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Schluß wegen Rheuma

Dieses Thema im Forum "Austausch für und mit Angehörigen" wurde erstellt von LittleWhitch, 27. Januar 2007.

  1. LittleWhitch

    LittleWhitch Registrierter Benutzer

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    Hallo ihr lieben,

    ich habe vor einigen Monaten mit meinem Freund schluß gemacht, weil ich es nicht mehr ausgehalten hatte. Er hatte nur noch Depressionen wegen dem Rheuma und dem verdacht auf Fibro usw. und damit kam ich nach ne Weile nicht mehr klar. Ich weiß, dass es falsch war, naja, vielleicht auch nicht, aber ich wollte gerne wissen, was ich vielleicht hätte anders machen können, damit ich besser damit zurecht komme?

    Ich muss dazu sagen, meine Mutter hat auch Rheuma, Fibro und sehr viele Schmerzen, aber sie hat keine Depressionen.

    Habt ihr vielleicht Tips für mich?!

    Danke...
     
  2. phoebe

    phoebe Aktives Mitglied

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    --

    na ...ich kann selbstverständlich nicht verstehen...dass man sich von jemandem trennen kann...weil er krank ist..
    -ich stelle mir gerade vor...wie es wäre wenn du krank wirst..und dann so behandlet wirst.?? hoffe du kommst niemals in diese lage.
     
  3. poldi

    poldi Aktives Mitglied

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    Dann bete ich mal zu Gott, dass meine Familie immer zu mir steht.
    Schönes Wochenende wünscht

    Poldi
     
  4. KatzeS

    KatzeS Neues Mitglied

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    Hallo!

    Vielleicht solltest du etwas mehr ins Detail gehen. Wir wissen ja nicht, wie er sich verhalten hat und wie du dich verhalten hast. Da können wir schlecht Tipps geben. Da ja eh Schluss ist, ist es dafür ja auch ein wenig spät. Also was genau erhoffst du dir hier? Ich versteh nicht ganz, worum es dir geht.

    Lg KatzeS
     
  5. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Das Leben.........

    Liebe "kleine Hexe",

    dazu kann und sollte niemand etwas sagen, denn solche Entscheidungen muss man alleine treffen, weil man mit den Auswirkungen auch alleine leben muss.

    Jeder hat das Recht auf sein Leben, seine Entscheidungen, seine Gefühle und nicht jeder kann und will so sein, wie andere es erwarten.

    Ich bin krank, ich war sehr depressiv - aber ich kann dennoch nicht damit umgehen, wenn es andere betrifft.

    Also, lass dir nichts einreden. Deine Entscheidung ist ausschliessliche deine Sache und gibt Aussenstehenden nicht das kleinste Recht auf Einmischung.

    Alles Gute auf dem weiteren Weg.

    Pumpkin
     
  6. laface

    laface Mitglied

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    hi LittleWhitch,

    vielleicht gibt es bei dir um die ecke ja so eine art selbsthilfegruppe für dieses problem.
    ich kann mir gut vorstellen, dass es viele leute gibt, die das gleiche wie du erlebt haben. die einen kamen in der beziehung vielleicht damit klar und können tipps geben. die anderen können dann von denen lernen und mit extrem situationen eventuell besser umgehen.

    viel glück beim finden einer lösung.
    herzliche grüße
    laface
     
  7. LittleWhitch

    LittleWhitch Registrierter Benutzer

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    Danke

    Abend ihr lieben,

    also, ersteinmal danke für eure Antworten.

    poldiDann bete ich mal zu Gott, dass meine Familie immer zu mir steht.
    Schönes Wochenende wünscht

    Poldi

    Wer hat den gesagt, dass ich nicht zu meiner Familie stehen würde?! Ich nicht. Ich liebe meine Familie, und vorallem liebe ich meine Mutter. Sie ist das wichtigste für mich. Deshalb werde ich immer zu ihr stehen.


    Ihr wolltet, dass ich es ein wenig mehr beschreibe warum und wieso ich mit ihm Schluß gemacht habe.
    Es war so:
    Ich war mit ihm noch nicht lange zusammen, aber in dieser Zeit, wo ich es war, gab es keine Minute, in der er mal nicht Depressiv war. Ich habe ihn Nachts in meinen Armen gehalten, während er sich vor Schmerzen gekrummt hat, oder wenn er geschlafen hat, dann haben immer sien Muskeln gezuckt.
    Er hat so oft geweint, gesagt er kann nichts mehr machen und hat die nötige Aufmerksamkeit, die er brauchte, von mir nicht erhalten, da ich selber genug Probleme zu diesem Zeitpunkt hatte und immer noch habe.
    Ich selber bin jemand, der auch oftmals Depressionen hat. Es war einfach zuviel.

    Ich hatte mich bei ihm entschuldigt und wir sind immer noch gute Freunde, aber ich bekomme alles nicht mehr so mit, wie vorher.

    Ich wollt von euch nur wissen, wie und ob ich mich hätte anders verhalten können, mehr nicht.

    Aber trotzdem noch einmal danke für eure ehrlich gemeinte Antwort.

