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Schmerzmittel

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Estelle, 17. Oktober 2010.

  1. Estelle

    Estelle Neues Mitglied

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    Halli Hallo

    Welche Schmerzmittel nehmt ihr zusätzlich zum Basismedikament und wie stark wirken sie?

    Ich nehme derzeit 3 Tabletten täglich Ibuprofen 600 mg, das ziemlich gut wirkt, muss aber jetzt langsam damit runter mit Ersatztabletten Paracetamol 1 g, das gesünder, aber deutlich weniger schmerzlindernd ist.
     
  2. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Hallo!

    Ich hatte zeitweise 3 x 800 g Ibu - plus 4 x 40 Tropfen Novalgin - verschrieben bekommen. Fand ich sehr viel - habe ich auch meistens nicht alles genommen, zumal ich auch unter dieser hohen Dosis nie schmerzfrei war. Die Schmerzen waren etwas besser - aber immer quälend.

    Und meine Leberwerte sind gestiegen, was vielleicht gar nicht am MTX liegt?

    Nun nehme ich noch Cortison dazu - in der Hoffnung, dass die Schmerzen weniger werden - und die Empfehlung, max. 2 x Novalgin-Tabletten (500 mg) zu nehmen. Mal sehen, ob ich damit auskomme.

    Schmerzen heldenhaft auszustehen, ist übrigens keine so gute Idee. Das geht mal ein paar Tage gut - aber nicht auf Dauer. Davon wird man ja irre. Wenn bei dir 3 x 600 Ibu geholfen haben, dann gibt es sicher noch andere Lösungen als Paracetmol (das bei mir auch früher nie geholfen hat, noch nicht mal bei Kopfschmerzen) Mein Rheuma-Doc verschreibt z.B. Novalgin, weil er meint, dass das von den Nebenwirungen günstiger ist. Als Tropfen kann man es auch ganz gut dosieren.

    LG - Gertrud
     
    #2 17. Oktober 2010
    Zuletzt bearbeitet: 17. Oktober 2010
  3. wasserelfe111

    wasserelfe111 Neues Mitglied

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    tabletten

    hallo bin neu hier,ich bekomme von meinen hausarzt ibu 800 und tramal,die nehme ich aber nicht zusammen.aber helfen tun sie auch nicht mehr.ich habe ständig schmerzen egal an welcher körperstelle.wenn ich tramal nehme gehts.aber da ich noch einen job habe,geht es nicht wenn ich diese tramal nehme.
     
  4. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Stimmt - ein Rezept für Tramadol habe ich hier auch noch liegen .. (kann bald eine Apotheke aufmachen :D) ... werde ich mir aber erst mal nicht holen.

    Mal eine Frage:
    Wenn ihr dauerhaft solche Schmerzen habt, hat euch da Cortison nicht geholfen? Die Nebenwirkungen sind sicher - bei kleiner Dosierung - nicht schlimmer als wenn man jahrelang Schmerz-Medikamente nimmt.

    Ich habe einige im Bekanntenkreis, die schon lange Rheuma haben und dauerhaft niedrigdosiertes Cortison nehmen - keine Schmerz-Medikamente mehr und auch keine Basis-Therapie.
     
  5. Pezzi

    Pezzi Neues Mitglied

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    Hallo,
    zusätzlich zum Enbrel hatte ich zeitweise 2400 mg Ibuprofen und 120 Tropfen Novalgin täglich gebraucht - das linderte zwar, ein dumpfes Schmerzgefühl blieb jedoch.
    Heute reicht ab und zu Ibuprofen, ich habe jedoch - gerade im Blick auf die Nebenwirkungen von Schmerzmitteln - nach Alternativen zu den Schmerzmitteln gesucht und praktiziere folgendes:
    Einfahrten in den heißen Radonstollen in Bad Gastein - löst zwar zunächst einen Schub aus, ist dann aber super.
    Heilfasten: Wirkte sich sehr gut auf die Schmerzen aus - nach dem Heilfasten: Weglassen von Zucker und Eiern (weil das meine Schmerzen verstärkte).
    Vielleicht hilft das dem/der einen oder anderen auch....:top:

    LG
    Pezzi
     
  6. Freebird

    Freebird Neues Mitglied

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    Hallo Leutchen, :D

    ich leide an PSA und nehme 5mg Cortison, 50mg Enbrel (Basistherapie) ein. Als Schmerzmittel hat mir mein Doc neben Paracetamol auch noch Diclofenac verschrieben, die ich bei Bedaf - also nicht täglich nehme (nur im Schub).

