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Sammle Info's für Familie-is doch bloß Rheuma!!!

Dieses Thema im Forum "Austausch für und mit Angehörigen" wurde erstellt von Catzilla, 20. September 2004.

  1. Catzilla

    Catzilla HundKatzMaus

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    Hallole,


    mich mal wieder zu Wort melden muß. Das Wochenende war nicht so super, 3 Tage Erbrechen und Migräne, niedriger Blutdruck, Schübe ohne Ende, das ganze Spektrum.

    Habe heute erfahren, daß mein Vater mit Nierensteinen in der Klinik liegt, was nicht so toll ist. Wie manche von euch ja schon wißen, ist der Familienband nicht gerade der beste, vor allem weil ich doch eh kein Rheuma hab, und das hätten sie ja auch, ich soll mich nicht so anstellen. Also ich zum Telefon gegriffen und meine Schwester angerufen, das Gespräch verlief auch problemlos. Dann hab ich meine Mutter angerufen, das erste was kam, ach du lebst noch?! Tja Tote können nun mal nicht telefonieren :mad: und die haben ja auch meine Nummer. Sie meinte dazu, es wäre an mir anzurufen und nicht umgekehrt...aha! Außerdem soll ich endlich aufhören mich in die Klinik zu legen, bringt eh niks, ich soll arbeiten gehen und mich nicht so gehen laßen, mit den Schmerzen muß man leben, und ich bin doch erst 36, naja die alte Litanei und noch immer schwebt der vor ich wäre ein Kleinkind dem man sein Leben diktieren kann und ich soll denen doch mal schriftlich geben was ich habe. Die hätten noch nie was gesehen was darauf hinweist. Komischerweise hatte Olaf denen schon mal was hingelegt was nicht betrachtet wurde und schon gar nicht gelesen, außerdem lagen sämtliche Befunde von mir auf dem Schreibtisch wo meine Schwester hier war.

    Also meine Bitte an euch, ich druck das dann aus und schicke es denen zu, aber es wird vielleicht eh niks bringen, wer seine Augen verschließt is eh blind, CP is doch nicht schlimm, den Schmerz muß man ignorieren und ich soll mich bewegen dann wäre meine Moral besser und ich würde mich doch eh selber nur krank machen.

    Erklärt meiner lieben Familie doch bitte mal was CP ist (is ja heilbar ihrer Meinung nach) und Crest sowie sekundaire Fibro und was das im Alltag bedeutet.

    An alle lieben Dank für eure Mühe,



    Nikki(die wieder mal gefrustet ist daß es immer noch Menschen gibt die Scheuklappen auf den Augen haben und ich mich immer rechtfertigen muß was ich habe oder nicht habe)
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    hi nikki, lass dir doch mal bei www.tiz-info.de die broschüren über rheuma schicken ebenso die flyer und gleich ein paar mehr zum verteilen. da steht eine menge an info drin. dann gibts hier auf der hauptseite einiges zum ausdrucken. ebenso auf www.bewegende-momente.de das ist eine seite von abbot, einem pharma hersteller, aber ganz gut erklärt.

    gruss kuki
     
  3. matzi

    matzi Neues Mitglied

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    Liebe Catzilla!

    Gerne versuche ich Dir zu Helfen!

    Also, ich bin 38 Jahre und habe cP.Sicherlich müssen wir mit dem Schmerz
    leben,es bleibt uns ja auch nichts anderes übrig. 24 Std.Schmerzen man
    ist sehr eingeschränkt, viele Sachen kann man nicht mehr machen.
    Alles was vor der Krankheit von selbstverständlich ging ist ein Gewaltakt.
    Medikamente die Linderung bringen, haben teilweise fürchterliche Neben-
    wirkungen. Früher war ich mindesten 3mal die Woche mit den Schwieger-
    eltern unterwegs, Ausflüge die mir sehr viel Spass machten. Heute
    bin ich nach einen kurzen Einkaufsbummel fix und fertig und sehne mich
    nur noch nach der Couch. Familienfeiern,man will nicht immer absagen,
    aber nach einer Stunde,man kann nicht mehr sitzen es ist alles zu laut.
    Ich drehe dann immer eine kleine Runde draussen und muß erklären
    warum,was einem dann fürchterlich auf die Nerven geht,man muß sich
    für alles entschuldigen oder erklären. Da ich noch 2 Tage in der Woche
    arbeiten gehe, sagen alle Dir geht es doch gut. Aber das ich an den
    Tagen die doppelte Menge an Medikamente nehme,das ich durchhalte
    danach fragt keiner,genauso das ich den folgenden Tag komplett flach-
    liege. Seitdem mir aber mal der Kragen geplatzt ist und ich ganz gegen
    meiner Gewohnheit, auf den Tisch gekloppt habe,klappt es prima.
    Es ist auch schwer (so war es in meinem Fall) zu akzeptieren,wenn
    man voher immer für alle anderen da war,aber irgendwann sollte die
    Familie auch das akzeptieren. Wir würden bestimmt alle gerne,aber
    unsere Krankheit sagt : NEIN

