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Silvester

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Nixe, 30. Dezember 2004.

  1. Nixe

    Nixe Neues Mitglied

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    Silvester

    Silvester ist vom Ursprung her ein lateinischer männlicher Vorname. Er heißt ins Deutsche übersetzt soviel wie „Waldbewohner“ oder „der zum Wald Gehörende“. Dieser Vorname ist auch der Name eines Papstes, der für die Geschichte und Entwicklung der Kirche von großer Bedeutung war, indem er sie im 4. Jahrhundert neu organisierte. Jener Silvester wurde am 31. Januar 314 als 34. Oberhirte zum Papst gekrönt und starb in Rom am 31. Dezember 335. Somit ist der heilige Silvester I. Tagesheiliger des letzten Tages im Jahr. Nach ihm ist der 31. Dezember benannt. Dieser Festtag wird von der Kirche
    seit dem Jahre 354 gefeiert.



    Sitten und Bräuche:
    Silvester bedeuet Abschied nehmen vom alten Jahr und gleichzeitig das neue Jahr zu begrüßen. Von Anfang an hat diese nacht der folgende erste Tag im neuen Jahr die Phantasie der Menschen angeregt und so entstanden viele Bräuche und Sitten. So versucht man dem Glück im nächsten Jahr nachzuhelfen oder in die Zukunft zu schauen.

    Als Glücksbringer gelten z.B.

    Das Schwein

    ist seit Ewigkeiten als Glücksbringer bekannt. Deswegen isst man natürlich auch am Neujahrstag gerne Schweinefleisch. Speisen wie Schweinskopf oder "Saurüssel" sollen Glück bringen. Und für alle, die kein Fleisch mögen, gibt es ja noch das Marzipanschweinchen. Wer jedoch Geflügel verspeist, dem fliegt das Glück hinfort.

    Das vierblättrige Kleeblatt

    soll Vorteile beim Spiel bringen und Schicksalsschläge verhindern.

    Der Pfennig
    wer einen Pfennig findet, dem soll das Glück hold sein, den in allem Kleinen liegt der Ursprung für etwas Großes.

    Der Neujahrskarpfen

    wird gerne am Neujahrstag verpeist. Der Familienvorstand legt eine der Fischschuppen unter seinen Teller und bewahrt diese dann das ganze Jahr über in seiner Geldbörse auf. Belohnung soll ein prall gefüllter Geldbeutel sein.



    In die Zukunft schauen kann man beim Bleigiessen
    Beim Bleigießen nimmt man ein wenig Blei und erhitzt es auf einen Löffel über einer Kerze. Dann lässt man das heiße und geschmolzene Schwermetall in ein Glas mit kaltem Wasser gleiten. Die dabei entstehenden Figuren sollen die Zukunft voraussagen.
    Folgende Figuren symbolisieren diese Ereignisse im nächsten Jahr:
    Ball - Glück rollt heran
    Glocke - frohe Nachricht, Ankündigung einer Geburt
    Herz - sich verlieben
    Maus - heimliche Liebe
    Ringe und Kränze - Hochzeit
    Blumen oder Sterne - verheißen Glück
    Kreuze oder zerbrochene Ringe - Tod und Trennung

    Gummibärchenorakel:
    Alles, was Sie brauchen, ist eine Tüte Gummibärchen. Und schon können Sie die bunten
    Teddys als Hellseher aktivieren. Das Ganze funktioniert dank altbewährter Farbpsychologie.
    Rot steht für Energie, Gelb für Reichtum und Ehrgeiz. Daneben spielt die klassische Zahlensymbolik eine Rolle. Ungerade Ziffer heißt Bewegung, gerade Ziffer Stillstand.
    So geht's:
    Kaufen Sie erstmal eine Tüte Gummibärchen, und legen Sie sie in die Tischmitte. Jedes Familienmitglied oder Freunde darf nun nacheinander ein Mal mit geschlossenen Augen in die Tüte greifen und fünf Bärchen herausziehen. Jetzt heißt es: Farbe bekennen!
    Auf die Reihenfolge kommt es nicht an, - aber auf die Farbkombination. Insgesamt gibt es 126 Kombinationen. Ausführlich werden sie in Dietmar Bittrich's Buch "Das Gummibärchen-Orakel" beraten, die Bedeutung können Sie aber auch auf eigene Faust analysieren. Sie können dabei die Übersicht unten zu Hilfe nehmen:

    ROT
    1 rotes Bärchen: Energieschub
    2 rote: Ungeduld, Eifersucht
    3 rote: Liebe, Action, Energie
    4 rote: explosive Spannung
    5 rote: Charisma, Lust, volle Kraft