    Es ist für mich allerdings immer noch unklar, wann ich z.B. Diclo nehmen soll. Erst wenn die Schmerzen nicht mehr auszuhalten sind, oder sobald sich der Schub (Rötungen, Schwellungen und Schmerzen) ankündigt.

    Wie macht ihr das?

    Liebe Grüße
    Corinna
     
  7. <<<<<<<<luka

    <<<<<<<<luka Neues Mitglied

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    Guten morgen zusammen,
    als Basis nehme ich Aza und 5mg Corti morgens ( wir bekommen sonst die Entzündungen nicht in den Griff ).
    Im Schub nehme ich zusätzlich bis zu 10 mg Corti und bis zu 120 Tr. Novalgin. Wenn das alles nichts hilft gibt es einen Tropf und der hat bislang immer geholfen. In dem Tropf sind alle Medis die ich nehme nur noch höher dosiert. Einen schönen Tag wünscht Euch Petra
     
  8. Pezzi

    Pezzi Neues Mitglied

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    Hallo Corinna,

    ich habe zwar nicht PSA sondern Bechterew, denke aber, dass die Empfehlung, wann man Schmerzmittel nimmt, für alle Schmerzen gilt. Da habe ich gelernt, dass ich die Schmerzmittel sofort am Anfang nehmen soll, wenn ich merke, dass sich Schmerzen entwickeln. Denn: Man braucht dann weniger; je länger man wartet, um so höher muss man dann dosieren. Also: Lieber gleich und wenig - und vielleicht ist es damit dann auch schon getan....

    Alles Gute,
    Pezzi
     
  9. kakamu

    kakamu Neues Mitglied

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    Hallo!

    Bei mir gibt es zu MTX, 5mg Prednison und Dogmatil/Sulperid als Schmerzmittel alle 8 Std. 40 mg Oxycodon, 3 bis 4 x täglich 20 Tropfen Tramadol und zur Nacht 150mg Lyrica, damit ich vor Schmerzen zumindest für ein paar Stunden die Augen zukriege.
    Die "Basistherapie" ist eher eine Mängelverwaltung, der Rheumi weiß nicht weiter, weil 2 Bios wg. Nebenwirkungen nicht mehr gingen. Auf Cortison reagiere ich kaum noch, auch diese 5mg sind eher eine Verlegenheitslösung.
    Und die Schmerzmittel machen mich nicht komplett schmerzfrei, nicht mal annähernd, aber sorgen dafür, dass ich gerade noch so arbeitsfähig bin.

    Bei mir wurden in den ersten Jahren meiner Erkrankung (cP, später dann Fibro dazu) meine Schmerzen nicht ernst genug genommen - Ergebnis ist dieser chron. Schmerz, ein ausgeprägtes Schmerzgedächtnis, das trotz aller Versuche und Therapien nicht mehr zu löschen ist. So laufen manchmal schon bei der kleinsten Berührung meine Nerven Amok und machen ein Theater als ob mich eine Armada von Messern durchbohrt. Und das nur, weil mein Schatz mich in den Arm nimmt. Spaß macht das nicht. :sniff:
    Daher kann ich Euch nur raten, wie Pezzi es schon sagte, lieber gleich zum Schmerzmittel zu greifen und nicht ewig heldenhaft zu warten. Und auch nicht warten, bis die eine Tablette nicht mehr wirkt und dann erst die nächste, sondern lieber regelmäßig nach genauem Zeitplan und mit retardierten Medis.

    Gruß,
    kakamu
     
  10. Estelle

    Estelle Neues Mitglied

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    Huhu Gertrud

    Ich hab schon jahrelang chronische Schmerzen, da müsste ich täglich Cortison nehmen, das wäre bei mir nur beim Brustbein sinnvoll, damit ich keine Atembeschwerden habe. Sonst bringt es mir zu wenig, weil ich praktisch an jedem Gelenk Schmerzen verspüre. Die werden nur mit Schmerztabletten insgesamt dumpfer. Cortison möchte ich wegen den Nebenwirkungen möglichst nicht nehmen.
     