    Liebe Grüße
    Matzi
     
  4. liebelein

    liebelein Carpe Diem.....

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    liebe catzilla,

    da wirst du aber viel auszudrucken haben:;)

    schau mal hier:"an alle angehörigen"

    http://rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=10206&highlight=angeh%F6rigen

    (in dem beitrag beschreiben rheumis, wie ihr tag aussieht uvm.).


    dann hier "mein name ist fibromyalgie":
    http://rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=11673&highlight=name+fibromyalgie

    und hier ein beitrag von einem partner, der sich an uns wand:

    http://rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=12253&highlight=name+fibromyalgie

    und hier mal ein ausschnitt zum thema fibro:
    fibromyalgie ! symptomatik uvm.:
    http://www.weiss.de/33.0.html
    (dort folgt ihr einfach den unterteilungen auf der linken seite unter dem titel fibro).
    http://rheuma-online.de/news/312.html (schmerzschwelle v.fibroangehörigen erniedrigt)
    http://rheuma-online.de/news/192.html (erschöpfung bei fibro ist ein ernstzunehmendes problem)

    (aus dem gesamtbeitrag)
    http://rheuma-online.de/phorum/showthread.php?p=104333#post104333

    es ist nicht leicht, menschen, die nicht verstehen wollen, dahin zu bringen, das sie sich für ein "umdenken" öffnen.

    drück dir die daumen dahingehend.
    hoffe, es hilft.
    halte uns mal auf dem laufenden,okay?

    alles gute
    liebi:)

    gute idee,ein paar zeilen an die MUTTER (?) und FAMILIE:

    ohne meine fam. hätte ich vieles nicht durchgestanden.....aber meine fam./mutter auch nicht.

    das leben ist ein geben und nehmen basierend auch auf verständnis/akzeptanz, respekt und vor allem liebe.

    wer will denn "schmerz" von ihnen werten? wer hat von ihnen "schmerz"?

    ich kann nur an sie appelieren, geben sie ihrer tochter halt, geborgenheit und ihre liebe.....denn das ist das was sie braucht und keinen weiteren druck.

    und noch eins: bevor man sich über eine situation eine meinung bildet, sollte man sich vorher informieren.

    geben sie gut auf sich acht....denn ein leben "ohne verständnis und zuneigung" ist verdammt hart....sind sie davor gefeit???

    in der hoffnung das die mutter auch wieder "mutter" wird und du liebe catzilla endlich mal ruhe finden wirst schicke ich ganz viele liebe gedanken....

    liebelein
     
    #4 20. September 2004
    Zuletzt bearbeitet: 20. September 2004
  5. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Liebe Catzilla-Mutter,

    ich sage hierzu wenig - aber von einer Mutter erwarte ich als ihr Kind

    Verständnis für alles, was mich betrifft,
    Hilfestellung in jeder Lebenslage,
    Unterstützung und Bereitschaft da zu sein.

    Können Sie das nicht, dann würde ich mal den Begriff "Mutter" überdenken.

    Meine Mutter ist 84, jetzt Witwe, sitzt im Rollstuhl und ihre ganze Sorge bin ich: 54 Jahre, in Rente wegen cP - das nenne ich Mutter.

