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Schmerztherapie oder weiter mit Homöopathie?

Dieses Thema im Forum "Nichtentzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Candela, 17. September 2009.

  1. Candela

    Candela Mitglied

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    Hallo Ihr Lieben,

    bräuchte mal Euren Rat bzw. Eure Meinung:
    Ich bin seit Ende Juni AU. Habe undiffer. Kollagenose und Hautlupus
    Neue Diagnose vom Rheumadoc nun zusätzlich Fibro!
    Mein HA hat mich im August zu einer Kollegin geschickt, die viel mit Homöopathie macht. Ich hielt / halte mich mit Corti (5 mg), Amitriptylin (20 mg), und mind. 3 x täglich Novaminsulfon 500 (Schmerzmittel) so grad über Wasser. Bisher hat die Homöopathie außer einer sehr heftigen Erstverschlimmerung noch keinerlei positve Wirkung gezeigt.
    Der Rheumadoc rät dringend zu einer Schmerztherapie. Hab mir das im I-net angeschaut und es sieht sehr interessant aus. Multimodale Therapie - Physiotherapie, Psychologische Therapie und medikamentöse Therapie sind die Säulen von dem Ganzen. Die Erstanamnese dauert 2 Tage , die Therapie in der Tagesklinik ca. 5 Wochen. Termin ist Ende Oktober!
    Hab das heute meiner Homöpathin erzählt und sie meinte, ich soll bis nächstes Jahr Jan/Feb. warten, weil bis dahin würden ihre Kügelchen hoffentlich helfen.
    Oh Mann, ich weiß auch nicht. Ich möchte nur schnell wieder ins Berufsleben zurück und eigentlich möchte ich jetzt nicht noch weitere 3 Monate rumdoktern.
    Bin bis Ende Sept. noch AU von der Homöopathin geschrieben.

    Was würdet Ihr denn machen?? Noch etwas auf die Wirkung der Globuli warten oder die Therapie machen? Zahlt das eigentlich die Kasse, oder muß man da nen Antrag stellen? Für die Erstanamnese gibts keine AU nur eine "Teilnahmebescheinung". Die dürfen lt. Aussage der Sekretärin in der Klinik keine AU´s ausstellen. Macht das dann der Rheumadoc ? Den kenn ich leider noch nicht so lange und er ist etwas wortkarg :rolleyes:. Ob der die AU ausstellt?

    Ach ja, alles so kompliziert. Und dawei will man nur das Richtige machen.

    Werde nächste Woche auch meinen HA nochmal nach seiner Meinung fragen.

    Hat wer von Euch so eine Schmerztherapie schon gemacht?? Und mit Erfolg??

    Ich freu mich auf Eure Meinungen und wünsche Euch noch einen schmerzfreien Abend!

    Danke

    LG
    Candela
     
  2. Savolo

    Savolo Neues Mitglied

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    hallo candela,
    dein schreiben hört sich so an, als seist du nicht ganz von der wirkung der homöopathie überzeugt. bei mir ist das völlig anders (war selbst therapeutin bis ich letztes jahr meine praxis krankheitshalber [kein rheuma] aufgeben musste).
    mein sohn war von der wirkung der homöopathie auch bei rheuma überzeugt (juvenile idiopathische arthritis) und tatsächlich hat er viel weniger beschwerden.
    die meinung deiner homöopathin in ehren. ich denke, zwei dinge machen die wirkung der homöopathie bei dir sehr schwer bis unmöglich: 1. deine ständige einnahme von cortison, 2. deine eher zweifelnde haltung.
    natürlich braucht man nicht an die homöopathie zu glauben, damit sie wirkt, aber mit ner rheumabehandlung anzufangen ist nicht so günstig, weil rheumatische beschwerden eh schwierig zu behandeln sind.
    obwohl ich genau genommen nicht so davon angetan bin wie du, ist es wahrscheinlich besser für dich, den schulmedizinischen weg zu gehen!
    ich hatte auch solche patienten, die durch den rat eines anderen zur homöopathie gekommen waren, aber nicht voll dahinter standen. und eine unterschwellige ablehnung ist keine gute basis für ne therapie!
    lg, sabine
     
