Rheumatologe akzeptiert Diagnose (Psoriasis Arthritis) nicht

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Lusella, 23. November 2011.

  1. mimi67

    mimi67 Registrierter Benutzer

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    melde mich wegen deiner diagnose "chronisches schmerzsyndrom".
    diese diagnose habe ich auch (neben anderen...), und sie besagt meines wissens nichts anderes als dass du chronische schmerzen hat. chronisch sind schmerzen immer dann, wenn sie bereits mehrere monate andauern und das ist ja hier bei den meisten im forum der fall!
    wer mehr darüber weiß, möge sich melden! :)
     
  2. vinbergssnäcka

    vinbergssnäcka Registrierter Benutzer

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    Hallo Mimi,

    ich bin kein Spezialist, aber so weit ich weis, ist ein chronisches Schmerzsyndrom etwas anderes als chronische Schmerzen. Bei mir wurde zB: Fibromyalgie und das chronische Schmerzsyndrom von den Schmerzärzten ausgeschlossen. Ich glaube das Schmerzsyndrom ist das, was sich auf chronische Schmerzen aufsetzt und sie dann schwer behandelbar macht. Dh. Deine schmerzen lassen sich nicht mehr so "einfach" behandeln, die Schmerzen sind weiterhin vorhanden, obwohl die Ursache, zB durch Behandlung, abgestellt wurde. Mein Arzt erklärte mir, da ich noch sehr gut auf zB NSAR und auch Kortison reagiere, das es zum Glück noch nicht so weit gekommen wäre.
     
  3. Lusella

    Lusella Registrierter Benutzer

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    chronisches Schmerzsyndrom

    Oh, das hört sich ja nicht so gut an.
    Ich hoffe, dass bei mir das Cortison noch wirkt.
     
  4. mimi67

    mimi67 Registrierter Benutzer

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    man lernt doch nie aus! :D danke für die erläuterung, dann recherchiere ich nochmal.
     
  5. Lusella

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    Zwischenstand :)

    Hallo zusammen,
    ich möchte kurz vermelden, wie es jetzt ausschaut:

    Gestern Morgen habe ich mit der ersten Cortison Dosis begonnen (40 mg).
    Heute Morgen das Gleiche.
    Ich kann es kaum glauben, aber mir ist es schon nach der ersten Einnahme gestern erheblich besser gegangen.

    Die Schmerzen in der Großzehe am rechten Fuß waren deutlich besser. Auch sind die Zehen nicht mehr so dick wie Bockwürste.
    Nur noch wie Grillwürste :D.
    Die Rötung ist erheblich verbasst.
    Wenn man es nicht weiß, würde man sagen, sieht alles normal aus.

    Beim Einkaufen heute Morgen dann eine kleine Enttäuschung.
    So gut wie es sich beim Rumlaufen in der Wohnung angefühlt hat, war es dann im "echten Leben" nicht ganz.
    Es war aber erheblich besser.
    Ich konnte viel besser die Treppen gehen.
    Runter besser als hoch.
    Und im Ganzen lief es irgendwie "runder". Ich kann es nicht richtig beschreiben.
    Irgendwie hatte ich das Gefühl wieder Besitzerin von "geölten" Gelenken zu sein.

    Auf jeden Fall bin ich optimistisch auf dem richtigen Pfad zu sein.
    Das Cortison hat mir mein Hausarzt verschrieben um abzuchecken ob es etwas Entzündliches ist.
    Das scheint ja der Fall zu sein.

    Nun warte ich auf meinen Termin in der Schmerzambulanz.
    Wenn ich dort war, werde ich berichten.

    Ach ja, heute waren die Rheumawerte da:
    Alles in Ordnung. Keine erhöhten Werte.
    Hätte ich auch nicht vermutet bei PSA...

