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Sommer- und Naturgedichte

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Neli, 10. Juni 2004.

  1. Neli

    Neli Optimistin

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    Sommergesang

    [font=helvetica, sans-serif, arial]Geh aus mein Herz und suche Freud
    in dieser lieben Sommerzeit
    an deines Gottes Gaben.
    Schau an der schönen Gärten Zier
    und siehe, wie sie dir und mir
    sich ausgeschmücket haben.[/font]


    [font=helvetica, sans-serif, arial]Die Bäume stehen voller Laub,
    das Erdreich decket seinen Staub
    mit einem grünen Kleide;
    Narzissus und die Tulipan,
    die ziehen sich viel schöner an,
    als Salomonis Seide.[/font]


    [font=helvetica, sans-serif, arial]Die Lerche schwingt sich in die Luft,
    das Täublein fleucht aus seiner Kluft
    und macht sich in die Wälder;
    die hochbegabte Nachtigall[/font]
    [font=helvetica, sans-serif, arial]ergötzt und füllt mit ihrem Schall
    Berg, Hügel, Tal und Felder.[/font]


    [font=helvetica, sans-serif, arial]Ich selber kann und mag nicht ruhn,
    des großen Gottes großes Tun
    erweckt mir alle Sinnen,
    ich singe mit, wenn alles singt,
    und lasse, was dem Höchsten klingt,
    aus meinem Herzen rinnen.[/font]

    [font=helvetica, sans-serif, arial]Paul Gerhardt[/font]
     

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  2. Melisandra

    Melisandra immer auf der Suche...

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    auf dem Land
    [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Sommer

    Sieh, wie sie leuchtet,
    Wie sie üppig steht,
    Die Rose -
    Welch satter Duft zu dir hinüberweht!
    Doch lose
    Nur haftet ihre Pracht -
    Streift deine Lust sie,
    Hältst du über Nacht
    Die welken Blätter in der heissen Hand ...

    Sie hatte einst den jungen Mai gekannt
    Und muss dem stillen Sommer nun gewähren -
    Hörst du das Rauschen goldener Ähren?
    Es geht der Sommer über's Land ...


    Gedicht zum Sommer von Thekla Lingen (1866-1931)[/font]
     

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  3. Colana

    Colana Musikus

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    Schleswig-Holstein
    Guten Abend,

    habe ein wenig gegoogelt und so einiges gefunden. U. a. :

    Sommer
    Am Abend schweigt die Klage
    des Kuckucks im Wald.
    Tiefer neigt sich das Korn,
    der rote Mohn.

    Schwarzes Gewitter droht
    über dem Hügel.
    Das alte Lied der Grille
    erstirbt im Feld.

    Nimmer regt sich das Laub
    der Kastanie.
    Auf der Wendeltreppe
    rauscht dein Kleid.

    Stille leuchtet die Kerze
    im dunklen Zimmer;
    eine silberne Hand
    löschte sie aus;

    windstille, sternlose Nacht.

    Georg Trakl
    Bierbaum, Otto (1865-1910)

    Wenn im Sommer der rote Mohn
    wieder glüht im gelben Korn,
    wenn des Finken süßer Ton
    wieder lockt im Hagedorn,
    wenn es wieder weit und breit
    feierklar und fruchtstill ist,
    dann erfüllt sich uns die Zeit,
    die mit vollen Massen misst. Dann verebbt, was uns bedroht,
    dann verweht, was uns bedrückt,
    über dem Schlangenkopf der Not
    ist das Sonnenschwert gezückt.
    Glaube nur, es wird geschehn!
    Wende nicht den Blick zurück!
    Wenn die Sommerwinde wehn,
    werden wir in Rosen gehn,
    und die Sonne lacht uns Glück!


    und last, but not least:

    Busch, Wilhelm (1832-1908)

    [size=+1]Im Sommer[/size]




    In Sommerbäder
    Reist jetzt ein jeder
    Und lebt famos.
    Der arme Dokter,
    Zu Hause hockt er
    Patientenlos. Von Winterszenen,
    Von schrecklich schönen,
    Träumt sein Gemüt,
    Wenn, Dank der Götter,
    Bei Hundewetter
    Sein Weizen blüht..

    Viel Vergnügen beim Lesen
    Eure Colana
     
  4. Neli

    Neli Optimistin

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    Kein Hälmlein wächst auf Erden,
    Der Himmel hat's betaut,
    Und kann kein Blümlein werden,
    Die Sonne hat's erschaut.

