S
Speedy
Guest
Hallochen alle zusammen!
Bei mir wurde dieses Jahr im rahmen eines zweimonatigen Krankenhausaufenthaltes auf der Rheumatologie der MHH nach langer suche die Diagnose einer seronegativen, undifferenzierten Spondarthritis sowie Verdacht auf eine undifferenzierte Kollagenose gestellt.
Ich möchte einfach mal von Anfang an erzählen:
Dem voraus geht eine seit jetzt über einem Jahr bestehende Krankheitsgeschichte, wo keiner so genau wusste was eigentlich los ist. Ich bekam seit letzten August immer wieder rechtsseitige Unter/Mittelbauchschmerzen und häufig schmerzen in der rechten flanke/rippen (die besonders nachts auftreten bzw. dann besonders schlimm werden) fieberschübe, Durchfall/Verstopfung, Übelkeit, erbrechen, Appetitlosigkeit. Hinzu kamen gelegentlich auch schmerzen/beschwerden im rechten knie (denen man aber nicht soviel Beachtung schenkte, da ich an dem knie vor einigen Jahren operiert worden war). Im Blut fielen auch seit letzten August immer wieder leichte bis mäßige crp-erhöhungen und eine deutlich beschleunigte Blutsenkung auf.
Meine Hausärztin wusste sich irgendwann keinen Rat mehr, wies mich innerhalb von knapp drei Wochen zweimal ins Krankenhaus ein, beides mal mit Verdacht auf Darmverschluss, da Bauch knallhart, keine Darmgeräusche mehr da waren, Entzündungszeichen hoch, Fieber etc.
Ich weiß bis heute nicht, ob die da einfach kein bock hatten oder ich nicht interessant genug für die war, jedenfalls schickten sie mich jeweils nach ein paar tagen wieder nach hause ohne das sie irgendetwas getan bzw. der Sache mal auf den Grund gegangen sind und meinten, ich soll mich in psychosomatische Behandlung begeben, ich würde mir das alles also wohl nur einbilden. (Die BKS die auch dort viel zu hoch war, sahen sie anscheinend als völlig normal an!?)
Mich machte das alles ziemlich fertig, da es auch in meinem Umfeld Leute gab und leider auch immer noch gibt, die meinen ich wäre wohl nur zu faul zum arbeiten! (!!was allerdings nicht so ist!!) Wieder zu Hause aus dem Krankenhaus, ging es wieder zu meiner Hausärztin, die nachdem sie sich den Krankenhausbericht durchgelesen hatte, nichts weiter als völlig Unverständnis für ihre „lieben“ Kollegen aufbringen konnte. Sie war es schließlich die den ganzen Verlauf am besten kannte, die immer wieder neue (fast wöchentlich) Blutbefunde machte und dort immer wieder die Entzündungszeichen feststellte und das auch alles so an ihre Krankenhauskollegen weiter gab.
Darauf hin ging es dann weiter zum Internisten, der den Magen-Darmbereich gründlich durchcheckte und zu guter Letzt noch eine Bauchspiegelung durchführen ließ um Verwachsungen als Ursache für die Beschwerden aus zu schließen. Es fand sich allerdings kein eindeutiger Befund und so wurde ich weiter geschickt an den Gynäkologen.
Zwischendurch kam es immer wieder zu Schüben mit Fieber, schmerzen etc. , Zwei mal dann auch wieder so schlimm, dass ich wiederum ins Krankenhaus (ich glaub ich kenn inzwischen in Hannover fast alle Kliniken L ) geschickt wurde, die mich aber allenfalls eine Nacht da behielten und dann wieder nach hause schickten. Eines davon war sogar die MHH, die aber heutzutage von dem eigentlich unverantwortlichen Handeln lieber nichts mehr hören will! Ich zweifelte inzwischen so ziemlich an allem und jeden und hatte das vertrauen zu Ärzten so gut wie verloren, außer zu meiner Hausärztin die wirklich immer da war, sich für mich einsetzte und meinte, ich solle mir nichts einreden lassen, da ist auf jeden Fall irgendwas im gange, dass würde man anhand der werte sehen, auch wenn sie mir leider auch nicht sagen könnte was genau die Ursache ist. Logo spielt der Kopf bei jeder Krankheitssache auch eine rolle und man kann sich auch viel einbilden, doch wenn alles nur „rein psychisch“ wie man so schön sagt, wäre, dann könnte man nichts, aber auch rein gar nichts nachweisen, also auch keine Entzündungszeichen, schon gar nicht so konstant über Monate!