    Ich wünsche Euch einen schmerzarmen Tag,
    Lusella
     
  6. vinbergssnäcka

    vinbergssnäcka Registrierter Benutzer

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    Das was Du beschreibst kenn ich nur zu gut, so wars bei mir auch, allerdings bekam ich nur 20 mg, schon am nächsten Tag wars viel besser...und mach nicht denselben Fehler wie ich, nicht gleich von null auf hundert. Schön langsam, weil Deine Probleme sind nur zeitweilig unterdrückt. Wenn Du aufhören würdest mit dem Kortison ist es gleich genauso schlimm wie vorher oder noch schlimmer. Versuche das Kortison nun nach Plan so weit runterzu dosieren, wie Du selber meinst, das es geht.
    Mich hat man damals "gezwungen" das Kortison komplett auszuschleichen, trotz extremer Probleme als ich bei 5 mg ankam. Das hat zu extremen körperlichen, aber auch psychischen Problemen geführt. Ich habe mich ein halbes Jahr gequält, bis ich wieder Kortison nehmen durfte. Heute weigere ich mich einfach...und siehe da, die Ärzte akzeptieren das...

    Wenn man nun mal so einfach salopp sagen sollte, das was an Schmerzen durch das Kortison verschwunden ist, ist zumindest weder auf Fibromyalgie noch auf ein Schmerzsyndrom zurückzuführen...

    Nun wünsche ich Dir Gute Besserung....nicht vergessen, schön langsam machen, denn Dein Körper ist nicht so fit, wie es einem vielleicht gerade mal vorkommt...

    lieben Gruss
     
  7. Lusella

    Lusella Registrierter Benutzer

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    Überschätzt :-(

    Hallo vinbergssnäcka,
    das ist wohl wahr.
    Ich habe mich gestern in meiner Euphorie wohl etwas zu stark gefühlt.

    Habe endlich mal wieder eine Runde am Crosstrainer machen können, fast wie in alten Zeiten.
    Das war wohl nicht das Klügste. Heute ist nämlich nicht so gut, wie es gestern war :mad:.

    Das mit dem Cortison werde ich beachten. Ich soll nämlich bis auf 0 ausschleichen.
    Habe mir aber auch schon überlegt ob nicht ein bestimmter Erhaltungslevel sinnvoll wäre.
    Zum Glück ist mein Hausarzt zugänglich und nicht so verbohrt wie manche anderen Ärzte.

    Ich bin froh, dass es ein solches Forum gibt.
    Ich habe hier schon in der kurzen Zeit seit meiner Anmeldung viel Hilfreiches und auch Tröstliches erfahren.

    Danke dafür :top:.
    Ich hoffe, dass ich mich mal revanchieren kann, wenn ich auf diesem Gebiet nicht mehr so grün hinter den Ohren bin.

    Liebe Grüße
    Lusella
     
  8. Lusella

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    Zwischenstand :)

    Hallo zusammen,
    ich möchte kurz berichten, wie der aktuelle Stand ist:

    Heute war ich nochmal beim HA. Er wollte wissen ob das Cortison anschlägt.
    Ich bin mittlerweile auf 20 mg runter.
    Die Schmerzen sind viel weniger. Ich kann wieder fast normal meine Tätigkeiten verrichten und auch wieder eine kleine Runde spazieren gehen.
    Das ging ja gar nicht mehr.

    Wenn die Schmerzen, meist gegen Abend, schlimmer werden, nehme ich Novalgin Tropfen.
    In Verbindung mit dem Cortison helfen sie mir gut.
    Seltsamerweise haben sie ohne Cortison gar nicht gewirkt.
    Der HA meint, das könnte gut sein. Wieso habe ich vergessen zu fragen :rolleyes:.

    Ich soll das Cortison bis auf 0 ausschleichen um zu sehen, was dann passiert...
    Ich sagte ihm, dass ich Angst vor einer Verschlimmerung hätte.
    Aber er meint, das sollte ich so machen.
    Wenn ich merke, dass z. B. bei 5 mg die Schmerzen schlimmer werden, müsste man einen anderen Einnahmeplan machen.

    Er ist nun auch der Meinung, dass alles auf PSA hindeutet.
    Deshalb hat er meine Überweisung für die Schmerzambulanz neu geschrieben.
    Er hat den Verdacht auf Fibromaylgie weg gelassen!

