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Saisonrheumatiker???

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Colle-shg, 18. März 2009.

  1. Colle-shg

    Colle-shg Ratsuchende...

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    Hallo allerseits,

    nun hab ich seit fast 2 jahren die Diagnose einer Spondyloarthritis, seit einem Jahr konkretisiert in einer Psoriasisarthritis. Der Verdacht auf eine Kollagenose steht nach wie vor unbestätigt im Raum. Was mir daran sehr seltsam erscheint:

    Meine Gelenkschmerzen reichen in jedem Jahr lediglich von März bis ca. Juni/Juli! Anschließend ist weitgehend Ruhe - das was dann schmerzt ist nicht mal ansatzweise vergleichbar mit den Schmerzen in den genannten Monaten.

    Mir kommt das sehr seltsam vor...habe langsam das Gefühl, so ne Art Saisonrheumatikerin zu sein. Ich mein, dass einige Probleme mit Wärme oder Matsch und Kälte haben ist mir bekannt. Aber danach scheint es bei mir nicht zu gehen.
    Seit zwei Jahren guck ich mir das jetzt an und finde es doch sehr ungewöhnlich...wenn meine Beschwerden mit dem Wetterumschwung zusammenhängen würden, dann müsste ich im Herbst ja auch nochmal so ne Phase haben.. aber da ist es meist recht friedlich.

    Kennt Ihr das??
     
  2. Stepee

    Stepee Neues Mitglied

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    Hallo!
    Jetzt, wo ich deine Beitrag so lese...
    ich habe vor drei Jahren die Diagnose Collagenose bekommen, direkt nach einer OP und hatte die vage Hoffnung, daß sich das alles einpendelt...habe ca. 6 Monate Medis genommen und dann aufgehört, wie das so ist, man schludert wenn es nicht mehr weh tut.

    Nach eineinhalb Jahren ohne Medis hat es jetzt wieder angefangen und ich möchte fast ein Ei drauf pellen, daß das in einem halben Jahr wieder weg ist, weil ich auch glücklicherweise sehr schnell auf Quensyl anspringe und wohl wirklich eine leichte Form erwischt habe...allerdings rät mir meine Ärztin, die ich allerdings mittlerweile auch für unfähig halte, dazu, immer konsequent durchzunehmen, bis ich ins Gras beisse...auf jeden Fall ist es interessant zu hören, daß ich nicht die einzige bin, die recht lustige Ausbruchsintervalle hat...erzähl mal bitte, ob du evtl. diagnosetechnisch schon weiter bist. Ich wehre mich akut dagegen, permanent Tabletten zu nehmen und bin für jeden Ansatz dankbar...:a_smil08:
     
  3. Colle-shg

    Colle-shg Ratsuchende...

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    Hallo Stepee,

    wie sicher oder unsicher meine Diagnosefindung war, bzw. ist - das kann ich selbst gar nicht mehr so genau sagen. Sicher, meine Rheumatologin sagt, Psoriasisarthritis steht fest - eben als Differenzierung der Spondyloarthritis.
    Andererseits - ich bin fast vollständig seronegativ.. habe seltenst erhöhte Entzündungswerte - sehr sehr selten Schwellungen zu den Schmerzen und auch sonst kaum erkennbare Laborparameter. Einzig und allein auffällig, sind die ANAs, die zwischen 1:320 und 1:1280 hin und herschwanken - HLAB7 und HLAB8, die beide positiv sind.
    Das ist insgesamt nicht sehr viel...
    Fakt ist aber... von März bis Juni/Juli geh ich schmerztechnisch häufig am Stock - den Rest des Jahres geht es mir zu 80% gut.
    Ja, es mag jetzt Leute geben ,die meinen, ich sollte mich freuen, dass ich so wenige (kurzzeitige) Schmerzen habe. Das ist ja auch richtig - trotzdem gibt mir das ganze Rätsel auf und macht mir Angst, dass es gar nicht Rheuma ist - sondern irgendetwas anderes...:eek: - nicht dass ich Rheuma haben wollen würde...aber es gibt da Dinge, die ich noch viel weniger haben möchte als Rheuma!!!
     