  3. Candela

    Candela Mitglied

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    Liebe Sabine,

    Danke für Deine Worte!
    Also eigentlich bin ich schon von der Homöopathin angetan. Als Kind wurden wir nur homöopathisch behandelt und i.d.R. hat es sehr gut "funktioniert". Im Zuge des Lupus, Kollagenose etc. war ich in der Uniklinik zum Abklären. Und da wurde ich dann in Zusammenarbeit mit einem niedergelassenen Rheumadoc auf Corti etc. eingestellt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nicht daran gedacht erstmal zum HA zu gehen, sondern war beim Hautarzt, der gleich in die Klinik überwiesen hatte. Mir gings eigentlich schon sehr gut und so habe ich Cortison und Quensyl letztes Jahr abgesetzt. Naja, und seit Mai 2009 ist es eben wieder schlimmer geworden und die Fibro kam noch dazu. Zusammen mit meinem HA haben wir nach weiteren Möglichkeiten gesucht und kamen eben auf die Homöopathie. Das Ziel der homöopathischen Ärztin war / ist von den Schmerzmitteln runterzukommen und das Corti reduziert zu bekommen. Also keine Radikalkur von wegen alles schulmedizinische ist Mist!
    Naja, und seit 8 Wochen probiert sie eben "rum ". Besserung war bisher keine in Sicht. Im Gegenteil.
    Also ich bin nicht gegen die Homöopathie......aber wenns etwas schneller gehen würde, wär ich schon dankbar!;)

    Gruß Candela
     
  4. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    guten morgen!

    also, ich habe mich erst jahrelang durch einen homöopathen behandeln lassen! (ca. 4 jahre) und dann noch 2 jahre durch einen erfahrenen (30 jahre berufserfahrung) heilpraktiker! zwischendurch noch elektroakupunktur, normale akupunktur, elektrotherapie, kinesiologie, reiki, naturheilkunde...und und und

    ich muß sagen: leider hat so überhaupt nichts rheumatechnisch angeschlagen! weder hat es meine schmerzen gelindert, noch konnte ich ein bißchen von den schmerzmitteln runter!

    bei erkältungen oder blasenentzündungen z.b. hatte oder habe ich schonmal gute erfolge mit homöopathie gehabt, aber ansonsten...

    das ist meine meinung dazu...

    lieben gruß von puffelhexe
     
  5. rheumatönchen

    rheumatönchen Neues Mitglied

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    Hallo, ich dokter auch schon seit einigen Wochen mit der Homöopathie herum. Habe seit August chron. Arthritis und hoffe, mit der H. klar zu kommen - auch wenn mir Alle davon abraten. Eine Rheumatologin hat mir direkt nach 5 Minuten Gespräch MTX vorgeschlagen.
    Zur Zeit hab ich es in den Knie´n sehr schlimm, komm kaum hoch und gehe schlecht.
    Gibt es was dazu beizutragen?
    VG Rh.
     
  6. padost

    padost Neues Mitglied

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    Hi, habe mich anfangs auch homöopatisch behandeln lassen, man will sich ja nicht vergiften.......:rolleyes: geholfen hat nix. Nur viel Geld gekostet.
    Im nachhinein ist man immer schlauer, damals sagte auch eine Ärztin = Basistherapie, ich habe nicht gehört. Ob es besser gewesen wäre? Vielleicht hätte es den Verlauf gemildert...? Auf alle Fälle hilft mir weder Naturheilkunde, noch die Schulmedizin. Schon dumm...
    Lebe leider nur mit Cortison unsd Schmerzmittel.

    Grüße von Padost
     
  7. Candela

    Candela Mitglied

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    Also ich hab mich für die Schmerztherapie entschlossen. Und begleitend werde ich noch von meiner Homöopathin behandelt.
    Und bisher bereue ich diesen Schritt nicht.
    Die "3 Säulen" dieser Therapie sind Körper, Schmerz und Psyche. Wie sich diese einzelnen Faktoren bei Beeinflußung eines verändern.
    Dieses Bewußtsein / Wahrnehmung für den Körper, den Schmerz oder die Psyche hatte ich bisher überhaupt nicht.
    Und ich glaube, daß ich hier sehr viel mitnehmen kann, um zum einen überhaupt zu verstehen, was in meinem Körper so vor geht und zum anderen wie ich dann letztenendes damit umgehe.
    Die Therapeuten sind super, super nett und unheimlich bemüht. Es sind sehr kleine Gruppen und daher ist auch alles sehr intensiv. Und den Therapeuten entgeht auch nichts und sie können auf jeden Einzelnen gezielt entsprechend seinen Möglichkeiten eingehen.
    Also ich finde es sehr gut.
    Die Homöopathie schlägt bei mir leider immer noch nicht an. Aber meine Ärztin meinte, daß mein Körper auf so einem Tiefpunkt ist, daß es hier nur ganz ganz langsam Fortschritte geben wird. Wir behandeln mit ganz niedrigen Potenzen. Mal sehen, ob das nächste Mittelchen anschlägt ;)