    Jetzt steht folgendes drauf:
    Ausschluss weichteilreumat. Symptomenkomplex; Psoriasis Arthropathie, chron. Schmerzsyndrom

    Aber nun komme ich ins Grübeln:
    Auschluss weichteilreumat. Symptomenkomplex, ist das nicht das Gleiche wie Fibromyalgie nur anders genannt??

    Wäre nett, wenn mir jemand Auskunft geben könnte.

    Liebe Grüße,
    Lusella
     
    #28 30. November 2011
    Zuletzt bearbeitet: 30. November 2011
  9. vinbergssnäcka

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    Dein HA scheint ja richtig gut zu sein, sieh zu, das Du ihn ja behältst.

    Ich vermute mal, die Fibromyalgie hat er ja selber ausgeschlossen, aber es gibt ja auch entzündliches Weichteilrheuma. Am Besten rufst Du nochmal an und fragst nach, was er genau damit meint...

    Wenn ich mal von mir erzähle: Bei mir haben die Schmerzärzte verschiedene Untersuchungen der Muskeln und Nerven gemacht, quasi zum Ausschluss anderer Krankheiten. PSA ist ja irgendwie auch eine Ausschlussdiagnose, das sie ja eigentlich keinen richtigen eigenen Marker hat...

    Viel Glück..
     
  10. Mummi

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    Hallo Lusella,
    Dein Doc hat ja AUSSCHLUSS geschrieben. D.h. er möchte wissen ob er mit seiner Vermutung auf PSA richtig liegt und du keine Fibro hast. Außerdem kann man Flöhe und Läuse zusammen haben ;). Ich hab neben meiner meiner Arthritis unter anderem auch noch Fibro. In welche Schmerzklinik gehst du denn?
    Das mit deiner Cortisoneinnahme ist schon interessant. Ich hatte auch einen solchen Stoßtest und hab mit 50mg angefangen und nach drei Tagen konnte ich wieder fast normal und ohne Schmerzen laufen. Bei mir fings damals bei 12,5 mg wieder an weh zu tun. Das Cortison hat mir der Mann meiner HÄ aufgeschrieben und als sie dann wieder da war und ich ihr schilderte wie sehr es mir geholfen hatte meinte sie nur das Cortison euphorisch macht und deshalb
    sei es mir gut gegangen. Damals war ich ziemlich sauer. Erst ein Jahr später stellte sich ja dann heraus, dass ich wirklich was rheumatisches habe. -Ich musste eben nur dran denken als ich das mit dem Crosstrainer las. Also was euphorisches hat das Corti nun wirklich :D -.
    Lass es aber, auch wenn es dir hilft, vielleicht nach dem Ausschleichen weg wenn du bald deinen Termin in der Schmerzklinik hast, immer vorausgesetzt es geht einigermaßen ohne, denn dort machen sie gewöhnlicherweise alle möglichen Blutuntersuchungen und da er was von weichteilrheumatischen Beschwerden geschrieben hat, denke ich das auch die Werte für Muskel-CK und LDH überprüft werden und die könnten dann eventuell verfälscht sein.
    Bei mir waren übrigens auch immer alle Werte normal, ab und an mal die Kreatinkinase und das LDH erhöht, meistens die Thrombos und erst einmal BSG und CPR. Trotzdem behauptet mein Rheumadoc ich hätte Rheuma und ich werde behandelt :D:top::D.
    Also verlier den Mut nicht.

    Liebe Grüße

    Mummi
     
  11. Lusella

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    Danke :)

    Danke Mummi und vinbergssnäcka,
    Ihr habt mir sehr geholfen.

    Das mit dem Cortison leuchtet mir ein und ich werde es ausschleichen bis auf 0, bevor ich in die Schmerzambulanz gehe.