  11. Estelle

    Estelle Neues Mitglied

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    Huhu Kakamu

    Kommt der chronische Schmerz vom Fibro und hilft da überhaupt ein Schmerzmittel? Ich stell mir das so vor, dass die Schmerzen des cP durch die Medis betäubt werden können, aber die Fibro-Schmerzen bleiben. Stelle ich mir das richtig vor?
     
  12. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    hallo estelle,

    sicher ist es gut wenn du ibuprofen reduzierst, denn das ist kein medikament für eine dauermedikation. für ein paar wochen um ein entzündungsgeschehen einzuschrenken-sicherlich ok. dann aber weg damit. arcoxia ist noch ein zacken schlimmer.

    ibuprofen gehört zur gruppe der klassischen nichtsteroiden antirheumatika, sind aber leider äusserst angriffslustig was den magen anbelangt.
    von daher also vorsicht, dann bitte unbedingt mit magenschutz, der lt.who zwingend vorgeschrieben ist.

    paracetamol ist ein niedrig dosiertes schmerz- und fiebermittel.
    bei entzündungen nur schwach wirksam. von daher wirst du u.u. nur wenig erfolg verspüren.

    wenn sich ersteinmal ein s.g. "schmerzgedächtnis"gebildet hat, wird es problematisch und da müssen u.u. auch medikamente her die in richtung opiodhaltig, btm pflichtig oder antiepileptika oder antidepressiva, gehen.

    gut beraten ist der, der zeitig eine schmerztherapie aufsucht um gemeinsam mit den ärzten eine geeignete therapie zu finden, die nicht nur medikamete sondern auch z.bsp. tens,akkupunktur kg, ergo und psychotherapie beinhalten kann.

    ärzte sagen heute schon, dass bereits nach sehr kurzer zeit (ab 1 woche) intensiven schmerzgeschehen damit zu rechen ist, dass sich ein schmerzgedächtnis ausbildet. dies zu behandeln dann jeweiter das fortschreitet, immer komplizierter sich gestaltet. hier gibt die who ein stufenschema vor, was allgemein gültig anwendbar ist.

    wer interesse hat, kann sich hier gern informieren:
    http://www medizinfo.de/schmerz/thwho.htm
    (bitte vergesst nicht den punkt hinter www)

    für den rheumatiker bleibt meist nur, seine beschwerden in zweierlei hinsicht zu therapieren. rheumamedikamente und/oder schmerzmedikamente.

    vielleicht hilft das ja ein wenig weiter.

    lg sauri:a_smil08:
     
  13. Estelle

    Estelle Neues Mitglied

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    Huhu Saurier

    Ich hab dieses Schmerzgedächtnis schon jahrzehntelang, ist wohl zu spät für mich ... Zu Dafalgan (Paracetamol) las ich eine Studie über chronisch Kranke, wo es auf Dauer sehr hilfreich sei. Gerade weil ich das Medikament lange nehmen muss, wär mir ein niedrig dosiertes Medikament lieber, wenigstens als Versuch. Ich möchte es auch jederzeit absetzen können, falls ich schwanger werden will.

    http://www.tellmed.ch/tellmed/Pharmazie_News/Pharma_News/Therapieumstellung_auf_Dafalgan_reduziert_signifikant_chronische_Schmerzen_und_verbessert_die_Lebensqualitaet.php
     
  14. rephi38

    rephi38 Neues Mitglied

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    Hallo,

    mein Schmerzgedächnis hat sich bei mir eingenistet und läßt mich nicht mehr los. Wie lange es sich bei mir zu Hause fühlt kann ich nicht sagen, ich weis aber dass ohne starke Schmerzmittel ich nicht mehr gegen es ankomme.
    Seit zwei Jahren bin ich bei einer Schmerztherapeutin und fühle mich gut eingestellt. Nehme zur Zeit Morphine und Antidepressiva, die Zusammensetzung ist wohl auch gut.
    Meine Schmerzen habe mich in die Depression getrieben und ich bin froh, dass diese Depris schnell erkannt wurden.

