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Schulmedizin oder Homöopathie?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von as10247, 15. August 2004.

  1. as10247

    as10247 Guest

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier und habe ein Problem. Kann mir jemand helfen?

    Habe nach der Geburt meines Sohnes, vor zwei Jahren, cP bekommen. Mein Rheumaarzt verschrieb mir als Basismedikament MTX und gab mir Kortison 20 mg gegen die Entzündungen. Das Kortison hat mir sehr schnell geholfen, aber leider schlug das MTX nicht an, so dass ich ohne Kortison gar nicht auskam. Habe MTX dann nach 9 Monaten abgesetzt und versucht mich so über Wasser zu halten, war aber nicht drin. Davon wußte mein Doc nichts, habe ordentlich was zu hören bekommen ...
    Als neues Basismedikament bekam ich nun vor einem dreiviertel Jahr Arava. Damit kam ich anfangs gut zurecht, konnte langsam Kortison reduzieren und nach einer Weile sogar absetzen. Nach ca. 3 Monaten kam es allerdings zur ersten Nebenwirkung, ich bekam am ganzen Körper großflächig juckenden Hautausschlag. Ist wieder weggegangen (habe viel Calcium genommen).Ob es zur Besserung beigetragen hat, weiß ich aber nicht. Die nächsten Probleme sind viel schlimmer. Habe sehr starken Haarausfall und schon die Hälfte meiner Haare verloren. Außerdem so starken Durchfall, dass alles wie Wasser aus mir herausläuft und ganz nebenbei 6 kg abgenommen (mögen wir Frauen ja ganz gerne ;-)), aber ich wiege jetzt nur noch um 51 kg, das ist schon recht wenig, finde ich). Die Schmerzen haben auch wieder zugenommen, es sind ganz neue Gelenke betroffen (vornehmlich Hände und Fußgrundgelenke) und die Morgensteifigkeit hat wieder zugenommen.
    Jetzt soll ich Remicade bekommen. Ich weiß nicht so richtig, was ich machen soll. Jeder aus der Familie kann einem einen guten Rat geben, alle haben natürlich "Ahnung" und sind der Meinung, ich solle der Schulmedizin den Rücken kehren und es homöopathisch versuchen. Aber eigentlich habe ich ziemliche Angst davor, kein Basismedikament mehr zu nehmen. Ich gehe nämlich ab September wieder arbeiten und mein Kleiner in die Kita. Wenn ich dann vor Schmerzen nicht weiß, wohin mit mir, ist ja auch keinem geholfen. Aber sollte man nicht alle Möglichkeiten wenigstens probieren?

    Hat irgendjemand eine Rat für mich???

    P.S.: Habe von Zeit zu Zeit immer mal wieder starke Rückenschmerzen. Es tut mir beim Einatmen, bei bestimmten Bewegungen und beim Draufliegen weh. Kann mal wieder gar nicht schlafen, weil ich solche Schmerzen habe. Weiß jemand, was das sein kann?
     
    #1 15. August 2004
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. August 2004
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    hallo,

    du wirst hier im forum alle möglichen leute treffen mit den unterschiedlichsten erfahrungen bezgl. der medikamente. ich persönlich meine homöopathische und naturheilkundliche sachen kann man im anfangsstadium als unterstützung nehmen, solange es nicht heftige schubreaktionen gibt mit anfängen von gelenkveränderungen.

    du hast ja bereits 2 basismedikamente genommen. wobei es häufig auch kombinationen davon gibt. remicade ist ein weiteres modernes mittel, als weitere mittel gibts dann ja noch enbrel oder humira. entscheidend ist dein wille, deine entscheidung. denn was ist, wenn du zwar die homöopathischen mittel gut verträgst aber deine gelenke sich so verändern, dass du weder beruf erledigen noch kind ordentlich versorgen kannst?

    es wäre sicher hilfreich wenn du deine freunde und verwandte mal bittest ein wenig auf rheuma-online mitzulesen und sich zu informieren.

    mein rat, überleg es dir gutw as du machen willst. du musst 100 prozentig auch dahinter stehen.

    lieben gruss, kuki
     
  3. cpeter

    cpeter Guest

    Hallo,

    die Schmerzen beim Atmen deuten auf eine Entzündung im Brustbein hin. Das ist typisch bei PSO und MB. Für CP sind Rückenschmerzen und Rippenschmerzen ehrer untypisch.