    Ich hoffe nicht, dass ich Läuse und Flöhe habe :eek:.
    Normalerweise hätte ich auch kein Problem damit, die Diagnose Fibromyalgie zu akzeptieren.
    Nur leider ist es so, dass man mit dieser Diagnose oft abgespeist wird und alles darauf geschoben wird.
    Ist ja auch so einfach.
    Mir hat man Amitriptylin verordnet und dadurch bekam ich erst recht Schmerzen. Es wurde so schlimm, dass ich vor lauter Schmerzen fast verrückt wurde.
    Ich habe das Zeug dann einfach abgesetzt, was man eigentlich nicht tun sollte.
    Die Schmerzen waren dann aber wieder etwas runter gefahren.
    Ich bekam von dem Ami so eine Art Neuropathie. Das kann passieren.

    Dass das Cortison mich euphorisch macht, glaube ich noch nicht einmal.
    Ich schlafe nämlich so gut, wie schon seit 3 Jahren nicht mehr.
    Das liegt wohl daran, dass die Schmerzen weg sind. Ich konnte ja keine Nacht mehr durchschlafen.
    Alle 2 Stunden wachte ich vor Schmerzen auf und musste meine Liegeposition neu ausloten.

    Auf dem Crosstrainer ging es einfach gut, weil schmerzfrei.
    Ich habe endlich wieder das Gefühl, dass meine Gelenke "geschmiert" sind. Es läuft wieder rund.

    Natürlich habe ich Angst, dass es wieder schlechter wird, wenn ich das Cortison fertig habe.
    Aber der HA möchte es so und ich vertraue ihm.
    Er ist wirklich der Einzige, der mir helfen konnte und wollte!
    Es ist traurig, dass so etwas heute noch möglich ist.
    Ich habe hier im Forum ja schon von vielen ähnlichen Fällen gelesen.
    Manchmal denke ich, dass man uns Frauen gerne auf die Psycho Schiene schiebt :mad:.
    Ist ja auch so einfach...Jedenfalls für den "Fach"arzt...

    @Mummi,
    ich schicke Dir eine PN.

    Liebe Grüße an Alle und wenig Schmerzen, trotz dem Herbstwetter,
    Lusella
     
  12. vinbergssnäcka

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    Hallo Lusella,

    wie recht Du hast, auch ich hätte mich mit der Diagnose Fibromyalgie abgefunden, wenn sie denn gestimmt hätte. Daher ist es ja so wichtig zu unterscheiden, ob entzündlich oder nicht, denn die Behandlung ist ja so unterschiedlich. Was nützt es mir mich mit Tramadol und Opiaten vollzuhauen, deren einzige Wirkung ist, das ich LUL werden und daher die Schmerzen vielleicht nicht spüre (aber wie soll ich auf Dauer in diesem geistigen Zustand überleben?), wenn aber 15 mg Kortison dem Spuk ein jähes Ende setzt. Und ja, das wurde mir auch gesagt, Kortison macht euphorisch.....Wenn Schmerzen plötzlich nach mehreren Monaten verschwinden, dann kann ich das wohl nicht nur einer Euphorie zuschreiben, sonst würde Alkohol oder Drogen wohl die gleiche Wirkung haben?!
    Ich frage mich, ob die euphorische Wirkung, die man dem Kortison unterstellt, nicht nur dadurch entsteht, das die Patienten meist seit monaten oder Jahren das erste Mal schmerzfrei sind....wer wäre da nicht euphorisch?!

    Und wenn es denn so wäre, dann müssten alle Dauerpatienten mit Kortison auch Dauereuphorisch sein:D ich glaube nicht daran.

    Ich wünsche Dir erstmal alles alles Gute.....und gehe sofort zu Deinem Arzt, wenn Du das Gefühl hast das die Dosis Kortison reicht nicht mehr. Zur Not kann man ja auch mal ne zeitlang mit NSAR überbrücken, obwohl das meiner Meinung nur ein Vertuschen der Symptome ist, aber immer noch besser als die Schmerzen auszuhalten. Immer daran denken, aus Dauerschmerzen kann recht schnell eben auch ein Schmerzsyndrom entstehen...

    lieben Gruss
     
  13. Lusella

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    Dauerschmerzen :-(

    Hallo vinbergssnäcka,
    wie recht Du hast mit allem!