Der Gynäkologe fand dann am rechten Eierstock/Eileiter ein Myom, was durchaus Ursache für die Beschwerden hätte sein können, doch bei einer dann nochmals durchgeführten Bauchspiegelung stellte sich das ganze dann nicht mehr da.
Also wusste man wieder nicht weiter............
Dann kam eine Zeit von ungefähr zwei Monaten in denen es mir wesentlich besser ging. Ich hatte so gut wie keine Beschwerden, CRP ging zurück auf normalwerte, das einzige was mäßig erhöht blieb, war die Blutsenkung.
Ich hatte gründlich die Nase voll und war froh, dass sich das Thema nun „scheinbar“ erledigte, was immer es auch gewesen sein mochte!
Also suchte ich mir einen neuen Job in meinem erlernten Beruf (bin Arzthelferin), doch leider konnte ich die stelle dann doch nicht antreten, da das ganze dann doch wieder von vorne los ging! Schweren Herzens musste ich meinem beinahe-chef davon erzählen und er gab den Rat, doch mal einen TBC-Test durchführen zu lassen, denn manchmal könnte auch das die Ursache für solche immer wiederkehrenden Beschwerden sein.
Als im Januar dann wieder ein schlimmer Schub kam, wurde ich wieder einmal sofort ins Krankenhaus eingewiesen, diesmal in die Landesfrauenklinik, also Gynäkologie.
Dort kam ich mir noch unverstandener vor als in den Krankenhäusern zuvor! Trotz starker schmerzen und wieder mal deutlichen Entzündungszeichen machte man dort lediglich eine gynäkologische Untersuchung, gab mir Schmerzmittel und behielt mich fast zwei Wochen dort! In diesen zwei Wochen passierten trotz telefonischer Rücksprache mit meiner Hausärztin keinerlei diagnostische Maßnahmen! Wieder kam ich mir vor wie jemand, der allen nur etwas vorspielt! Ich konnte machen was ich wollte, redete absolut gegen Betonwände. Als dann irgendwann der Schub vorüber war und es mir wieder etwas besser ging, entschied man sich nun doch wenigstens mal einen Ultraschall vom Bauch zu machen (ich denke das diente eher dem Grund, damit keiner hinterher sagen kann, dass sie überhaupt nichts unternommen hätten!?!)
Wieder zu hause schickte man mich nun zum Urologen. Bei mir ist eine Hufeisenniere bekannt (heißt, dass beide Nieren zusammen gewachsen sind, rechte Niere dadurch einmal gedreht) und man hoffte, vielleicht darin endlich die Ursache für die Beschwerden zu finden. Man fand eine relative Abflussbehinderung der rechten Niere, doch der Urologe meinte, es sei fraglich, ob das allein die Ursache wäre und schlug nach eingehender Information und Diskussion mit meiner Hausärztin vor, sich an die Station 31 der MHH zu wenden. Das ist die Rheumatologie und gleichzeitig so zu sagen die „Forschungsstation“ bei unklaren fällen. Also rief Fr. Dr. B dort an und erzählte der Stationsärztin von meiner Krankengeschichte, dem Verlauf etc. . im Verlauf des Telefonates wurde sie immer sprachloser und konnte vor allem das verhalten ihrer diversen Krankenhauskollegen nicht verstehen! Sie meinte, es müsse unbedingt was passieren, gerade weil das ganze schon so verdammt lange geht. Man könnte das alles zwar auch ambulant bei einem Rheumatologen machen, aber das würde wesentlich länger dauern und da ich schon so viel durch hatte, wollte sie mir das nicht zumuten.
Es wurde vereinbart, dass ich so schnell wie möglich stationär aufgenommen werde, sobald ein Bett frei wäre.
....das „so schnell wie möglich“ zog sich dann leider nochmals 5 Wochen hin! Zwei Wochen bevor die stationäre Aufnahme endlich erfolgte, hatte ich wieder einen schlimmen Schub und es wurde versucht, mich sofort in der MHH unter zu bringen, was aber leider nicht klappte.
