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schwerbehindertenausweis

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Petra16, 17. Mai 2004.

  1. Petra16

    Petra16 Neues Mitglied

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    hallo!
    hatten vor einiger zeit mal um erhöhte kinderbeihilfe angesucht- und nun hab ich das schreiben bzw die bewilligung bekommen. ich hatte da auch eine amtsärztliche untersuchung- und da wurde auch der gdb festgelegt. im schreiben stand: 50vH - eine stufe über dem untersten rsw- begründet mit der diagnose jca und der therapie mit mtx und kortison. voraussichtlich wird die behinderung länger als 3 jahre anhalten. ich denke das ist schon angemessen, oder?
    ich habe mal gelesen, dass man ab 50% einen behindertenpass bzw schwerbehindertenausweis (ist das das gleiche?) beantragen kann. ich frage mich nun ob das sinnvoll wäre!? nun bin ich noch schülerin, und werde dann mein studium beginnen. wäre da eine beantragung sinnvoll bzw notwendig? welche vergünstigungen könnte ich damit haben? ein bisschen umgeschaut habe ich mich in internet ja schon, aber wirklich gefunden... ehm... ja....
    vielleicht könnt ihr mir ja ein bisschen helfen!?
    lg petra
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    hallo petra, schau doch mal bei diesem link zu einem workshop

    vielleicht gibts da ja auch querverweise wo es mehr info gibt für dich.

    gruss kuki
     
  3. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hi Petra,

    zunächst mal: Behindertenpass und Schwerbehindertenausweis sind Synonyme. Hier in Österreich heißt es überwiegend "Behindertenpass".

    Wirklich nützlich ist dieser ab 50%er Behinderung, besonders bei Berufstätigkeit oder auch mit besonderen Zusätzen wie z.B. "Unzumutbarkeit der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel", dann gibt es nämlich das Autobahn-Pickerl umsonst (allerdings nur, wenn Du auch ein Auto hast, das auf Deinen Namen zugelassen ist).

    Mein eigener Antrag läuft übrigens auch noch (seit Anfang März). Wie lange hat's denn bei Dir von Antragsstellung bis zum Bescheid gedauert?

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  4. Petra16

    Petra16 Neues Mitglied

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    hallo kuki!
    danke für den link!
    solche seiten kenne ich- es geht meist darum, dass auch leute mit behinderung studieren sollten, welche barrieren es gibt, dass sie diese beseitigen wollen ect. es gibt auch organisationen die spezielle unterstützung für studierende mit behinerung anbieten- doch mich interessiert es viel mehr was fact ist- also welche vorteile habe ich durch einen bihinertenausweis- was ist wenn ich keinen habe. zb auch auf die fehlstunden gerechnet, oder doie meisten prüfungen sind schriftlich- wäre eine mündliche auch möglich oder eine zeitverlängerung...
    aber sonst interessieren mich auch im allgemeinen die vergünstigungen- nicht nur im studentenleben.
    lg petra
     
  5. Monsti

    Monsti das Monster

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    Oh, entschuldige Petra, hab mal wieder net gescheit gelesen ... egal, vieles passt trotzdem.

    Grüßle von Monsti :p
     
  6. Petra16

    Petra16 Neues Mitglied

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    hallo monsti!
    so lange hats bei mir gar nicht gedauert- vielleicht 3-4 wochen. eigentlich wars mir mehr oder weniger egal, denn es wird ja rückwirkend bezahlt. ich wusste gar nicht, dass ich dann auch in das schreiben einsehen kann und dass der gdb festgelegt wird. aber war interessant....
    das mit dem autobahnpickerl ist interessant. freifahrten für öffis gibts ja erst ab 70% hab ich gelesen. aber was bring der behindertenpass sonst noch?
    lg petra
     
  7. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hi Petra,

    was der Ausweis sonst noch bringt, hängt vom Behindertengrad und von einzelnen Zusätzen im Pass ab. Mit 50% und keinen gesonderten Zusätzen (z.B. ständig Gehhilfen erforderlich, oft Rollstuhl, stark sehbehindert) kannst Du wohl kaum auf besondere Vergünstigungen hoffen. Der Ausweis bringt Dir dann nur etwas, wenn Du berufstätig bist.