    Meine Meinung: Wenn Du es nur mit Homöopathie versuchst, dann ist es fast sicher, dass Du Dich total und endgültig körperlich ruinieren wirst.

    Das mit dem Arava ist natürlich echtes Pech! Durchfall ist eine der Hauptnebenwirkungen von Arava.

    Warum hat das MTX denn nicht gewirkt? Sind die Blutwerte nicht besser geworden? Die Schmerzen? Die Schwellungen?
    Hast Du es gespritzt (das wirkt besser!)?
    War die Dosis hoch genug (20mg pro Woche)?
    Hast Du Folsäure erst nach 48h genommen (sonst mindert es die Wirkung von MTX)?

    Wenn Du ein Biological nehmen sollst, dann würde ich es auf jeden Fall wieder zusammen mit MTX nehmen. Das verhindert eine zu schnelle Antikörperbildung und verbssert die Wirkung.

    Eine Alternative wäre auch die Kombination MTX+Sulfasalazin+Chloroquin. Die ist bekannt für ihre gute Wirkung.

    Alles Gute

    Peter
     
  4. Antje Müller

    Antje Müller Neues Mitglied

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    Hallo

    ich habe wegen meiner cP schon einiges ausprobiert und habe für mich herausgefunden, dass mir eine Kombination aus Akupunktur und Schulmedizien sehr gut hilft. Zusätzlich trinke ich viel Kreutertee, versuche mich nach Blutgruppendiät zu ernähren (vegetarisch war bei mir nicht so gut) und verzichte auf Milchprodukte aller Art. Durch diese Kombination habe ich meine cP sogut im Griff, dass ich meine Medikamente stark reduzieren konnte.

    Der wichtigste Schritt war bei mir den richtigen Akupunktur-Arzt zu finden. Ich glaube das ist noch schwieriger als einen guten Rheumatologen zu finden. Oft liegt das Prblem darin, dass Homöopaten oder Ärzte für chinesische Medizin die Schulmedizien verteufeln und das ist nicht der beste Weg.

    Nur auf Homöopathie zu setzten halte ich bei einer rheumatischen Erkrankung für fatal. Die Schmerzen lassen sich vieleicht am Anfang reduzieren, das Imunsysthem spielt aber weiter verrückt und früher oder später sind deine knochen total kaputt.

    Du musst auf jeden Fall ein Mittel bekommen, dass seine Entzündungen reduziert und die Schmerzen bekämpft.

    Ich wünsche dir alles Gute
    Antje
     
  5. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Hi,

    es ist immer wieder das selbe: die wo überhaupt keine Ahnung von Rheuma haben, plädieren für das, was am wenigsten hilft und am meisten kostet.

    Sicherlich, es gibt gute Naturmittel, die das Ganze unterstützen können, in dem Darm gereinigt ist, Leber entgiftet wird und das Blut fitter läuft, man vielleicht besser schlafen kann und weniger Kopfweh hat oder eben dem Körper zusätzlich etwas Hilfe gibt - wirkliche Ursachenbekämpfung und Linderung aller Grundschmerzen wird es durch Homöopathie nie geben !!!!

    Denk nur an all die Werbungen !! Wenn alles so wäre, wie es scheint, gäbe es keine Kranken !!!!!!!! Oder ???????????

    Ich empfehle dir auch, eine neue Basis zu versuchen und das Cortison wieder zuzuführen - vielen hilft es mit zu den Basen.

    Ich wünsche dir viel Glück mit der neuen Therapie. Alles Gute und rasche Besserung, damit du und dein Kind ein schönes Leben haben.

    Liebe Grüsse

    Pumpkin
     
  6. Emu

    Emu Neues Mitglied

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    Hallo,
    ich habe einen ganz tollen Rheumadoc, er ist Internist, Rheumatologe und Naturheilkundler, in seiner Praxis ist außerdem ein Homöopath und für mich die ideale Mischung aus Schulmedizin und Naturheilkunde.
    Aber wenns richtig doll ist (wie bei mir) gibt es dort erstmal nur Kortison und MTX, mein Arzt meint, daß man später auf naturheilkundlichem Weg versuchen kann, die Medikamente zu verringern und ich habe auch schon einige Monate Grünlipp-Muschelextrakt von ihm empfohlen bekommen, kann aber nicht sagen, wieweit das angeschlagen hat, weil auch die anderen Medis sehr gut gewirkt haben.
    Grippe, Husten etc wurde homöopatisch behandelt und ob mir die Grippeimpfung gut tun würde, ist mit der Wünschelrute (nennt sich wohl Kinesiologie) herausgefunden worden.
    Was Deine Rücken(Rippen?)schmerzen betrifft - die Symptome kenne ich, hatte einen verschobenen Wirbel bzw. eine verschobene Rippe. Wurde eingerenkt und danach alles wieder ok.
    Liebe Grüße
    Emu
     
