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rheumtoide Artritis

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Lara13, 10. Dezember 2004.

  1. Lara13

    Lara13 Registrierter Benutzer

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    Hallo ich bin neu hier und habe nicht viel Ahnung von der rheumatoiden Artritis. Meine Mutter (73) jedoch leidet sehr darunter, sie nimmt wohl Tabletten (Namen weis ich nicht), die den Prozess verlangsamen sollen, hat aber sehr oft sehr starke Schmerzen vor allem /Arm/Hand Bereich. Sie hat eine Zeitlang Cortison genommen es aber auf ihren eigenen Wunsch (Nebenwirkungen) wieder langsam abgesetzt.

    Gibt es ein Medikament, das einigermassen gegen die Schmerzen hilft, welches nicht gleichzeitig so schädlich gegen den Körper ist (also Leber, Niere etc)?

    Hat jemand positive Erfahrungen mit Homöopathie gemacht? Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass das bei so starken SChmerzen etwas hilft... :-/

    Ich selbst bin 35 und habe auch Angst, dass ich das bekommen könnte. Ist es erblich??

    Ich liebe meine Mutter natürlich sehr und würde ihr gerne irgendwie helfen, aber WIE ? Kann man denn gar nichts (erfolgreich) dagegen machen?

    Bin um jede hilfreiche Antwort dankbar!
     
  2. bise

    bise Neues Mitglied

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    Lara, schicke deine mutter zum hausdoc, der soll sie an einen intern. rheumatologen überweisen.
    es gibt viele medis, die helfen (können). über die nebenwirkungen solltest du dir nicht zu grosse sorgen machen. wird man von einem kompetenten und verantwortungsbewussten intern. rheumatologen behandelt, sollte man sich nicht unnötig ängstigen.
    was dich anbelangt, les mal die postings durch. mittlerweile gibt es einige marker, die schon recht frühzeitig signalisieren, dass eine cp ausbrechen könnte.
    die krankheit ist nicht erblich, evt. die anlage zur krankheit.
    nur mut und vertrauen.
    gruss
    bise
     
  3. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Lara,

    chronische Polyarthritis ist wohl nicht direkt vererbbar, eine Disposition dafür aber schon. Zumindest gibt es in einzelnen Familien auffällige Häufungen.

    Da Deine Mutter anscheinend schon länger unter einer Polyarthritis leidet, wird sie ja hoffentlich bei einem internistischen Rheumatologen in Behandlung sein.

    I.d.R. bekommt man nach erfolgter Diagnose ein sog. Basismedikament, d.h. ein Medikament, das kein Schmerzmittel ist, aber Einfluss auf das Krankheitsgeschehen nimmt und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt bzw. gänzlich hemmt. Damit vergehen - gute Wirkung vorausgesetzt - natürlich auch die Schmerzen. Die meisten Basismedikamente brauchen eine gewisse Zeit, bis sie wirken. Bei den traditionellen Medikamenten wie z.B. Antimalariamittel, Methotrexat, Sulfasalazin oder Gold kann es bis zu einer Wirkung 6 Monate dauern! Bei den neuen Biologicals (z.B. Enbrel oder Humira) tritt die Wirkung meist sehr viel früher ein. Diese Mittel sind aber extrem teuer und werden erst verordnet, wenn andere Basismedikamente wegen unzureichender Wirkung oder zu heftiger Nebenwirkungen wieder abgesetzt werden mussten.

    Versuch mal zu erfahren, welche Medikamente Deine Mutter bekommt. Leider ist es so, dass man bei Basismedikamenten mitunter Fehlversuche riskieren muss. Ich selbst z.B. bin schon beim Versuch Nr. 4 (Arava), der endlich zu passen scheint, im Moment jedenfalls ...

    Sonnige Grüße aus Tirol von
    Monsti
     
  4. Lara13

    Lara13 Registrierter Benutzer

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    Also, ich habe eben gerade mit meiner Mutter telefoniert. Heute hatte sie wieder besonders grosse Schmerzen (ausser Hand und Arm/Schulter auch Zehen, Hüfte), die Schmerzen sind oft so stark, dass sie einfache Dinge wie Haare Waschen/Fönen oder ein Päckchen packen nicht machen kann.

    Sie nimmt das hier oft erwähnte Mittel Methrotrexat (15 mg 2 mal die Woche Tbl), welches aber offenbar keine Wirkung zeigt. Cortison hat sie wie gesagt abgesetzt, weil es wohl auch keine Besserung brachte, nur Nebenwirkungen und sie dicker wurde. Sie hat auch deshalb etwas gegen Cortiosn, weil ihre Schwester sehr krank war und viel Cortison genommen hat. Diese ist aufgegangen wie ein Schwamm und ihr ist das Wasser aus allen Poren geflossen. Muss ganz schrecklich gewesen sein....

    Meine Mutter tut mir so Leid, dass sie so Schmerzen hat und offenbar nichts hilft?!
     
  5. Paris

    Paris Fan vom kleinen Prinzen..

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    ...erbliche Komponente....

    Hallo Lara,
    also zu deiner frage, ob du es auch bekommen kannst...wie Monsti schon schreibt...eine klare Vererbung gibt es nicht, ab es kann zu gehäuftem Auftreten in einer familie kommen und dann eher bei den weiblichen Mitgleidern, muss aber nicht!!!! (ich bin bei uns auch die einzige....). Frag mal deine Mutter, ob bei ihr Rheumafaktor und Anti-CCP-Antikörper positiv sind. Wenn ja, solltest du auf keinen Fall Rauchen! Ja, du hast richtig gelesen.....denn bei positiven Antikörpern kann Rauchen das Risiko um das 60-fache steigern, zu erkranken...und wen deine Mutter positive AK hat und evtl eine genetische Komponetene besteht, erhöhst du dein Risiko auch zu erkranken mit raucehn gewaltig. das haben letztes Jahr schwedische Rheumatologen festgestellt. Ansontsen kannst du natürlich mal Antikörper bestimmen lassen, aber solange du keine Beschwerden hast, hätte das eh keine Konsequenzen....ich glaube nicht, das du jemanden findest, der dich prophylaktisch behandelt ;-), von daher kannst du es auch sein lassen, gesund leben und falls du erste Anzeichen spürst, weisst du wenigstens, in welche Richtung du suchen musst.
    Und was deine Mutter angeht...sie sollte dann vielleicht mal mit ihrem Rheumatologen über einen Wechsel der basistherapie reden....da gibts schliesslich ausser Methotrexat noch anderes, oder Kombinationsmöglichkeiten.
    Liebe Grüsse, Paris
     
  6. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Lara,

    Methotrexat (Mtx) war meine Basis Nr. 2, die zwar halbwegs gut gewirkt hatte, aber ich musste das Mittel nach 6 Monaten wegen zu starker Nebenwirkungen wieder absetzen.

    Wenn bei Deiner Mutter das Mtx nicht ausreichend wirkt, sollte sie unbedingt etwas anderes bekommen. Ich bin, wie bereits erwähnt, schon bei der 4. Basis. Nicht jedes Medikament hilft jedem. Es ginge auch eine Kombination von Mtx und einem anderen Mittel, aber das muss der Rheumatologe entscheiden.

    Dir und Deiner Mutter alles Gute!
    Monsti