    Ich stehe der Schmerztherapie positiv gegenüber, auch die Akkupunktur hilft kurzfristig.

    Ein Besuch in der tCM Klinik vor zwei Jahren hat mir sehr gut getan, die Schmerzen mal von einer anderen Seite zu betrachten.

     
  15. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    hallo estelle

    dafür ist es nie zu spät

    ich kann nur sagen, geh da hin...

    meine schmerzen hab ich seit über 30 jahren. in der schmerztherapie bin ich erst seit 2006 und bringt nun nach 4 jahren den ersten guten erfolg für mich.

    lg sauri:a_smil08:
     
  16. Estelle

    Estelle Neues Mitglied

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    Huhu ihr Lieben

    Wenn ich sicher kein Baby mehr haben will oder kann, was nicht mehr allzu lange dauernd wird, werde ich daran denken. Doch bis dahin will ich dem möglichen Baby zuliebe nur das Minimum einnehmen, lebe auch sonst gesünder. Naja, könnte noch gesünder sein. :p

    Ich komme aus einer Suchtfamilie und finde, dass ich ziemlich essgestört bin, deshalb wäre für mich das Abhängigkeitspotenzial größer als normal. Wenn ich bedenke, wie maßlos ich schon esse. Das macht mir schon Angst. Auch wenn es retardierende Medis sind, wäre ich bald abhängig. Ich bin ja schon von den Ibus abhängig, konnte beim Absetzen kein bisschen schlafen, mir war richtig kribbelig. Mein Bruder starb als Heroinabhängiger, deshalb könnte ich z. B. auch nicht Medis spritzen, bin da einfach zu sehr negativ geprägt, obwohl ich an und für sich schon für diese Art von Schmerztherapien bin.
     
  17. kakamu

    kakamu Neues Mitglied

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    Hi zusammen,
    hallo Estelle!

    Ja, genau richtig, die cP-Schmerzen lassen sich durch Opiate beeinflussen, die Fibro-Schmerzen nicht. Nach all den Jahren der Erkankung kann ich recht gut trennen, was woher kommt - auch wenn es viele Ärzte nicht glauben, dass ich als nicht-Medizinstudierte und einfach nur Erkrankte das kann :( Ist ja mein Körper ...

    Ein wenig unschön ist halt nur, dass ich mit Opiaten die Schmerzmittel, die mir gegen Fibro ein wenig halfen, z. B. Paracetamol (die Leber lässt grüßen), nicht mehr bedenkenlos nehmen kann. Da muss ich halt aussuchen, was ich lieber bekämpfen möchte, Pest oder Cholera. Und bei allem, was durch das Schmerzgedächtnis einfach am Amok laufen ist, helfen die Opiate auch eher. Dazu als Ergänzung die Antidepressiva.
    Und Bedenken? Die habe ich schon lange nicht mehr. Lieber jetzt möglichst viel Lebensqualität als 105 Jahre als totaler Pflegefall mit Höllenschmerzen. Also rein damit. ;)

    Gruß,
    kakamu
     
  18. Estelle

    Estelle Neues Mitglied

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    Huhu Kakamu

    Interessant, was Du da erzählst. Paracetamol hilft also gegen Fibro. Und gegen cP überhaupt nicht oder vielleicht doch auch ein bisschen (nur zu wenig)?

    Bei den Opiaten hätte ich jetzt eher gedacht, dass sie bei Fibro helfen, weil es doch entspannt. Warum helfen sie nicht? Wie funktionieren sie?
     
  19. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    schmerzmittel...

    @hallo estelle

    opiate wirken auf das zentrale rückenmark, demnach auch bei cp, fibro oder sonstiges. wobei hier starke bis sehr strake schmerzen anzudenken sind.
    siehe : who stufenschema bei schmerzen.

    es macht wenig sinn diese bereits bei niedrigen schmerzen einzusetzen.

    hier mal was zu paracetamol:

    Paracetamol ist bei Schmerzen (leicht bis mäßig) und Fieber sehr wirksam. Deshalb wird es zum Beispiel eingesetzt bei:

    Anders als beispielsweise Acetylsalicylsäure (ASS) eignet sich Paracetamol auch bei Säuglingen und Kindern zum Senken des Fiebers oder zum Lindern von Schmerzen. Bei Entzündungen ist die Wirkung von Paracetamol allerdings im Gegensatz zu ASS wenig ausgeprägt.