  7. as10247

    as10247 Guest

    Hallo,


    vielen Dank für Eure Ratschläge. War am Donnerstag beim Homöopathen und habe meine Probleme geschildert. Er hat mir auch gleich Medikamente aufgeschrieben, auf meine Frage allerdings, ob es Mittel gäbe, die bei Rheuma die Gelenkzerstörung aufhalten können, gab es nur eine ausweichende Antwort. Na ja, fand ich nicht so überzeugend, aber ich werde die Kügelchen und Tropfen ausprobieren. Das Problem ist allerdings, dass ich Arava trotzdem weiternehmen soll, obwohl es mein Rheumadoc wegen der starken Nebenwirkungen absetzen will. Habe unterdessen auch noch mal mit meinem Rheumadoc gesprochen und ihm gesagt, dass ich Remicade noch nicht nehmen will, zumal ich auch noch eine Tuberkulose-Therapie vorher und nebenbei machen müßte (wegen nachgewiesener inaktiver Tuberkelbazillen ...)


    Er wollte sich nochmals meine Blutwerte ansehen und noch über ein anderes Basismedikament nachdenken. Soll Montag anrufen und mir die Ergebnisse (der Blutsenkung und seiner Überlegungen) abholen. Mal sehen, was das wird.

    Hat jemand Erfahrung mit den homöopathischen Mitteln Rheumadoran 102 A und Apis D 30 Glob. ???

    Andrea
     
  8. Judith

    Judith Mitglied

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    Schulmedizin oder Naturheilkunde - Besserwisser

    Also Leute, ich muß schon sagen, wie manche von Euch sich aufspielen, als seien sie die absoluten Fachleute, das ärgert mich wirklich. Ich finde, dass man jemandem, der so verzweifelt ist und nach Auswegen sucht, Angst macht, wenn man alles andere als die Schulmedizin verteufelt. Manche von Euch tun gerade so, als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen. Man kann jemandem von seinen eigenen Erfahrungen erzählen und seine Meinung kund tun, aber als absolut hinstellen, das finde ích unverantwortlich. Ich mache - nach einer Krise wegen Nebenhöhlenentzündung - absolut gute Erfahrungen bei einem Heilpraktiker, der mit Phytotherapie und Schüssler-Salzen arbeitet. Außerdem esse ich kein Schwein und kein Geflügel mehr. Es geht mir - immer den Umständen entsprechen natürlich - so gut wie lange nicht. Und ich nehme nach wie vor kein Kortison und auch kein MTX mehr, nur noch das Thiamazol gegen die Schilddrüsenüberfunktion. Die Ursachen der verschiedenen Rheuma-Erkrankungen werden durch die heftigen Medikamente übrigens auch nicht behandelt oder gar beseitigt. Jeder kann nur für sich selber schauen, was ihm gut tut und sich austauschen und Tipps von anderen annehmen. Aber der Druck, den manche von Euch ausüben, der gefällt mir ganz und gar nicht. So - das mußte raus. Nix für ungut.......
    "Trotzdem" die besten Wünsche an alle und ein schönes Wochenende von Judith :)
     
  9. Tinalina

    Tinalina Guest

    Meine Mutter ist mit einer Homöopathin befreundet, diese hat mir jetzt einen Arzt in Köln empfohlen, der sowohl Schulmedizin als auch "alternative" Methoden einsetzt. Ich habe für den 06.09. einen Termin bei ihm für einen Vortest bei dem er schaut, ob z. B. Akkupunktur mir helfen könnte. Ich werde auf jeden Fall dort hinfahren und dann mal schauen was er sagt. Die "normalen" Medikamente werde ich auf jeden Fall nicht absetzen (wobei ich die auch erst ab morgen nehme ;) ), aber ich denke, unterstützend ist es kein Fehler, auch andere Wege zu beschreiten. Man darf sich natürlich nicht nur darauf verlassen, das ist klar. Ob und was es bringt, wird sich rausstellen.
     
