sonderregelung zum betreten der grundschule

Dieses Thema im Forum "Kinder- und Jugendrheuma" wurde erstellt von Vanesschen, 5. Oktober 2012.

  1. Marly

    Marly Guest

    Kinder nicht begleiten dürfen?

    Was ist das denn? Jedes Kind ist anders, das eine rennt schon fast alleine in den Kindergarten, weil es sich sicher fühlt und das andere braucht noch viel länger den Schutz der Eltern.

    Diese Zeit sollte doch wohl jedem Kind gegeben werden. Unsere Kinder sind doch keine Maschinen, die alle im gleichen Tempo (Temperament) arbeiten. Einerseits sollen die späteren Erwerbstätigen funktionieren wie ein Schweizer Uhrwerk und andererseits wünscht man sich mehr Individualität und Kreativität.
    Wo soll das denn herkommen, wenn man sich schon als kleines siebenjähriges Kind wie ein Erwachsener verhalten soll?

    Und Lehrer können durchaus herzlicher sein und die Kinder begleiten und dort abholen, wo sie gerade stehen.

    An der Schule, an der meine Tochter nun ist und auch meine Enkelin dürfen die Kinder so lange bis ins Zimmer gebracht werden, wie es nötig ist. Wenn die Stunde beginnt, gehen alle wieder in den Flur und jedes Kind wird jeden Morgen einzeln mit Handschlag und ein paar Worten begrüßt.
    Da weiß jedes Kind: nun fängt die Schule an, der Lehrer hat mich wahrgenommen.

    Es ist ein sehr schönes Ritual, das bis zum Abitur so gemacht wird.

    Unsere 4 Kinder haben alle eine sehr schöne, herzliche, individuelle und kreative Schulzeit gehabt. Es sind sehr soziale und umsichtige Erwachsene mit ganz normalen Berufen geworden, die mitten im Leben stehen.

    Hätte es an der Grundschule, an der meine Tochter war, die Regelung gegeben, ich hätte sie nicht erst nach der fünften, sondern gleich nach der Einschulung rausgenommen und mir eine andere Schule gesucht.

    Mich wundert es auch, dass es so etwas anscheinend häufiger gibt, denn hier ist vieles im Wandel. Es gibt neuerdings bewegliche Klassenzimmer, in denen Kinder nicht mehr die ganze Zeit sitzen müssen, sondern zwischendurch immer wieder kleine Bewegungsspiele eingebaut werden - das paßt so gar nicht zu der Sonderregelung, richtet sie sich doch eher gegen die Kinder.......

    LG
     
  2. Marly

    Marly Guest

    :D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D


    ...genau die Reaktion, die ich erwartet habe.......
     
  3. Pezzi

    Pezzi Registrierter Benutzer

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    Grüß dich Marly,
    da kann ich nur staunen: Dort, wo du wohnst, geben bis zum Abitur alle Lehrer allen Schülern die Hand? Wenn der Mathelehrer jede Stunde die Klassen wechselt und erst einmal ca. 25 Jugendlichen die Hand schüttelt und etwas Nettes sagt.... dann bleibt kaum Zeit zum Unterricht.
    Ist das eine Privatschule, bzw. eine besondere Schulform (also Waldorfschule o.ä.)?
    Ich gebe meinen Schülern nicht einzeln die Hand, die fühlen sich aber durchaus äußerst an- und wahrgenommen.
    Mich würde wirklich interessieren, wie das läuft, bei dir an der Schule.

    LG
    Pezzi
     
  4. Clödi

    Clödi Registrierter Benutzer

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    Und wieder mal bewahrheitet sich: Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

    Natürlich gab es um 1970 viel mehr verletzte oder getötete Kinder im Straßenverkehr als heute! Wen würde das wundern? Oder seid ihr in den 70ern mit nem Fahrradhelm unterwegs gewesen? Hattet ihr einen Römer-Kindersitz im Auto oder seid überhaupt angeschnallt gewesen? Spielstraßen und verkehrsberuhigte Zonen wurden auch erst sehr viel später eingeführt, soweit ich mich erinnere. Warum wurde das denn wohl alles gemacht? Doch nur um die grausamen Zahlen zu verbessern, die oben zu lesen waren.

