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Schmerzen Brustwirbelsäule/Fibro

Dieses Thema im Forum "Nichtentzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Bine305, 8. April 2013.

  1. Bine305

    Bine305 Neues Mitglied

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    Heute melde ich mich recht verzweifelt. Ich habe im letzten November von meiner Rheumatologin die Fibrodiagnose bestätigt bekommen, PsA stand im Raum, wurde von ihr wegen fehlender Blutmarker ausgeschlossen und alle dahingehenden Indizien vom Tisch gewischt.

    Nun plage ich mich bereits seit Sommer letzten Jahres neben allen möglichen anderen Schmerzen (Schultern, ellenbogen, HWS, ISG) mit Schmerzen in der Brustwirbelsäule, die sich heftig um den Brustkorb ziehen. Bei Physiotherapie, die ich größtenteils selber finanziert habe, weil ich Schwierigkeiten habe, Verordnungen zu bekommen, meinte die Therapeutin, die kleinen Wirbelgelenke wäre total fest, hat diese sehr sehr schmerzhaft gelockert und Blockierungen gelöst, was kurzfristig half. Beim Orthopäden wurden diese Beschwerden nur am Rande behandelt (eine Sache geht nur ;-)) meine Schulter war Thema - ist aber angeblich wegen Stress schmerzhaft), er meinte, ich solle mit einem Tennisball den Rücken liegend massieren. Einige Zeit wurde es etwas besser, nun aber sind die Schmerzen wieder sehr heftig, Liegen ist ziemlich unangenehmn (noch dazu tun mir beide Schultern/Sehenansätze weh), ich weiß bald nicht wie ich schlafen soll. Es ist alles extrem empfindlich entlang der Rippen bis vorne, Ausschlag wie bei Gürtelrose ist nicht vorhanden.

    Heute habe ich einen neuen Termin beim Orthopäden geholt, konnte die Helferin von Ende August auf Mitte Juni runterhandeln, meine Hausärztin hat auch nichts zeitnahes (Notfall bin ja auch nicht, es sind ja nur Schmerzen...) - eigentlich wollte ich mir längst einen neuen Hausarzt suchen, aber Fibro ist hier für die Ärzte ein Buch mit sieben Siegeln und ich bin inzwischen so weit, dass ich eigentlich zu keinem Arzt mehr möchte, bei meiner Hausärztin hole ich nur noch die Rezepte.

    Hat jemand eine Idee, was ich machen kann, damit ich die Zeit bis Juni überbrücken kann? An Schmerzmitteln nehme ich bereits 2x 50mg Palexia sowie Novaminsulfon nach Bedarf. Hat das noch viel mit Fibro zu tun???

    Liebe Grüße
    Bine
     
  2. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    ich bin auch so ein Rückenschmerz
    Kandidat. lws.

    mir würde ein Tens gerät einfallen. oder
    mal Kälte oder Pferdesalbe.
     
  3. Bernstein

    Bernstein Aktives Mitglied

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    Hallo Bine,

    als bei mir lindert Wärme solche Schmerzen und manchmal dazu noch die Salbe - Traumaplant -.
    Aber es ist auch nicht immer gleich, mal hilft es mal eben nur ganz wenig.
    Ich muss auch immer ausprobieren.

    LG Bernstein
     
  4. Dina

    Dina Neues Mitglied

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    Das kenne ich auch. Mal ein Stechen an der unteren Rippe mittig über mehrere Stunden, einen Tag rechts, den nächsten Tag dann oft links. Auch sonst bin ich am unteren Rippenbogen bds. sehr empfindlich und auch seitlich am Thorax von der Achsel bis zum unteren Rippenbogen. Die Schmerzen an der unteren Rippe sind wohl ziemlich charakteristisch für Fibro. Und ich bin auch jemand, dem Wärme hilft :)
     