    WEISS
    1 weißes Bärchen: Klärung
    2 weiße: Illusion, Labilität
    3 weiße: Intuition, Klarheit
    4 weiße: Täuschung, Verwirrung
    5 weiße: Hellsichtigkeit, Heilkraft



    ORANGE
    1 orangefarbenes Bärchen: Kontakte
    2 orangene: Oberflächlichkeit
    3 orangene: Heiterkeit, Kreativität
    4 orangene: Ausweichen, Lüge
    5 orangene: künstlerische Energie

    GRÜN
    1 grünes Bärchen: Ordnung
    2 grüne: Langeweile, Passivität
    3 grüne: Güte, Ruhe, Vertrauen
    4 grüne: Stagnation, Trauer
    5 grüne: Weisheit, innerer Friede



    GELB
    1 gelbes Bärchen: Arbeitslust
    2 gelbe: Neid, Mißtrauen
    3 gelbe: Karriere, Aufstieg
    4 gelbe: Verkniffenheit, Blockade
    5 gelbe: Glanz, Reichtum


    Das typische Silvestergetränk ist dieFeuerzangenbowle:
    Um die so belebende Bowle nachmachen zu können, reicht schon ein Kochtopf, eine Kelle und ein feuerfestes Sieb, auf das man den Zuckerhut legen kann.
    Schöner ist ein Kupferkessel mit Feuerzange und langer Kelle für den Alkohol.
    Die Zubereitung ist einfacher als vielfach vermutet wird:

    Zutaten für 8 Personen:
    4 Flaschen trockenen Rotwein
    1 Flasche Rum (54 %)
    je 2 unbehandelte Zitronen und Orangen
    3 Zimtstangen
    3-4 Gewürznelken
    1 Zuckerhut (250g)
    Zubereitung:

    Die Zitronen und Orangen heiß abwaschen und die Schale in dünnen Spalten
    abschälen. Zimtstangen und Gewürznelken in den Topf geben.
    Den Rum leicht erwärmen.
    Den Rotwein zusammen mit den Schalen und Gewürzen am stilvollsten in einem
    feuerfesten Kupfertopf erhitzen, aber nicht kochen.
    Den Zuckerhut auf eine Feuerzange über den Topf legen, mit Rum beträufeln
    und anzünden. Ehe die Flamme verlöscht, mit einer Schöpfkelle vorsichtig
    Rum nachgießen.
    Ist der Zucker vollständig in die Bowle getropft, Schalen, Zimtstangen und
    Gewürznelken entfernen.Die Feuerzangenbowle in Tee- oder Punschgläsern
    servieren.

    Silvesterwitz:
    "Ist dort die Polizei?"
    "Jawohl!" -
    "Dann bleiben Sie bitte dort, wo Sie sind, hicks, denn sonst
    bin ich meinen Führerschein los, hicks ...!"


    Bei etwas zuviel Feuerzangenbowle und dickem Kopf hilft am nächsten Tag das folgende Katerrezept:
    10 cl Tomatensaft
    1/" BL Worcestersauce
    1 BL Zitronensaft
    1 Prise Salz
    weißer Pfeffer
    einige Tropfen Tabascosauce
    Selleriesalz
    2- 3 Eiswürfel
    Tomatensaft in Mixbecher geben, Worcestersauce und Zitronensaft
    zugeben, Würzzutaten zugeben,zum Schluss die Eiswürfel - dann
    gut durchmixen, ggf. nochmal nachwürzen und sofort servieren.
    Gute Besserung !


    Typisches Gebäck an Silvester ist der Berliner, auch Krapfen oder
    Pfannkuchen genannt. Es handelt sich um ein Hefegebäck, welches
    mit Konfitüre gefüllt wird. Als Silvesterscherz können auch einige mit
    Senf gefüllte Berliner serviert werden
    Rezept für Berliner:
    500 g Mehl
    1/4 l lauwarme Milch
    60 g Butter
    45 g Zucker
    30 g Hefe
    1 Ei
    1 Prise Salz
    125 g Konfitüre
    abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
    Pflanzenfett (zum Fritieren)
    Zucker (zum Wenden)
    Die Hefe in die Milch bröckeln, eine Prise Zucker hinzufügen und
    das Ganze gehen lassen. Das Mehl, die Prise Salz, den restlicher
    Zucker und die Zitronenschale in eine Schüssel geben,
    die Hefe-Milch, die Butter und das Ei hinzufügen, das Ganze
    gründlich verkneten und schlagen, bis der Teig Blasen wirft.
    Die Schüssel mit Alufolie abdecken und den Teig für etwa
    zwanzig Minuten gehen lassen. Den Teig anschliessend in
    sechzehn Stücke teilen, zu Kugeln formen auf ein bemehltes
    Backblech legen, flach drücken und mit gefetteter Alufolie
    bedecken. Noch einmal für etwafünfzehn Minuten gehen lassen.
    Das Pflanzenfett auf etwa 175°C erhitzen. Die Teigstücke
    hineingeben und im Topf für drei Minuten mit Deckel ausbacken.
    Die Berliner wenden und für drei Minuten ohne Deckel
    fritieren. Die Berliner anschliessend gut abtropfen lassen, mit
    Hilfe einer Tortenspritze mit der Konfitüre füllen und anschliessend
    im Zucker wenden.