    Grüße Candela
     
  8. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    hallo candela,
    gut dass du dich dafüt entschieden hast.sauri hat sich innerlich gesträubt und wollt auch nicht da hin. aber ich habs nicht bereut und bin sehr zu frieden.
    ich fress nicht mehr jeden auf nur weil ich starke schmerzen hab und komme gut klar damit.hab zwar auch durch eine op im september nen tiefpunkt gehabt und die schmerztherapie musste verändert werden.aber das passiert und mir wurde geholfen.
    also, nutz alles was du in dieser richtung bekommen kannst!
    ich wünsch dir gute besserung und wenig schmerzen!lg saurier, der libe dino:a_smil08:
     
  9. uli

    uli Mitglied

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    Hallo Candela,

    es ist ja schön und gut, dass du eine Schmerztherapie machst/ machen möchtest.

    Darf ich fragen, warum dein Lupus und deine Kollagenose nicht adäquat behandelt werden?

    5 mg Kortison erscheint mir bei einer so schwerwiegenden Erkrankung , die offensichtlich z. Zt. akut ist, alles andere als ausreichend. Wenn deine Erkrankung ausreichend behandelt wird, werden sich auch deine Schmerzen reduzieren. Du solltest ein Gespräch mit deinem Rheumatologen führen.

    Uli
     
  10. Candela

    Candela Mitglied

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    Hallo Uli,

    die Gelenkbeteiligung der undiff. Kollagenose wird mit 5 mg Corti "in Schacht" gehalten. Sobald die Gelenkbeschwerden größer werden in Form von Schwellungen, Rötungen, mehr Schmerzen etc. wirds Corti wieder hochgeschraubt. Pendel da seit 1-2 Jahren zwischen 20 mg in den akuten Zeiten und 5 mg in den ruhigeren Zeiten rum.
    Die Muskelschmerzen der Fibro werden mit dem Amitriptylin seit ca. August behandelt. Die Dosis wird in der Schmerztherapie gerade eingestellt.
    Denke schon, daß diese Therapie eine Hilfestellung ist. Man lernt einfach damit umzugehen. Und ich finde, daß ist ein sehr wichtiger Schritt. Natürlich kann ich mich mit Schmerzmittel zupumpen, aber ganz weg gehen sie ja nie - sind schließlich chronische Schmerzen.
    Die Krankheit zu akzeptieren und anzunehmen gehört meiner Meinung ganz weit nach oben gestellt. Und ( schon kleine ) Veränderungen im Alltag können einem das Leben doch sehr erleichtern.
    Das sind so die Themen der Therapie. Ob ichs dann tatsächlich umsetzen kann,weiß ich natürlich auch nicht genau. Aber versuchen werde ich es auf jeden Fall.

    LG Candela

    PS: Beim Rheumadoc bin ich alle 3 Monate zu Check, außer es wird schlimmer, dann natürlich sofort!
     
  11. Maike

    Maike Neues Mitglied

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    Hallo Candela,

    ich würde den Rat des Rheumatologen annehmen und befolgen. Die Schmerztherapie die aus mehreren Säulen besteht ist sinnvoll.

    Außerdem würde ich den Rheumatologen mal fragen ob eine Basistherapie in Frage kommt, da ich lese du nimmst nur Cortison für die Kollagenose.

    Gruß Maike
     
    #11 16. Dezember 2009
    Zuletzt bearbeitet: 16. Dezember 2009
  12. uli

    uli Mitglied

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    „Mir gings eigentlich schon sehr gut und so habe ich Cortison und Quensyl letztes Jahr abgesetzt. Naja, und seit Mai 2009 ist es eben wieder schlimmer geworden.“

    Hast du die Basistherapie eigentlich selbstständig abgesetzt oder nach Absprache mit dem Rheumatologen?

    Du solltest auch bei den auftretenden „Muskelschmerzen“ dringend wieder mit einer Basistherapie beginnen. Die Schmerztherapie kannst du ja zusätzlich durchführen.
    An Homöopathie muss man glauben! Wenn du genügend Geld dafür übrig hast, kannst du es ja fortführen. Schaden kann sie nicht, wenn du dich zusätzlich schulmedizinisch behandeln lässt.
    Nur solltest du auf jeden Fall eine Basistherapie nehmen. Was sagt eigentlich dein Rheumatologe dazu. Warum will er dir keine Basistherapie verordnen? Oder möchtest du keine haben?
    Ansonsten ist es ein sehr guter Weg, die Erkrankung anzunehmen und die Schmerzmittel soweit wie möglich zu reduzieren. Da bist du sicher auf dem richtigen Weg.

    Uli