Kinderrheumaklinik? Ich denke gerade auch in Bezug auf die Fersenschmerzen, solltet ihr eure Tochter auf alle Fälle dort vorstellen.

    Und was heißt, nach dem nächsten Schub wollen sie sie einstellen? Womit und worauf einstellen?

    Liebe Grüße und deiner Tochter alles Gute

    anko
     
  3. RegineS

    RegineS Registrierter Benutzer

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    Hallo anko,
    danke für die Antwort. Also wir sind noch nicht in einem Kinderrheumazentrum, weil es noch nicht so genau heraus ist, zu unspezifisch. Einstellen wollen sie im AKH meine Tochter auf Cortison, auch evtl. die Dosis erhöhen. Genau haben sie sich da nicht geäußert. Beim letzten Aufenthalt im Sept. im AKH war leider kein richtiger Ansprechpartner da. Wir sind nächste Woche wieder zum Blutabnehmen in der Ambulanz, dann werde ich genau nachfragen.
    Ich sehe auch einen Zusammenhang zwischen Rheuma und den Fersenschmerzen sowie den flüchtigen Ausschlag, den sie beim letzten Schub hatte. Aber das müsste ja der Prof. der Kinderklinik eigentlich wissen, denn er betreut viele Rheumakinder.

    Viele liebe Grüße Regine
     
  4. anko

    anko Neues Mitglied

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    Hallo ReginaS,

    Rheumakliniken sind ja nicht nur dazu da, Rheumakranke zu behandeln, sondern ja auch Rheuma zu diagnostizieren bzw. zu sagen, dass es kein Rheuma ist. Ich denke dieses kann in vielen Fällen wirklich nur eine Kinderrheumaklinik.

    Ich schreibe dieses so, da ich auf Kinder-Rheumaseminaren schon mehrere Kinder kennengelernt habe, die z.T. jahrelang von "vermeintlichen rheumakennern" in normalen Kinderkliniken falsch behandelt worden sind, da die Diagnose Rheuma aufgrund der unspezifischen Symtome dort nie gestellt wurde.

    Ich weiß natürlich nicht, wie gut euer Krankenhaus/Arzt in dieser Beziehung ist.

    Und wenn es wirklich Rheuma ist, dann reicht eine Behandlung nur mit Cortison nicht aus. Je nach Erscheinungsbild sind NSAR bzw. auch eine Basistherapie von nöten. Achte darauf wenn es ihr unter Cortis gut geht, nicht das die Ärzte dann sagen, nun ist ja gut und nichts weiter unternehmen.

    Gruß und viel Glück und Kraft

    anko
     
  5. RegineS

    RegineS Registrierter Benutzer

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    Hallo anko,

    was versteht man unter einer Basistherapie und was ist NSAR? Ich habe leider keine Ahnung von allem. Müssen nächste Woche wieder zum Blutabnehmen, dann kann man das ja gleich mit ansprechen.

    Liebe Grüße Regine
     
  6. anko

    anko Neues Mitglied

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    Hallo RegineS,

    NSAR sind nicht-steroidale Antirheumatika. Also Schmerzmittel die auch entzündungshemmend sind, aber kein Cortison enthalten. Dieses sind u.a. Naproxen, Ibuprofen, Diclo etc. Bei Kindern wird gerne Naproxen gegeben, da man es nur alle 12 h nehmen muss und damit nicht ständig die "Mittagstablette" vergessen wird :)
    Diese lindern (mit Glück) die Schmerzen und drücken die Entzündung. Sind aber meist nicht sehr wirkungsvoll :(. Reichen aber bei manchen rheumakranken Kindern sogar zur Dauerbehandlung (durch die entzündungshemmende Komponennte)

    Basismedikamten sind Medikamte die den Körper dazu bringen sollen, gar keine neuen Schübe mehr zu bekommen. Hierzu gehören u.a. das MTX, Arava, Sulfasalazin etc.
    Das MTX ist bei Kindern sehr gut erprobt und nachdem es schon jahrelang für Kinder angewendet wurde, nun auch in diesem Jahr offiziell für Kinder zugelassen worden.
    Sulfasalzin wird wohl auch häufiger verwendet, ist aber nicht so stark wir MTX.
    Ob Arava auch in der Kinderrheumatologie angewand wird, kann ich dir nicht sagen.

    Gute Informationen über die verschiedenen Medikamtensorten, wie sie wirken etc. findest du auch auf dieser Seite:

    http://www.rheuma-online.de/medikamente.php3

    Ansonsten hier in RO einfach ein bischen Stöbern. Auch mal unter Rheuma von A-Z, Was ist eigentlich...., und in den Patienteninformationen. Gibt eine Menge Infos.

    Auf folgender Seite erhälst du auch sehr viele Infos über Rheuma bei Kindern.

    http://people.freenet.de/sbuck/rrheuma.htm

    Dort gibt es auch einen Link zur Anmeldung im Mailingkreis. Hier sind ganz viele Eltern rheumakranken Kinder angeschlossen und hier findet sich eigentlich auf jede Frage eine Antwort.

    Viele Grüße

    anko