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Soll ich einen Antrag stellen?

Dieses Thema im Forum "Schwerbehinderung" wurde erstellt von V3rita5, 4. Juli 2012.

  1. V3rita5

    V3rita5 Neues Mitglied

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    Hallo an alle,

    ich bin neu hier und wollte mal fragen ob ich einen antrag stellen soll und wie die aussichen dafür stehen...
    bin 29 jahre, letztes jahr im November hat mein orthopäde mich in die Rheumatologische tagesklinik eingewiesen, dort haben sie rausgefunden das ich eine oligoarthritis habe, dazu kommen 20° streckdefizit im linken ellenbogen, desöfteren kniegelenksergüsse die auch immer punktiert werden müssen ca alle 4-5 monate, und ein streckdefizit von 5° und 20° Beugedefizit des rechten kniegelenkes... das linke steht zwar gar nich drauf aber is noch schlimmer. Ich wurde im November auf sulfasalazin eingestellt, nun bekomme ich seit 8 wochen MTX weil Sulfasalazin nicht gewirkt hat. Ausserdem nehme ich jeden tag 120 mg acemetacin ein weil ohne das schmerzmittel überlebe ich den alltag nicht. Ich arbeite im Einzelhandel von daher viel laufen, packen, kassieren usw...

    nun meine frage... lohnt es sich überhaut einen Antrag zu stellen:confused::confused::confused:?

    Liebe Grüsse V3rita5:)
     
  2. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo V3rita5,
    wurden denn bei dir Entzündungswerte festgestellt?
    Ich hab's auch probiert, weil mein Hausarzt gemeint hat, ich hätte gute Chancen, einen GdB 40 zu bekommen. Hab aber nur 20 bekommen, Widerspruch eingelegt, und bei dessen Ablehnung wurde mir erklärt, dass man nicht mehr als GdB 10 bekommt, wenn man keine Entzündungen nachweisen kann (meine restlichen Punkte kommen von den übrigen Zipperlein). Was natürlich ungerecht ist, denn ein Viertel aller Rheumatiker sind "seronegativ". Und ich bin so gut eingestellt, dass die Entzündungswerte gut in Schach gehalten werden (wobei ich trotzdem ziemlich eingeschränkt und nie schmerzfrei bin). Und solange das so ist, brauche ich auch keinen neuen Antrag auf Verschlimmerung zu stellen.
    Wenn du also Entzündungswerte nachweisen kannst, dann lohnt es sich sicher, einen Antrag zu stellen.
     
  3. Esuse

    Esuse Neues Mitglied

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    hallo,
    welchen Antrag meinst Du? GdB - ja - versuch es einfach und den Jammerbrief nicht vergessen!
     
  4. Muhkuh79

    Muhkuh79 Guest

    Soweit ich weiß, interessieren sich die Sachbearbeiter nicht für die Medikamente die man einnimmt, sondern nur für die Behinderung, die die Krankheit macht. Also welche Einschränkungen Du dadurch hast. Da ist es auch wichtig, dass man einen Zettel beilegt auf dem man darstellt, welche Einschränkungen man hat.
    Esuse war schneller als ich, lasse es trotzdem so stehen.
     
  5. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Noch was: Wenn du selber alle Befunde daheim hast, ist es besser, gleich Kopien dem Antrag beizulegen, dann geht es schneller als wenn sie erst alles von den Ärzten beantragen müssen. Trotzdem muss du drauf gefasst sein, dass die Bearbeitung ein paar Monate dauern wird (bei mir 4 Mon.)
    Bei mir hat der Jammerbrief leider nichts bewirkt, da ich - wie schon erwähnt - seronegativ bin und deshalb eh schlechte Karten hatte (nur beim Reha-Antrag war er sehr wirkungsvoll). Aber mach es trotzdem so und schreibe alles auf, wo du eingeschränkt bist, ist besser als nichts.
    Also: Versuch es einfach, du hast nichts zu verlieren. Wenn du nichts machst, passiert nichts. Wenn du einen Antrag stellst, hast du wenigstens die Chance genutzt. ;)
     
