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Seronegative infektreaktive Arthritis

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Constanze, 29. Juli 2003.

  1. Constanze

    Constanze Guest

    Guten Morgen ihr lieben Schmerzgeplagten- wer von euch hat eigentlich die gleiche Erkrankung wie ich und kann mir erzählen, welche Medikamente ihm geholfen haben?
    Mir geht es trotz schönem Wetter immer besch...ner, und auch mein Schwindel fängt wieder an-obwohl die Neurologen bisher nichts gefunden haben. Nach Antibiotika geht es immer etwas besser, aber ich kann doch nicht dauernd welches nehmen-das bringt einen ja auch um!
    Freu mich über Antworten- Constanze
     
  2. paulchen

    paulchen Neues Mitglied

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  3. Constanze

    Constanze Guest

    Hallo Paulchen- danke für Antwort und Link, bin nicht so fit am Computer- vergess halt viel, was mein Mann mir beibringt. Wenn ich Antibiotika nehme, geht es mir währenddessen total bescheiden, danach wird es ein bischen besser. Wenigstens gehn dadurch der Schwindel und die Vergeßlichkeit weg, Schmerzen in allen Gelenken bleiben, und da hilft bei mir nur Paracetamol, gegen fast alles andere bin ich allergisch geworden. Auch mit dem Antibiotika ist das so- was vielleicht helfen würde wäre Penicillin oder Doxy, aber das kommt für mich nicht in Frage.
    Angeschwollene Gelenke hatte ich nur ganz am Anfang und bekam gesagt:"das geht wieder weg". ist es ja auch- nur die Schmerzen sind geblieben und die Knochen bauen sich ab, wie bei einer starken Arthrose.Mußt du denn noch immer Antibiotika nehmen, wenn deine Gelenke so anschwellen und geht es dann wieder weg? Ach so, Augenarzt und Ohrenarzt war ich- alles OK. Bis dahin- Constanze
     
  4. paulchen

    paulchen Neues Mitglied

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    ich hoffe nicht mehr lang weil übermorgen bin ich der rheumaklinik in erlangen...
    zur diskussion steht eben das einspritzen von dem radioaktiven mittel oder entfernung von schleimbeutel aus dem einen betroffenen gelenk
    dann sollte es leichter werden, hoffe ich.
    bis jetzt ist es so : wenn das gelenk anschwillt und ich nehm antibiotika > 2 tage später ist wieder ruhe.

    und gleich noch eine frage: wegen der schmerzen in den gelenken
    nimmst du sonst nichts ausser paracetamol ?
    also ich hab am anfang vom hausarzt diclo und vioxx bekommen

    da hätt ich genausogut bonbons lutschen können..

    erst mit cortison (am anfang in hohen dosen ) gings innerhalb ein paar tagen wieder super
     
  5. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Constanze,

    muss gestehen, dass ich jetzt net alles ganz genau durchgelesen hab. Aber wie ich Dich verstanden hab, sind bei Dir mehrere Gelenke betroffen, oder? Hast Du schon mal eine Cortison-Therapie gemacht? Ich hatte vor 3 Jahren eine, begonnen mit 30 mg Urbason und war innerhalb von 2 Tagen nahezu schmerzfrei. Ich hab's dann vollständig ausgeschlichen und hatte längere Zeit Ruhe.

    Ein Jahr später, nach einer 4-wöchigen Antibiotikatherapie (wg. stark überhöhtem EBV-Antikörpertiter und damit Verdacht auf reaktive Arthritis) begann ich zum 2. Mal eine solche Cortison-Stoßtherapie (ebenfalls beginnend mit 30 mg Urbason), und wieder war ich innerhalb von 2 Tagen weitgehend beschwerdefrei. Das Cortison hatte ich aber nicht mehr ganz ausgeschlichen, sondern im Verlauf der Wochen soweit runterdosiert, wie es ohne starke Zunahme der Beschwerden ging. Heute bin ich immer noch bei 4 mg Urbason. Da inzwischen aber meine im März begonnene Basis (Nr. 3) sehr gut wirkt, bin ich seit gestern dabei, auf 3 mg zu reduzieren (1 Tag 4 mg, den nächsten 3 mg, dann wieder 4 mg usw.). Bisher geht es gut.

    Das nur aus eigener Erfahrung.
    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  6. Robert

    Robert R-O-süchtiger Freßbär ...