Im Rahmen dieses stationären Aufenthaltes stellte man nun auch tatsächlich eine rheumatische Erkrankung fest! Man wollte mich erst nach 3 Wochen wieder ohne Diagnose entlassen, da sich die Fieberschübe bis dahin nicht wieder zeigten (Vorführeffekt?) und bis dahin durchgeführte Untersuchungen wie Magen/Darmspiegelung, Ultraschall, Herzuntersuchungen, Leukozytenszintigraphie zur Suche nach Entzündungsherd im Körper, Urinuntersuchungen etc. nahezu ergebnislos blieben. Im blut zeigte sich allerdings auch hier weiterhin die Senkungsbeschleunigung sowie ein Eisenmangel. Die Rheumafaktoren waren komplett negativ.
Ein immunspezifischer wert, der ANA-Wert war mit 1:160 vierfach erhöht, was man mir allerdings erst verschwieg und später als ich selbst in die Akte geschaut hatte und dann nachfragte erst sagte! Warum auch immer!
Ich sollte dann wie gesagt vorrübergehend entlassen werden und mich wieder vorstellen wenn ich irgendwann wieder einen richtigen Fieberschub hätte, weil man so angeblich im Moment nichts tun könnte!?! Damit war ich natürlich nicht einverstanden, da ich nach diesem einen Jahr hick hack und hin und her endlich wissen wollte was los ist und es ja schließlich so nicht weiter gehen konnte.
Gott sei dank kamen die Ärzte dort dann doch zu der Entscheidung eine Knochenszintigraphie durchzuführen!! Diese zeigte dann auch endlich mal ein positives Ergebnis! Eigentlich sollte man ja froh sein, wenn nix gefunden wird, aber irgendwann ist man logischerweise froh, wenn doch endlich mal die Ursache gefunden werden kann und einen dann auf einmal keiner mehr als Spinner hin stellt!
In der Knochenszintigraphie fanden sich Anreicherungen in beiden Füßen (Achillissehenenansätze), in beiden knien (rechts mehr als links), in allen fingergelenken beider Hände, in beiden schultergelenken und besonders im LWS-Bereich.
In Zusammenschau aller Befunde (es kamen während des Krankenhausaufenthaltes auch noch zunehmend beschwerden im bereich beider Sehnenansätze der Füße dazu. Ich hatte schmerzen beim laufen in dem bereich besonders nach längerem sitzen oder liegen. Hatte immer das Gefühl als wenn da was zu kurz ist. Die beschwerden nahmen mehr und mehr zu, so dass ich dann irgendwann fast gar nicht mehr laufen konnte), stellte man dann die Diagnose einer undifferenzierten, seronegativen Spondarthritis und aufgrund des erhöhten ANA-Wertes zusätzlich den verdacht auf eine undifferenzierte Kollagenose.
Man hat dann eine medikamentöse Therapie begonnen mit Quensyl, Azulfidine, Celebrex, Prednisolon 10 mg/tag. Vigantoletten und Calcium brause als Prophylaxe gegen Osteoporose und vit. D Mangel, Ferro Sanol Duodenal gegen den Eisenmangel, Pantozol 20 als Magenschutz, MCP-Tropfen oder Vomex-Sup. Gegen die immer wieder auftretende Übelkeit, als dauerhafte Schmerzbehandlung bekomme ich zur zeit Novalgin-Tropfen und Durogesic-Plaster 25 mg.
Eigentlich sollte man ja erwarten, dass der ganze @!#$ nun endlich besser wird; dem ist aber leider nicht so.
Ich plage mich immer wieder mit Übelkeit, erbrechen rum, was ich allerdings auch mal auf die vielen Medikamente schiebe.
Immer wieder kommt es zu Schmerzschüben (trotz Durogesic-Plaster), immer wieder zu starken Blähungen, durchfällen oder zu Verstopfung und seit jetzt bereits vier Wochen fast dauerhaft Rückenschmerzen, so dass die Cortisongabe von 10 mg auf 12.5 mg erhöht werden musste.
Das einzigste was zurück gegangen ist, ist diese Morgensteifigkeit in den gelenken (Hände) .
Dafür hab ich zunehmend das Gefühl, dass mein rücken immer steifer wird, besonders nach längerem sitzen oder liegen. Wenn ich mich morgens nach dem aufstehen knackt es jedes Mal mehrmals ganz laut in der Wirbelsäule, so als wenn sich etwas zusammen geklettet hat und nun löst.