    Grüsse

    Pumpkin
     
  6. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Catzilla-Mutter,

    wissen Sie, was es heißt,
    eines Tages nicht mehr die Kraft zu haben, ein Marmeladen-Glas zu öffnen, dies dem Ehemann oder einer anderen Person zu überlassen...

    sich eingestehen zu müssen, dass man(n/frau) von anderen anfängt, abhängig zu werden ?????

    zu hoffen, dass man sein Beruf (bin Zahnarzthelferin, brauche meine Finger) und mein Hobby (ich bin Vollblut-Hobbymusikerin, brauche meine Finger, bastele für mein Leben gerne mit Tonkarton, Tonpapier) noch lange ausüben kann oder noch lange hier tippen kann, dass es manchmal zu langsam geht, weil die Fingergelenke steif sind oder weh tun ?????

    zu hoffen, dass ich noch lange für meine Kinder und meinen Mann da bin und nicht so schnell von Menschen abhängig werde.... ich habe noch einen kleinen Sohn von 2,5 Jahren, der mich braucht...

    zu hoffen, dass es die eigenen Kinder nicht bekommen werden, obwohl ich ganz genau weiß, dass ich es vererbt bekommen habe ???

    zu hoffen, dass man wenigstens die Hände und die Finger bis zum Schluss ohne große Schmerzen bewegen kann ???

    Können Sie in irgendeiner Form nachvollziehen, wie weh es tut (und hier ist es egal, ob körperlich oder seelisch, meist kommt beides zusammen),

    wenn man zu lange sitzt und sich dann hochhieft, um sich wieder einzueiern ?????

    wenn man Kleidung ausbessern muss und die Finger sich nicht so bewegen lassen, wie ich es vorher gewohnt war, sondern irgendwie steif, plump....

    wenn man den Garten fertig stellt und einem sämtliche Knochen und Muskeln wehtun und sich überhaupt nicht mehr bewegen kann ????

    Bevor Sie diese Fragen sich nicht beantworten können und auch keine Beschwerden haben, sollten Sie und ihre Familie sich zurückhalten mit irgendwelchen Äußerungen und Bemerkungen. Besser wäre es, wenn Sie ihrer Tochter, wenn sie es möchte, helfen würden, anstatt mit Vorwürfen zu überschütten.

    Wissen Sie eigentlich, dass Sie Ihr übriges dazu tun, dass es Ihrer Tochter schlechter geht, denn wenn die Seele durch die Umwelt verletzt wird durch Äußerungen und Bemerkungen, reagiert auch der Körper...

    Vielleicht sollten Sie sich erst ein Mal informieren, bevor Sie Ihrer Tochter in irgendeiner Form Vorhaltungen machen.


    Hochachtungsvoll
    Colana
     
  7. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Rheuma

    Hi Catzilla
    Es wird sicher nichts bringen Befunde verständlich zu formulieren und auf "Einsicht" zu hoffen. Vielleicht sind irgendwelche Schuldgefühle oder auch Scham "warum unser Kind" mit im Spiel. Oft will man vor anderen nicht eingestehen, daß man selber oder seine Kinder nicht diesem "Leistungsideal - Jung und dynamisch" entsprechen.
    Allerdings sollte man wissen, daß Rheuma eine ernsthafte Erkrankung ist, die erhebliche Einschnitte in die Leistungsfähigkeit des Erkrankten darstellt. Die meist lange mit der chronischen Erkrankung einhergehende optische Täuschung gesund auszusehen birgt die Gefahr, Tatsachen einfach hinwegzuwischen.
    Man muß sich im Klaren sein und auch als Angehöriger wissen, daß Rheuma im bestimmten Umfang hilflos machen kann, daß der Ausgang der Erkrankung meist nicht vorhersehbar ist und es schleichende und akut agressive Verläufe der Erkrankung geben kann.
    Mit Schmerzen leben müssen Rheumakranke sowiso, am schlimmsten ist wohl die Ungewissheit wann und wie intensiv diese kommen?
    Behandlungen, insbesondere im Krankenhaus, sind meist nur der Versuch einen akuten Verlauf in seinen Folgen korregieren zu wollen.
    Wir nehmen Medikamente um einigermaßen schmerzfrei leben zu können und um zu versuchen Folgen, wie sie rheumatypisch sind abzuwenden. Oftmals bleibt es dabei beim Versuch......
    Gerade Rheumakranke sind statistisch erwiesen geduldige Patienten. Wir wollen niemanden zur Last fallen und versuchen alles um normal zu leben.
    Wir sind auf diverse Medikamente angewiesen, die oft anscheinend helfen. Aber eigentlich vergiften wir uns damit .........
    Ich habe schon oft Beiträge in unserem Forum geschrieben und bitte um Entschuldigung für die Deutlichkeit zu unseren gesundheitlichen Problemen. Scheinbar muß es manchmal sein.
    Denn vielfach lesen sich unsere klinischen Befunde relativ normal, doch dahinter verbergen sich Schmerzen, Kummer und Verzweiflung.
    Meist weis nur der Betroffene die ganze Wahrheit, kann sich nur ein anderer Betroffener hineinversetzen doch zu seelischen Problemen hat auch der nur begrenzt Zutritt.
    Oft warten viele von uns auf Verständnis und im engeren Kreis auf Zuneigung,
    hoffen egal was passiert einen "Ort des Zuhauses" zu haben.
    Dorthin könnte man dann, wenn es irgendwie mal nicht mehr weitergehen sollte.
    Aber die, die an diesem Ort sind oder sein sollten dürfen niemals vergessen..........manche erreichen diesen Ort dann einfach nicht mehr und man kann sie auch nicht dorthin holen, dann nicht mehr...nie mehr.
    Sicher ist Letzteres die Ausnahme und ich hoffe das für Niemanden, aber man sollte doch mal deutlich dieses schematische Denken zu unserer Erkrankung verurteilen.
    Und Niemand sollte vergessen....: "wenn ein Rheumakranker gesund wird...wäre das ein Wunder - wenn ein Gesunder rheumakrank wird, ist das was völlig normales, egal in welchem Alter" !
    paßt auf Euch auf "merre"
     