    Zu folgenden Anwendungsgebieten von Paracetamol sind vertiefende Informationen verfügbar:

    Wirkungsweise von Paracetamol

    Paracetamol gehört zu den so genannten nicht-sauren fiebersenkenden Wirkstoffen aus der Gruppe der nicht-opioiden Schmerzmittel.
    Im Zentrum der Wirkung von Paracetamol steht die Hemmung des Enzyms Cyclooxygenase-2 (COX-2). Dieses Enzym steuert die Bildung von körpereigenen Botenstoffen, den Prostaglandinen. Prostaglandine werden bei Entzündungen freigesetzt und verursachen die typischen Anzeichen wie Rötungen oder Schwellungen. Gleichzeitig reizen Prostaglandine die Nervenenden, sind aber auch an der Schmerzweiterleitung und -wahrnehmung im Gehirn beteiligt.
    Der Wirkmechanismus von Paracetamol ist bisher nicht abschließend geklärt. Einerseits unterdrückt der Wirkstoff im zentralen Nervensystem, also im Gehirn und Rückenmark, durch Hemmung der Prostaglandinproduktion die Weiterleitung und Wahrnehmung von Schmerz. Zusätzlich scheint Paracetamol die Rezeptoren für den Nervenbotenstoff Serotonin im Rückenmark zu erregen, was ebenfalls die Weiterleitung von Schmerz hemmt. Im Gehirn soll Paracetamol Rezeptoren wie die für den Nervenbotenstoff Glutamat-NMDA (viele schmerzverarbeitende Gehirnzellen besitzen diesen Rezeptortyp) beeinflussen und den Effekt von Stickstoffmonoxid (der auch an der Schmerzwahrnehmung beteiligt ist) verändern.
    Die starke fiebersenkende Wirkung des Paracetamols beruht darauf, dass die Substanz im Temperaturregulationszentrum des Gehirns die Wirkung körpereigener Fieberstoffe fast völlig ausschaltet.
    Neben seiner stark ausgeprägten Wirkung in Gehirn und Rückenmark kann Paracetamol die Produktion von Prostaglandinen im übrigen Körpergewebe nur schwach bremsen. Durch seine nicht-saure chemische Eigenschaft reichert sich der Wirkstoff zudem bei therapeutisch üblichen Dosierungen nicht ausreichend in entzündetem Gewebe an. Beide Effekte zusammen erklären die geringe entzündungshemmende (antiphlogistische) Wirkung der Substanz.

    vielleicht hilft das als info etwas weiter

    lg sauri:a_smil08:
     
  20. Estelle

    Estelle Neues Mitglied

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    Huhu Saurier :)

    Also nach dem Stufenmodell ist es wohl besser für mich, es erst mal mit Paracetamol und niedrig dosiert Ibuprofen weiterzuversuchen, da sie bisher noch wirken bei mir, zusammen mit den Schienen. Der Vorteil ist für mich, dass sie mich nicht allzu sehr ermüden, was für mich auch ein wichtiger Faktor ist. Ich muss vor allem arbeiten können.

    Das Basismedikament soll mir dann helfen, einmal aus dem Schub rauszukommen, wo ich dann ev. noch weniger Schmerzmittel nehmen kann. So gewöhne ich mich nicht allzu sehr daran und kann bei Bedarf darauf zurückgreifen.

    Und wenn ich doch noch schwanger werden sollte, kann ich gleich alles absetzen für die paar Monate. Da ich schon 42 bin, kann ich mit meinem Kinderwunsch nicht mehr lange warten, sodass sich eine Angewöhnung an stärkere Mittel nicht lohnt für mich. Da ich jetzt schon so viele Jahre die Schmerzen ohne Medikamente aushielt, ist es mit Paracetamol direkt schon himmlisch für mich, sie nehmen den Schmerzen wenigstens die Spitze. :p