  10. bise

    bise Neues Mitglied

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    ja diese probleme sind auch mir hinlänglich bekannt. habe sogar heute mal wieder druckakkupunktur ausprobiert. den ganzen tag über dolle schmerzen in der schulter und seit setzen der steine sind die weg. na vielleicht hilft es diesmal.
    hatte meiner ha aber vorher erklärt, dass ich mal wieder "fremd" gehen wolle. sie kennt mich. doch als sie handakkupunktur hörte, war sie äusserst irritiert. sie deutete auf meine hände und sagte nur: diese hände sollen genadelt werden. die cortihaut. da habe ich dann drauf verzichtet. so kam druckakkupunktur auf die schulter - hat ja nun auch geholfen. bin gespannt, wie lange der zustand andauert. zur zeit geniesse ich einfach nur, weniger schmerzen zu haben.
    ich habe alles ausprobiert, was es gibt. geholfen hat an sich nichts, nur mich erleichtert - die ersparnisse wurden weniger. doch ich muss mir nicht selbst vorwerfen, nicht alles versucht zu haben. allerdings haben die ersten basis medis auch nichts genutzt. nur ein pflanzliches schmerzmittel hat etwas bewirkt; es sei dahingestellt, ob die wirkung vom alkohol oder von den pflanzenstoffen kam und kommt. ich bin damit zufrieden. was soll s.
    ich glaube jeder muss für sich herausfinden, was ihm hilft
    und was er vertragen kann und auch was er sich leisten kann.
    doch vorsicht bei irgendwelchen obskuren mitteln bzw. mitteln, die das immunsystem anheizen können. davor kann nicht genug gewarnt werden. wir produzieren schon genügend antikörper, da brauchen wir kein mittel, das diese produktion noch ankurbelt. das wird immer wieder nicht beachtet.
    so jetzt sehe ich weiter olympia,
    gruss
    bise
     
  11. Boie

    Boie Guest

    help me...

    Hallo Emu,
    habe deinen eintrag gelesen! Ich würde gerne kontakt zu deinem arzt aufnehmen. es wäre sehr nett, wenn Du mir weiterhelfen könntest!

    ich leide jetzt seit 14 Jahren unter rheuma und habe keine lust mehr diese ganzen schädlichen medikamente einzunehmen.

    ich habe jetzt natürlich einen fetten schub!! weil ich alles abgesetzt habe. ich will aber noch weiter kämpfen und ich werde noch nicht aufgeben!!!

    also, meld dich...
    ciao
    boie
     
  12. Heidi

    Heidi Künsterlin

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    ich hoffe jetzt nicht gleich erschlagen zu werden :rolleyes:

    also ich hab cp seit 6 jahren nun..und habe nur am anfang medikamente genommen..

    dann bin ich 2 jahre zu einem homoöphaten und anschliessend 1,5 jahre zu einer naturärztin.

    es geht halt länger bis das nature wirkt als chemie..dafür ist es ohne nebenwirkungen.

    nun gehe ich seit ein paar wochen zu einem chiropraktiker und nehme noch dazu weihrauchtabletten.

    nun bin ich praktisch alle schmerzen los geworden und mir gehts gut.

    ich mein halt einfach..man kann dem anderen nicht vorschreiben was er schlucken soll..das muss jeder selber rausfinden was ihm guttut.
     
  13. Boie

    Boie Guest

    Gute Homöopathie Medikamente

    jeder erkrankte rheuma patient reagiert auf medikamente anders. zusätzlich kommt da dann auch noch der glaube.

    ich habe gerade eine super liste von homöopathischen medikamenten gefunden.