  4. Colle-shg

    Colle-shg Ratsuchende...

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    Hmm.. sind wir beide wirklich die einzigen, denen es so geht??? Das stimmt mich doch nachdenklich...:confused:
     
  5. ecki67

    ecki67 Neues Mitglied

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    Mir geht´s fast genau so

    Hallo Colle,

    ich kann Dich beruhigen, mir geht es fast genau wie Dir, bis darauf, dass die Schmerzen schon im Januar beginnen und im Mai weg sind. Mein Rheumatologe hat vor vier Jahren Psoriasisarthritis diagnostiziert und gemeint, man könne dabei keine Prognose abgeben. Letzten Winter (2007/2008) hatte ich gar keine Beschwerden, also insgesamt 1 1/2 Jahre nicht, so dass ich mich schon für geheilt gehalten habe. Dieses Jahr hat es mich dann aber doch übel erwischt, was heißt, dass ich mich ca. vier Wochen ohne Voltaren etc. nicht bewegen konnte. Also keine totale Katastrophe, aber schon unerfreulich.

    Anfangs meinte mein Rheumatologe, seine Empfehlung sei "durchmogeln", also NSAR gegen akute Schmerzen/Entzündungen, ev. auch Cortisonspritzen in entzündete Gelenke, was zum Teil super geholfen hat.

    Warum das so ist, da hab ich auch keine Vermutung. Ev. dass die Erkältungsviren im Winter das Immunsystem so aktivieren, dass es Unsinn macht und es zu den Entzündungen kommt. Irgendwann beruhigt es sich wieder und alles ist gut.

    Viele Grüße!

    Eckhard
     
  6. Colle-shg

    Colle-shg Ratsuchende...

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    Hallo Eckhard,

    jetzt fällt mir tatsächlich ein Stein vom Herzen - wobei wir schon ein Phänomen zu sein scheinen - kann im I-net und auch hier dazu nur sehr wenig finden! Und die Resonanz hält sich ja bisher auch in Grenzen.

    Aber wenn es Dir genauso geht, dann mach ich mir jetzt mal keine weiteren Gedanken. Meine Behandlung ähnelt Deiner übrigens auch sehr - ich habe bis heute keine Basis - nehme ebenfalls bei Bedarf NSAR oder Corti (wobei ich das nicht besonders gut vertrage).

    Hab mich lange gefragt, ob ich vielleicht ne Klatsche hab, dass mir alles weh tut und ich noch nicht mal ne anständige Basis krieg - aber offensichtlich bin ich damit nicht allein. Sehr beruhigend!!!:top:

    Ich wünsch Dir gerade jetzt mitten in unserer "Hochform" möglichst wenig Beschwerden und ansonsten einfach ein schönes Wochenende..;)

    Vielen Dank nochmal für Deine Antwort!!!:)
     
  7. schaller

    schaller Neues Mitglied

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    noch ein Saisonrheumatiker

    Hallo,ich grüße Dich! Unser Rheuma hat viele Gesichter.Bei mir war es so: Op,nach drei Monaten über Nacht an beiden Händen dicke Schwellungen etc..Nach sechs Wochen beim Rheumatologen. Diagn. CP. MTX ,Corti etc. eineinhalb Jahre gespritzt.Neue Op,MTX abgesetzt und nicht wieder benötigt. Im Frühjahr und im Herbst ca 4-6 Wochen dicke Schmerzattacken,nur noch mit höherer Menge Corti und Voltaren behandelt, dazwischen total gesund. Wenn ich so die Schreckensbeiträge der anderer Rheumatiker lese,dann glaube ich,dass wir Glück gehabt haben. Wünschen wir uns,dass es so bleibt.Herzliche Grüße von schaller