  5. Almarantha

    Almarantha Guest

    Hallo!
    Hier muss ich direkt mal nachfragen: ist das tatsächlich charakteristisch für Fibro? Ich hab seit Jahren ganz genau diese genannten Rippenschmerzen - und es hat bisher KEINEN Arzt interessiert, obwohl ich bei jedem Termin drauf hingewiesen hab. Es hieß immer nur: "SIE sind aber schmerzempfindlich! Erstaunlich!". 2007 hat das angefangen - meine Diagnose hab ich seit Januar diesen Jahres... . Ich wollte schon zum Orthopäden, weil ich dachte, es sei Intercostalneuralgie. Aber: ist das nicht eigentlich ein und dasselbe?
    Ich bin immer wieder erstaunt, zu hören/lesen, dass Andere die gleichen Beschwerden haben, wie ich - ich also NICHT plemplem bin und die Sache einen NAMEN hat!
    Grüße,
    Almarantha
     
  6. Bine305

    Bine305 Neues Mitglied

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    Ganz lieben Dank für die Antworten! :)
    Tensgerät habe ich gestern gleich vorgeholt und werde es noch ein paar Tage benutzen, bisher merke ich dadurch keine Verbeserung, kann aber noch kommen :) ich bleibe hoffnungsfroh. Wärmeanwendung in Form von Infrarotkabine mache ich regelmäßig, dazu noch Heizkissen im Fernsehsessel und auch hin und wieder die leicht wärmende Kyttasalbe oder ein richtig heißes Salzbad. Gestern habe ich auch mal Novaminsulfon bis an die Oberkante gefahren (die Palexia sind ein Opioid, da ändere ich nichts, allerdigns bezweifle ich langsam die Wirkung, denn erst durch Novanmin spüre ich einen Verbesserung) und vorm Einschlafen wie so oft einen wunderbare Tiefenentspannung von Rüdiger Dahlke (Heilungsrituale - sehr zu empfehlen, mir tut es immer gut) gehört.

    Immerhin konnte ich dann die halbe Nacht schlafen, danach war es eher dösen weil das Liegen so unangenehm ist. Tagsüber tut es zwar auch weh (dumpf-ziehend), aber es läßt sich eher aushalten und mit den Fibrobewährten Methoden (Ablenken, Bewegen) ertragen.

    Eben bekam ich auch einen Termin bei der Hausärztin für Do. aber ich fürchte, da geht es mir dann genau so wie bei Almanthara. Man sieht ja nix, da kann also auch nix sein ;-) Aber ich lasse nichts unversucht, vielleicht hat sie ja doch eine Idee.

    An eine Intercostalneuralgie habe ich auch schon gedacht, das kommt ziemlich genau hin. Aber das ist ein Symtom, keine Diagnose und was an einfachen Behandlungsmöglichkeiten vorgeschlagen wird, mache ich ja schon. Das sind ja wohl Nervenschmerzen - die kriegt man anscheinend schlecht beeinflusst?

    Wenn diese Schmerzen zur Fibro gehören, hilft am Ende, meiner Erfahrung nach, dann doch nur aushalten und darauf hoffen, dass es irgendwann von alleine etwas besser wird. Bei mir sind alle Schmerzareale (Fersen, Schultern, Ellenbogen, HWS, ISG) nach einer gewissen Zeit (meist so 3 -4 Monate) wieder besser geworden, aber ein Restschmerz ist immer geblieben und so kenne ich inzw. wirklich das Gefühl von "Ganzkörperschmerz" weil alles zusammen da ist.

    Es tut gut zu hören, dass andere das auch kennen. Alle anderen hier bei mir können das anscheinend kaum nachempfinden, wie es ist, permanent mit den Schmerzen zu leben und ihn kaum beeinflussen zu können und auch keine wesentliche ärztliche Hilfe zu erhalten. Danke, dass ich hier einfach mal alles loswerden kann.

    LG
    Bine
     
    #6 9. April 2013
    Zuletzt bearbeitet: 9. April 2013
  7. Tini 5

    Tini 5 Neues Mitglied

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    also....

    auch ich kann bei diesen Schmerzen mitreden.....

    faßt mir einer an die Rippen oder Oberarme, gehe ich in die Knie....

    da hilft auch mein Tilidin nicht....

    laut meiner RÄ kommt das Alles von der PSA......nämlich von den Muskel und Sehnenansätzen....

    das Wort Fibro ist bei ihr noch nie gefallen....

    bin seronegativ.....außer CRP.....
     
  8. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    Hallo bine.

    welche cd hörst du genau?
    ich interessiere mich sehr dafür.
     