    http://www.leo-willin.de/indikationen/Rheuma.htm

    viel spaß dabei. es ist schon sehr interessant...
    Liebe Grüße
     
  14. Deleyne

    Deleyne Neues Mitglied

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    Hallo zusammen
    Auch mir geht es wie Heidi
    Akupunktur und Weihrauchtabletten und ein paar andere homoöopathische Mittel haben mir vor allem geholfen. Kein Corti mehr und auch keine anderen Medies.
    Wenn sich hier alle melden würden, die ohne Basismedies schmerzfrei geworden sind so wären wir wohl nicht länger eine Minderheit, die bei jedem Statement gleich fürchten muss erschlagen zu werden. Ich habe mit einigen Leuten Kontakt, die ihre Krankheit auf diese Art behandeln, sich aber regelmässig kontrollieren lassen (Blutuntersuchungen und Röntgen - wichtig!) und nicht mehr Nachteile haben als diejenigen mit Basis-Behandlung - im Gegenteil. Jeder Mensch ist anders und muss seine Behandlung für sich und sein eigenes Wohlbefinden herausfinden. Selbst wenn es bei einigen der Placeboeffekt ist - Hauptsache es hilft. Deshalb seid toleranter zueinander. Ein Forum ist dazu da aus verschiedenene Meinungen zu lernen. Wenn es nur eine gibt brauchts kein Forum.
    Allen eine bessere Gesundheit wünscht
    Deleyne
     
  15. Matthias

    Matthias Neues Mitglied

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    Ich kenne auch Leute, die weder Basismedikamente noch Homöopathika oder andere alternativmedizinische Medikamente genommen haben, und bei denen die rheumatische Erkrankung zumindest für eine Weile weggegangen ist.

    Umgekehrt gibt es Leute, bei denen auch eine Behandlung mit einem Basismedikament nichts geholfen hat. Das ist auch kein Wunder, liegt doch der Placeboeffekt bei ca 20% (da sind auch die dabei , bei denen das ganze einfach von selbst weg geht) und der Effekt von Basismedikamenten irgendwo zwischen 40 und 80%, die zumindest eine deutliche Besserung spüren.

    Da es viele hunderttausende Rheumatiker in D gibt, werden wir als mit einer noch so großen Umfrage hier kein Ergebnis kriegen.
    Das bedeutet aber auch dass jeder, der behauptet XY habe ihn geheilt, sich zumindest ungenau ausdrückt. Die einzige persönliche Aussage, die man treffen kann ist: "Während ich XY genommen habe, ist mein Rheuma besser geworden". Das bedeutet durchaus auch im Einzelfall, dass ein Rheuma auch ohne Basismedikamente besser geworden wäre. Nur weiss man das hinterher nicht mehr, und für die 4 von 5, denen durch das Medikament besser gegangen ist, hilft es nicht zu wissen, dass einer von ihnen auch darauf hätte verzichten können.

    Aussage zur möglichen Wirksamkeit kann man deswegen letztendlich nur aus statistischen Studien machen, und da braucht man bis zur Phase IV locker einige tausend Probanden.

    Solche Studien gibt es für die allermeisten Alternativverfahren nahezu nicht, für die Homöopathie nichts verifizierbares, sauberes, aussagekräftiges.

    Aber die Alternative mit ihrer Rethorik glauben (die Betonung liegt auf glauben) ja nur, was sie am Einzelfall zu sehen meinen, ohne zu berücksichtigen wie gerne sich der Mensch in sowas in seiner Wahrnehmung täuschen läßt. Und alle Studien sind geschmiert, und die Pharmamafia hat uns im Griff, und wer heilt hat recht, und Chemie böse, Natur gut... mäh, mäh, mäh. (War ein Zitat aus Farm der Tiere, ich entschuldige mich bei allen Schafen unter uns :D )
     
  16. Matthias

    Matthias Neues Mitglied

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    Was nicht heissen soll, dass hier keine positive Meinung zur Alternativmedizin geäussert werden darf.
    Ich nehme nur auch für mich das Recht in Anspruch, mit Begründung dagegen zu argumentieren, warum ich die Meinungen zur Alternativmedizin nicht für stichhaltig halte.
    Da bei konkreter Argumentation über die Einzelfallbeschreibung und den Glauben hinaus die Alternativmedizinanhänger inhaltlich argumentativ immer den Kürzeren ziehen, ziehen sie sich inzwischen schon vorsorglich auf die Beleidigtenschiene, die Beliebigkeitsschiene, oder die Offenheitsschiene zurück. Nur helfen alle drei nicht dabei, eine sinnvolle Behandlung zu finden.
     
  17. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo,

    nach gescheiterter hochpozentierter homöopathischer Therapie nutze ich heute die niedrig potenzieren Möglichkeiten (D3-D12) für alltägliche Problemchen, und zwar mit sehr gutem Erfolg.