Der versuch vor einigen Wochen das Durogesic-Plaster ab zu setzen, ging leider auch gründlich in die Hose!
Das einzige was inzwischen abgesetzt wurde, ist das Eisenpräparat, da der Eisenspeicher wieder gut aufgefüllt war.
In den letzten blutwerten zeigte sich allerdings nun ein Rückgang des HB-Wertes von normal 12,4 auf 10,2 was eindeutig zu wenig ist. Auch der Erythrozytenwert der sonst immer im Normbereich so bei 4-5000 lag, liegt jetzt nur noch bei 3.200 und ist somit zu niedrig. Ich gelte nun somit wohl als anämisch.
Man sagte mir, dass das ein Hinweis darauf ist, dass wieder mal eine Entzündung im gange ist, auch wenn es sich zur zeit noch nicht in der Senkung oder CRP zeigt?
Ich denke, dass kann doch alles nicht so richtig sein, oder? Ich möchte doch auch irgendwann endlich mal wieder arbeiten und ein normales leben führen!
Ich weiß, es gibt Leute die sind wesentlich schlimmer dran und denen geht es wesentlich schlechter als mir, aber für mich ist der jetzige zustand schon sehr schlimm.
Nach dem ganzen hin und her hab ich echt die Nase langsam gestrichen voll!
Ich frage mich, wie es nun weiter gehen soll, wo das ganze noch hinführt.
Ich hoffe, ich habe jetzt keinen mit meinem Geschreibsel genervt, aber vielleicht gibt es ja jemanden der ähnliche oder gleiche Erfahrungen gemacht hat wie ich?
Bin auch sehr an Informationsaustausch mit anderen interessiert, sowie an Tipps, wie man dem ganzen kram noch irgendwie Herr werden kann, außer mit den vielen Medikamenten und Krankengymnastik.
Hat schon mal jemand etwas davon gehört, dass man angeblich Quensyl und Azulfidine nicht zusammen geben sollte, da das Quensyl die Spondarthritis und das Azulfidine die Kollagenose verschlimmern kann?
Das wurde mir damals im Krankenhaus jedenfalls so gesagt... komischerweise soll ich aber trotzdem beide Medikamente einnehmen! ?!
Bei mir wurde dieses Jahr im rahmen eines zweimonatigen Krankenhausaufenthaltes auf der Rheumatologie der MHH nach langer suche die Diagnose einer seronegativen, undifferenzierten Spondarthritis sowie Verdacht auf eine undifferenzierte Kollagenose gestellt.
Ich möchte einfach mal von Anfang an erzählen:
Dem voraus geht eine seit jetzt über einem Jahr bestehende Krankheitsgeschichte, wo keiner so genau wusste was eigentlich los ist. Ich bekam seit letzten August immer wieder rechtsseitige Unter/Mittelbauchschmerzen und häufig schmerzen in der rechten flanke/rippen (die besonders nachts auftreten bzw. dann besonders schlimm werden) fieberschübe, Durchfall/Verstopfung, Übelkeit, erbrechen, Appetitlosigkeit. Hinzu kamen gelegentlich auch schmerzen/beschwerden im rechten knie (denen man aber nicht soviel Beachtung schenkte, da ich an dem knie vor einigen Jahren operiert worden war). Im Blut fielen auch seit letzten August immer wieder leichte bis mäßige crp-erhöhungen und eine deutlich beschleunigte Blutsenkung auf.
Meine Hausärztin wusste sich irgendwann keinen Rat mehr, wies mich innerhalb von knapp drei Wochen zweimal ins Krankenhaus ein, beides mal mit Verdacht auf Darmverschluss, da Bauch knallhart, keine Darmgeräusche mehr da waren, Entzündungszeichen hoch, Fieber etc.
Ich weiß bis heute nicht, ob die da einfach kein bock hatten oder ich nicht interessant genug für die war, jedenfalls schickten sie mich jeweils nach ein paar tagen wieder nach hause ohne das sie irgendetwas getan bzw. der Sache mal auf den Grund gegangen sind und meinten, ich soll mich in psychosomatische Behandlung begeben, ich würde mir das alles also wohl nur einbilden. (Die BKS die auch dort viel zu hoch war, sahen sie anscheinend als völlig normal an!?)