  8. pertelfrau

    pertelfrau Neues Mitglied

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    Hallo,

    ich bin die Mutter eines rheumakranken Kindes und mir würde nie im Traum einfallen, ihr ihre Schmerzen nicht zu glauben. Im Gegenteil, sie versucht, dass ich nicht merke, wenn sie Schmerzen hat und humpelt.
    Meine Tochter ist jetzt 5 Jahre alt und hat diese Krankheit seit 4 Jahren. Es gibt eigentlich für eine Mutter kein größeren Wunsch, als dass man seinem Kind die Schmerzen ersparen möchte oder nehmen will. Ich könnte mir nie vorstellen, zu meinem Kind zu sagen: "stell dich nicht so an, es tut doch gar nicht so weh", aber vielleicht liegt es ja daran, dass ich jeden Tag mit meinem Kind zusammen bin und ihr genau anseh, wann sie Schmerzen hat und wann nicht.
    Es gibt so viel Unverständnis auf dieser Welt, aber von der eigenen Mutter muß man es nicht auch noch erhalten.
    Viele Grüße
    pertelfrau
     
  9. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    die Sache mit dem Verständnis

    Liebe Catzilla, hallo an alle,

    die Sache mit dem Verständnis...ist sicher niemals einfach, egal in welchem Bereich.

    Catzilla, ich kann Deine Idee gut nachvollziehen. Das habe ich vor vielen Jahren auch mal versucht und es war ziemlich erfolglos. Ich hatte meinen Eltern angeboten, daß sie mit in die Rheumaklinik gehen können. Das taten sie auch, waren aber der Ansicht, daß "ich das da nicht hätte". Ich gab Fachzeitenschriften weiter, sachliches Informationsmaterial, wollte sie zu Arztterminen mitnehmen etc.
    Im Gegenzug bekam ich dann Artikel aus "Bild der Frau" (oder ähnliche Zeitschriften), wo in großen Lettern stand "Rheuma ist heilbar", "Endlich ohne Rheuma leben", "Mein Rheuma ist weg" usw.

    Damals habe ich viel Zeit, Kraft und Nerven aufgebracht und versucht ihr Verständnis zu erlangen.

