1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Ständig Schmerzen - doch kein Befund

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von nieves, 7. April 2013.

  1. nieves

    nieves Neues Mitglied

    Registriert seit:
    7. April 2013
    Beiträge:
    1
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,
    Ich bin neu hier und stelle mich am besten erst einmal vor. Ich bin weiblich und 20 Jahre alt.
    Vor circa 4 Jahren hat bei mir alles angefangen. Damals hatte ich richtig Schmerzen im Knie und eines Morgens waren sie so schlimm, dass ich etwa 3 Monate nur noch mit Krücken laufen konnte. Die Ärzte haben nichts gefunden und meinten ich solle einfach abwarten. Nach circa 3 Monaten wurde es langsam besser und ich konnte wieder etwas auftreten. Nach einem halben Jahr wann dann alles weg und ich konnte dann ganz ohne Schmerzen laufen. Aber mir tut mein Knie seitdem immer wieder mal weh. Dann habe ich sehr sehr oft schlimme Schmerzen in den Händen / Fingern. Manchmal sind die Schmerzen so stark, dass ich nichts mehr heben kann oder manchmal sogar nicht mal einen Knopf drücken kann. Vor circa 3 Monaten hatte ich das erste Mal Probleme mit meiner Hüfte. Einfach so während ich in der Stadt war (ich bin nicht gestolpert noch sonst irgendwas, einfach ganz normal LANGSAM durch die Stadt gelaufen) tat meine Hüfte von der einen auf die andere Sekunde ganz schlimm weh und ich konnte nicht mehr laufen. Am nächsten Tag gings immer noch nicht. Ich war wieder beim Arzt, doch der meinte ich hätte nichts und solle einfach Schmerztabletten nehmen. Nach ungefähr 4 Tagen war dieser Schmerz vorbei. Die Schmerzen in der Hüfte sind auch noch ungefähr 4 bis 5 mal zurückgekommen und immer ganz plötzlich. In den Fingern habe ich relativ oft Schmerzen (manchmal etwas weniger manchmal etwas mehr).
    Ich habe keine sonstigen Erkrankungen, nur eine Schilddrüsenunterfunktion.
    Aber in meiner Familie gibt es viele rheumatische Erkrankungen. Meine väterliche Seite ist komplett betroffen. Ich kenne diese Seite nur bis zu meiner Ururoma und seitdem hatte JEDER eine rheumatische Erkrankung (von Ururoma bis zu meinen Cousinen 3. Grades ;-) ).
    Aber alle haben das mehr oder weniger im Griff und hatten nur ungefähr 5 Jahre ganz ganz schlimme Probleme. Jetzt haben sie nur noch ab und zu Schmerzen.
    Die einzige, die richtig schlimm betroffen ist, ist meine Tante. Sie hat Polyarthritis und das seit 25 Jahren. Sie muss täglich viele viele Medikamente nehmen und ohne diese könnte sie sich nicht einmal mehr bewegen (alle 5 Stunden Ibuprofen, Cortison usw usw.)

    Ich wollte fragen, ob jemand eventuell eine Idee hat was ich noch machen soll. Ich war bereits bei 3 verschiedenen Ärzten, doch diese nahmen mich nicht wirklich ernst. Sie meinten, ich sei noch "zu jung für sowas".... :confused: (das stimmt doch gar nicht. Meine Tante ist bereits auch mit 23 Jahren daran erkrankt...)
    Ich habe wirklich manchmal ganz schlimme Schmerzen, dass ich nicht mal zur Uni gehen kann und inzwischen auch nicht mehr ohne irgendwelche Schmerzmittel aus dem Haus gehen möchte.
    Ich habe Angst, dass ich auch irgendeine rheumatische Erkrankung habe....
     
  2. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. März 2012
    Beiträge:
    3.886
    Zustimmungen:
    17
    Ort:
    Bayern
    Hallo nieves,
    herzlich willkommen hier im Forum!

    Wenn ich höre, was Ärzte oft für Kommentare abgeben, frage ich mich, wie sie ihr Studium geschafft haben. Es ist zum Haareraufen! :(
    Wie du vielleicht schon gesehen hast, gibt es hier ein Unterforum extra für Kinderrheumatologie. Auch Kleinkinder können schon an Rheuma erkranken. Da komme mir keiner daher und sage, man sei zu jung. Wenn du mit 16 Jahren schon solch schlimmen Beschwerden hattest und mit dem Umstand, dass viele in deiner Familie Rheumatiker sind, hätte man dich in der Kinder- und Jugendrheumatologie durchchecken müssen, bis zu 18 J. kann man dort untersucht und behandelt werden, danach muss man zur Erwachsenenrheumatologie wechseln.

    Bei welchen Ärzten warst du denn schon? Warst du bei einem internistischen Rheumatologen? Dieser wäre der richtige Ansprechpartner. Evtl. müssten deine Beschwerden auch orthopädisch abgeklärt werden.
    Du brauchst vor der Rheumaerkrankung selber keine Angst zu haben. Es gibt heutzutage sehr gute Medikamente. Aber man sollte schon bald mit der Behandlung beginnen, um Schädigungen vorzubeugen. Deshalb solltest du so schnell wie möglich einen guten Rheumatologen finden, einer, der auch weiß, dass ein fehlender Rheumafaktor im Blut nicht heißen muss, dass man gar nichts hat.