    Die Zahl der verletzten bzw. getöteten Kinder ist Gott sei Dank auch durch bessere Rettungs- und Intensivversorgung zurückgegangen.

    Und auch unsere Kinder arbeiten fleißig mit, um selbständig zu werden und die Zahlen zu verbessern. Jedes Jahr gibt es in der Schule ein Verkehrssicherheits-Training auf dem Schulhof. In Klasse 4 (und erst dann!) findet die Radfahrprüfung statt, wo die Kinder beweisen müssen, dass sie mit dem Rad sicher am Verkehr teilnehmen können.

    Komischerweise melden auch die Unfallversicherungen immer mehr Schulwegunfälle von Kindern, als in den Statistiken der Polizei zu lesen sind.
    Das bedeutet, dass hohe Dunkelziffern wohl sehr wahrscheinlich sind.

    Jeder sollte die Entscheidung (Kind zur Schule bringen oder nicht) für sich alleine fällen und zwar nach den ganz persönlichen Gegebenheiten.

    Lg Clödi.
     
  5. quilthexe

    quilthexe Registrierter Benutzer

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    Kinder ins Klassenzimmer bringen

    Jetzt muss ich doch noch was dazu sagen! Sinn davon, dass die Eltern nicht mit ins Klassenzimmer gehen ist leider auch, dass es Fälle von Missbrauch durch Außenstehende gegeben hat. Es ist einfacher, wenn es klar ist, dass kein Erwachsener (außer Lehrer ;-)) während des Schulbetriebs im Gebäude ist. Leider traurig!

    bei unseren Kindern War auch ein Kind in der Schule, das aufgrund einer Gehbehinderung zum Teil auf den Rolli angewiesen ist. Aber er ist sehr stolz alleine in die Schule. Die Klassenkameraden haben sich abgewechselt um ihm zu helfen! Das war vollkommen normal für alle! So sollte es sein.

    Sicher ist es auch wieder anders, wenn ein Kind dazu noch Schmerzen hat. Versuche auf jeden Fall durchzusetzen dass die Klasse deiner Tochter ins EG umziehen darf. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit eines "Abholservices" durch Freundinnen, das kann deine Tochter auch sicher ermutigen. Und wie bereits mehrmals vorgeschlagen, gibt es auch die Möglichkeit eines zweiten Schulbuchsatzes.

    Bei der Rheumaliga gibt es glaube ich auch eine Broschüre über Kinderrheuma, evtl. Vielleicht auch eine spezielle für Lehrer und Erzieher. Ich dachte ich hätte schon mal eine gesehen, aber gerade keine auf die Schnelle im Netz gefunden.

    Alles gute für deine Tochter Vanesschen und für alle Kinder mit Einschränkungen!

    Luebe Grüsse
    Quilthexe
     
  6. FragenAnsLeben

    FragenAnsLeben Registrierter Benutzer

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    Die Regelung ist tatsächlich ziemlich üblich.
    Und auch ein krankes Kind hat recht und braucht schrittweise Unabhängigkeit von den Eltern. Das ist auch Aufgabe der Schule und Hauptgrund der Regel.

    Trotzdem muss das natürlich im Sinne des Kindes geregelt werden und das könnte sein, dass ein Dienst organisiert wird, der andere Kinder deiner Tochter helfen. was ich so mitbekommen habe, können auch Grundschüler ziemlich diszipliniert sein, wenn sie merken, das es Ernst ist, das es um was geht, das es eben kein Spiel ist. Und dnan sind sie auch ein bisschen Stolz zuverlässig zu helfen und deine Tochter kann lernen, dass sie Unterstützung erhält, nicht untergeht. Auch wenn Mama mal nicht da ist.

    Zur Not tuts natürlich auch eine Lehrkraft oder was euch wohl zustehen würde, ein Schulhelfer!
     
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