    Die "Euphorie", wenn es denn eine ist, schreibe ich einzig und alleine der Schmerzfreiheit zu!
    Ich habe seit 3 Jahren Dauerschmerzen, die sich jetzt so richtig hochgeschraubt hatten.
    Ich dachte, ich verliere den Verstand.
    Ich konnte seit 3 Jahren keine Nacht mehr durchschlafen. Alle 2 Stunden wurde ich wach, weil ich nicht mehr liegen konnte.

    Die Rheuma Koryphäe hat gemeint, dass Amitriptylin für mich das Mittel der Wahl sei.
    Das würde mir die Schlaflosigkeit nehmen.

    Aber Hallo, ich hatte vorher nie Schlafprobleme. Erst die Schmerzen raubten mir den Schlaf.
    Aber, das hat den gar nicht interessiert.

    Ich fühle mich jetzt so gut, wie schon Jahre nicht mehr.
    Auch meine Schwitzerei ist weg.
    Ich dachte, das seien die Wechseljahre :o.
    Aber seit ich das Cortison nehme, schwitze ich nicht mehr. Und mir ist wirklich das Wasser aus allen Poren geschossen.

    Der HA meint, das wäre von den Entzündungen gewesen, die im Körper sind bzw. waren.

    Ich kann es immer noch nicht fassen, dass die Lösung bzw. für mich die Erlösung, so einfach war.
    Ein wenig Cortison hat aus mir wieder einen Menschen mit Hoffnung und Lebensfreude gemacht.
    Ich war total am Boden und hatte die Hoffnung auf Hilfe aufgegeben.

    Ich bin da leider kein Einzelfall und das empfinde ich als Skandal!
    Was machen diese selbsternannten Spezialisten mit uns? Besonders oft mit uns Frauen?

    Ich sage "Frauen", weil der Mann meiner Freundin bei dem gleichen Rheumatologen in Behandlung ist.
    Er wurde gleich ganz anders behandelt.
    Er wurde ernst genommen und es wurde sich Mühe gegeben.
    Und nicht schon bevor er im Sprechzimmer war, die Diagnose gestellt. So war es bei mir nämlich.

    Ich musste im Wartezimmer einige Fragebogen ausfüllen und das hat ihm schon zur Diagnosefindung genügt.
    Ich empfinde das als Unverschämtheit.
    Im Grunde müsste man ihn wegen unterlassener Hilfeleistung anzeigen!

    Ich werde zu diesem Kurpfuscher nicht mehr gehen. Schlimm ist nur, dass er sein "Handwerk" weiter ausüben darf.
    Wenn er Automechaniker wäre, könnte er einpacken!
    Aber so, kann er in aller Seelenruhe weiter pfuschen...

    Sorry, aber das musste ich einfach mal los werden.

    Liebe Grüße
    Lusella
     
  14. Lusella

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    Neuigkeiten :)

    Hallo zusammen,
    ich möchte Euch gerne berichten, wie es bei mir weiter gehen soll.

    Gestern war ich wieder bei der Hautärztin, weil ich inzwischen auch eine Nagelbeteiligung der Schuppenflechte habe.
    Genauer gesagt, sind die Zehennägel betroffen. Jeweils der große Zeh und der nebendran an beiden Füßen.
    Dagegen habe ich eine Lösung bekommen, die ich morgens und abends in das Nagelbette einbringen soll.

    Bei der Gelegenheit habe ich ihr von meinem Besuch beim Rheumatologen erzählt.
    Sie war ziemlich irritiert wegen der Ignoranz und offenbaren Unfähigkeit.
    Sie meint auch, dass nur ein anderer Rheumatologe für mich die Lösung ist.

    Heute war ich wieder bei meinem Hausarzt.
    Er weiß ja von dem Flop beim Rheumaspezialist. Nun muss nur ein "Schlachtplan" her wie es weiter geht, bis ich den Arzt wechseln kann.
    Inzwischen bin ich bei 5 mg Cortison pro Tag. Schon bei 10 mg haben sich meine Schmerzen wieder verstärkt.