    Wenn du auch tief beklommen
    In Waldesnacht allein:
    Einst wird von Gott dir kommen
    Dein Tau und Sonnenschein.

    Dann sproßt, was dir indessen
    Als Keim im Herzen lag,
    So ist kein Ding vergessen,
    Ihm kommt ein Blütentag.

    Albert Emil Brachvogel (1824-1878)
     

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  5. Neli

    Neli Optimistin

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    Nicht im Schlafe hab' ich das geträumt,
    Hell am Tage sah ich's schön vor mir.
    Eine Wiese voller Margeriten;
    Tief ein weißes Haus in grünen Büschen;
    Götterbilder leuchten aus dem Laube.
    Und ich geh' mit einer, die mich lieb hat,
    Ruhigen Gemütes in die Kühle
    Dieses weißen Hauses, in den Frieden,
    Der voll Schönheit wartet, daß wir kommen.

    Otto Julius Bierbaum (1865-1910)
     

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    #5 12. Juni 2004
    Zuletzt bearbeitet: 12. Juni 2004
  6. Glitzerchen

    Glitzerchen Guest

    Sommergedicht

    Septembermorgen

    Im Nebel ruhet noch die Welt,
    Noch träumen Wald und Wiesen:
    Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
    Den blauen Himmel unverstellt,
    Herbstkräftig die gedämpfte Welt
    In warmem Golde fließen.

    Eduard Mörike
     
  7. Glitzerchen

    Glitzerchen Guest

    Unvergessbare Sommersüße

    Rote Dächer.[​IMG]
    Aus den Schornsteinen,
    hier und da,
    Rauch;
    oben, hoch, in sonniger Luft,
    ab und zu,
    Tauben.

    Es ist Nachmittag.

    Aus Mohdrickers Garten her
    gackert
    eine Henne.
    Bruthitze brastet.
    Die ganze Stadt riecht nach Kaffee.

    Dass mir doch dies alles noch so lebendig geblieben ist!

    Ich bin ein kleiner achtjähriger Junge,
    liege, das Kinn in beide Fäuste,
    platt auf dem Bauch
    und kucke durch die Bodenluke.

    Unter mir, steil, der Hof
    hinter mir, weggeworfen,
    ein Buch.
    Franz Hoffmann. "Die Sklavenjäger."

    Wie still das ist!

    Nur drüben,
    in Knorrs Regenrinne,
    zwei Spatzen, die sich um einen Strohhalm zanken,
    irgendwo ein Mann, der sägt,
    und, dazwischen,
    deutlich von der Kirche her,
    in kurzen Pausen regelmäßig hämmernd,
    der Kupferschmied Thiel.

    Wenn ich unten runter sehe,
    sehe ich gerade auf Mutters Blumenbrett.

    Ein Topf Goldlack,
    zwei Töpfe Levkojen, eine Geranie, Fuchsien
    und mittendrin,
    zierlich, in einem Zigarrenkistchen,
    ein Hümpelchen Reseda.

    Wie das riecht!
    Bis zu mir rauf!

    Und die Farben!
    Die Farben!

    Jetzt!

    Wie der Wind drüber weht!
    Die wunder-,
    wunder-, wunder-
    schönen Farben!

    Nie blinkten mir schönere!

    Ein halbes Leben,
    ein ganzes Menschenalter
    verrann!

    Ich schließe die Augen.

    Ich sehe sie
    noch immer!

    Arno Holz
     
  8. Seesternchen

    Seesternchen Neues Mitglied

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    Naturgedicht

    [​IMG]


    Ein Eichhorn sitzt auf einem Baum,
    es hat die Augen festgeschlossen








    und einen Schönen Traum








    es träumt von warmen Sommer,
    der Winter ist vorbei

    vorbei die harten Zeiten
    die Nüsse-sucherei

    der Wind ,der wiegt [​IMG]
    es sachte ,behutsam
    hin und her

    und warme Sonnenstrahlen
    bescheinen ihm sein Fell


    es blinzelt kurz und
    und schnuppert

    und fühlt sich sichtlich wohl ! [​IMG] Seesternchen
     
    #8 12. Juni 2004
    Zuletzt bearbeitet: 12. Juni 2004
  9. Melisandra

    Melisandra immer auf der Suche...