Mich machte das alles ziemlich fertig, da es auch in meinem Umfeld Leute gab und leider auch immer noch gibt, die meinen ich wäre wohl nur zu faul zum arbeiten! (!!was allerdings nicht so ist!!) Wieder zu Hause aus dem Krankenhaus, ging es wieder zu meiner Hausärztin, die nachdem sie sich den Krankenhausbericht durchgelesen hatte, nichts weiter als völlig Unverständnis für ihre „lieben“ Kollegen aufbringen konnte. Sie war es schließlich die den ganzen Verlauf am besten kannte, die immer wieder neue (fast wöchentlich) Blutbefunde machte und dort immer wieder die Entzündungszeichen feststellte und das auch alles so an ihre Krankenhauskollegen weiter gab.
Darauf hin ging es dann weiter zum Internisten, der den Magen-Darmbereich gründlich durchcheckte und zu guter Letzt noch eine Bauchspiegelung durchführen ließ um Verwachsungen als Ursache für die Beschwerden aus zu schließen. Es fand sich allerdings kein eindeutiger Befund und so wurde ich weiter geschickt an den Gynäkologen.
Zwischendurch kam es immer wieder zu Schüben mit Fieber, schmerzen etc. , Zwei mal dann auch wieder so schlimm, dass ich wiederum ins Krankenhaus (ich glaub ich kenn inzwischen in Hannover fast alle Kliniken L ) geschickt wurde, die mich aber allenfalls eine Nacht da behielten und dann wieder nach hause schickten. Eines davon war sogar die MHH, die aber heutzutage von dem eigentlich unverantwortlichen Handeln lieber nichts mehr hören will! Ich zweifelte inzwischen so ziemlich an allem und jeden und hatte das vertrauen zu Ärzten so gut wie verloren, außer zu meiner Hausärztin die wirklich immer da war, sich für mich einsetzte und meinte, ich solle mir nichts einreden lassen, da ist auf jeden Fall irgendwas im gange, dass würde man anhand der werte sehen, auch wenn sie mir leider auch nicht sagen könnte was genau die Ursache ist. Logo spielt der Kopf bei jeder Krankheitssache auch eine rolle und man kann sich auch viel einbilden, doch wenn alles nur „rein psychisch“ wie man so schön sagt, wäre, dann könnte man nichts, aber auch rein gar nichts nachweisen, also auch keine Entzündungszeichen, schon gar nicht so konstant über Monate!
Der Gynäkologe fand dann am rechten Eierstock/Eileiter ein Myom, was durchaus Ursache für die Beschwerden hätte sein können, doch bei einer dann nochmals durchgeführten Bauchspiegelung stellte sich das ganze dann nicht mehr da.
Also wusste man wieder nicht weiter............
Dann kam eine Zeit von ungefähr zwei Monaten in denen es mir wesentlich besser ging. Ich hatte so gut wie keine Beschwerden, CRP ging zurück auf normalwerte, das einzige was mäßig erhöht blieb, war die Blutsenkung.
Ich hatte gründlich die Nase voll und war froh, dass sich das Thema nun „scheinbar“ erledigte, was immer es auch gewesen sein mochte!
Also suchte ich mir einen neuen Job in meinem erlernten Beruf (bin Arzthelferin), doch leider konnte ich die stelle dann doch nicht antreten, da das ganze dann doch wieder von vorne los ging! Schweren Herzens musste ich meinem beinahe-chef davon erzählen und er gab den Rat, doch mal einen TBC-Test durchführen zu lassen, denn manchmal könnte auch das die Ursache für solche immer wiederkehrenden Beschwerden sein.
Als im Januar dann wieder ein schlimmer Schub kam, wurde ich wieder einmal sofort ins Krankenhaus eingewiesen, diesmal in die Landesfrauenklinik, also Gynäkologie.
Dort kam ich mir noch unverstandener vor als in den Krankenhäusern zuvor! Trotz starker schmerzen und wieder mal deutlichen Entzündungszeichen machte man dort lediglich eine gynäkologische Untersuchung, gab mir Schmerzmittel und behielt mich fast zwei Wochen dort! In diesen zwei Wochen passierten trotz telefonischer Rücksprache mit meiner Hausärztin keinerlei diagnostische Maßnahmen! Wieder kam ich mir vor wie jemand, der allen nur etwas vorspielt! Ich konnte machen was ich wollte, redete absolut gegen Betonwände. Als dann irgendwann der Schub vorüber war und es mir wieder etwas besser ging, entschied man sich nun doch wenigstens mal einen Ultraschall vom Bauch zu machen (ich denke das diente eher dem Grund, damit keiner hinterher sagen kann, dass sie überhaupt nichts unternommen hätten!?!)