    Wer keine Tortenspritze hat, kann mit einem Glas Kreise
    ausstechen, zwischen zwei Kreise einen Klecks Konfitüre tun
    und die beiden Kreise dann vorsichtigam Rand zusammendrücken.
    Sie schmecken aber auch lecker ohne Füllung !!!

    Infos rund um Champagner und Sekt
    Nur was aus der französischen Region Champagne kommt, darf sich
    Champagner nennen. Einzigartig wird der Champagner durch den kalk-
    haltigen Boden und das kühle, moderate Klima, das den Trauben ihren
    ausgeprägten Charakter verleiht.

    Der Zuckergehalt je Liter ist auf den Flaschenetiketten vermerkt:
    Ultra Brut - sehr trocken
    Brut - trocken
    Extra Dry oder Extra Sec - halbtrocken
    Sec - mild
    Demi Sec - lieblich
    Doux - süss

    Jeder Sekt ist nur so gut, wie die Weine, aus denen er gemacht wird.
    Die optimale Trinktemperatur beträgt 6 - 9 Grad. Um eine Flasche schnell zu
    kühlen, füllt man den Sektbehälter mit kleinen Eisstücken, die mit Wasser
    übergossen und mit 2 EL Salz bestreut werden. Die Flasche muss darin
    ca. 10 Minuten vorsichtig um den Flaschenhals gedreht werden, dann hat der Sekt
    Trinktemperatur erreicht. Vorsicht beim anschliessenden Öffnen!!!

    Geöffnete Flaschen lassen sich im Kühlschrank aufbewahren, indem man einen
    SILBERlöffel in den Flaschenhals steckt. Der herausragende Löffelstiel dient
    als Radiator und strahlt die am Stiel empfangene, hochgeleitete Wärme ab. Die Restluft
    in der Flasche kühlt ab und hält so den Austritt der Kohlensäure auf. Eine mindestens
    halbvolle Flasche hält offen ihre Kohlensäure für einen Tag, sofern sie im Kühl-
    schrank aufbewahrt wird.

    Das richtige Glas ist schlank, hoch und dünnwandig.

    Das Öffnen geschieht, indem man die Folie und das Drahtkörbchen entfernt,
    den Korken mit einer Serviette greift und den Verschluss langsam aus der
    Flasche dreht. Verschluss dabei gut festhalten. Hält man die Flasche im 45 Grad
    Winkel, befindet sich weniger Druck auf dem Korken und das Öffnen geht leichter.
    Prost!!!


    Gedichte zum neuen Jahr gibt es viele,
    hier zwei besonders schöne:

    Von guten Mächten

    Von guten Mächten treu und still umgeben,
    behütet und getröstet wunderbar,
    so will ich diese Tage mit euch leben
    und mit euch gehen in ein neues Jahr.

    Noch will das alte unsre Herzen quälen,
    noch drückt uns böser Tage schwere Last,
    ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen
    das Heil, für das Du uns bereitet hast.

    Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern
    des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
    so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
    aus Deiner guten und geliebten Hand.

    Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken
    an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
    dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
    und dann gehört Dir unser Leben ganz.

    Laß warm und still die Kerzen heute flammen,
    die Du in unsre Dunkelheit gebracht,
    führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
    Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

    Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
    so laß uns hören jenen vollen Klang
    der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
    all Deiner Kinder hohen Lobgesang.

    Von guten Mächten wunderbar geborgen,
    erwarten wir getrost, was kommen mag.
    Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
    und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

    Dietrich Bonhoeffer

    Wünsche zum neuen Jahr

    Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit
    Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid
    Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass
    Ein bisschen mehr Wahrheit - das wäre was

    Statt so viel Unrast ein bisschen mehr Ruh
    Statt immer nur Ich ein bisschen mehr Du
    Statt Angst und Hemmung ein bisschen mehr Mut
    Und Kraft zum Handeln - das wäre gut

    In Trübsal und Dunkel ein bisschen mehr Licht
    Kein quälend Verlangen, ein bisschen Verzicht
    Und viel mehr Blumen, solange es geht
    Nicht erst an Gräbern - da blühn sie zu spät

    Ziel sei der Friede des Herzens
    Besseres weiß ich nicht
    Peter Rosegger