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    auf dem Land
    [font=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Pflanze Bäume! [/font][font=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]

    Wenn Du für ein Jahr planst,
    [/font]

    [font=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]dann säe Korn.[/font]

    [font=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Wenn du für ein Jahrhundert planst,[/font]

    [font=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]dann pflanze Bäume![/font]

    [font=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]chinesisches Sprichwort
    [/font]

     

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  10. Melisandra

    Melisandra immer auf der Suche...

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    auf dem Land
    In meinem glühendsten Tulpenbaum
    tausend Blüten!

    Eine süße Stimme singt:
    Blaue Flügel aus Perlmutter,
    als Hochzeitsbett ein Lilienblatt,
    eine ganz kleine Prinzessin!

    Keiner kennt mich.

    Niemand weiß,
    wo mein Haus steht.

    Sieben Regenbogenbrücken
    funkeln zu ihm durch meinen Garten.

    Wenn in deine Seele die Sonne scheint,
    besuch mich mal.

    Hörst du?

    Starr, aus Schlangen gewunden,
    steht der Baum.

    Ein Windstoss rüttelt,
    wie tanzende Flammen wehn seine Blüten.[font=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]
    Arno Holz[/font]
     

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  11. Neli

    Neli Optimistin

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    Ging heut morgen übers Feld,
    Tau noch auf den Gräsern hing;
    Sprach zu mir der lust'ge Fink:
    "Ei du! Gelt? Guten Morgen! Ei gelt?
    Du! Wird's nicht eine schöne Welt?
    Zink! Zink! Schön und flink!
    Wie mir doch die Welt gefällt!"

    Auch die Glockenblum' am Feld
    Hat mir lustig, guter Ding',
    Mit den Glöckchen, klinge, kling,
    Ihren Morgengruß geschellt:
    "Wird's nicht eine schöne Welt?
    Kling, kling! Schönes Ding!
    Wie mir doch die Welt gefällt! Heia!"

    Und da fing im Sonnenschein
    Gleich die Welt zu funkeln an;
    Alles Ton und Farbe gewann
    Im Sonnenschein!
    Blum' und Vogel, groß und klein!
    "Guten Tag, ist's nicht eine schöne Welt?
    Ei du, gelt? Schöne Welt?"

    Text und Vertonung: Gustav Mahler (1860-1911)
     

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  12. Neli

    Neli Optimistin

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    Die Liebe saß als Nachtigall im Rosenbusch und sang;
    es flog der wundersüße Schall den grünen Wald entlang.
    Und wie er klang, da stieg im Kreis aus tausend Kelchen Duft,
    und alle Wipfel rauschten leis', und leiser ging die Luft;
    die Bäche schwiegen, die noch kaum geplätschert von den Höh'n,
    die Rehlein standen wie im Traum und lauschten dem Getön.
    Und hell und immer heller floß der Sonne Glanz herein,
    um Blumen, Wald und Schlucht ergoß sich goldig roter Schein.
    Ich aber zog den Weg entlang und hörte auch den Schall.
    Ach! was seit jener Stund' ich sang, war nur sein Widerhall.

    Geibel, Emanuel von (1815-1884)
     

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  13. Neli

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    Kein schöner Land in dieser Zeit
    Als wie das uns're weit und breit
    Wo wir uns finden
    Wohl unter Linden
    Zur Abendszeit.

    Da haben wir so manche Stund'
    Gesessen da in froher Rund
    Und taten singen
    Die Lieder klingen
    Im Eichengrund.

    Daß wir uns hier in diesem Tal
    Noch treffen so viel hundertmal
    Gott mag es schenken
    Gott mag es lenken
    Er hat die Gnad.

    Nun Brüder eine gute Nacht
    Der Herr im hohen Himmel wacht
    In seiner Güte
    Uns zu behüten
    Ist Er bedacht.

    (Volkslied um 1840)
     

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  14. Neli

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    Im Abendrot

    O wie schön ist deine Welt,
    Vater, wenn sie golden strahlet!
    Wenn dein Glanz herniederfällt
    Und den Staub mit Schimmer malet,
    Wenn das Rot, das in der Wolke blinkt,
    In mein stilles Fenster sinkt!

    Könnt ich klagen, könnt ich zagen?
    Irre sein an dir und mir?
    Nein, ich will im Busen tragen
    Deinen Himmel schon allhier.
    Und dies Herz, eh' es zusammenbricht,
    Trinkt noch Glut und schlürft noch Licht.