Wieder zu hause schickte man mich nun zum Urologen. Bei mir ist eine Hufeisenniere bekannt (heißt, dass beide Nieren zusammen gewachsen sind, rechte Niere dadurch einmal gedreht) und man hoffte, vielleicht darin endlich die Ursache für die Beschwerden zu finden. Man fand eine relative Abflussbehinderung der rechten Niere, doch der Urologe meinte, es sei fraglich, ob das allein die Ursache wäre und schlug nach eingehender Information und Diskussion mit meiner Hausärztin vor, sich an die Station 31 der MHH zu wenden. Das ist die Rheumatologie und gleichzeitig so zu sagen die „Forschungsstation“ bei unklaren fällen. Also rief Fr. Dr. B dort an und erzählte der Stationsärztin von meiner Krankengeschichte, dem Verlauf etc. . im Verlauf des Telefonates wurde sie immer sprachloser und konnte vor allem das verhalten ihrer diversen Krankenhauskollegen nicht verstehen! Sie meinte, es müsse unbedingt was passieren, gerade weil das ganze schon so verdammt lange geht. Man könnte das alles zwar auch ambulant bei einem Rheumatologen machen, aber das würde wesentlich länger dauern und da ich schon so viel durch hatte, wollte sie mir das nicht zumuten.
Es wurde vereinbart, dass ich so schnell wie möglich stationär aufgenommen werde, sobald ein Bett frei wäre.
....das „so schnell wie möglich“ zog sich dann leider nochmals 5 Wochen hin! Zwei Wochen bevor die stationäre Aufnahme endlich erfolgte, hatte ich wieder einen schlimmen Schub und es wurde versucht, mich sofort in der MHH unter zu bringen, was aber leider nicht klappte.
Im Rahmen dieses stationären Aufenthaltes stellte man nun auch tatsächlich eine rheumatische Erkrankung fest! Man wollte mich erst nach 3 Wochen wieder ohne Diagnose entlassen, da sich die Fieberschübe bis dahin nicht wieder zeigten (Vorführeffekt?) und bis dahin durchgeführte Untersuchungen wie Magen/Darmspiegelung, Ultraschall, Herzuntersuchungen, Leukozytenszintigraphie zur Suche nach Entzündungsherd im Körper, Urinuntersuchungen etc. nahezu ergebnislos blieben. Im blut zeigte sich allerdings auch hier weiterhin die Senkungsbeschleunigung sowie ein Eisenmangel. Die Rheumafaktoren waren komplett negativ.
Ein immunspezifischer wert, der ANA-Wert war mit 1:160 vierfach erhöht, was man mir allerdings erst verschwieg und später als ich selbst in die Akte geschaut hatte und dann nachfragte erst sagte! Warum auch immer!
Ich sollte dann wie gesagt vorrübergehend entlassen werden und mich wieder vorstellen wenn ich irgendwann wieder einen richtigen Fieberschub hätte, weil man so angeblich im Moment nichts tun könnte!?! Damit war ich natürlich nicht einverstanden, da ich nach diesem einen Jahr hick hack und hin und her endlich wissen wollte was los ist und es ja schließlich so nicht weiter gehen konnte.
Gott sei dank kamen die Ärzte dort dann doch zu der Entscheidung eine Knochenszintigraphie durchzuführen!! Diese zeigte dann auch endlich mal ein positives Ergebnis! Eigentlich sollte man ja froh sein, wenn nix gefunden wird, aber irgendwann ist man logischerweise froh, wenn doch endlich mal die Ursache gefunden werden kann und einen dann auf einmal keiner mehr als Spinner hin stellt!
In der Knochenszintigraphie fanden sich Anreicherungen in beiden Füßen (Achillissehenenansätze), in beiden knien (rechts mehr als links), in allen fingergelenken beider Hände, in beiden schultergelenken und besonders im LWS-Bereich.
