Bitte seit vorsichtig mit Ibuprphen.
Eins meiner Kinder hat durch diese Medikament
eine Blutgerinnungsstörung bekommen.Das Medikament hat sie aber erst ab
dem 12. Lebenshahr bekommen.
Dann kam Ausbildung-Schwangerschaft und danach die Ausbildung weiter gemacht.
Meist konnte sie nur arbeiten,wen sie Ibu(vom Arzt verordnet)
nahm.Wenn es dem Zwerglein hilft die Schmerzen zu nehmen,dann besteh auf sehr regelmäßige Blutuntersuchungen.
Alles Gute für euch.
Gitta
... es gibt auch Menschen die von MCP Dyskinesien bekommen - diese Fälle sind aber äusserst selten und da Ibuprofen genau wie Paracetamol in der Knder- und Jugendmedizin eines der am häufigsten eingesetzten Medikamente gegen Schmerzen und Fieber ist denke ich das diese Nebenwirkung eher zu vernachlässigen ist - weiterhin sind bei der CU regelmäßige Blutuntersuchungen sowieso an der Tagesordnung um die BSG und den Hb-Wert und diverse andere Dinge zu bestimmen, man muss also nicht darauf "bestehen".
Das Problem bei den ganzen NSAR, also Ibuprofen, Diclofenac und was auch immer ist die Tatsache, das diese einen (schweren) Schub der Colitis auslösen
können. Daher sollte man bei Schmerzen eher auf Medikamente wie Paracetamol etc. zurückgreifen.
Ich nehme z.B. Tramal, Novalgin, Tilidin (wobei dieses eher auf die Skelettmuskulatur wirkt aber als "Nebenwirkung" eine Hemmung der Darmperistaltik (also der Darmbewegung) macht, was natürlich bei einer CU von Vorteil ist), Paracetamol-Comp. (mit Codein (hemmt auch die Darmperistaltik)) wobei ich im im Moment nicht im Kopf habe ab wieviel Jahren man diese Mittel einsetzen kann - nur bei Novaminsulfon (Novalgin) bin ich mir ziemlich sicher das es auch für Kinder geeignet ist, da meine Tochter (inzwischen 9) es auch schon verschrieben bekommen hat zur Fiebersenkung. Was Du auf gar keinen Fall geben solltest sind solche Dinge wie Immodium oder ähnliche Medikamente gegen Durchfall - diese
können ein "toxisches Megacolon" auslösen; ich nehme dieses Zeugs zwar trotzdem, aber ich weiss (hoffe ich) durch meinen Beruf ein wenig was ich tue und bin vor allem kein Kind mehr ;-)
Ich würde mich an Deiner Stelle mal mit dem Gastroenterologen beraten inwieweit es sinnvoll ist, Cortison bei Bedarf zu nehmen. Cortison ist ein sehr stark wirksames Hormon was auch im Körper produziert wird - es wird aber oftmals mit dem "Teufel in Tablettenform" gleichgesetzt, weil es durchaus schlimme Nebenwirkungen haben kann, die aber eigentlich nur bei längerfristiger Einnahme auftreten und vor allem wenn man die Vorteile betrachtet durchaus zu vernachlässigen sind...
Ich habe im Krankenhaus bei schweren Schüben immer erst einmal hochdosiert Cortison i.V. (als Infusion) bekommen und das Thema Schub war erst einmal mehr oder weniger erledigt (Cortison wirkt stark entzündungshemmend und da die Entzündung bei der CU eines der Hauptprobleme ist erklärt sich er der Erfolg von selber) und auch zu Hause hatte ich einige Zeit Cortison in Tablettenform, welches ich dann nach Absprache mit dem Arzt (bei diesem Medikament muss man definitiv mit dem Arzt reden, was man tut, da man sonst schwere Nierenschäden usw. auslösen kann) bei Bedarf genommen und ausschleichend (also über einen langen Zeitraum !) wieder abgesetzt habe (z.B. bei initial 10mg die ersten 3 Tage 0,5mg weniger, danach 1mg/Tag weniger, am 7. Tag 2mg/Tag weniger usw.).
Was z.B. die CU betreffend auch absoluter Quark ist ist das Märchen, das man auf "seine Ernährung achten" sollte - das ist Humbug und trifft nur bei Morbus Crohn zu.
Was für eine Art der CU hat euer Sohnemann denn ? Also welche Darmabschnitte sind betroffen ?
Bei mir ist z.B. der komplette (!) Dickdarm betroffen, weswegen ich mich auch trotz stärkster Durchfälle und Schmerzen soweit wie möglich vor einer OP drücken werde, denn danach bin ich meinen kompletten Dickdarm los und renne zu 99% mit einem endständigen Ileostoma rum, worauf ich gar keine Lust habe.
Wenn Du gerne mal etwas mehr über den ganzen Kram wissen möchtest was die CU angeht und alles was damit zusammenhängt schreibe mir gerne mal eine PN, da ich einige Zeit bei der Firma Coloplast gearbeitet habe (die stellen Stomaversorgung etc. her), so das ich auf diesem Gebiet recht Fit bin ^^. Weiterhin komme ich aus der (Notfall-)Medizin und kenne mich auf dem Gebiet der Medizin recht gut aus. Wenn bei deinem Sohn z.B. nur eine linksseitige Colitis herrscht, bei der "nur" der absteigende Teil des Dickdarms betroffen ist dann könnte man bei einer evtl. OP z.B. diesen Teil entfernen, den restlichen Dickdarm an den Analkanal annähen und er würde mit großer Wahrscheinlichkeit ein beschwerdefreies Leben führen ohne weitere Schübe, da der kranke Teil ja weg ist.
Das traurige ist nur, das ein Kind in diesem Alter schon so eine heftige Krankheit hat, denn abgesehen von den Durchfällen (mein "Rekord" lag bei >70/Tag, was mich fast das Leben gekostet hat !) besteht diese Krankheit vor allem aus grausigsten Schmerzen, wenn man einen richtigen Schub hat.
Diese Schmerzen kann - wie beim Rheuma - niemand nachvollziehen, der diese Krankheit nicht selber hat und dadurch kommt es immer wieder zu Missverständnissen und Stress mit Menschen im Umfeld, die keinerlei Verständnis haben.
LG,
Stephan