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    Seronegative Arthritis ...

    Hallo Constanze,

    ich habe eine seronegative chronische Polyarthritis, allerdings haben die Ärzte zu Beginn immer auf eine infekt-assoziierte Arthritis getippt (das Labor war da nie ganz eindeutig, Verdacht auf Yersiniose bzw. Borrhelliose). Erst ein Besuch beim Rheumatologen brachte dann Klarheit.

    Sollte es sich um eine infekt-assoziierte (reaktive) Arthritis handeln, so ist im Labor der Erreger nachweisbar. Dann hilft auch die Behandlung mit Antibiotika. Wenn es keinen Erreger gibt, dann helfen die Antibiotika auch nicht. Cortison unterdrückt die Entzündungen im Gelenk, genau wie die NSAR, wobei Ibuprofen mir da am besten geholfen hat.

    Reinrassige Schmerzmittel (Novalgin, Tramal oder Valeron z.B.) nehmen Dir den Schmerz, ändern aber nichts an der Tatsache, daß die Gelenke entzündet sind.

    Ich selber nehme MTX gegen die cP, und bei Schmerzen die Kombination Ibuprofen und Novalgin. Damit fahre ich ganz gut, wobei mein Bedarf an Schmerzmitteln seit MTX deutlich zurückgegangen ist.

    Alles Liebe und Gute

    Robert
     
  7. Constanze

    Constanze Guest

    Infektreaktive Arthritis

    Hallo Robert, danke für deine Tips. Richtig klar ist es bei mir nicht, Erreger sind keine mehr nachzuweisen- trotzdem will der Rheumadoc abwarten, weil angeblich eine Spontanheilung nicht auszuschließen ist-ich fühle mich ziemlich alleingelassen mit meinen Schmerzen, die zur Zeit immer schlimmer werden.
    Hier im Oberbergischen gibt es auch keine Rheumadocs und meinen nächsten Termin habe ich erst wieder im November.Ibuprofen vertrage ich nicht- Ausschlag, unter Vioxx Wassereinlagerungen und hat nicht geholfen, Kortison soll ich nicht, weil sich im Hüftgelenk schon Knochenzysten gebildet haben und massive Veränderungen wie bei starker Arthrose in Händen und Füßen,-
    von Celebrex bekam ich Durchfälle.
    Also im Moment heißt es nur aushalten -was mir immer schwerer fällt.War schon anderthalb Jahre in homöopathischer Behandlung und versuche es momentan mit Akupunktur, bisher kein positives Ergebnis.
    Finde es ja toll, dass es dir jetzt besser geht, ich hätte momentan etwas Angst MTX einzunehmen, weil meine Freundin so massige Probleme damit hatte. Ich wünsche dir einen sonnigen Tag-Constanze
     
  8. kukana

    kukana Moderatorin

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    hallo constanze

    wir haben mal in einem workshop in düsseldorf das ganze für und wider basismedikament oder nicht besprochen und es kam letzendlich zu dem schluss: du solltest mehr angst haben vor den folgen einer nicht/schlecht behandelten arthritis als vor den nebenwirkungen der medikamente.

    von mir selbst kann ich nur sagen ich habe mich vorher schlau gemacht und entschieden, mit den nebenwirkungen von mtx kann ich umgehen. erfolg ist dass ich nach 3 jahren meine arthritis (cp) in vorläufigen ruhestand geschickt habe. würde ich heute zu einem rheumatologen gehen, der mich nicht kennt, würde er mich für gesund halten. keinerlei entzündungszeichen, keine schwellungen oder schmerzen, keine veränderungen der gelenke (sofern sie nicht vorher schon da waren). laborwerte schon das zweite jahr super. einmal wurden lokal nochmal 2 stellen mit cortison gespritzt in diesem jahr. das war alles.

    du hörst leider immer wieder von den vielen probleme mit basismedikamenten. keinw urnder, die die es gut vertargen melden sich selten, weil sie wieder aktiv am leben teilnehmen und somit keinen grund sehen, sich hier im forum zu melden.

    wäre sehr schön wenn man von mehr erfolgen der basismedikamente hören würde hier. dasw ürde viele ermutigen zumindest dennversuch zu machen. man kann doch nichts ablehnen, was man nicht kennt oder nur vom hören sagen?

    gruss, kuki * die ziemlich glücklich über mtx ist