    Die "Unzumutbarkeit der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel" gilt bei mir nur deshalb, weil ich einen künstlichen Dünndarmausgang habe, dessen Versorgung in Bus oder Bahn eben wirklich sehr schwierig bis unmöglich ist. Mit Rheuma allein hätte ich sicher keine Chance. Außerdem kriegt man nur eines von beidem: entweder Vergünstigungen bei öffentlichen Verkehrsmitteln oder aber (weil deren Nutzung ja unzumutbar) ein kostenloses Pickerl.

    Schau doch mal auf der Ösi-Seite, da haben wir schon ein paar interessante Links zusammengetragen!

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  8. Trixi

    Trixi (vor)laut

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    Behindertenpass

    Hallo Petra,

    ich hab einen Behindertenpass und hab 100 % Invalidität eingetragen. In Ö zählt nicht alleine nur der Grad der Behinderung sondern auch welche Einträge du drinnen hast. Ich hab zB

    - der Inhaber ist dauernd schwer gehbehindert
    - bedarf einer Begleitperson
    - kann Fahrpreisermäßigungen in Anspruch nehmen
    und etliches mehr.

    Je nach dem hast du zB Anspruch auf eine Vergünstigung von Tickets für dich selbst oder für dich und deine Begleitperson (manche Theater geben eine Gratiskarte für deine Begleitung aufgrund dieses Eintrages). Gratis Benützung von Öffis ab 70 % ist mir unbekannt, kommt wahrscheinlich auf die Gesellschaft drauf an. Bei der ÖBB kannst du ab 50 % Vergünstigung "kaufen" - die VorteilsCard spezial kostet ATS 250,--/Jahr und damit kriegst du dann Tickets um 50 %. Die Wiener Linien bieten keine Vergünstigung, es sei denn du bist blind - dann kann man gratis fahren.

    Es ist also wirklich davon abhängig was drinnen steht. Das positive an diesem Ausweis ist auch, dass er international ist - also wenn irgendwen zB auf einem Flughafen einfällt, dass er dir nicht glauben will, dass du diese Krücken unbedingt in den Flieger mitnehmen willst, dann muss jeder diesen Ausweis akzeptieren (ist jetzt nur so ein Beispiel das mit ad hoce eingefallen ist).

    Das wichtigste ist aber wirklich die Tatsache - und davon wurde hier eh schon geschrieben - dass du damit Anspruch auf ein geschütztes Arbeitsverhältnis hast und damit an deiner Arbeitsstelle gewisse Rechte geniesen darfst. Ich bin da sehr froh drüber und denke nicht, dass ich mich ohne dieses besondere Arbeitsverhältnis in der Arbeitsweitswelt festigen könnte.

    Betreffend Uni und Integration hab ich leider nur schlechte Erfahrungen gemacht - habe daher auch mit dem Studium aufgehört oder ua deshalb. Das sind aber nur meine individuelle Erfahrungen, dass muss bei dir auf keinen Fall so sein.

    Gut - hoffe ich habe in wenig geholfen.

    lg
    Trixi
     
  9. Petra16

    Petra16 Neues Mitglied

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    hallo!
    ah... jetzt versteh ich um einiges mehr! danke!
    was sind das für vergünstigungen in der arbeitswelt? ich weiß, dass man nicht so leicht gekündigt werden kann. aber sonst? das könnte mir im turnus oder beim famulieren ja helfen.....
    das hauptproblem bezüglich der unis ist sind wohl die alten bauten- es gibt keine aufzüge, vieles ist weit von einander entfernt, und man muss an diese und jene orte um sich für was anzumelden oder um was zu erfahren... hab ich das so richtig resümiert? auf welche probleme bist du sonst so gestoßen?
    lg petra
     
  10. Trixi

    Trixi (vor)laut

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    Arbeitswelt & Co

    Hallo Petra,

    Prinzipiell kann der Arbeitgeber nichts machen, was den Arbeitnehmer betrifft und dessen Bedingungen verschlechtern könnte. ZB kann er dich nicht in einen Arbeitsbereich wechseln, den du nicht schaffen kannst - oder er kann dir auch nie zB eine Kur oder sonstige Heilverfahren verbieten. Hilfsmittel, die man benötigt (eine andere Tastatur, Aufstiegshilfen etc) können, wenn man ein geschütztes Arbeitsverhältnis hat, vom Bundessozialamt finanziert werden. Obendrein hat man nicht 5 sondern 5,6 Wochen Urlaub im Jahr.