    Karl Gottfried Lappe (1773.1843)
     

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  15. Neli

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    Da droben auf jenem Berge,
    Da steh ich tausendmal,
    An meinem Stabe hingebogen
    Und schaue hinab in das Tal.

    Dann folg ich der weidenden Herde,
    Mein Hündchen bewahret mir sie.
    Ich bin herunter gekommen
    Und weiß doch selber nicht wie.

    Da stehet von schönen Blumen
    Die ganze Wiese so voll.
    Ich breche sie, ohne zu wissen,
    Wem ich sie geben soll.

    Und Regen, Sturm und Gewitter
    Verpass ich unter dem Baum.
    Die Türe dort bleibet verschlossen;
    Doch alles ist leider ein Traum.

    Es stehet ein Regenbogen
    Wohl über jenem Haus!
    Sie aber ist fortgezogen,
    Und weit in das Land hinaus.

    Hinaus in das Land und weiter,
    Vielleicht gar über die See.
    Vorüber, ihr Schafe, nur vorüber!
    Dem Schäfer ist gar so weh.


    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
     

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  16. Neli

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    Nach einem Gewitter

    Auf den Blumen flimmern Perlen,
    Philomelens Klagen fließen,
    Mutiger nun dunkle Erlen
    In die reinen Lüfte sprießen.

    Und dem Tale, so erblichen,
    Kehret holde Röte wieder,
    In der Blüten Wohlgerüchen
    Baden Vögel ihr Gefieder.

    Hat die Brust sich ausgewittert,
    Seitwärts lehnt der Gott den Bogen,
    Und sein golden Antlitz zittert
    Reiner auf versöhnten Wogen.


    Johann Baptist Mayrhofer (1787-1836)
     

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  17. Neli

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    Cora an die Sonne

    Nach so vielen trüben Tagen
    Send' uns wiederum einmal,
    Mitleidsvoll für uns're Klagen,
    Einen sanften milden Strahl.

    Liebe Sonne! trink' den Regen,
    Der herab zu stürzen dräut;
    Deine Strahlen sind uns Segen,
    Deine Blicke - Seligkeit.

    Schein', ach, scheine, liebe Sonne!
    Jede Freude dank' ich dir;
    Alle Geists- und Herzenswonne,
    Licht und Wärme kommt von dir.


    Gabriele von Baumberg (1758-1839)
     

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  18. Neli

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    Heut ist ein freudenreicher Tag,
    Daß man den Sommer gewinnen mag.
    Ihr Herren mein,
    Der Sommer ist fein!

    Ich bin der Sommer also kühn,
    Zu meiner Zeit werden die Felder grün.
    Ihr Herren mein,
    Der Sommer ist fein!

    Wohlan, wohlan, Johannistag
    Mäh ich mein Gras von den Wiesen ab.
    Ihr Herren mein,
    Der Sommer ist fein!

    Wohlan, wohlan, Jakobitag
    Schneid ich mein Korn und Weizen ab.
    Ihr Herren mein,
    Der Sommer ist fein!

    Wohlan, wohlan, Michelitag
    Schüttl ich mein' Äpfel und Birnen ab.
    Ihr Herren mein,
    Der Sommer ist fein!

    O Winter, du brauchst mir jetzt nicht mehr viel sag'n,
    Ich werde dich bald aus dem Sommerland jag'n.
    Ihr Herren mein,
    Der Sommer ist fein!

    O lieber Winter, reich mir die Hand,
    Wir reisen mit'nander ins Sommerland.
    Ihr Herren mein,
    Der Sommer ist fein! (Volkslied aus dem 19. Jahrhundert)
     

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    #18 21. Juni 2004
    Zuletzt bearbeitet: 24. Juni 2004
  19. Neli

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    Ich ging mit Lust durch einen grünen Wald,
    Ich hört' die Vöglein singen;
    Sie sangen so jung, sie sangen so alt,
    Die kleinen Waldvögelein im grünen Wald!
    Wie gern hört' ich sie singen!
     

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  20. Neli

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    Es ist ein halbes Himmelreich,
    Wenn, Paradiesesblumen gleich,
    Aus Klee die Blumen dringen;
    Und wenn die Vögel silberhell
    Im Garten hier, und dort am Quell,
    Auf Blütenbäumen singen.

    Ludwig Heinrich Christoph Hölty (1748-1776)
     

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