  9. Bine305

    Bine305 Neues Mitglied

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    Hallo Puffelhexe,

    ich höre diverse CDs von Rüdiger Dahlke, die sind je nach Thema, sehr gut geeignet, über eine leichte Trance zu Entspannen und manchmal fühle ich mich am nächsten Tag etwas besser, so als ob die Selbsheilungskräfte wirklich angeregt werden.
    Ich liebe besonder die "Heilungsrituale" (2 verschiedene Stücke, je ca eine dreiviertel Stunde) , ich wechsele da immer mal ab, sind aber beide toll. Was auch Klasse ist: der "Innere Arzt", "Selbstheilung" und "Tiefenentspannung". Schau mal beim großen Internethändler a.... ;-) da gibt es eine breite Auswahl zu verschiedensten Gesundheitsthemen von diesem Autor. Seine Stimme empfinde ich auch als sehr angenhem - aber das empfindet jeder ja anders.

    In der Reha wurde auch eine CD speziell für Fibro vorgestellt:Aktive Schmerzkontrolle, (Autor: Winfried Häuser, Susanne Wambach); ich habe sie über eine längere Zeit gehört, sie ist aber wesentlich unprofessioneller und ich fand sie nicht ganz so schön.

    LG
    Bine
     
  10. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    danke schön bine. ich werde mal ordentlich
    stöbern.
     
  11. anurju

    anurju anurju

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    Hallo Bine,

    ich kenne die Probleme mit der BWS sehr gut - das ist wirklich Quälerei - zumal bei mir manchmal auch Herz- und Kreislauf in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn dort so viel Entzündliches abläuft und zusätzlich die Muskeln völlig dicht machen.
    Gerade bei Spondylarthriden (hab ich - dazu noch eine Kollagenose) muss man in der Region zwar mit solchen Dingen rechnen - aber manchmal bin ich das soooo leid.

    Meine wesentlichen Hilfen - Wärme, Entspannung - hast du schon selber für dich entdeckt. Manchmal hilft mir vorsichtige manuelle Therapie und ab und zu auch Spritzen von meinem Schmerzdoc. All das ist seit Enbrel viel besser geworden, flammt aber immer mal wieder auf.

    Wichtig kann noch sein, auf eine möglichst gute Gesamtstatik des Körpers zu achten - will heißen: bewusst "mittig" stehen - oft kommt es nämlich durch einseitige Haltung oder Schmerzvermeidungshaltungen (z.B. wenn ein Fuß oder Knie muckt) zu noch mehr Problemen in dem Bereich.
    Der ganze Körper ist ja wie ein "Gesamtkunstwerk" voneinander abhängig und gerade die kleinen Wirbelgelenke rund um das Brustbein melden jede Fehlbelastung gnadenlos...

    Bitte behalt die Möglichkeit einer Spondylarthritis (z.B. Psoriasis-Arthritis ist dabei oft seronegativ) unbedingt im Blick.
    Fibro als Ursache klingt plausibel (hab ich nicht...), aber oft werden eben andere Rheumaformen viel zu lange nicht diagnostiziert.
    Ich drücke die Daumen, dass es bald besser wird - viele liebe Grüße von
    anurju :)
     
  12. anurju

    anurju anurju

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    Hallo nochmal,

    weil bei dir ja die PSA im Raum stand (und du scheinst diese ja auch als Ursache anzunehmen) - es gibt ja ein erfolgversprechendes Diagnoseverfahren, das gerade die Spondylarthriden recht gut aufdeckt.
    Leider ist es noch nicht wirklich verbreitet und von allen Ärzten akzeptiert - hier trotzdem mal der Link: http://xiralite.com/index.php/de/klinische-beispiele/psoriasisarthritis.html
    Vielleicht gibt es ja in deiner Region einen Arzt, der das anbietet. Allerdings zahlt es nicht jede Kasse - bei meinem Doc hat es ca. 270 Euro gekostet.

    Bleib am Ball - nicht alles ist Fibro und ich kann nur sagen, dass diese Probleme unglaublich viel besser geworden sind seit ich MTX und Enbrel sowie Cortison bekomme...