    Er ist allerdings der Meinung, dass man die Dosis nicht wieder so hoch schrauben kann,wegen der Nebenwirkungen.
    Er möchte versuchen bei 5 mg zu bleiben, da sich im Körper ein bestimmter Level bildet, der evt. die Entzündungen eindämmt.
    Sollten 5 mg zu wenig sein ( nach ca. 1 Woche) soll ich auf 7,5 mg erhöhen. Ebenfalls für 1 Woche.
    Sollte das immer noch zu wenig sein, soll ich auf 10 mg gehen.
    Mit dieser Dosis geht man kein allzu großes Risiko ein und er hofft, dass damit die Entzündungsprozesse eingedämmt werden.

    Ich muss mich mit diesem Plan über die Runden wursteln, bis ich einen Termin bei einem anderen Rheumatologen bekomme.
    Um schmerzmäßig über die Runden zu kommen, hat er mir noch Novalgin verschrieben.
    Das ist von den Nebenwirkungen noch vertretbar und hilft mir halbwegs.

    Den Termin in der Schmerzambulanz habe ich abgesagt.
    Meine Schmerzen kommen ja definitiv von der PSA. Kann man das eindämmen, sind auch die Schmerzen weg.
    Das habe ich ja gut gemerkt als ich 40 mg Cortison genommen hatte.
    Die Schmerzen waren wie weggeblasen.

    Was ich auch noch festgestellt habe ist, dass ich ca. 2 kg Gewicht verloren habe. Das scheinen Wassereinlagerungen gewesen zu sein.
    Ich habe mir nämlich, zum Glück!, vor der Cortisoneinnahme meine Knie gemessen :vb_cool:.
    Ich habe rechts 4 cm und links 3 cm weniger Umfang!
    Mir ist nämlich aufgefallen, dass die Hände, Füße und Knie dick waren. Manchmal sind meine Füße so geschwollen, dass mir die Schuhe zu eng sind.
    Das bin ich gar nicht gewöhnt, weil ich nämlich sehr schmale Füße habe.
    Ebenso die Hände. Ich habe richtige Wurstfinger, dass meistens kein Ring mehr passt.
    Der HA meint, das wäre Wasser, das sich durch die Entzündungen eingelagert hat.

    Ebenso habe ich wirklich tierisch geschwitzt.
    Ich dachte, das seien die Wechseljahre....
    Aber seit ich Cortison nehme ist auch das besser geworden.
    Bei 40 mg war es ganz weg. Nun habe ich wieder Schweißausbrüche aber nicht mehr ganz so heftig.

    Das ist im Moment der Stand der Dinge. Ich hoffe, ich nerve nicht.
    Aber vielleicht kann ich mit meinem Bericht zeigen, dass es immer eine Lösung gibt.

    Ich habe hier im Forum schon von vielen Fällen gelesen, wo die Diagnosestellung ein Problem war. Bei mir war es das auch.
    Man darf sich nicht unterkriegen lassen und nicht die Flinte ins Korn werfen.
    Das ist, wenn man einen großen Leidensdruck hat, nicht einfach. Trotzdem lohnt es sich zu kämpfen und sich nicht beirren zu lassen.
    Egal welch einen guten Ruf der "Spezialist" hat. Er ist nur ein Mensch, der auch nur mit Wasser kocht.
    Und letztendlich steckt er nicht in Eurem Körper.
    Ich wusste immer, dass es etwas Entzündliches sein muss. Das habe ich gespürt.

    Viele Grüße und allen eine gute Zeit :top:,
    Lusella
     
  15. vinbergssnäcka

    vinbergssnäcka Registrierter Benutzer

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    Hallo Lusella,

    zu Deinem Hausarzt kann man Dir nur gratulieren....

    Nur so ein Tipp von mir...das mit der Schmerzambulanz, ich würde das erstmal nur aufschieben, absagen kannst Du das immer noch, wenn Du wirklich soweit kommst, das du vollkommen Schmerzfrei und wieder hergestellt bist.