    Heute sehe ich einiges anders. Ich kann den Wunsch nach Verständnis und Akzeptanz gut nachvollziehen, aber ein anderer Mensch wird erst dann verstehen und akzeptieren wollen, wenn er selbst dazu bereit ist. Es liegt wohl in der Natur vieler Menschen, sofort auf "Stur zu schalten", wenn ein anderer überzeugen will. Da gehen die meisten Menschen auf Angriff, machen dicht und beharren auf ihrer Meinung.
    Hinzukommt daß sie anderen Menschen eher vertrauen, die von ihrer Oma erzählen, die ja auch Rheuma hatte und mit irgendwelchen Drops schmerzfrei wurde ;)
    Ferner greifen viele Zeitschriften diverse Erkrankungen auf und versprechen mit ihren Artikeln eine vollständige Heilung der Erkrankung, wenn Mann/Frau dies oder das tut.

    Solange andere Menschen nicht richtig zuhören WOLLEN und nicht verstehen WOLLEN, können hier hunderte erkrankte Menschen ergreifende Zeilen schreiben und es wird nichts nutzen.

    Liebe Catzilla, ihr will Dir nicht Deine Hoffnung zerstören *knuddel* sondern Dir auch sagen, daß man Menschen nicht ändern kann, wenn sie sich nicht ändern wollen.

    Wenn man dann mal bei sich selbst schaut, so wird man sicher den ein oder anderen Umstand finden, wo man selbst nicht glauben konnte oder wollte ;) Wenn man dann auch "Beweise" bekam, so glaubte man doch eher der eigenen Meinung oder noch anderen Menschen, die ja wiederum etwas anderes erzählt haben *lächel* Ich denke, jeder hat solche kleinen "Leichen" im Keller liegen *gg* und gerade das macht uns ja irgendwie aus ;)

    Nun die Erkrankung...ich bin der Meinung, daß man selbst erst einmal verstehen muß, daß man WIRKLICH krank ist, daß diese Erkrankung nicht verschwinden wird und man sich damit WIRKLICH auseinandersetzen muß. DANACH wird man seiner Familie und Freunden helfen müssen, all das zu verstehen und zu akzeptieren.
    Klingt irgendwie unlogisch, aber meistens läuft es nur in diese Richtung, anders herum eher selten.

    Trotzdem möchte ich noch einige Zeilen an Deine Familie richten, vielleicht ist das ja bei Dir doch ein Schritt nach vorne....

    @Catzillas Mutter + Familie

    Liebe Catzilla Mutter und Familie,

    "Rheuma", eine Erkrankung mit vielen Gesichtern, mal freundlich, mal weniger freundlich, mal mit Poker-Face, mal ganz offen aggressiv. "Rheuma" hört sich erst einmal harmlos an....dahinter verstecken sich jedoch "Erkrankungen des rheumatischen Formeskreises", an die 400 verschiedenen, wenn ich mich recht erinnere.

    "Rheuma", damit verbinden Sie bestimmt, das Zipperlein in der Schulter, welches die Oma auch hatte. Ja, da haben Sie Recht. Genau das ist auch "Rheuma" oder besser, häufig Arthrose oder im Volksmund auch "Verschleiß" genannt. Bei einer älteren Frau, Oma, kann das mit den Jahren kommen....Arthrose ist sehr schmerzhaft und die "Oma" hat sicher darunter zu leiden gehabt.
    Neben dieser Erkrankung gibt es noch viele verschiedene Erkrankungen, zuviele als das ich sie jetzt ausführen möchte.

    Mal ein kleines Beispiel: Ich bin 35Jahre, vor 12 Jahren an chronischer Polyarthritis erkrankt. Das ist das "entzündliche Gelenkrheuma", welches nicht nur fies schmerzt, sondern auch bewegungsunfähig machen kann.
    Ich bin vor fast 9 Jahren in EU-Rente geschickt worden, weil es anders nicht mehr ging. Auch so kann "Rheuma" verlaufen.
    Und soll ich Ihnen noch etwas sagen?? Wenn Sie mich kennenlernen würden, mit mir reden würden, so kämen sie nicht auf den Gedanken, daß ich krank sein könnte...nein, man sieht es mir nicht an, daß ist wohl ein kleiner Ausgleich zu meiner Erkrankung ;)
    Damit möchte ich Ihnen sagen, daß man "Rheuma" nicht unbedingt einem Menschen ansehen muß und er trotzdem sehr krank sein kann.

    Sie als Mutter, als Familie können Ihrer Tochter nicht die Schmerzen nehmen. Nein, Sie können Ihr auch nicht die Krankheit nehmen, aber Sie können "einfach" nur zuhören und versuchen zu verstehen.