  6. Esuse

    Esuse Neues Mitglied

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    Ich will Dir mal Hoffnung machen: ich bin auch seronegativ und habe auf RA 30 bekommen und 10 auf dieverse andere Dinge
     
  7. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo Esuse,
    dann hattest du wohl Glück und einen großzüzigen Sachbearbeiter und ich nicht! :confused:

    Mir kommt gerade noch was in den Sinn, warum meine Bewegungseinschränkungen nicht anerkannt wurden: Ich hatte durch meine angeborene Bindegewebsschwäche immer eine Überbeweglichkeit der Gelenke. Die Beweglichkeit wird bei der rheumatologischen Untersuchung regelmäßig getestet, und obwohl es bei mir ein großes Stück schlechter geworden ist, komme ich z. B. immer noch mit den Händen zum Boden runter. Meine Rheumatologin meinte, diese Bewertung, die sie so ausfüllen müsse, sei auch ausschlaggebend gewesen.

    Also V3rita5, einfach Antrag stellen, da siehst du schon, was passiert!
    Vielleicht sollte ich es auch mal wieder versuchen, da ich ja inzwischen auch Schädigungen in den Händen habe.
     
  8. Esuse

    Esuse Neues Mitglied

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    Hallo Nachtigall,
    ich hatte vielleicht auch gute Befundberichte: die Diagnose wurde in einer Uniklinik gestellt. Leider wurde die Medikation auch nicht berücksichtigt. Naja, irgendwann beantrage ich Verschlimmerung, im Moment wird eh gesucht, was ich noch so habe....
     
  9. norchen

    norchen Aktives Mitglied

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    guten morgen,
    also ein versuch ist es alle mal wert. ich bin auch seronegativ, außer denn ana werten die immer mal sehr hoch sind und etwas die bsg und der crp ist alles andere auch negativ. beim ersten antrag is schon 20 j. her:rolleyes:gab es nur wg r.a in händen u füßen 40%. letztes jahr stellte ich einen antrag auf verschlechterung und das ohne beteiligung von rheumadoc und es wurden innerhalb kurzer zeit 50% bewilligt, ich wurde zu diesem zeitpunkt nicht mit basismedis behandelt!!!dabei muss ich mich sehr bei meinem othop. bedanken. also was hast du zu verlieren??? stell den antrag und besprich es mit den ärzten denen du vertraust, dann helfen die dir auch:top:
     
  10. Ducky

    Ducky Aktives Mitglied

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    nachtigall,

    ich kenne auch noch mehr leute, die trotz seronegativ, mehr als 20% bekommen haben
    oft ist es ja bei psoriasis arthritis so, dass keine erhöhten blutwerte zu finden sind. aber trotzdem bekommen diese patientin nicht nur 20 GdB.

    da würd eich an diener stelle nochmal mit dem vdk oder sovd ( hoffe, dass ist jetzt richtig) nachhaken.
     
  11. Esuse

    Esuse Neues Mitglied

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    Ob man seronegativ ist oder nicht, spielt doch keine Rolle beim Gdb, da werden Einschränkungen berücksichtig. Allerdings wolle die Versorgungsämter eine Diagnose. Meine frühere Rheumatologin hat Verdacht auf RA draufgeschrieben, damit kam die Ablehnung. Als ich die Diagnose hatte, bekam ich 30.
     
  12. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Kommt es dann vielleicht auf das Bundesland oder den Regierungsbezirk an? Kann ich mir eher nicht vorstellen. Meine Rheumatologin meinte, es komme auch sehr drauf an, wer gerade den Antrag bearbeitet, da gibt es genauso besonders strenge und sparsame Leute wie beim Medizinischen Dienst wg. Pflegestufe.

    Also meine Diagnose heißt: - Seronegative Spondylarthritis mit peripherer Gelenkbeteiligung
    - div. Arthrosen Grad 1
    - chron. Gastritis

    Und jetzt zitiere ich den Bescheid:
    "1. Polyarthralgie, Polyarthrose (Einzel-GdB: 20)
    2. Chron. Magenschleimhautentzündung (Einzel-GdB: 10)
    Die Gesundheitsstörungen bedingen einen Gesamt-GdB von 20."

