1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Spondylarthritis und meine lange Geschichte! ISG Probleme!

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von welle, 16. Mai 2012.

  1. welle

    welle Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    21. Oktober 2011
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Hallo

    Obwohl ich in diesem Forum schon mal etwas geschrieben habe, möchte ich mich nochmal vorstellen und meine Geschichte hier vorbringen.
    Ich hoffe der eine oder andere wird sich dies hier mal durchlesen.
    Warum schreibe ich das hier. Ich erhoffe mir hier durch Hilfe oder Tips zu bekommen da mir bis jetzt kaum jemand etwas zu meinem
    Krankheitsbild sagen kann. Ich bin jetzt 40 Jahre verheiratet und habe ein Kind.
    Es begann vor ca. 13 Jahren mit einem Druck im Bereich der Lendenwirbel. Der dann aber wieder am nächsten Tag verschwand.
    Irgendwann kam er wieder und ich bin zum Ortho. Er meinte damals, so laut Röntgenbild, das meine Bandscheibe leicht vorgewölbt sei.
    So weit gut und es vergingen viele Jahre. In diesen Jahren hatte ich zwischen 2-3mal im Jahr diesen tief sitzenden Druck der jedesmal mit Wärme
    nächsten Tag vorbei war. Irgendwann halfen nur noch Spritzen und Chirotherapie.
    Aber wie gesagt nur 2-3mal im Jahr.
    Dann kam der Mai 2010. Ich werde das nie vergessen und habe alles noch genau vor Augen.
    Ich bekam morgens so heftige Schmerzen das ich mich nur noch hinlegen konnte. Sie wurden immer stärker und
    ich begab mich nächsten Tag zum ortho der mich spritzte. Auch am 2 und 3 Tag spritzte er mich aber es wurde nicht besser.
    Er meinte das ich mich in der Klinik stationär mal melden solle da er meine Schmerzen nicht in den Griff bekam.
    Ich hatte eine extrem schräge Körperform. Meine Hüfte war total nach rechts verschoben. Wie ein S sah ich aus.
    Ich meldete mich in einer Neurochirugischen Gemeinschaftspraxis die eine eigene Klinik hatten.
    Der Neurochirug schob mich in die Röhre und zum Röntgen. Nach sofortiger Auswertung der Bilder meinte er das nix zum operieren.
    Ich bat um Aufnahme in der Klinik um meine schmerzen in den Griff zu bekommen. Das rechte Bein konnte ich im liegen nur noch ca. 20cm anheben.
    Ich lag dann genau 2 Wochen in der Klinik und meine Schmerzen gingen kaum weg. Die Schiefhaltung hatte ich immer noch. Tramal 24/7 über den Würzburger und Cortisonspritzen
    brachten kaum Linderung. Auch 4 Spritzen unterm CT direkt in die 3-4LWS brachten rein gar nix. Zwischendurch wurde ich dem Schmerztherapeuten vorgstellt.
    Auch seine Spritzen konnten nicht helfen. Erst mit einem Morphiumpflaster konnte ich sofort anschließend im gleichen Gebäude
    eine 4 wöchige Reha beginnen. Der dortige Chefarzt ist Ortho und Rheumatologe. Er stellte nach ganz kurzer Diagnostik fest das ich keine Probleme mit
    der Bandscheibe habe sondern mein rechtes ISG mir die Schmerzen zufügt. Er spritze direkt ins ISG was rein und nahm mir das Morphiumpflaster ab.
    Mit dem Rehaaufenthalt kam ich langsam in die Gänge. Ich wurde entlassen und seit dem bekomme ich fast jeden Monat manuelle Therapien und ein 4 wöchiger ambulanter
    Aufenthalt in der Schmerzklinik folgte auch noch. Seit 2 Jahren nehme ich nun täglich 40mg Pantozol, 2x 100mg Celebrex und 1x 50mr Amitryptilien, bei Bedarf Novamin
    und mache ein 2mal die Woche Krafttraining in einer Physiotherapie.
    Nun hatte die Rheumatologe die Idee, da auf den Bildern starke Spondylarthritis wohl zu sehen sei, das ich mir alle 2 Wochen Humira zu spritzen.
    Das mache ich jetzt seit ca. September letzten Jahres. Erst hatte ich das Gefühl das es mir ein wenig hilft aber heute nicht mehr. Wenn dann vielleicht
    am Tag des Spritzens. Dann aber gehts verstärkt die nächsten Tage wieder los.
    Es ist nicht mehr wie vorher. Ich habe seit dem Vorfall jeden Tag Schmerzen. Mal mehr mal weniger. Der Schmerztyp hat sich auch verändert.
    Es ist nicht mehr der Druck sondern ein stechender brennender Schmerz. Als wenn Knochen auf Knochen reibt. Wenn ich keine Schmerzen im ISG habe dann im oberen Rücken oder
    in den Knie. Aber nie alles zusammen! Die Schmerzen in den Knie und im oberen Rücken kann ich durch Bewegung lindern. Wenn sie komplett weg sind dann gehts wieder im ISG los.
    Fast 2 Jahre war ich krankgeschrieben und kam ganz gut zu Recht weil ich immer die Möglichkeit hatte mich hinzulegen. Nun habe ich seit kurzen wieder einen Job und seit dem ich
    wieder 8 Stunden sitze bekomme ich wieder und immer öfter jetzt Schmerzen im rechten ISG. Selten auch im linken.
    Lacht jetzt bitte nicht aber mein Retter in höchster Not bei Schmerzen ist mein Tens Gerät. Ich klebe mir dann die Elektropads direkt auf das rechte und linke ISG
    Oder aber auch am oberen Rücken. Dann sind die Schmerzen ganz gut erträglich.
    Nun hat mein Rheumatologe seine Zulassung durch irgendwelche Gründe verloren und ich habe erst im Juli in Rostock im Süd Krankenhaus einen Termin bekommen.
    Ich erhoffe mir dadurch nochmals eine genaue Untersuchung und eine Besserung meiner Schmerzen. Vielleicht habt ihr ein paar Tips bzw Ratschläge für mich.
    Was meine Psyche angeht könnt ihr euch bestimmt denken. Die ist total im Arsch. Wenn ich akut Schmerzen im ISG habe dann folgen Angstzustände,Herzrasen und und und.
    Nicht aber wenn ich die Schmerzen woanders habe. Ich muss dann immer an die Zeit denken wo ich in der Klinik lag.