    Es ist nämlich nicht immer so einfach, das man ein Medikament bekommt...und schwups ist alles wieder gut. Aber natürlich musst du erstmal schaun, wieweit Du mit einer Basismedizin kommst. Bei mir reicht es eben nicht, damit alles wieder beim Alten ist, da ist ne Schmerztherapie sehr hilfreich um eben nicht noch unnötig Schmerzmittel schlucken zu müssen, bzw um etwas passendes zur Hand zu haben, wenn man es denn benötigt.

    Ansonsten weiterhin viel Glück und Erfolg!
     
  16. Lusella

    Lusella Registrierter Benutzer

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    Schmerzambulanz

    Hallo vinbergssnäcka,

    ich habe den Termin schon abgesagt.
    Ich dachte, weil ich bei 40 mg schmerzfrei war und auch noch bei 20 mg mit Novalgin Tropfen 1x am Tag, dass ich den Termin nicht brauche.

    Im Moment habe ich nämlich die Nase voll von Ärzten.
    Da ich aber innerhalb von 3 Wochen einen Termin bekam, denke ich, dass ich es riskieren kann.

    Du hast recht:
    Mein Hausarzt ist ein Goldstück. Ich weiß nicht, was ich ohne ihn gemacht hätte.
    Ich bin ja überall ins Leere gelaufen.
    Außer bei der Hautärztin.
    Sie hat das Ganze eigentlich ins Rollen gebracht und auch nicht an das Geschwurbel von dem Rheumaspezialisten geglaubt.
    Sie ist auch ein Glücksfall!

    Ich wünsche Dir eine schmerzfreie Zeit und schicke liebe Grüße,
    Lusella
     
  17. Lusella

    Lusella Registrierter Benutzer

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    Termin

    Guten Morgen zusammen,

    mein Termin bei einem anderen Rheumatologen steht jetzt:

    02. Mai 2012

    Früher ging nicht. Nun muss ich sehen, dass ich mich bis dahin über die Runden wurstele.

    Allen einen schmerzarmen Tag,
    Lusella
     
  18. -Tami-

    -Tami- Registrierter Benutzer

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    Wie kommst Du darauf das man PSA nicht im Blut sieht ???
    Der CCP Wert ist ein Indikator für die PSA und wenn Du es tatsächlich hast, wird dieser Wert erhöht sein.

    Quelle: Rheumazentrale.de

    Ich habe selber PSA, die Hautbeteiligung ist gering und nur kleine Stellen auf der Kopfhaut, das wurde erst diagnostiziert NACHDEM der CCP AK bestimmt war und danach gesucht wurde. Also ist das Blut schon sehr aussagekräftig.

    Was ich mir angewöhnt habe ist, dass ich alle Befunde in Kopie mit nach Hause nehme und mich selber informiere. Aber ich stelle den Rheumatologen nicht in Frage. Jedoch bin ich aktiv bei der Therapiefindung dabei und diskutiere auch gerne mit ihm.

    Nachdem ich MTX nicht vertrage habe, nehme ich nun Arava und Cortison und im Moment geht es mir relativ gut.
     
  19. vinbergssnäcka

    vinbergssnäcka Registrierter Benutzer

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    Hallo Tami,

    das macht mich jetzt doch neugierig. In deinem zitierten Artikel steht ja nun nichts weiter, als das der CCP ein Marker für die RA ist. Von PSA habe ich da nichts entdeckt, oder hab ich das überlesen? Mein Rheumatologe hat mir auch gesagt, es gibt KEINEN Bluttest für die PSA. Und laut dem Artikel würde negativer CCP und negativer RF nur eine RA weitestgehend ausschliesen....nicht aber eine PSA oder eine andere rheumatische Erkrankung....oder liege ich falsch?

    lieben Gruss
     
  20. vinbergssnäcka

    vinbergssnäcka Registrierter Benutzer

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    nun muss ich nochmal schnell Antworten, wenn man mal nach Anti-CCP sucht, dann findet man, das das wirklich ein speziefischer Marker für die RA ist und eben nicht für die PSA....hier hab ich ne interessante Disskussion, bei der also die PSA als unwahrscheinlich erklärt wird, bei vorhandensein von Anti-CCP.

    lieben Gruss
     
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