    Herzliche Grüße von anurju :)
     
  13. Bine305

    Bine305 Neues Mitglied

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    @ anurju
    Ganz lieben Dank für die Rückmeldung.
    Ja, wie Du es schilderst, kenne ich diese BWS Schmerzen auch, manchmal auch "Herzstiche" etc. Ich habe bisher einfach versucht, das zu ignorieren, denn es nützt wenig, damit beim Arzt vorzusprechen, dort bin ich in der Schublade Fibro und ich bekomme höchstens noch den dezenten Hinweis auf Stress (meine Schmerzen sind Stress... aber das zählt nicht). Vor gut 15 Jahren hatte ich genau diese BWS-Schmerzen schon einmal über gut eineinhalb Jahre und niemand wusste warum. Damals war ich auch schon mal bei der Rheumatologin, die mich als "Kann-fall" bezeichnete.
    Als ich dann gut 10 Jahre später wieder in der Praxis vorsprach, hatte sie die alten Unterlagen nicht mehr, ich kann also vieles aus der Anfangszeit (ich war damals Anfang/Mitte 30) nicht dokumentieren.

    Auf den Röntgenbildern sieht man wenn überhaupt, nur leichte "degenerative Abnutzungen", Spondyarthrosen und in der Schulter mal eine aktivierte Arthrose. Was mir aber besonders weh tut, sind die Sehnen und Bänder, nicht die Knochen.

    Ich hatte im letzten Jahr die Diagnose noch mal in den Raum gestellt und war zur Rheumatologin gegangen. Leider musste ich zu der Ärztin, bei der ich bereits war und die anfangs alles auf eine "somatoforme Schmerzstörung" geschoben hatte. In der Reha (Bad Eilsen 2010) wurde daraus dann Fibro, allerdings wurde da nicht viel untersucht, ging eher nach Aktenlage.

    Was mir fehlt ist der Blutmarker HLA B27, wenn ich den hätte, wäre es evtl. schon eindeutiger. Aus diesem Grund hat die Rheumatologin meinen PsA-Verdacht dann abgetan. Eine versteckte Psoriasis konnte der Hautarzt letztes Jahr diagnostizieren, aber meine Sehnenansätze tun zwar zeitweise höllisch weh, sind aber kaum geschwollen oder gerötet, so dass das auch eher abgetan wurde (am Ellenbogen z.B. mit der Bemerkung, dass ich ja Rechtshänderin wäre).

    Ich hatte den Termin im letzten Jahr gut vorbereitet, alles zusammengetragen, was ich als Indizien finden konnte (da kam viel zusammen, führt hier aber zu weit) und sehr überscihtlich und kurz aufgeführt und hatte am Ende das Gefühl, genau damit von der Ärztin wiederum in die Psychoschiene gedrängt zu werden.

    Die neue Diagnosemethode finde ich sehr interessant, gibt es irgendwo eine Liste, wo ma derlei Gerät findet bzw. zu welchem Arzt man gehen könnte?? Ich lebe im Bereich Braunschweig, hier ist die Rheumatologie ein wenig unterrepräsentiert.

    Liebe Grüße
    Bine
     
    #13 10. April 2013
    Zuletzt bearbeitet: 11. April 2013
  14. Bine305

    Bine305 Neues Mitglied

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    Heute war ich bei meiner Hausärztin, die hat mir erst mal Manuelle Therapie verordnet und die Dosis vom Opioid Palexia erhöht (was ich ausprobiere, aber mit großer Skepsis). In der Physiotherapiepraxis bekam ich glücklicherweise schon für morgen einen Doppeltermin (jemand hatte kurz vorher abgesagt, nomal sind sie gut ausgebucht). Ich hoffe nun, dass ich erst Mal aus den heftigsten Schmerz herauskomme, so dass dann meine Selbshilfemaßnahmen (Wärme, Bewegung etc.) wieder ausreichen. Alles Weitere muss sich finden, ich denke die PsA behalte ich im Hinterkopf und wenn sich was deutlich zeigt, kann ich nochmals die Fibrodiagnose hinterfragen.

    Ich danke Euch, dass Ihr mir mit Tipps bis hier schon mal geholfen habt!!!
    Liebe Grüße
    Bine