    Es muß als Mutter sehr schwer sein seine Tochter so krank zu sehen. Keine Frage...es tut mir leid, daß Sie diesen Schmerz ertragen müssen. Aber zusammen mit Ihrer Tochter werden Sie es schaffen und sich gegenseitig Kraft und Mut geben.

    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie von Herzen alles Gute.
    Sabinerin, die trotz oder gerade wegen ihrer Erkrankung das Leben liebt
     
  10. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hi Nikki,

    dass in den Köpfen vieler Leute ausgesprochen merkwürdige Vorstellungen herumgeistern, liegt vor allem an diesem unglücklichen Begriff "Rheuma", der meiner Ansicht nach endlich abgeschafft werden sollte, weil er nix aussagt. Betrachtet man die rd. 400 verschiedenen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, so leidet eigentlich nahezu jeder Mensch irgendwann in seinem Leben unter einer rheumatischen Erkrankung - und wenn's nur ein Tennisarm nach Überlastung ist.

    Aus diesem Grund werden wir von der Mehrzahl der Menschen nicht ernst genommen, zumal man in der Anfangsphase der Erkrankung ja auch nur wenig bis gar nix sieht.

    Ein Gesunder kann sich weder die rasenden Schmerzen vorstellen, noch begreift er die bleierne Schlappheit, die uns während der Entzündungsschübe schachmatt setzen.

    Irgendwann, als ich in meiner Familie ganz ähnliche Sprüche hörte, sagte ich: "Stell Dir einfach mal vor, Du hast eine richtige Grippe und gleichzeitig 20 frische Knochenbrüche oder schwere Verstauchungen an allen möglichen Gliedmaßen, dann weißt Du in etwa, wie ich mich gerade fühle." Seitdem werde ich ernst genommen.

    Liebe Knuddelgrüße von
    Monsti
     
  11. Catzilla

    Catzilla HundKatzMaus

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    Hallo ihr Lieben und danke für eure Antworten!

    Auch wenn ich denke daß ich damit nichts erreiche, aber es ist auch mein letzter Versuch. Aber wie soll man einer Mutter(wenn man die als solche definieren kann) erklären daß ich das habe was sich Rheuma nennt mit allen Begleiterscheinungen. Sie ist ja der Meinung daß sie alle Rheuma haben, sie hat seit Jahren Knieschmerzen(Arthrose) die ich auch habe. Mein Vater ist auch voller Arthrose, und ich weiß wie weh das tut, aber sie ist nun mal der Meinung das ist Rheuma, und ich würde mir die Krankheit einbilden, ich wäre zu jung dafür. Genauso wie ich letztes Jahr ihrer Meinung nach zu jung war für die operative Entfernung der Gallenblase, sowas kriegen doch nur alte Leute raus operiert :mad: ! Ich solle doch nur arbeiten gehen, mich mehr bewegen und auf andere Gedanken kommen, ein paar Pillen schlucken, und dann wär aber gut. Ich solle mich damit abfinden daß ich kein Rheuma habe, und wenn überhaupt, Rheuma ist ja heilbar, hat sie gelesen. Auch Kinderrheuma ist ihrer Meinung nach heilbar, das geht ein paar Jahre, sagte sie mir gestern am Telefon, und dann ist aber gut. Ich muß aufhören mich in die Kliniken zu legen-klar macht mir ja Spaß :mad: ! Und mein Lebensgefährte hält eh nur zu mir weil wir zusammen leben und er hätte doch automatisch nur die Meinung die ich habe. Komischerweise ist meine HÄ auch der Meinung ich soll schleunigst in die Rheumaklinik in Oberammergau, sie wird mich demnächst einweisen, aber wozu eigentlich, ich hab doch niks. Ich werde die ganzen Antworten von euch zusammen mit einigen meiner Befunde und Infomaterial schicken, auch wenn ich denke daß sie wie bisher alles nicht beachten werden. Außerdem finde ich es schlimm daß man an Hand von Befunden bewiesen muß was man hat!!!Sie ist ja offensichtlich der Meinung ich würde nur Aufmerksamkeit und Mitleid wollen, dabei geht es mir nur darum daß sie das was ich habe akzeptiert und auch die daran gebundenen Konsequenzen. Sogar das schreiben geht kaum noch, habe ewig für diesen Bericht gebraucht, aber mein Schwager ist ja auch der Meinung, wer noch chaten kann, kann auch arbeiten, obwohl ich nie mehr wie maximal eine halbe Stunde am Stück schreiben kann, und dann ewig nicht mehr.