In Zusammenschau aller Befunde (es kamen während des Krankenhausaufenthaltes auch noch zunehmend beschwerden im bereich beider Sehnenansätze der Füße dazu. Ich hatte schmerzen beim laufen in dem bereich besonders nach längerem sitzen oder liegen. Hatte immer das Gefühl als wenn da was zu kurz ist. Die beschwerden nahmen mehr und mehr zu, so dass ich dann irgendwann fast gar nicht mehr laufen konnte), stellte man dann die Diagnose einer undifferenzierten, seronegativen Spondarthritis und aufgrund des erhöhten ANA-Wertes zusätzlich den verdacht auf eine undifferenzierte Kollagenose.
Man hat dann eine medikamentöse Therapie begonnen mit Quensyl, Azulfidine, Celebrex, Prednisolon 10 mg/tag. Vigantoletten und Calcium brause als Prophylaxe gegen Osteoporose und vit. D Mangel, Ferro Sanol Duodenal gegen den Eisenmangel, Pantozol 20 als Magenschutz, MCP-Tropfen oder Vomex-Sup. Gegen die immer wieder auftretende Übelkeit, als dauerhafte Schmerzbehandlung bekomme ich zur zeit Novalgin-Tropfen und Durogesic-Plaster 25 mg.
Eigentlich sollte man ja erwarten, dass der ganze @!#$ nun endlich besser wird; dem ist aber leider nicht so.
Ich plage mich immer wieder mit Übelkeit, erbrechen rum, was ich allerdings auch mal auf die vielen Medikamente schiebe.
Immer wieder kommt es zu Schmerzschüben (trotz Durogesic-Plaster), immer wieder zu starken Blähungen, durchfällen oder zu Verstopfung und seit jetzt bereits vier Wochen fast dauerhaft Rückenschmerzen, so dass die Cortisongabe von 10 mg auf 12.5 mg erhöht werden musste.
Das einzigste was zurück gegangen ist, ist diese Morgensteifigkeit in den gelenken (Hände) .
Dafür hab ich zunehmend das Gefühl, dass mein rücken immer steifer wird, besonders nach längerem sitzen oder liegen. Wenn ich mich morgens nach dem aufstehen knackt es jedes Mal mehrmals ganz laut in der Wirbelsäule, so als wenn sich etwas zusammen geklettet hat und nun löst.
Der versuch vor einigen Wochen das Durogesic-Plaster ab zu setzen, ging leider auch gründlich in die Hose!
Das einzige was inzwischen abgesetzt wurde, ist das Eisenpräparat, da der Eisenspeicher wieder gut aufgefüllt war.
In den letzten blutwerten zeigte sich allerdings nun ein Rückgang des HB-Wertes von normal 12,4 auf 10,2 was eindeutig zu wenig ist. Auch der Erythrozytenwert der sonst immer im Normbereich so bei 4-5000 lag, liegt jetzt nur noch bei 3.200 und ist somit zu niedrig. Ich gelte nun somit wohl als anämisch.
Man sagte mir, dass das ein Hinweis darauf ist, dass wieder mal eine Entzündung im gange ist, auch wenn es sich zur zeit noch nicht in der Senkung oder CRP zeigt?
Ich denke, dass kann doch alles nicht so richtig sein, oder? Ich möchte doch auch irgendwann endlich mal wieder arbeiten und ein normales leben führen!
Ich weiß, es gibt Leute die sind wesentlich schlimmer dran und denen geht es wesentlich schlechter als mir, aber für mich ist der jetzige zustand schon sehr schlimm.
Nach dem ganzen hin und her hab ich echt die Nase langsam gestrichen voll!
Ich frage mich, wie es nun weiter gehen soll, wo das ganze noch hinführt.
Ich hoffe, ich habe jetzt keinen mit meinem Geschreibsel genervt, aber vielleicht gibt es ja jemanden der ähnliche oder gleiche Erfahrungen gemacht hat wie ich?
Bin auch sehr an Informationsaustausch mit anderen interessiert, sowie an Tipps, wie man dem ganzen kram noch irgendwie Herr werden kann, außer mit den vielen Medikamenten und Krankengymnastik.
Hat schon mal jemand etwas davon gehört, dass man angeblich Quensyl und Azulfidine nicht zusammen geben sollte, da das Quensyl die Spondarthritis und das Azulfidine die Kollagenose verschlimmern kann?
Das wurde mir damals im Krankenhaus jedenfalls so gesagt... komischerweise soll ich aber trotzdem beide Medikamente einnehmen! ?!