    Im Widerspruchsbescheid steht u. a.:
    "Das Rheuma ohne akute Entzündungszeichen bedingt einen GdB von unter 10."

    Ich kann mir das dann nicht erklären, warum andere Betroffene mehr bekommen bzw. warum ich so wenig bekommen habe. Jedenfalls kann ich inzwischen Schädigungen an den Händen nachweisen, vielleicht habe ich dann eine Chance, bei einem Antrag auf Verschlimmerung höher eingestuft zu werden.
     
  13. Ducky

    Ducky Aktives Mitglied

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    nachtigall,

    auf die diagnose bekommt mein keinen gdb, sondern auf die dadurch entsteheneden einschränkungen.
    hast du einen entsprechenden zettel, den man selber anfertigt mitgeschickt?
     
  14. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Erst beim Widerspruch, da aber eine ganze Seite. Hat aber leider nichts geholfen.
     
  15. käferchen

    käferchen Guest

    Hallo Nachtigall,
    es lohnt sich immer einen Antrag zu stellen besonders, wenn die gesundheitlichen Einschränkungen auch im beruflichen Alltag auftreten.

    Ich habe 40GdB, woraus sich 10 Grad aus einer rheumatischen Erkrankung ergeben haben, derzeit läuft gerade ein Verschlimmerungsantrag.

    Meiner Erfahrung nach kommt es auch darauf wer gerade der Bearbeiter des Antrags ist. Sollte zwar nicht so sein-ist aber wohl häufig so.
     
  16. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo alle miteinander,
    danke für eure Antworten.
    Ich denke, V3rita5 hat gesehen, dass es sich überhaupt lohnt, einen GdB zu beantragen, und ich sehe, dass ich - aus welchen Gründen auch immer - schlechter beurteilt wurde und deshalb bald mal einen Antrag auf Verschlimmerung stellen kann.

    Herzlichen Dank und alles Gute!
     
  17. Louise1203

    Louise1203 Gesperrter Benutzer

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    Hallo,

    es ist immer ein Versuch wert. Ich bin auch seronegativ und habe PSA....

    Mit Hilfe des SoVD hab ich es geschafft einen GDB von 50% zu erwirken. Unbefristet wohlgemerkt!!!

    Warum sollte man nicht mitnehmen was einem zusteht??

    Liebe Grüsse

    Louise
     
  18. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo Louise,
    bitte was ist der SoVD?

    Ja, ansonsten fällt mir gerade noch ein: Manche sitzen auf der Leitung, wenn man ihnen seine Beeinträchtigungen erzählt und wenn sie die Arztberichte vor sich haben, nämlich meine Reha-Ärzte. Bei der Entlassuntersuchung wurde ich gefragt, ob ich arbeitsfähig sei, und ich antwortete: Ja. Und obwohl ich anfangs angegeben habe, dass ich nur mehr Teilzeit arbeiten könne (nicht mehr als 25 Wochenstunden), hat man in den Bericht reingeschrieben "...... vollschichtig arbeitsfähig". Und vollschichtig heißt Vollzeit, wie es mir mein Hausarzt erklärt hat. :mad:
     
  19. V3rita5

    V3rita5 Neues Mitglied

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    Ich danke euch für die vielen antworten und für eure hilfe :)

    werde mich bald mal mit meinem arzt zusammen setzen und mal mit ihm alles besprechen... bei der sovd bin ich auch schon angemeldet :)

    Ich wünsche euch allen gute besserung und einen schönen start ins wochenende :)

    Liebe grüsse

    V3rita5
     
  20. Louise1203

    Louise1203 Gesperrter Benutzer

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    @Nachtigall:

    SoVD ist der Sozialverband Deutschland. Einfach mal googlen wo die in Deiner Nähe sitzen. Die helfen einen bei GDB, Rentenanträge usw usw. Kostet 60,-€ im Jahr. Ohne die hätte ich es nicht geschafft.

    Gruss

    Louise