    Ich weiß auch nicht mehr wohin das führen soll, aber ich glaube den Kampf habe ich vewrloren, wer nicht will, dem ist nicht mehr zu helfen.


    Nikki
     
  12. liebelein

    liebelein Carpe Diem.....

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    liebe nikki *dichmalganzliebindenarmnehme*

    weißt du, es gibt zeiten, da trennen sich selbst die wege von einer familie......so weh es auch tut.

    aber wenn du es für dich schaffst,dein leben zu leben....tue es...! wenn du weiterhin kontakt haben willst zu deiner fam und du dich dabei abgrenzen kannst, dann tue es.....solltest du es nicht schaffen.....so sorge erstmal für dich und irgendwann vielleicht gibt es eine möglichkeit "relativ" neutral miteinander umzugehen.

    denn diese ewigen kämpfe tun dir sicherlich überhaupt nicht gut....manches mal muß es man auch "krachen" lassen....!:rolleyes:

    menschen die nicht wollen,wirst du mit nichts in der welt überzeugen....:( (klar haben wir alle irgendwelche "leichen" im keller....wäre sonst vielleicht auch nicht menschlich....*schulterzuck*).

    also nochmal" alles gute für den neuen weg",egal wie er aussehen mag.

    herzlichst

    liebi:)
     
  13. matrose

    matrose *Festlandmatrosin*

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    Liebe Catzilla !

    Ich rate dir vorerst zu Distanz - um deine Nerven + *Gesundheit* zu schonen!

    Das Info-Material + Befunde - das schadet sicher nicht, dann haben alle Verwandten Zeit und Ruhe, sich damit ausseinderzusetzen, vorausgesetzt sie wollen.
    Manche Menschen (meist die Verwandten über 50 :D ) können einfach nicht damit umgehen und somit banalisieren sie deine Erkrankung oder *reden* sie einfach weg. Meist sind sie selbst *traurig* darüber, dass es dich *erwischt* hat und können/wollen es nicht wahr haben.

    Ich würde noch erwähnen, dass du kein Mitleid willst, sondern einfach nur Respekt vor deiner Person und dass beinhaltet auch alle deine Erkrankungen.
    Und kein anderer Mensch hat darüber zu urteilen - wie fit oder nicht-fit man ist - sei es für Körperpflege, Hausarbeit, Beruf oder sonstiges !!



    Mei - des hab i jetzt scheeen gschriebn :D

    Liebe Grüsse aus Wien
    v.d. matrosin
     
  14. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Nikki,

    ich möchte Dich ganz herzlich ein Mal umarmen.... und hoffe, dass Deine Mutter Deine Erkrankung endlich anerkennt.... ich drücke Dir ganz doll die Daumen dafür.

    Liebe Grüße
    Ariane
     
  15. Ruth

    Ruth Bekanntes Mitglied

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    Hallo,Catzilla!

    So leid es mir tut,ich glaube,Du kannst das Verständnis für Dich und Deine Krankheit bei Deiner Familie nicht erzwingen.-Du gibst Dir soviel Mühe,es ihnen zu erklären und ihnen diese Berichte zu schicken.Nimm es als Versuch und wenn keine Reaktion erfolgt,dann würde ich Dir auch zu einer Weile Abstand raten.Freu Dich,daß Du so einen guten Partner hast,der zu Dir steht,das ist sehr wichtig.Und Du hast Deine vielen Tiere,die KLEINE FARM,die akzeptieren Dich so,wie Du bist und BRAUCHEN Dich!-Man kann natürlich über die ´Gründe z.B.Deiner Mutter grübeln,warum sie sich so Dir gegenüber verhält.Aber ich finde,das ist nutzlos.Versuche,nicht soviel an sie zu denken(natürlich tut das alles sehr weh!),sondern jetzt denk an Dich und Deine Partnerschaft.-Wenn Du in die Klinik gehst,wünsche ich Dir dort alles Gute und daß sie Dir helfen können.Viele liebe Grüße,Deine Ruth