Diagnose
Hi und richtig was monsti sagt, ein Kriterium bei unseren Diagnosen ist das Ansprechen auf entzündungshemmende Medikamente.
Aussagekräftige bilddiagnostische Verfahren sind betreffs der Entzündungsintensität mehr das MRT.
Man könnte sich auch die Knocheninnenhaut ansehen.
Die Blutwerte müssen nicht unbedingt auf Rheuma deuten.
Man sagt wenn Gelenke über den Zeitraum von 3 Monaten hinaus bzw. in dieser Zeit schubweise Beschwerden machen, muß das abgeprüft werden.
Vor allem sollte betreffs der Beweglichkeit sehr genau hingesehen werden. Insbesondere auch die kleinen Gelenke (Finger) und ob es Anzeichen eines sich verschlechternden Allgemeinzustandes gibt.
Frei verkäufliche Medikamente auf die Rheumakranke ansprechen wären z.B. Paracetamol oder ASS-Medikamente sowie Ibuprofen. Hier sind allerdings niedrigere Konzentrationen gegenüber den verschreibungspflichtigen Medikamenten.
Prinzipiell ist allein beim Verdacht auf RA der Ausschluß wichtig, was heißt, daß die Beschwerden unbedingt zuzuordnen sind.
Hypochonder ?
Es gibt zwar eine dem zugeordnete Erkrankung (Hypochondrie) "eingebildeter Kranker" sagt man auch, aber was wenig bekannt ist: die alten Griechen haben dieses Phänomen "Einbildung" völlig anders gesehen. Man kannte nicht die Ursachen einer Erkrankung hat sie aber als "gegeben" angenommen. Eine ganz andere Ausgangsposition, als wie heute oft selbst von Ärzten draus gemacht wird....
Ich würde abraten sich damit zu identifizieren bzw. vielleicht gemachte Bemerkungen ernst zu nehmen. Vielmehr sollte man daran erinnern, daß die Diagnosefindung doch wohl oft zu ölange dauert und dann doch etwas vorher negiertes dabei rauskommt.
Eine Untersuchung sollte zumindest versuchen Fehlfunktionen der Gelenke festzustellen, 4-rer-Test, Federungstest der ISG, Beweglichkeit der Gelenke - Überstreckungsschmerz und ähnliches.
Und vor allem, Rheuma beginnt mit Schmerzen, erst wenn diese in Reaktion der Verursachung Schäden verursachen sind diese als bilddiagnostisch sichtbare "Erosionen" "schmale Gelenkspalte" "verwaschene Strukturen" erkennbar. Es würde nichts dagegen sprechen die Schmerzen als Entzündungsschmerz zu sehen, wenn keine sichtbaren oder angegebenen Verletzungen (Verrenken, Stauchen oder so) ursächlich als Erklärung möglich wären.
Also entzündungshemmende Medikamente, Cortisonstoßtherapie und schauen ob es besser wird.
Ja wäre noch die Frage ob es morgentliche Gelenksteifheit, nächtlichen Ruheschmerz, tagsüber Berührungsschmerzen gibt und ob sich die Schmerzen bei Bewegung bessern oder verschlechtern? Hilft Kälte oder Wärme?
Deine verschriebenen Medikamente sind eigentlich beide eine Kombination von Schmerz-und Entzündungshemmenden Wirkstoffen.
Wenn sie nicht anschlagen ist die Entzündung entweder zu aktiv oder es könnte sich um nichtentzündliches Rheuma handeln.
Aslo sollte sich das doch mal ein internistsicher Rheumatologe ansehen, bzw. wenn man nicht weiterkommt sollte ein Schmerztherapeut eingeschaltet wedren.
Gute Besserung "merre"