    Die wichtigste Sache ist aber doch der Kündigungsschutz - zB bin ich gestern erst mittags zur Arbeit gekommen und heute erst um 11:00 Uhr vormittags - und ich brauch keine Angst haben, dass der Chef mal auszuckt. Es ist ein sehr gutes Gefühl, wenn man im Warteraum sitzt und auf den Termin wartet und man kein schlechtes Gewissen zu haben braucht, weils dem Chef vielleicht zu lange dauern könnte bis man kommt. Das ist echt nicht zu unterschätzen - schont das Nervenkleid .. :p

    Das mit der Uni stimmt so wie du geschrieben hast - aber da gibts noch etliches mehr, soviel dass ich bestimmt nicht mehr alles zusammenkriege. Aber zB beginnen ab und zu Abholfristen für Nummern, die man für die Anmeldung braucht um 4:00 Uhr morgens - ich als cP-Patient, hab das nie geschafft. Geht man dann erst um 8:00 Uhr hin, kriegt man vielleicht die Nummer 388 und hat somit keine Chance mehr auf einen Seminarplatz. Die Sache verbessert sich derzeit mit dem Punktesystem, aber nicht alle Studienrichtungen sind darauf schon umgestellt. Bei Vorlesungen selbst, kann sein, dass für 1000 Besucher ein Saal mit 300 Plätzen zur Verfügung steht. Anderen Studierenden ist das ziemlich wurscht, ob da jemand ist, der Schmerzen hat beim Stehen - jeder ist sich selbst am Nächsten. Nicht einmal, bin ich nach 1 Stunde Wartezeit (auch im Stehen, weil auf Gängen prinzipiell nie Bänke sind) nach 10 min der eigentlichen Vorlesung wieder gegangen, weil ich in der Vorlesung auch keinen Platz mehr bekam und vor lauter Schmerzen weinend nach draußen robbte. Ich hab mich mehrmals an das Behindertenreferat gewandt - doch von denen bekam ich immer nur Antworten "Wir wissen keine Lösung, aber wenn du eine weißt, dann sags uns, damit wirs auch wissen!". Einmal hatte ich ein zeitliches Problem - brauche ja für viele Wege länger als andere Menschen - mit einer Anwesenheitspflicht bei einer Vorlesung. Ich ging zu dem Professor und schilderte dem das Problem, worauf der meinte "Sie haben hier zu sein, wenn Sie da sind, kriegen sie die Punkte - mir ist egal warum sie nicht kommen, ob sie keine Zeit haben, langsamer sind oder vielleicht schon gestorben sind - sind sie nicht anwesend, kriegen sie keine Punkte!". Kurz danach hab ich die Sache geschmissen - ich war lange sehr traurig darüber, aber mittlerweile denke ich, es hat schon seinen Sinn gehabt, wer weiß!

    Was möchtest du denn studieren? Ich hab die Erfahrung gemacht, dass diese Sachen von Studienrichtung zu Studienrichtung anders geregelt sind. Ich habs mit Wirtschaftsinformatik versucht - war eine blöde Entscheidung. Vielleicht gehts ja bei deinem Studium besser.

    lg
    Trixi
     
  11. Petra16

    Petra16 Neues Mitglied

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    hallo!
    deine erfahrungen bezüglich studieren sind ja nocht gerade toll! ich hoffe wirklich, dass das bei mir etwas anders wird. aber gottseidank geht es mir gesundheitlich doch etwas besser.
    ich möchte mal medizin machen- ist eigentlich schon ein langer wunsch, den ich mir aufgrund meiner krankheit sicher nicht so einfach zerstören lasse. und ich bin eigentlich positiv drauf eingestellt, dass ich es schaffe. derzeit spiele ich mit dem gedanken nach salzburg auf die privatuni zu gehen. das problem ist nur, dass die höchstens 42 studenten nehmen- bei der anmeldung sind immer einige hunderte.... aber man wird ja sehen....
    die vorteile in der arbeitswelt durch den ausweiß klingen ganz gut! ja, und vor allem, wenn man mal zum arzt oder sonstigem wegen der krankheit muss, ists ganz gut sich keine sorgen machen zu müssen. bin da jetzt in der schule auch schon froh, dass den meisten egal ist ob ich da bin oder nicht- die prüfung oder schularbeit muss ich eben schaffen.
    lg petra