    Lieben Gruß
     
  2. mimi67

    mimi67 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Oktober 2011
    Beiträge:
    1.397
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Berlin
    tja, das isg kann einen schon mürbe machen, das kennen viele hier, leider!
    weshalb wurde denn auf humira umgestellt? wenn die alte medikation funktionierte, war doch eigentlich kein grund vorhanden: never change a winning team! oder so...
     
  3. Honiggesicht

    Honiggesicht Neues Mitglied

    Registriert seit:
    2. November 2011
    Beiträge:
    63
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hamburg
    Hallo Welle,
    was du da erzählt hast ist wahrscheinlich echt scheiße,.Ich kann dich gut verstehen. Ich habe aber mal gehört, dass Humira bei Rückengeschichten eh nicht so gut wirken sollen. Na ich weiß es nicht ich bin kein Arzt aber, das habe ich gehört!

    Wünsche dir alles gute Honiggesicht
     
  4. MorbusBechterew

    MorbusBechterew Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    8. Februar 2012
    Beiträge:
    9
    Zustimmungen:
    0
    Hallo welle

    herzlich Willkommen in unserer großen Familie :)

    du meinst deine schmerzen wurden stärker als zuvor nach humira-abbruch?
     
  5. welle

    welle Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    21. Oktober 2011
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Nein Humira nehme ich weiterhin. Ich habe nur wieder mehr Schmerzen seit dem ich arbeite und dadurch viel sitze. Ich habe noch 3 Humira Pen´s und hoffe das ich beim nächsten neuen Rheumatolgen
    im Juli neu untersucht werde und andere Medikamente verschrieben bekomme.
     
  6. fitty

    fitty Neues Mitglied

    Registriert seit:
    15. Dezember 2008
    Beiträge:
    21
    Zustimmungen:
    0
    hallo welle,
    ich kenne dass was du mitmachst, bin selber Jahrelang auf Bandscheibe behandelt worden, wurde mit Oxicodon ruiggestellt (was natürlich nicht wirkte).
    Durch ein geschwollendes Handgelenk kam ich zu einem Rheumatologen der PsA bei mir feststellte und mich in eine Klinik einwies.
    Mittlerweile habe ich schon das meisste an Basismedis hinter mir, Arava, Sulfosalazin und zum Schluß auch Humira.
    Mit Humira hatte ich ca 9 Monate beste Erfahrungen, ich war ein neuer Mensch, leider schreibe ich gerade aus der RH-Klinik in Bochum, da die Wirkung stark nachgelassen hat, nun bekomme ich noch MTX dazu, mal sehen obs hilft.
    Das mit der Psyche kenne ich auch, Panikattacken, und stellenweise Verzweiflung machen sich schnell breit, da ich ja nicht weiß, wie die Zukunft aussieht.
    Ich bin aber trotz dem positiv, da laut meinem Arzt das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein soll.
    Jeden Tag passiert auch viel schönes, mann muß es nur sehen, dann fällt einem dass Leben auch mit Schmerzen etwas leichter.
    Also Kopf hoch und ertragen, es kommen auch mal bessere Tage.
    Gruß