    Liebe Grüße
     
  8. laface

    laface Mitglied

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    hi LittleWhitch,

    habt ihr denn versucht eine lösung für sein problem zu finden? war er in behandlung wegen der depression. hatte er eine psychotherapie gemacht oder auch medikamente bekommen. hattet ihr mal an eine psychosomatische kur (die ich im übrigen auch mal ambulant gemacht habe) gedacht?
    kann ich nur jedem empfehlen!!!
    wichtig ist ja, das man dem kranken menschen so gut es geht hilft.
    wünschenwert wäre es dann gewesen, dass du dabei unterstützung aus dem umfeld bekommen hättest. hattest du unterstützung?
    wir können dir hier nicht sagen, ob du richtig oder nicht richtig gehandelt hast. jeder mensch emfpindet anders und geht mit verschiedensten situationen im leben anders um.
    wie du oben schon erfahren musstest hatte der eine oder andere sehr vorschnell eine meinung zu dem gehabt, was du geschrieben hast.

    du kannst hier höchstens deine geschichte niederschreiben und uns daran teilhaben lassen.viele hier sind chronisch krank und sind bei dieser thematik sehr sensibel.
    mit sicherheit haben einige im forum auch angst vom partner verlassen zu werden. diese können vielleicht ein wenig verstehen was der gesunde partner mitunter durchmacht.
    andere hingegen können sich eine trennung nicht im traum vorstellen und verurteilen menschen die mit einem chronisch kranken nicht klarkommen.

    es gibt noch soviele andere beispiele. jeder empfindet auch die liebe zu einem menschen anders. die einen sind unzertrennbar und haben eine mauer um sich herum. sie stehen alles zusammen durch. keine macht kann sie sozusagen trennen.
    bei anderen kommt das wort liebe vielleicht einmal im jahr vor und trotzdem lieben sie sich irgendwie.
    zusammenfassend versuchen wir hier natürlich zu helfen und ratschläge zu geben...
    sei dir aber bitte im klaren darüber, dass es hilfestellungen und ratschläge von aussenstehenden sind.
    nur du kannst entscheiden, ob es richtig war oder nicht. wir wohl eher nicht.

    hab einen schönen abend
    gruß
    laface
     
  9. KatzeS

    KatzeS Neues Mitglied

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    Hallo nochmal,

    also wie schon gesagt, ich finde es schwierig zu sagen, was man anders hätte machen können. Wir kennen euch ja nicht. Ich würde mich den Fragen von Laface anschließen. War er wegen all seiner Beschwerden, auch psychischen, in Behandlung? Manche schaffen es nicht aus eigener Kraft, sich die nötige Hilfe zu holen. Dann ist es gut, wenn sie dabei Unterstützung erhalten.
    Wenn dich die Situation zu sehr belastet hat, dann denke ich, dass deine Entscheidung vielleicht richtig war. Wenn es dich kaputt gemacht hätte, wäre es so oder so für ihn nicht besser gewesen, denn dann hättest du dich und auch ihn zusätzlich belastet. Aber es ist in so einer Situation wirklich schwer, die richtige Entscheidung zu treffen.

    Lg KatzeS
     
  10. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Liebe LittleWhitch,



    Eure Beziehung war auf mehreren Seiten sehr belastet. Zum einen hast Du selbst Depressionen (sind es Depressionen oder depressive Verstimmungen oder "Durchhänger") und zum anderen ist Dein Ex-Freund körperlich krank und hat Depressionen. Wenn eine Beziehung funktionieren soll, muß eine stabile Basis vorhanden sein, die konntet Ihr in der kurzen Zeit nicht schaffen, da es sich offensichtlich sehr häufig um die Erkrankungen drehte und nicht um Eure Liebe.

    Wichtig ist m.E., daß Du für Dich schaust, was Du in Deinem Leben möchtest, wie Du Dich fühlst bzw. fühlen willst, welche Ziele Du erreichen möchtest und Dir Deinen Weg für Dich überlegst.
    Es ist wichtig, daß Du für Dich stabiler wirst.
    Erst wenn Du für Dich Kraft hast und vielen Problemen "distanzierter", damit meine nicht nicht gefühllos! - und kraftvoller gegenüberstehen kannst, kannst Du Dich auch für andere Menschen einsetzen, aber eben auch nur bis zu einer gewissen Grenze.

    Viele Grüße
    Sabinerin
     
  11. Snoopiefrau

    Snoopiefrau Bodos Fraule

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    Vor Schmerzen weinen sollte kein Mensch! Es stellt sich die Frage, ob es Deinem Ex-Freund bei kompetenter ärztlicher Betreuung und den entsprechenden Medikamenten weiterhin so schlecht gehen würde. (Du schreibst jedenfalls nichts über ärztliche Maßnahmen)
    Medikamente und Therapien begleiten uns seit Beginn der Beziehung. Seit Kindheit hat mein Mann starkes Asthma und mit dieser Krankheit lernte ich ihn vor 33 Jahren kennen und lieben.

    Als er zusätzlich 2002 die Diagnose CP und Fibro bekam, hat es uns beide vollkommen aus dem Tritt gehauen. Mein „Fels in der Brandung“ war plötzlich ein geknickter Zwerg! Schmerzen machen dünnhäutig, depressiv und auch (wort)empfindlich. Nun musste ich die Stärkere sein und darin war ich wirklich ungeübt! Wieder Fuß im normalen Leben zu finden ist eine sehr große Herausforderung. Allerdings ist mein Mann trotz aller depressiven Phasen ein Typ, der nach vorne sieht! Dennoch gibt es sie auch bei uns, die Tage voller Missklänge. Da habe ich absolut keine Lust mehr, immer nur Verständnis haben zu müssen, fühle mich hilflos oder deprimiert, bin verletzt und in meiner Ohnmacht stocksauer auf Gott und die Welt. Dann möchte ich auch mal mein Köfferchen packen und alle Last hinter mir lassen, aber nach einem langen Spaziergang mit dem Hund bin ich froh, wieder heimzukommen. Aller Probleme zum Trotz, weiß ich wo mein Nest ist. Mit Sicherheit spielt in unserer Beziehung jedoch die lange und auch innige Verbundenheit eine sehr große Rolle.
    Euere Partnerschaft hatte unter den verflixt hohen Belastungen da vielleicht einfach keine Chance!
    Ich wünsche Dir alles Gute

    Snoopiefrau