    Allerdings therapiere ich damit nicht mein Rheuma, sondern andere Beschwerden (wie derzeit wieder eine eitrige Pansinusitis mit Hepar sulfuris D6).

    Therapieversuche, um das Rheuma in den Griff zu bekommen, scheiterten bei mir kläglich. Damals wurden hochpotenzierte Mittel genutzt, z.B. Rhus tox C30 - war der pure Horror! Erfolge erziele ich hingegen mit Rhus tox D6. Dies aber niemals als alleinige Therapie.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  18. Colana

    Colana Musikus

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    Guten Morgen allerseits,

    mit Homöopathie kann man einiges erreichen, aber wenn Rheuma definitv vorhanden ist, dann muß ein Profi ran...., denn was nützen Euch die Globuli, wenn Eure Finger usw. vorzeitig versteifen und deformieren, wenn man dies mit der Schulmedizin hätte verhindern oder zumindest verzögern können...

    Deleyne, Heidi, Brie....: warum soll man für eine Meinung hier erschlagen werden - dem ist hier nicht so... wir sind alle froh, wenn die Erfahrungen, die man im Laufe seines Lebens mit dieser Krankheit, hier zur Verfügung gestellt werden...

    Ich selber habe seit ca. 21 Jahren cP, hatte bis vor etwa 12/13 Jahren deftige Schübe...., mir wurden die Mandeln entfernt und seit dem mache ich zusätzlich 1x jährlich Heilfasten nach Buchinger unter ärztlicher Aufsicht... und mir bekam es bis jetzt ganz gut, von kleineren Wehwehchen abgesehen.... aber eines weiß ich ganz genau....:

    wenn es so los geht wie vor ein paar Jahren, bin ich die ERSTE, die dann auch eine Basistherapie anfängt... denn ich möchte so lange wie möglich aktiv bleiben...

    Viele von uns unterstützen ihre Krankheit bzw. die anderen Infekte etc. mit der Homöopathie und das ist gut so...

    Und ich habe eine Bitte an Euch:
    Laßt die Schulmedizin nicht so ganz aus den Augen.... werdet Experten von Eurer Krankheit... nur so habt ihr eine Ahnung, was der Arzt da eigentlich sagt und könnt dann gegebenenfalls Euch dagegen wehren, wenn ihr eine Behandlung oder ein Medikament ablehnt oder sie Euch unsicher macht...

    Vielleicht wundert ihr Euch über meine Ausdrucksweise, aber wenn ich hier eines gelernt habe, dann mehrere Seiten zu sehen und auszuprobieren...

    Ich wünsche Euch eine schmerzfreie Zeit und einen schönen Tag

    Eure Colana
     
  19. Heidi

    Heidi Künsterlin

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    da hast du recht colana,

    die schulmedizin darf man nicht aus dem auge lassen..sie machen auch fortschritte.

    und wegen dem erschlagen werden..es gab eine zeit da musste man schon auf die wortwahl aufpassen..aber mittleriweile ist mir das sowas von wurscht :p

    dann kommt doch her..hihi :D
     
  20. Marie-Jo

    Marie-Jo Guest

    Da ich mich gerade mit dieser Frage auseinandersetze, war es interessant, Eure Beiträge zu lesen. Viele meiner Gedanken - Ängste und Hofnungen - finde ich dort wieder.
    Nach einer langen Reihe gescheiterter Therapieversuche spritze ich seit vier Monaten Humira. Meine Blutwerte haben sich zwar deutlich verbessert, aber die Schmerzen treten in immer mehr Gelenken auf.
    Auf diese Basistherapie habe ich mich nach reiflicher Überlegung eingelassen, um den beruflichen und familiären Alltag bewältigen zu können. Seither hatte ich keinen akuten Schub, aber die Schmerzen und Bewegungsein-schränkungen machen mir Probleme.
    Freunde raten mir immer dringlicher, mich an einen klassischen Homöopathen zu wenden. Bei allen Vorbehalten bin ich soweit, auch diesen Weg zu gehen. Doch kann mir bislang niemand einen geeigneten Arzt oder Ärztin empfehlen, die/der im Ruhrgebiet und Umgebung zu finden ist. Will sagen, ich bin für jede Empfehlung dankbar!
    Liebe Grüsse und ein schmerzfreies Wochenende
    Marie-Jo